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Die Angabe eines Budgets oder Preisrahmens, bei der Anfrage eines Dolmetscherangebots, wird immer mehr vernachlässigt. Teilweise absichtlich aus Angst man könnte ausgebeutet werden oder unabsichtlich, weil man denkt, es sei nicht so wichtig für den Dolmetscher oder die Dolmetscheragentur. Ist das wirklich so? Welche wichtige Rolle spielt denn die Angabe eines Budgets bei der Angebots- bzw. Preisgestaltung. Welche Vor- und Nachteile kann das sowohl für den Kunden als auch für den Dolmetscher oder den Dolmetscherdienst mit sich bringen? Hören Sie rein!
Viele Unternehmen achten mehr und mehr nur noch auf die Preise. Der Dolmetschermarkt steigt und somit auch der Preiskampf unter Dolmetschern und Dolmetscheragenturen. Als Leihe entscheiden sich viele für das günstigste Angebot. Erfahrungsberichte zeigen jedoch, dass dieses Kriterium alleine, für einen erfolgreichen Dolmetschereinsatz und für den Erfolg der Veranstaltung, nicht ausreicht. In diesem Podcast erklären wir Ihnen, worauf Sie bei der Dolmetscher- und Angebotsauswahl achten sollten. Beispiele aus der Praxis zeigen Ihnen warum andere Punkte wichtiger sind, als nur der Preis. Hören Sie rein!
Seit einiger Zeit bekommen wir immer mehr positives Feedback zu unseren EXPRESS Podcasts. Somit haben wir überlegt, zukünftige Podcasts auf EXPRESS Podcasts, somit 7 Min. Podcasts, umzustellen. Kurze, informative Podcasts mit Praxisnahen Fallbeispielen und Erfahrungswerten. Außerdem auch Interviews mit Dolmetschern und Übersetzern, Rednern, sowie Unternehmen die Dolmetschereinsätze planen. Ziel ist es in wenigen Minuten viel Nutzen und Erfahrungen auszutauschen. Sind Sie Dolmetscher, Übersetzer, eine Unternehmen mit Erfahrung in der Planung von Veranstaltungen mit Dolmetschereinsätzen? Dann fühlen Sie sich frei sich auf ein Interview bei und mit uns zu bewerben. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an: [email protected] mit dem Stichwort: INTERVIEW und Ihren Kontaktdaten. Wir freuen uns von Ihnen zu hören.
Im heutigen Podcast gehen wir auf häufig gestellte Fragen ein, welche wir von unseren Kunden und Interessenten bekommen. Wenn Sie also auch weniger Zeit, Geld und Nerven im Bereich der Übersetzungen verlieren wollen – Dann bleiben Sie bei dieser Folge unbedingt dran.
Heute werden wir uns mit den Fragen aus dem Bereich der Terminologie beschäftigen.
Durch die Terminologie haben Sie folgende Vorteile:
• Kosteneinsparung bei der Erstellung der Texte durch wiederverwendbare Textblöcke mit geprüfter Terminologie. Diese müssen bei ähnlichen Maschinen nur angepasst und nicht komplett neu geschrieben werden.
Die Zuständigkeit für die Terminologie bzw. die Terminologie Arbeit, sollte immer aus einem Terminologie-Verantwortlichen als Leiter und Mitgliedern der betroffenen Fachabteilung wie z.B:
• Der Konstruktion
1) Bestandsanalyse (Gibt es schon Terminologie Listen oder Glossare (evtl. auch bei einem externen Dokumentations- oder Übersetzungsdienstleister.
Es sollte immer mit der im Unternehmen gesprochen Sprache begonnen werden. In Deutschland wäre dies Deutsch. Hier sollten zuerst die Fachbegriffe inkl. der Benennung geklärt werden. Danach werden diese Fachbegriffe mit Hilfe eines Übersetzers und der Niederlassung für jede einzelne Sprache festgeschrieben. Sinnvoll ist es mit der wichtigsten Sprache zu beginnen.
Die Terminologie sollte im Unternehmen durch die Intranetseite veröffentlicht werden und die betroffenen Mitarbeiter über eine entsprechende E-Mail oder über ein Anschreiben über die Terminologie und deren Anwendung informiert werden.
Hier gibt es in vielen Programmen auch ein Intranet-Wörterbuch mit Nachschlagefunktion.
Falls ein CAT-Tool im Haus verwendet wird, kann in dessen Terminologie Komponente das Firmenwörterbuch mit der Terminologie realisiert werden.
Die Terminologie sollte über einen Terminologie Leitfaden geregelt werden. In diesem sind folgende Punkte festgelegt:
• Definition des Begriffes
In der Terminologie sollte auch für Mitarbeiter durch z.B. ein rotes X hinter einer Benennung ersichtlich sein, dass diese nicht verwendet werden darf.
Dadurch ist ersichtlich, dass diese Benennung z.B. aus Corporate Language, Wettbewerbsgründen oder aus durch den Wettbewerber geschützte Bezeichnung auf keinen Fall verwendet werden darf.
So kann ein Dokument auch einfach durch die Suchfunktion auf Benennungen die nicht verwendet werden dürfen geprüft werden.
In den Unternehmen werden in verschiedenen Abteilungen passende Begriffe oder Bezeichnungen für ein und dasselbe Teil erstellt bzw. gefunden oder sogar erfunden.
In der Konstruktion eine Rohbenennung oder einen „Engineering-Rohbenennung“ für die Baugruppe erstellt.
In der Werkstatt bzw. in den Schulungsunterlagen wird die Baugruppe mit gängigen bzw. für die Mechaniker nachvollziehbarer Benennung gelistet.
Im Marketing bekommt die Baugruppe eine wohlklingende Bezeichnung.
Wenn nun der z.B. der Mechaniker des Kunden mit der Baugruppenbezeichnung des Schulungskatalogs im Ersatzteilwesen anruft ist die Verwirrung komplett. Der Lagerist beim Hersteller findet die Bezeichnung im Ersatzteilkatalog nicht. Dies verlangsamt und verkompliziert den Bestellprozess der defekten Baugruppe. Sehr zur Vergärung des Kunden und des Mitarbeiters im Ersatzteillager.
In einem Terminologie Programm kann im oben beschriebenen Fall nach dem Begriff des Mechanikers gesucht werden. Bei diesem Begriff steht nun auch die Bezeichnung, welche das Ersatzteilwesen vergeben hat. Somit kann dem Kunden schnell und kompetent geholfen werden.
Der Terminologe kann mit Hilfe von CAT-Tools oder speziellen Terminologie-Tool eine Term Extraktion vornehmen. Die vorgeschlagenen Terme kann er im Anschluss sichten und weiterverarbeiten. So kann die Terminologie zeitsparend aufgebaut werden.
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Sie wollen durch maschinelles Übersetzen Kosten einsparen, haben aber Sorge um die Qualität? Ist maschinelles Übersetzen mit Post Editing nach DIN ISO 18587 nicht genau so teuer wie eine gute Fachübersetzung? Ist eine maschinelle Übersetzung mit Post-Editing nach DIN ISO 18587 gleichwertig zu einer Übersetzung nach DIN EN ISO 17100, welche durch einen Humanübersetzer inkl. Korrekturlesen durchgeführt wurde?
Es wird zwischen folgenden Übersetzungsarten unterschieden:
1. Human Übersetzung nach DIN EN ISO 17100 mit Lektorat
2. Human Übersetzung ohne Lektorat
3. Maschinelle Übersetzung inkl. Full Post Editing nach DIN ISO 18587
4. Maschinelle Übersetzung inkl. Light Post Editing nach DIN ISO 18587
5. Rein maschinelle Übersetzung
In diesem Podcast werden wir uns mit den verschiedenen Arten der maschinellen Übersetzung näher beschäftigen. Zuerst will ich aber einen kurzen Überblick über die aufgeführten Übersetzungsarten geben.
Bei der Übersetzung nach Din EN ISO 17100 wird die Übersetzung durch einen Übersetzer durchgeführt. Nach der Übersetzung prüft der Übersetzer zunächst seine eigene Übersetzung. Danach wird diese durch einen zweiten Übersetzer oder Lektor Korrektur gelesen. Diese Art der Übersetzung wird für folgende Texttypen empfohlen:
• Juristische Übersetzungen
• Marketing Übersetzung
• Technische Übersetzung bei denen die Übersetzungsqualität auch auf die Haftung einspielt
• Übersetzungen, bei denen der Kunde des Lieferanten explizit eine Übersetzung nach DIN EN ISO 17100 fordert.
• Übersetzungen im Medizinbereich
• Übersetzung von Webseiten
Human Übersetzung ohne Lektor werden ebenfalls durch einen menschlichen Fach-Übersetzer durchgeführt. Dieser prüft nach der Übersetzung seine fertige Übersetzung. Jedoch entfällt hier das Lektorat durch den zweiten Übersetzer bzw. durch den Lektor. Diese Art der Übersetzung ist für folgende Übersetzungen zu empfehlen:
• Ausschreibungstexte
• Technische Übersetzungen, die nicht besonderen Qualitätsansprüchen entsprechen müssen
Bei der maschinellen Übersetzung inkl. Full Post Editing handelt es sich um die qualitativ höchste Form der maschinellen Übersetzung. Hierbei wird die maschinelle Übersetzung durch einen menschlichen Lektor nachbearbeitet und erreicht so fast das Ergebnis einer Humanübersetzung. Je schwerer das Fachgebiet oder der Text und die Fachwörter desto mehr Zeit verschlingt das Post Editing. Daher ist je nach Ausgangstext eine Humanübersetzung der maschinellen Übersetzung vorzuziehen. Diese Art der Übersetzungen ist für folgende Übersetzung zu empfehlen:
• Einfache Betriebsanleitungen und technische Dokumentationen welche für den Endverbraucher geschrieben wurden und daher mit wenig Fachbegriffen versehen sind.
• Produktinformationen für Endverbrauchen mit wenigen Fachbegriffen.
Beim Light Post-Editing wird der Text nur optimiert damit dieser verständlich ist. Hierbei können weiterhin Fehler enthalten sein. Diese Art der Übersetzung ist für folgende Übersetzungen zu empfehlen:
• Interne Dokumente wo kleinere Fehler nicht ins Gewicht fallen
Bei der rein maschinellen Übersetzung werden keinerlei Korrekturen durchgeführt. Je nach Programm, Text und Sprache treten hierbei enorme Qualitätsunterschiede auf. Diese Art der Übersetzung ist für folgende Übersetzungen zu empfehlen:
• Wenn Sie bei einer Ausschreibung nur wissen wollen, ob diese für Sie interessant sein könnte und sie bei Interesse den Ausschreibungstext noch durch einen menschlichen Übersetzer übersetzen werden.
• Wenn Sie wissen wollen ob der Inhalt einer E-Mail für Sie von Belang ist
• Wenn Sie wissen wollen ob ein Dokument übersetzt werden soll bzw. nur einen groben Überblick über den Inhalt möchten.
Unsere Empfehlung für die Übersetzungsart orientiert sich an Ihren Anforderungen an die Übersetzungen, die benötigte/n Zielsprache/n, sowie die Komplexität des Ausgangstext. Hierbei werden auch andere Faktoren berücksichtigt wie z.B.:
• Vorhandenes Translation Memory (Übersetzungsspeicher), welche eine Humanübersetzung im Preis deutlich reduziert und damit eine Alternative zur Maschinellen Übersetzung sein kann.
• Vorhandene Vorübersetzungen durch die per Alignment ein Translation-Memory erstellt werden kann und somit zu einer deutlichen Kostenreduktion führt.
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Wege zur effektiven Termininologiearbeit
Heute gehen wir beim Thema Terminologie (Dem Fachwortschatz des Unternehmens) weiter in die Tiefe. Wir besprechen Wege zu effektiveren Terminologiearbeit im Unternehmen. Hierbei werden wir auch ein Beispielszenario durchsprechen.
Ein Unternehmen, z. B. aus dem Maschinenbau oder dem Bereich der medizinischen Technik, exportiert Produkte, verfasst die Dokumentation mit eigenen Autoren, betreibt Produktmarketing und unterhält einen Kundensupport.
Mit der Zeit reift die Erkenntnis, dass etwas in der Kommunikation für Missverständnisse sorgt. Richtig fassen und beschreiben kann man das Problem nicht so ganz. Unzufriedenheit bleibt.
Diesem Problem kann durch einen betrieblichen Fachwortschatz (Der Terminologie) entgegengewirkt werden.
Terminologie - Varianten
So kann – kurz umrissen – die Situation aussehen. Eine Benennung für ein Teil kann also schnell vier Varianten haben. Nicht einfach, über Abteilungsgrenzen dann klarzumachen, von welchem Teil man denn nun spricht. Gerade auch im Bereich medizinischer Produkte, bei denen es um Gesundheit und Leben geht, ist eine eindeutige Fachsprache unerlässlich.
Um das Ganze noch komplizierter zu machen: das Problem gibt es ja nicht nur in Deutsch, sondern auch in den Fremdsprachen, also in der Sprache des jeweiligen Exportlandes. Bei Großunternehmen können das auch mehr als 30 bis 40 Sprachen sein.
Nach dieser Annahme könnte ein Teil bei 30 Sprachen rechnerisch 120 Benennungen haben. Vier in der Ausgangssprache, alle viermal pro Sprache übersetzt, mal 30 Sprachen…
Terminologiearbeit
Die obigen Fragen zeigen Aufgaben auf, die Terminologiearbeit mit sich bringt.
1. Schritt: Bestandsanalyse
Nachdem die auf der vorhergehenden Seite beschriebene Erkenntnis gereift ist (und das ist auch schon ein bedeutender Schritt), dass etwas zum Thema Terminologiearbeit getan werden muss, möchte man aktiv werden und das Problem angehen. Nur wie? Dazu bedarf es erst einer Bestandsanalyse:
Spätestens an diesem Punkt dürfte klar werden, dass es ohne externe Unterstützung nicht geht. Gewisse Bereiche werden oft an externe Dienstleister vergeben werden, wie z. B. technische Redaktion, Übersetzung, Terminologiearbeit usw. Das heißt wiederum, dass im Haus oft keine Kapazitäten und kein Personal für Terminologiearbeit zur Verfügung stehen.
Denn von einem Terminologen wird einiges verlangt: technische Vorbildung, Kenntnis des Fachwortschatzes, muttersprachliche Sicherheit, idealerweise fremdsprachliches Wissen, Fähigkeiten im Bereich Kommunikation, Moderation und Überzeugung wie auch Durchsetzungsvermögen. So jemanden hat man leider nicht immer im Mitarbeiterbestand…
2. Schritt: Vorbereitungen
Nehmen wir an, wir haben einen Terminologiebeauftragten oder Terminologen gefunden. Was wird er tun?
Terminologieleitfaden
Zuerst wird er Grundlagen schaffen, und zwar in Form eines Terminologieleitfadens. Dies ist ähnlich wie bei einem Redaktionsleitfaden der technischen Redaktion und bildet als Regelwerk die Basis für die Terminologiearbeit. Der Terminologieleitfaden umfasst zum Beispiel:
Kurze Erklärungen aus der Lehre und Definition des Terminologiebegriffs.
Allgemeine und firmenspezifische Regeln zur Rechtschreibung:
Prozessdefinitionen
Mit der Erstellung des Terminologieleitfadens ist eine gute Basis gelegt und ein großes Stück geschafft. Nun ist definiert, wie Terminologie „geschrieben“ werden muss. Idealerweise geschieht das individuell für jede Sprache, mit der gearbeitet wird. Schließlich lassen sich beispielsweise deutsche Regeln zur Rechtschreibung nicht aufs Portugiesische übertragen.
Als nächstes müssen die Prozesse definiert werden:
Dazu bildet man am besten eine Stabsstelle als Ansprechpartner für alle Abteilungen. Sie setzt sich neben dem Terminologen aus Mitgliedern der Konstruktion, des Ersatzteilwesens, des Marketing, der technischen Redaktion, ggf. Übersetzern, Personen aus der Produktschulung, der Werkstatt und weiteren wichtigen Abteilungen zusammen. Dieser Terminologiekreis kann auch zum Teil international besetzt sein, wenn sich zum Beispiel ein Teil der Konstruktion auch im Ausland befindet.
Hier wird über Neuanträge oder Änderungen entschieden. Entschieden wird auch auch, wie die Einträge in der Datenbank später aussehen sollen, was sie für einen Umfang haben dürfen und wie die Navigation innerhalb der Datenbank geschehen kann, z. B.:
Treffen kann man sich physisch in Besprechungsräumen zu gewissen festen Zyklen, aber auch virtuell über Internet-Kommunikationsplattformen.
Kommunikation
Ganz wichtig ist die Kommunikation: es muss bekannt sein, dass es eine Terminologiestelle gibt, an die sich der Mitarbeiter mit einem Problem oder Informationsbedarf wenden kann. Das kann über eine Intranetseite geschehen, in der der Terminologiekreis seine Ergebnisse veröffentlicht und alle Ansprechpartner mit Telefon und Mail-Adresse aufgeführt sind.
Der Vorteil eines Terminologiekreises liegt auch darin, dass dessen Teilnehmer aus der jeweiligen Abteilung aktuelle Ergebnisse in seinen Bereich hineinträgt. Durch Newsletter und/oder Präsentationen bei Wochen- oder Monatsbesprechungen der Abteilungen werden die Ergebnisse dann den jeweiligen Mitarbeitern bekannt gemacht. Auf diese Weise wird eine Vielzahl von Mitarbeitern erreicht, informiert und die Nutzung erhöht.
Terminologie - Tools
Eventuell kann auch ein Intranet-Wörterbuch firmenweit zur Verfügung gestellt werden. So kann jeder Mitarbeiter, der über einen Browser verfügt, Terminologie nachschlagen: welches Wort kann ich verwenden, welches nicht? Sprechen wir in unseren firmeneigenen Dokumenten beispielsweise offiziell immer von „Automobil“, „Auto“ oder „Fahrzeug“? Oder kann ich Synonyme auch parallel verwenden?
Sollte idealerweise sogar ein CAT-Tool im Unternehmen im Einsatz sein, also eine Übersetzungssoftware, die Übersetzungen verwaltet und wiederverwendet, ist solch ein Wörterbuch für das Unternehmen oft einfacher zu realisieren. Fast alle namhaften Tools liefern nämlich eine Terminologiekomponente mit, die sich für den Zweck eines Firmenwörterbuchs ausgestalten lässt.
Eine weitere Vision wäre die Kooperation mit anderen Tools, die Terminologie verwenden: Beispielsweise können sich Tools zur Ersatzteilverwaltung Terminologie aus dem Firmenwörterbuch „ziehen“: Das Firmenwörterbuch legt in voreingestelltem Rhythmus eine Terminologieliste mit ausgewählten Attributen (wie z. B. „Herkunft“, „Fachgebiet“, „Produktzugehörigkeit“ usw.) auf einem externen Server ab. Das andere Tool, in diesem Beispiel das zur Ersatzteilverwaltung, holt sich die Liste danach ab und aktualisiert seinen Terminologiebestand automatisch. Sicher benötigt dies genaue IT-technische Vor- und Anpassungsarbeit zur Koordination der Tools, aber auch zur Darstellung und Form von Fachgebiet und Benennung (nimmt man z. B. Namensräume, usw.).
All diese Maßnahmen sind Beispiele zum gewünschten Ziel der Harmonisierung von Terminologie. Im Idealfall ist die Informationsdichte der Mitarbeiter hinterher hoch und somit auch die Chance, Kommunikationsprobleme stark zu minimieren. Voraussetzung ist aber, dass die geschaffenen Prozesse und Ergebnisse auch ernst genommen, kommuniziert und „gelebt“ werden. Dieses Bewusstsein muss von der Unternehmensführung bis in die Werkstätten vorhanden sein.
In welchem Umfang sich die Terminologiearbeit letztendlich bewegen wird, hängt einerseits vom Bedarf und von der Größe des jeweiligen Unternehmens ab, aber auch vom Finanzbudget und der Verfügbarkeit an geeigneten Fachleuten. Hier kann ein Dienstleister vom Fach beratend und vertraulich zur Seite stehen und ein mögliches Vakuum an firmeneigenen Fachleuten ausfüllen.
Besser Studenten- oder Laiendolmetscher als gar kein Dolmetscher
Dann bleiben Sie bei diesem Podcast unbedingt dran.
Alternativ können Ihnen in der gewünschten Sprache einen kostengünstigen Studentendolmetscher oder Laiendolmetscher helfen.
Sprachstudenten, Muttersprachler, Laiendolmetscher, Studentendolmetscher oder Personen die Bilingual aufgewachsen sind können für Sie kostengünstig dolmetschen. Häufig wird aus Kostengründen komplett auf einen Dolmetscher verzichtet. Hier können Ihnen ein Sprachstudent, Laiendolmetscher oder einen Muttersprachler der Bilingual aufgewachsen ist für Abhilfe sorgen. So wird zum Beispiel der Kundenbesuch in der Landessprache des Kunden begleitet. Dies ist sowohl für den Kunden angenehmer als auch einfacher. Dadurch fühlt sich der Kunde wertgeschätzt und beide Parteien haben eine entspanntere Gesprächsführung.
Diese Art der Verdolmetschung ist allerdings nicht für die Simultanverdolmetschung vor Publikum oder bei Vorträgen geeignet. Außerdem sind bei der Studentenverdolmetschung keine vereidigten Übersetzer verfügbar. Aufgrund der geringeren Dolmetschererfahrung kann es auch vorkommen, dass Fachbegriffe vom Dolmetscher umschrieben werden müssen, da er bei komplexen Themen nicht genügend Wortschatz vorweisen kann.
Wir empfehlen Ihnen den Studenten- oder Laiendolmetscher NUR, wenn es aus Budgetgründen sonst zu keinem Dolmetschereinsatz kommen würde und daher dies Ihre letzte Option wäre.
Die grundsätzliche Empfehlung ist immer einen professionellen gut ausgebildeten Dolmetscher mit Berufserfahrung zu nehmen. Nur so können Sie sich auf eine korrekte, qualitativ hochwertige Verdolmetschung verlassen.
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Was ist bei Übersetzungen ins Französische zu beachten?
Sie haben eine Anfrage für eine Maschine aus Frankreich – Aber nur eine deutsche Betriebsanleitung? Sie haben aus Kanada eine Beanstandung der Übersetzung bekommen die Sie nicht nachvollziehen können? Sie fragen sich ob es zwischen dem Französisch für Frankreich, Kanada oder Belgien Unterschiede gibt. Dann bleiben Sie bei dieser Podcast-Folge unbedingt dran.
Französisch wird in 29 Staaten und von ca. 80 Millionen Menschen gesprochen. Französisch ist in Frankreich, Belgien, Luxemburg, Monaco, Kanada und Teilen der Schweiz Amtssprache. Außerdem wird Französisch noch in Teilen von Afrika, Ozeanien, Südostasien und der Karibik gesprochen. In vielen Ländern wird Französisch zusätzlich als Zweitsprache gesprochen. Je nach Land gibt es im Französischen Unterschiede in der Grammatik oder bei den Ausdrücken. Für das Schreiben von Anleitungen sollte beachtet werden, das Französisch ca. 20% länger läuft als Deutsch. Daher sollte im Layout genügend Platz für die Fremdsprachenexpansion eingeplant werden. Auf ein paar der wichtigsten Unterschiede werden wir in diesem Podcast näher eingehen
Es gibt in der Schweiz, Belgien und Kanada einige Unterschiede zum Französisch welches in Frankreich gesprochen und geschrieben wird.
Bei der französischen Übersetzung für die Schweiz gibt es einige Besonderheiten zu beachten:
In der Schweiz wird die französische Sprache als „Schweizer Französisch“ zusammengefasst.
Bei der Übersetzung ins Schweizer Französisch ist zu beachten, dass einige Begriffe im Dialekt anders genannt werden z.B. Frühstück wird hier als „déjeuner statt petit déjeuner“ bezeichnet. Die komplizierte Verlautbarung von Zahlen im Französischen, haben die Schweizer ebenfalls vereinfacht. Daher sollten hier Übersetzer mit Erfahrung mit Schweizer Französisch eingesetzt werden. So sehr das Schweizer Französisch von echten Franzosen belächelt wird, so stolz sind die Schweizer Franzosen auf ihren Dialekt. Dies sollte bei Übersetzungen ins Schweizer Französisch immer bedacht werden und nicht einfach die vorliegende Übersetzung die für Frankreich erstellt wurde übernommen werden.
Bei der französischen Übersetzung für Belgien gibt es diese Besonderheiten zu beachten:
In Belgien wird Französisch hauptsächlich in Flandern, Brüssel und Wallonien gesprochen.
Das Belgische Französisch unterscheidet sich vom Frankreich Französisch zum Teil in der Syntax und der Phonetik.
Auch gibt es einige Wörter die im belgischen Französisch anders benannt sind wie zum Beispiel:
Bei der Übersetzung ins Quebecer Französisch welches in Québec, Ontario und den westlichen Provinzen Kanadas gesprochen wird gibt es einige Besonderheiten zu beachten:
Es gibt einige Wörter die aus dem englischen Stammen wie z.B. für Arbeit das Wort djobe welches in Frankreich travail genannt wird oder für das deutsche Wort Auto das hier char statt voiture genannt wird.
Die Checkliste für bessere Übersetzungen
Sie haben selten Übersetzung und würden gerne wissen was es zu beachten gibt? Oder Sie würden Übersetzungen gerne einfacher Handhaben, mit weniger Stress und Aufwand? Bisher hatten Sie mit Übersetzungen noch keine Berührungsunkte und sollen diese nun für Ihre Firma managen?
Dann ist dieser Podcast genau richtig für Sie.
Als erstes sollten Sie den Ausgangstext vorbereiten:
• Der Text sollte sich im finalen Zustand befinden (keine Änderungen mehr während der Übersetzung). Lieber später mit der Übersetzung beginnen.
• Das Format sollte bearbeitbar sein
• Er sollte möglichste keine Abkürzungen enthalten.
• Fachbegriffe sollten im Ausgangstext immer gleich benannt werden
• Fachbegriffe sollten über ein Glossar erläutert werden.
• Kein versteckter Text in Bildern oder Grafiken (Ansonsten bitte den Übersetzer oder Projektmanager darauf ansprechen)
• Fremdsprachenexpansion im Layout einplanen. (einige Sprachen wie Türkisch oder Griechisch laufen bis zu 40% länger.
Vorbereitung der Übersetzung:
• In der Technischen Dokumentation Abteilung erfragen ob es Glossare, Erklärungen zu Abkürzungen, Illustrationen oder Referenzmaterial gibt?
• Gibt es eine Terminologie-Liste und ein Translation-Memory (Übersetzungsspeicher)?
• Ausreichend Zeit für die Übersetzung einplanen. (Ca 8-10 Normseiten pro Tag + 1-2 Tage für die Qualitätsprüfung.
• Projekt im Voraus beim Übersetzer oder dem Projektmanager ankündigen, damit der Stammübersetzer reserviert werden kann.
Beauftragung:
• Von welcher Sprach in welche Sprache/n wird die Übersetzung benötigt?
• Bis wann wird die Übersetzung benötigt?
• Wurde ein Ansprechpartner genannt, der Fragen zum Ausganstext beantworten kann?
• Gibt es etwas Besonderes zu beachten?
• Was ist zu Übersetzen und was nicht (z.B. welche Eigennamen sollen nicht übersetzt werden)
Datenübermittlung:
• Das Ausgangsdokument und alle verfügbaren Daten wie Terminologie-Liste, Glossare und vorhandene Translation-Memory wurden übermittelt?
• Vorhandenes Referenzmaterial wurde übermittelt?
Während der Übersetzung:
• Ist der Ansprechpartner unter den angegebenen Kontaktdaten erreichbar?
Empfang der übersetzten Datei:
• Die gelieferte Datei auf Vollständigkeit prüfen.
• Wurde die Formatierung fehlerfrei übernommen?
Nacharbeiten:
• Archivmaterial wie Translation-Memorys und Terminologie weiter pflegen. (Vor allem wenn diese von mehreren Übersetzern oder Dienstleistern genutzt werden).
• Eventuelles Feedback nach der Übersetzung weitergeben. (z.B. für Änderungen an der Terminologie)
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Was ist bei Übersetzungen ins Englische zu beachten?
Sie haben eine Maschine in ein englischsprachiges Land verkauft. Nun steht die Übersetzung im Raum, aber in welches Englisch sollte die Anleitung übersetzt werden? Was passiert mit den Maßeinheiten? Muss ich die Anleitung jeweils in Britisches und US-Englisch übersetzen? Wenn Sie diese Fragen beschäftigen, bleiben Sie bei dieser Podcast-Folge unbedingt dran.
Warum sollte eine Lokalisierung für den jeweiligen amerikanischen Bundesstaat vor der Übersetzung stattfinden?
Bei der Lokalisierung werden zuerst die Gesetzgebung und die Normen recherchiert. So gibt es in Amerika einige Staaten, in denen Englisch alleine als Übersetzung nicht ausreicht und zum Beispiel Spanisch oder Französisch mitgeliefert werden muss. Außerdem müssen die Maßeinheiten angepasst, abgeändert oder zusätzlich aufgeführt werden. Außerdem muss in Amerika die ANSI-Norm in der Anleitung eingehalten werden. Meine Kollegen Herr Schmieder und Herr Seckinger befassen sich in Ihrem Podcast genauer mit der Lokalisierung, der ANSI-Norm und der US-Produkthaftung. Einen entsprechenden Link werde ich in den Shownotes einfügen.
In welches Englisch soll übersetzt werden? Englisch ist doch Englisch?
Es wird unterschieden in britisches und amerikanisches Englisch. Die Rechtschreibung und das Vokabular sind unterschiedlich. Auch die Art und Weise, wie in der Fachsprache formuliert wird unterscheidet sich.
Das kommt darauf an, wohin die Maschine geliefert wird. Grundsätzlich gibt es in den USA 337 Sprachen. 82% der Bevölkerung sprechen Englisch, gefolgt von Spanisch, Französisch, Chinesisch und Deutsch.
Obwohl die Vereinigten Staaten keine festgelegte Amtssprache haben gilt Englisch faktisch als Nationalsprache. Jedoch haben die USA als Ganzes keine Amtssprache, sondern nur einzelne Staaten. Somit gilt in den einzelnen Staaten auch eine andere Amtssprache. Englisch gilt in 32 von 50 Bundesstaaten als Amtssprache.
Hierbei sollte die Anleitung unbedingt in US-Englisch übersetz sein, da in einigen Bundesstaaten britisches Englisch in Haftungsfällen als „nicht übersetzt“ bewertet wurde. Bei einigen Bundesstaaten ist aber noch eine zusätzliche Sprache wie z.B. Spanisch gefordert.
Grundsätzlich empfiehlt sich aufgrund des Produkthaftungsrisikos, eine gründliche Recherche für die zu verwendende Sprache durchzuführen.
Worin genau unterscheidet sich nun das US-Englisch vom Britischen Englisch?
Die Sprachen unterscheiden sich in der Rechtsschreibung und in vielen Wörtern und der Grammatik.
Hier einige Beispiele für die Rechtsschreibung:
• So wird beim deutschen Wort „Farbe“ im amerikanischen oft das „u“ weggelassen z.B. „color“ statt „colour“
• Oder es wird bei „organisieren“, dass „s“ zum „z“ wie bei „organize“ dass im Britischen „organise“ geschrieben wird.
• Oder Buchstaben werden vertauscht. Z.B. nennen die Amerikaner „Zentrum“ „center“ statt „centre“
Außerdem unterscheiden sich viele Wörter wie zum Beispiel:
• Der Blinker am Fahrzeug wird in Amerika „turn signal“ und im Britischen „indicator“ genannt
• Der Schraubstock wird in Amerika „vise“ und im Britischen „vice“ genannt
• Der Lastwagen wird im Amerika „truck“ und im Britischen „lorry“ genant
• Das Flugzeug wird in Amerika „airplane“ statt „plane“ genannt.
Bei der Grammatik gibt es auch kleine Unterschiede wie bei der Verwendung von Zeitformen und Verben.
Einen richtigen Unterschied gibt es bei der Schreibweise des Datums. So wird im Amerikanischen Englisch zuerst der Monat und dann der Tag genannt also (MM/TT/JJJJ) und im Britischen Englisch wird der Tag gefolgt vom Monat und dem Jahr genannt also (TT/MM/JJJJ) genannt.
Außerdem neigen die Amerikaner in Fachtexten möglichst aktiv und simpel in kurzen Sätzen zu schreiben. Die Briten mögen diesen vereinfachten Stil nicht unbedingt.
Was passiert mit den Maßeinheiten bei der Übersetzung?
Bei der Übersetzung ins Englische ist neben dem richtigen Englisch auch noch auf die Maßeinheiten zu achten. So gilt in Amerika das angloamerikanische System anstatt dem metrischen System. Vor einer Übersetzung ist daher die Umrechnung vom metrischen auf das angloamerikanische System bzw. die zusätzliche Angabe des angloamerikanischen Systems notwendig.
So entspricht z.B. 1 Tonne 1,1 US-Tons, 1 Zentimeter 0,39Inch und 1 Liter 1,057 quart.
Im Vereinigten Königreich und in Irland wurden die traditionellen Einheiten aus vielen Bereichen insbesondere durch die Rechtsangleichung im Rahmen der Europäischen Union zurückgedrängt; jedoch werden sie weiterhin etwa für Entfernungs- und Temperaturangeben verwendet.
Auch hier sollte eine ausführliche Recherche durchgeführt werden.
Anmerkung: Keine Ahnung was nach dem Brexit passiert. Vielleicht kommen die traditionellen Einheiten auch in GB zurück. Somit ist nach dem Brexit auf jeden Fall eine neue Betrachtung der zu verwendenden Maßeinheiten notwendig.
Allgemeine Besonderheiten der englischen Sprache
In der englischen Sprache gibt es einige Besonderheiten zum Beispiel:
• Einige Satzglieder können nicht beliebig im Satz getauscht werden und haben in der Regel ihren festen Platz.
• Außerdem steht in englischen die Ortsangabe immer vor der Zeitangabe, die Zeitangabe kann aber auch an den Anfang des Satzes platziert werden.
• Der übersetzte Text läuft im englischen bis zu 15% kürzer als im Deutschen.
Podcast Links
US-Produkthaftung:
https://gft-akademie.de/us-produkthaftung-und-folgen/
Lokalisierung:
https://gft-akademie.de/lokalisierung-uebersetzung-podcast/
ANSI-Norm:
https://gft-akademie.de/normen-und-richtlinien-der-usa-us-p002/
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