Der Übersetzer Podcast | Interviews, Wissenswertes, Aufklärung, News, Weiterbildung

Der Übersetzer Podcast | Interviews, Wissenswertes, Aufklärung, News, Weiterbildung

By GFT Gesellschaft für Technische Dienstleistung mbH | Technische ÜbersetzungenBusiness
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Der Übersetzer Podcast | Interviews, Wissenswertes, Aufklärung, News, Weiterbildung episodes

  • #035 Warum die Angabe eines Budgets bei der Planung einer Veranstaltung wichtig ist
    Welche Vor- und Nachteile hat die Angabe des Budgets oder eines Preisrahmens bei der Anforderung eines Kostenvoranschlags?
    Warum die Angabe eines Budgets bei der Planung einer Veranstaltung wichtig ist



    Die Angabe eines Budgets oder Preisrahmens, bei der Anfrage eines Dolmetscherangebots, wird immer mehr vernachlässigt. Teilweise absichtlich aus Angst man könnte ausgebeutet werden oder unabsichtlich, weil man denkt, es sei nicht so wichtig für den Dolmetscher oder die Dolmetscheragentur. Ist das wirklich so? Welche wichtige Rolle spielt denn die Angabe eines Budgets bei der Angebots- bzw. Preisgestaltung. Welche Vor- und Nachteile kann das sowohl für den Kunden als auch für den Dolmetscher oder den Dolmetscherdienst mit sich bringen? Hören Sie rein!

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    8 min
  • #034 Vorsicht vor günstigen Dolmetscherangeboten / Laiendolmetscher
    Sind die günstigeren Dolmetscherangebote auch gleichzeitig die besseren Angebote? Welche Gefahr verbirgt sich hinter den günstigen Preisen?
    Vorsicht vor günstigen Dolmetscherangeboten / Laiendolmetscher



    Viele Unternehmen achten mehr und mehr nur noch auf die Preise. Der Dolmetschermarkt steigt und somit auch der Preiskampf unter Dolmetschern und Dolmetscheragenturen. Als Leihe entscheiden sich viele für das günstigste Angebot. Erfahrungsberichte zeigen jedoch, dass dieses Kriterium alleine, für einen erfolgreichen Dolmetschereinsatz und für den Erfolg der Veranstaltung, nicht ausreicht. In diesem Podcast erklären wir Ihnen, worauf Sie bei der Dolmetscher- und Angebotsauswahl achten sollten. Beispiele aus der Praxis zeigen Ihnen warum andere Punkte wichtiger sind, als nur der Preis. Hören Sie rein!

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    8 min
  • #033 Die neue EXPRESS Podcast Reihe
    Wir stellen vor, unsere neue EXPRESS Podcast Reihe mit vielen spannenden neuen Themen verknüpft mit praktischen Fallbeispielen aus der Praxis
    Die neue EXPRESS Podcast Reihe



    Seit einiger Zeit bekommen wir immer mehr positives Feedback zu unseren EXPRESS Podcasts. Somit haben wir überlegt, zukünftige Podcasts auf EXPRESS Podcasts, somit 7 Min. Podcasts, umzustellen. Kurze, informative Podcasts mit Praxisnahen Fallbeispielen und Erfahrungswerten. Außerdem auch Interviews mit Dolmetschern und Übersetzern, Rednern, sowie Unternehmen die Dolmetschereinsätze planen. Ziel ist es in wenigen Minuten viel Nutzen und Erfahrungen auszutauschen. Sind Sie Dolmetscher, Übersetzer, eine Unternehmen mit Erfahrung in der Planung von Veranstaltungen mit Dolmetschereinsätzen? Dann fühlen Sie sich frei sich auf ein Interview bei und mit uns zu bewerben. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an: [email protected] mit dem Stichwort: INTERVIEW und Ihren Kontaktdaten. Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

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    3 min
  • #ÜB12 FAQ Podcast zur Terminologie
    Häufig gestellte Fragen zum Thema Terminologie
    FAQ Podcast zur Terminologie

    Im heutigen Podcast gehen wir auf häufig gestellte Fragen ein, welche wir von unseren Kunden und Interessenten bekommen. Wenn Sie also auch weniger Zeit, Geld und Nerven im Bereich der Übersetzungen verlieren wollen – Dann bleiben Sie bei dieser Folge unbedingt dran.

    Heute werden wir uns mit den Fragen aus dem Bereich der Terminologie beschäftigen.

    Terminologieseite bei GFT-Online.

    Für was benötige ich Terminologie?

    Durch die Terminologie haben Sie folgende Vorteile:

    • Kosteneinsparung bei der Erstellung der Texte durch wiederverwendbare Textblöcke mit geprüfter Terminologie. Diese müssen bei ähnlichen Maschinen nur angepasst und nicht komplett neu geschrieben werden.

    • Kosteneinsparung bei der Übersetzung, da durch die komplette Verwendung von Textblöcken oder eine angepasste Verwendung von Textblöcken eine höhere Trefferquote in der Übersetzungsdatenbank erfolgt (Translation-Memory). Daher kann z.B. in einem leicht angepassten Textblock für eine ähnliche Maschine oder Nachfolgemaschine eine enorme Kosten- und Zeitersparnis entstehen, da der Textblock nicht komplett übersetzt werden muss. lediglich die veränderten Teile werden neu übersetzt.

    • Weniger Missverständnisse durch mehrdeutige Benennungen.

    • Bessere Qualität der Texte

    • Höhere Akzeptanz der Dokumente durch den Kunden.

    Welche Person sollte im Unternehmen für die Terminologie zuständig sein?

    Die Zuständigkeit für die Terminologie bzw. die Terminologie Arbeit, sollte immer aus einem Terminologie-Verantwortlichen als Leiter und Mitgliedern der betroffenen Fachabteilung wie z.B:

    • Der Konstruktion

    • Ersatzteilbeschaffung

    • Technische Redaktion

    • Marketing

    • Niederlassung oder Verkaufsagenturen aus dem Ausland bei fremdsprachigen Benennungen

    bestehen.

    Wie sollte mit der Terminologie Arbeit im Unternehmen begonnen werden?

    1) Bestandsanalyse (Gibt es schon Terminologie Listen oder Glossare (evtl. auch bei einem externen Dokumentations- oder Übersetzungsdienstleister.

    2) Terminologie Leitfaden erstellen. (Das Regelwerk wie mit der Terminologie umgegangen wird, was zum Term gehört also Zeichnungen, Übersetzungen usw.)

    3) Prozesse definieren. (Wer schlägt neue Terminologie vor und wie wird neue Terminologie veröffentlicht)

    4) Terminologie Kreis bilden und Terminologie-Verantwortlichen bestimmen. Hierauf kommen wir später im Podcast zu sprechen.

    5) Kommunikation (Wie kann neue Terminologie vorgeschlagen bzw. beantragt werden. Wie wird die neue Terminologie veröffentlicht, Wie und wer kann die Terminologie ändern und erweitern)

    Mit welchen Sprachen sollte in der Terminologie Arbeit begonnen werden?

    Es sollte immer mit der im Unternehmen gesprochen Sprache begonnen werden. In Deutschland wäre dies Deutsch. Hier sollten zuerst die Fachbegriffe inkl. der Benennung geklärt werden. Danach werden diese Fachbegriffe mit Hilfe eines Übersetzers und der Niederlassung für jede einzelne Sprache festgeschrieben. Sinnvoll ist es mit der wichtigsten Sprache zu beginnen.

    Wie sollen die Mitarbeiter über die neue festgelegte Terminologie informiert werden?

    Die Terminologie sollte im Unternehmen durch die Intranetseite veröffentlicht werden und die betroffenen Mitarbeiter über eine entsprechende E-Mail oder über ein Anschreiben über die Terminologie und deren Anwendung informiert werden.

    Wie sollten die Mitarbeiter Einblick auf die Terminologie bekommen?

    Hier gibt es in vielen Programmen auch ein Intranet-Wörterbuch mit Nachschlagefunktion.

    Falls ein CAT-Tool im Haus verwendet wird, kann in dessen Terminologie Komponente das Firmenwörterbuch mit der Terminologie realisiert werden.

    Wie muss die Terminologie geregelt sein?

    Die Terminologie sollte über einen Terminologie Leitfaden geregelt werden. In diesem sind folgende Punkte festgelegt:

    • Definition des Begriffes

    • Firmenspezifische Rechtschreibregeln (Firmenname komplett Großgeschrieben oder Kursiv) usw.

    • Werden Fachbegriffe zusammen oder mit Bindestrich geschrieben (Förderbandreinigungsvorrichtung oder Förderband-Reingungsvorrichtung)

    • Wird grundsätzlich das Wort „Vorrichtung“ oder „Einrichtung“ verwendet?

    • Corporate Language (Super—Control-System oder SuperControl-System)

    Warum sollten in der Terminologie auch abgelehnte Benennungen aufgeführt sein?

    In der Terminologie sollte auch für Mitarbeiter durch z.B. ein rotes X hinter einer Benennung ersichtlich sein, dass diese nicht verwendet werden darf.

    Dadurch ist ersichtlich, dass diese Benennung z.B. aus Corporate Language, Wettbewerbsgründen oder aus durch den Wettbewerber geschützte Bezeichnung auf keinen Fall verwendet werden darf.

    So kann ein Dokument auch einfach durch die Suchfunktion auf Benennungen die nicht verwendet werden dürfen geprüft werden.

    Es könnte zum Beispiel die Geschwindigkeitsregelanalage freigegeben sein und der Tempomat als Begriff eines Marktbegleiters abgelehnt sein)

    Warum wird in Unternehmen häufig ein Teil oder eine Baugruppe mit mehreren Bezeichnungen versehen?

    In den Unternehmen werden in verschiedenen Abteilungen passende Begriffe oder Bezeichnungen für ein und dasselbe Teil erstellt bzw. gefunden oder sogar erfunden.

    So wird im Ersatzteilwesen die Baugruppe benannt und in den Ersatzteilkatalog aufgenommen.

    In der Konstruktion eine Rohbenennung oder einen „Engineering-Rohbenennung“ für die Baugruppe erstellt.

    In der Werkstatt bzw. in den Schulungsunterlagen wird die Baugruppe mit gängigen bzw. für die Mechaniker nachvollziehbarer Benennung gelistet.

    Im Marketing bekommt die Baugruppe eine wohlklingende Bezeichnung.

    Wenn nun der z.B. der Mechaniker des Kunden mit der Baugruppenbezeichnung des Schulungskatalogs im Ersatzteilwesen anruft ist die Verwirrung komplett. Der Lagerist beim Hersteller findet die Bezeichnung im Ersatzteilkatalog nicht. Dies verlangsamt und verkompliziert den Bestellprozess der defekten Baugruppe. Sehr zur Vergärung des Kunden und des Mitarbeiters im Ersatzteillager.

    In einem Terminologie Programm kann im oben beschriebenen Fall nach dem Begriff des Mechanikers gesucht werden. Bei diesem Begriff steht nun auch die Bezeichnung, welche das Ersatzteilwesen vergeben hat. Somit kann dem Kunden schnell und kompetent geholfen werden.

    Kann die Terminologie auch aus bereits vorhandenen Fachtexten wie Anleitungen extrahiert werden?

    Der Terminologe kann mit Hilfe von CAT-Tools oder speziellen Terminologie-Tool eine Term Extraktion vornehmen. Die vorgeschlagenen Terme kann er im Anschluss sichten und weiterverarbeiten. So kann die Terminologie zeitsparend aufgebaut werden.

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    9 min
  • #ÜB11 Maschinelle Übersetzung nach DIN ISO 18587
    Welche wichtige Rolle spielt die DIN ISO 18587 bei der maschinellen Übersetzung?
    Maschinelle Übersetzung nach DIN ISO 18587

    Sie wollen durch maschinelles Übersetzen Kosten einsparen, haben aber Sorge um die Qualität? Ist maschinelles Übersetzen mit Post Editing nach DIN ISO 18587 nicht genau so teuer wie eine gute Fachübersetzung? Ist eine maschinelle Übersetzung mit Post-Editing nach DIN ISO 18587 gleichwertig zu einer Übersetzung nach DIN EN ISO 17100, welche durch einen Humanübersetzer inkl. Korrekturlesen durchgeführt wurde?

    Welche Übersetzungsarten gibt es eigentlich?

    Es wird zwischen folgenden Übersetzungsarten unterschieden:

    1. Human Übersetzung nach DIN EN ISO 17100 mit Lektorat

    2. Human Übersetzung ohne Lektorat

    3. Maschinelle Übersetzung inkl. Full Post Editing nach DIN ISO 18587

    4. Maschinelle Übersetzung inkl. Light Post Editing nach DIN ISO 18587

    5. Rein maschinelle Übersetzung

    In diesem Podcast werden wir uns mit den verschiedenen Arten der maschinellen Übersetzung näher beschäftigen. Zuerst will ich aber einen kurzen Überblick über die aufgeführten Übersetzungsarten geben.

    Human Übersetzung nach DIN EN ISO 17100 mit Lektorat.

    Bei der Übersetzung nach Din EN ISO 17100 wird die Übersetzung durch einen Übersetzer durchgeführt. Nach der Übersetzung prüft der Übersetzer zunächst seine eigene Übersetzung. Danach wird diese durch einen zweiten Übersetzer oder Lektor Korrektur gelesen. Diese Art der Übersetzung wird für folgende Texttypen empfohlen:

    • Juristische Übersetzungen

    • Marketing Übersetzung

    • Technische Übersetzung bei denen die Übersetzungsqualität auch auf die Haftung einspielt

    • Übersetzungen, bei denen der Kunde des Lieferanten explizit eine Übersetzung nach DIN EN ISO 17100 fordert.

    • Übersetzungen im Medizinbereich

    • Übersetzung von Webseiten

    Human Übersetzungen

    Human Übersetzung ohne Lektor werden ebenfalls durch einen menschlichen Fach-Übersetzer durchgeführt. Dieser prüft nach der Übersetzung seine fertige Übersetzung. Jedoch entfällt hier das Lektorat durch den zweiten Übersetzer bzw. durch den Lektor. Diese Art der Übersetzung ist für folgende Übersetzungen zu empfehlen:

    • Ausschreibungstexte

    • Technische Übersetzungen, die nicht besonderen Qualitätsansprüchen entsprechen müssen

    Maschinelle Übersetzung inkl. Full Post-Editing nach DIN ISO 18587

    Bei der maschinellen Übersetzung inkl. Full Post Editing handelt es sich um die qualitativ höchste Form der maschinellen Übersetzung. Hierbei wird die maschinelle Übersetzung durch einen menschlichen Lektor nachbearbeitet und erreicht so fast das Ergebnis einer Humanübersetzung. Je schwerer das Fachgebiet oder der Text und die Fachwörter desto mehr Zeit verschlingt das Post Editing. Daher ist je nach Ausgangstext eine Humanübersetzung der maschinellen Übersetzung vorzuziehen. Diese Art der Übersetzungen ist für folgende Übersetzung zu empfehlen:

    • Einfache Betriebsanleitungen und technische Dokumentationen welche für den Endverbraucher geschrieben wurden und daher mit wenig Fachbegriffen versehen sind.

    • Produktinformationen für Endverbrauchen mit wenigen Fachbegriffen.

    Maschinelle Übersetzung inkl. Light Post-Editing nach DIN EN ISO 18587

    Beim Light Post-Editing wird der Text nur optimiert damit dieser verständlich ist. Hierbei können weiterhin Fehler enthalten sein. Diese Art der Übersetzung ist für folgende Übersetzungen zu empfehlen:

    • Interne Dokumente wo kleinere Fehler nicht ins Gewicht fallen

    Rein maschinelle Übersetzungen ohne Post-Editing

    Bei der rein maschinellen Übersetzung werden keinerlei Korrekturen durchgeführt. Je nach Programm, Text und Sprache treten hierbei enorme Qualitätsunterschiede auf. Diese Art der Übersetzung ist für folgende Übersetzungen zu empfehlen:

    • Wenn Sie bei einer Ausschreibung nur wissen wollen, ob diese für Sie interessant sein könnte und sie bei Interesse den Ausschreibungstext noch durch einen menschlichen Übersetzer übersetzen werden.

    • Wenn Sie wissen wollen ob der Inhalt einer E-Mail für Sie von Belang ist

    • Wenn Sie wissen wollen ob ein Dokument übersetzt werden soll bzw. nur einen groben Überblick über den Inhalt möchten.

    Welche Übersetzungsart ist nun die richtige für meine Übersetzung?

    Unsere Empfehlung für die Übersetzungsart orientiert sich an Ihren Anforderungen an die Übersetzungen, die benötigte/n Zielsprache/n, sowie die Komplexität des Ausgangstext. Hierbei werden auch andere Faktoren berücksichtigt wie z.B.:

    • Vorhandenes Translation Memory (Übersetzungsspeicher), welche eine Humanübersetzung im Preis deutlich reduziert und damit eine Alternative zur Maschinellen Übersetzung sein kann.

    • Vorhandene Vorübersetzungen durch die per Alignment ein Translation-Memory erstellt werden kann und somit zu einer deutlichen Kostenreduktion führt.

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    7 min
  • #ÜB010 Wege zur effektiven Terminologiearbeit
    Was hat es mit dem Fachwortschatz eines Unternehmens auf sich? Was versteht man unter Terminologiearbeit und warum ist das für Unternehmen und Übersetzer so wichtig?

    Wege zur effektiven Termininologiearbeit

    Heute gehen wir beim Thema Terminologie (Dem Fachwortschatz des Unternehmens) weiter in die Tiefe. Wir besprechen Wege zu effektiveren Terminologiearbeit im Unternehmen. Hierbei werden wir auch ein Beispielszenario durchsprechen.

    Mehr Informationen zur effektiven Terminologiearbeit

    Ausgangsszenario:

    Ein Unternehmen, z. B. aus dem Maschinenbau oder dem Bereich der medizinischen Technik, exportiert Produkte, verfasst die Dokumentation mit eigenen Autoren, betreibt Produktmarketing und unterhält einen Kundensupport.

    Mit der Zeit reift die Erkenntnis, dass etwas in der Kommunikation für Missverständnisse sorgt. Richtig fassen und beschreiben kann man das Problem nicht so ganz. Unzufriedenheit bleibt.

    Diesem Problem kann durch einen betrieblichen Fachwortschatz (Der Terminologie) entgegengewirkt werden.

    Dieser Fachwortschatz ist bei dem Unternehmen in unserem Beispiel weder harmonisiert, noch kümmert sich jemand darum. So herrscht oft babylonische Vielfalt:

    • Der Konstrukteur nutzt seine „Engineering-Rohbenennungen“, denn er weiß, wovon er spricht.
    • Die Werkstatt hat ihren eigenen Jargon, oft Wörter, die nur dort benutzt werden.
    • Das Ersatzteilwesen muss die Teile und Werkzeuge auch irgendwie benennen.
    • Die Begriffe aus der Konstruktion haben Benennungen, die auch nicht immer weiterhelfen.
    • Die Marketingabteilung verwendet wohlklingende Bezeichnungen im Text, die primär Appetit aufs Produkt machen und die Vorzüge der Produkte herausstellen sollen. Fachsprache ist natürlich auch ein wichtiges Thema.
    • Die Autoren der technischen Redaktion benötigen eine Nomenklatur zur Prüfung der Rechtschreibung von Termini, um diese korrekt zu bearbeiten.
    • Die Mitarbeiter hätten gerne ein Wörterbuch, idealerweise online, in der die Gesamtheit der Begriffe mit ihren Benennungen in mehreren Sprachen abgebildet ist, mit übersichtlichem Navigationsmenü und der Möglichkeit, Einträge zu exportieren und zu drucken. In Nachschlagewerken wie Duden, Wikipedia oder Wiktionary findet sich oft zum eigenen, manchmal sehr speziellen Fachgebiet nur wenig Information.
    • Terminologie - Varianten

      So kann – kurz umrissen – die Situation aussehen. Eine Benennung für ein Teil kann also schnell vier Varianten haben. Nicht einfach, über Abteilungsgrenzen dann klarzumachen, von welchem Teil man denn nun spricht. Gerade auch im Bereich medizinischer Produkte, bei denen es um Gesundheit und Leben geht, ist eine eindeutige Fachsprache unerlässlich.

      Um das Ganze noch komplizierter zu machen: das Problem gibt es ja nicht nur in Deutsch, sondern auch in den Fremdsprachen, also in der Sprache des jeweiligen Exportlandes. Bei Großunternehmen können das auch mehr als 30 bis 40 Sprachen sein.

      Nach dieser Annahme könnte ein Teil bei 30 Sprachen rechnerisch 120 Benennungen haben. Vier in der Ausgangssprache, alle viermal pro Sprache übersetzt, mal 30 Sprachen…

      • Wie lösen wir das Problem?
      • Aufzählungs-TextWie kommunizieren wir innerhalb eines Sprachraums, z. B. in unserer Sprache, also deutsch?
      • Aufzählungs-TextWie kommunizieren wir innerhalb der jeweiligen Exportsprachen, z. B. englisch?
      • Aufzählungs-TextWie kommunizieren wir über Sprachgrenzen hinweg, z. B. deutsch -> englisch?
      • Terminologiearbeit

        Die obigen Fragen zeigen Aufgaben auf, die Terminologiearbeit mit sich bringt.

        Da jedes Unternehmen anders durch Größe, Produkte, Anzahl der Exportländer, usw. strukturiert ist, kann die Aufgabenstellung Varianten aufweisen. Mit Vorschlägen zu Lösungswegen und Hilfestellungen befassen sich folgende Abschnitte.

        1. Schritt: Bestandsanalyse

        Nachdem die auf der vorhergehenden Seite beschriebene Erkenntnis gereift ist (und das ist auch schon ein bedeutender Schritt), dass etwas zum Thema Terminologiearbeit getan werden muss, möchte man aktiv werden und das Problem angehen. Nur wie? Dazu bedarf es erst einer Bestandsanalyse:

        • Was haben wir für eine Situation, gibt es Ansätze von Terminologiearbeit?
        • Gibt es Regelwerke, nach denen Terminologiearbeit abzulaufen hat?
        • Wer kümmert sich um die Koordination der Terminologiearbeit?
        • Wer ist dazu fähig?
        • Wer ist der Terminologie-Ansprechpartner im Unternehmen?
        • Wie machen wir im Unternehmen bekannt, dass es jemanden dafür gibt?
        • Wer bestimmt, dass eine Benennung korrekt bezeichnet ist und verwendet werden soll (erlaubte/nicht erlaubte Benennungen)?
        • Wer macht die Terminologiearbeit in den Fremdsprachen?
        • Wer koordiniert das Ganze (Fachabteilungen, Ausgangssprache, Fremdsprachen) und sorgt dafür, dass Einigkeit über die Wahl der Benennungen über Abteilungs- und Sprachgrenzen besteht?
        • Spätestens an diesem Punkt dürfte klar werden, dass es ohne externe Unterstützung nicht geht. Gewisse Bereiche werden oft an externe Dienstleister vergeben werden, wie z. B. technische Redaktion, Übersetzung, Terminologiearbeit usw. Das heißt wiederum, dass im Haus oft keine Kapazitäten und kein Personal für Terminologiearbeit zur Verfügung stehen.

          Denn von einem Terminologen wird einiges verlangt: technische Vorbildung, Kenntnis des Fachwortschatzes, muttersprachliche Sicherheit, idealerweise fremdsprachliches Wissen, Fähigkeiten im Bereich Kommunikation, Moderation und Überzeugung wie auch Durchsetzungsvermögen. So jemanden hat man leider nicht immer im Mitarbeiterbestand…

          2. Schritt: Vorbereitungen

          Nehmen wir an, wir haben einen Terminologiebeauftragten oder Terminologen gefunden. Was wird er tun?

          Terminologieleitfaden

          Zuerst wird er Grundlagen schaffen, und zwar in Form eines Terminologieleitfadens. Dies ist ähnlich wie bei einem Redaktionsleitfaden der technischen Redaktion und bildet als Regelwerk die Basis für die Terminologiearbeit. Der Terminologieleitfaden umfasst zum Beispiel:

          Kurze Erklärungen aus der Lehre und Definition des Terminologiebegriffs.

          Allgemeine und firmenspezifische Regeln zur Rechtschreibung:

          • zum Allgemeinwortschatz (schreibe ich z. B. „Förderbandreinigungsvorrichtung“ oder „Förderband-Reinigungsvorrichtung“?)
          • zum firmeneigenen Fachwortschatz (schreibe ich z. B. grundsätzlich „Vorrichtung“ oder „Einrichtung“?)
          • zur Namensgebung (z. B. „Super-Control-System“ oder „SuperControl-System“)
          • Prozesse zur Terminologiefindung und -bestimmung… usw.
          • Prozessdefinitionen

            Mit der Erstellung des Terminologieleitfadens ist eine gute Basis gelegt und ein großes Stück geschafft. Nun ist definiert, wie Terminologie „geschrieben“ werden muss. Idealerweise geschieht das individuell für jede Sprache, mit der gearbeitet wird. Schließlich lassen sich beispielsweise deutsche Regeln zur Rechtschreibung nicht aufs Portugiesische übertragen.

            Als nächstes müssen die Prozesse definiert werden:

            • Wie ist der Informationsfluss, wenn z. B. die Konstruktionsabteilung ein neues Teil konstruiert, das dann eine neue Benennung braucht?
            • Wo bekommt die Ersatzteilabteilung Hilfe, wenn eine Benennung geändert werden soll, wenn ein Teil technisch überholt ist oder sich dessen Nutzung oder Funktionsumfang geändert hat (z. B. neu: elektrischer Antrieb, alt: mechanischer Antrieb)?
            • Dazu bildet man am besten eine Stabsstelle als Ansprechpartner für alle Abteilungen. Sie setzt sich neben dem Terminologen aus Mitgliedern der Konstruktion, des Ersatzteilwesens, des Marketing, der technischen Redaktion, ggf. Übersetzern, Personen aus der Produktschulung, der Werkstatt und weiteren wichtigen Abteilungen zusammen. Dieser Terminologiekreis kann auch zum Teil international besetzt sein, wenn sich zum Beispiel ein Teil der Konstruktion auch im Ausland befindet.

              Hier wird über Neuanträge oder Änderungen entschieden. Entschieden wird auch auch, wie die Einträge in der Datenbank später aussehen sollen, was sie für einen Umfang haben dürfen und wie die Navigation innerhalb der Datenbank geschehen kann, z. B.:

              • Wie wird die Bedeutung definiert?
              • Welche Attribute werden aufgenommen?
              • Wie sieht ein Benennungseintrag aus: immer als Substantiv oder auch Adjektive?
              • Informationen zur Grammatik?
              • Soll man die Suche auf ein externes Tool erweitern können, wenn es kostenlos ist wie z. B. Duden, Wikipedia, DocCheck Flexikon für medizinische Informationen, usw.?
              • Soll die letzte Suche gespeichert werden?
              • Treffen kann man sich physisch in Besprechungsräumen zu gewissen festen Zyklen, aber auch virtuell über Internet-Kommunikationsplattformen.

                Kommunikation

                Ganz wichtig ist die Kommunikation: es muss bekannt sein, dass es eine Terminologiestelle gibt, an die sich der Mitarbeiter mit einem Problem oder Informationsbedarf wenden kann. Das kann über eine Intranetseite geschehen, in der der Terminologiekreis seine Ergebnisse veröffentlicht und alle Ansprechpartner mit Telefon und Mail-Adresse aufgeführt sind.

                Der Vorteil eines Terminologiekreises liegt auch darin, dass dessen Teilnehmer aus der jeweiligen Abteilung aktuelle Ergebnisse in seinen Bereich hineinträgt. Durch Newsletter und/oder Präsentationen bei Wochen- oder Monatsbesprechungen der Abteilungen werden die Ergebnisse dann den jeweiligen Mitarbeitern bekannt gemacht. Auf diese Weise wird eine Vielzahl von Mitarbeitern erreicht, informiert und die Nutzung erhöht.

                Terminologie - Tools

                Eventuell kann auch ein Intranet-Wörterbuch firmenweit zur Verfügung gestellt werden. So kann jeder Mitarbeiter, der über einen Browser verfügt, Terminologie nachschlagen: welches Wort kann ich verwenden, welches nicht? Sprechen wir in unseren firmeneigenen Dokumenten beispielsweise offiziell immer von „Automobil“, „Auto“ oder „Fahrzeug“? Oder kann ich Synonyme auch parallel verwenden?

                Sollte idealerweise sogar ein CAT-Tool im Unternehmen im Einsatz sein, also eine Übersetzungssoftware, die Übersetzungen verwaltet und wiederverwendet, ist solch ein Wörterbuch für das Unternehmen oft einfacher zu realisieren. Fast alle namhaften Tools liefern nämlich eine Terminologiekomponente mit, die sich für den Zweck eines Firmenwörterbuchs ausgestalten lässt.

                Eine weitere Vision wäre die Kooperation mit anderen Tools, die Terminologie verwenden: Beispielsweise können sich Tools zur Ersatzteilverwaltung Terminologie aus dem Firmenwörterbuch „ziehen“: Das Firmenwörterbuch legt in voreingestelltem Rhythmus eine Terminologieliste mit ausgewählten Attributen (wie z. B. „Herkunft“, „Fachgebiet“, „Produktzugehörigkeit“ usw.) auf einem externen Server ab. Das andere Tool, in diesem Beispiel das zur Ersatzteilverwaltung, holt sich die Liste danach ab und aktualisiert seinen Terminologiebestand automatisch. Sicher benötigt dies genaue IT-technische Vor- und Anpassungsarbeit zur Koordination der Tools, aber auch zur Darstellung und Form von Fachgebiet und Benennung (nimmt man z. B. Namensräume, usw.).

                All diese Maßnahmen sind Beispiele zum gewünschten Ziel der Harmonisierung von Terminologie. Im Idealfall ist die Informationsdichte der Mitarbeiter hinterher hoch und somit auch die Chance, Kommunikationsprobleme stark zu minimieren. Voraussetzung ist aber, dass die geschaffenen Prozesse und Ergebnisse auch ernst genommen, kommuniziert und „gelebt“ werden. Dieses Bewusstsein muss von der Unternehmensführung bis in die Werkstätten vorhanden sein.

                In welchem Umfang sich die Terminologiearbeit letztendlich bewegen wird, hängt einerseits vom Bedarf und von der Größe des jeweiligen Unternehmens ab, aber auch vom Finanzbudget und der Verfügbarkeit an geeigneten Fachleuten. Hier kann ein Dienstleister vom Fach beratend und vertraulich zur Seite stehen und ein mögliches Vakuum an firmeneigenen Fachleuten ausfüllen.

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                12 min
              • #029 Besser Studenten- oder Laiendolmetscher als gar kein Dolmetscher
                Sie benötigen einen Dolmetscher? Haben aber nicht genügend Budget für einen professionellen Dolmetschereinsatz?

                Besser Studenten- oder Laiendolmetscher als gar kein Dolmetscher

                • Sie können sich einen ausgebildeten Dolmetscher nicht leisten?
                • Ihnen sind die ausgebildeten Dolmetscher zu teuer?
                • Sie bekommen das nötige Budget für den Dolmetschereinsatz nicht genehmigt?
                • Dann bleiben Sie bei diesem Podcast unbedingt dran.

                  Alternativ können Ihnen in der gewünschten Sprache einen kostengünstigen Studentendolmetscher oder Laiendolmetscher helfen.

                  Sprachstudenten, Muttersprachler, Laiendolmetscher, Studentendolmetscher oder Personen die Bilingual aufgewachsen sind können für Sie kostengünstig dolmetschen. Häufig wird aus Kostengründen komplett auf einen Dolmetscher verzichtet. Hier können Ihnen ein Sprachstudent, Laiendolmetscher oder einen Muttersprachler der Bilingual aufgewachsen ist für Abhilfe sorgen. So wird zum Beispiel der Kundenbesuch in der Landessprache des Kunden begleitet. Dies ist sowohl für den Kunden angenehmer als auch einfacher. Dadurch fühlt sich der Kunde wertgeschätzt und beide Parteien haben eine entspanntere Gesprächsführung.

                  Diese Art der Verdolmetschung ist allerdings nicht für die Simultanverdolmetschung vor Publikum oder bei Vorträgen geeignet. Außerdem sind bei der Studentenverdolmetschung keine vereidigten Übersetzer verfügbar. Aufgrund der geringeren Dolmetschererfahrung kann es auch vorkommen, dass Fachbegriffe vom Dolmetscher umschrieben werden müssen, da er bei komplexen Themen nicht genügend Wortschatz vorweisen kann.

                  Wir empfehlen Ihnen den Studenten- oder Laiendolmetscher NUR, wenn es aus Budgetgründen sonst zu keinem Dolmetschereinsatz kommen würde und daher dies Ihre letzte Option wäre.

                  Die grundsätzliche Empfehlung ist immer einen professionellen gut ausgebildeten Dolmetscher mit Berufserfahrung zu nehmen. Nur so können Sie sich auf eine korrekte, qualitativ hochwertige Verdolmetschung verlassen.

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                  4 min
                • #ÜB009 Was ist bei Übersetzungen ins Französische zu beachten?
                  Welche Besonderheiten hat die französische Sprache bei Übersetzungen?

                  Was ist bei Übersetzungen ins Französische zu beachten?

                  Sie haben eine Anfrage für eine Maschine aus Frankreich – Aber nur eine deutsche Betriebsanleitung? Sie haben aus Kanada eine Beanstandung der Übersetzung bekommen die Sie nicht nachvollziehen können? Sie fragen sich ob es zwischen dem Französisch für Frankreich, Kanada oder Belgien Unterschiede gibt. Dann bleiben Sie bei dieser Podcast-Folge unbedingt dran.

                  Sprachenseite bei GFT-Online.

                  Was ist generell bei Übersetzungen ins Französische zu beachten?

                  Französisch wird in 29 Staaten und von ca. 80 Millionen Menschen gesprochen. Französisch ist in Frankreich, Belgien, Luxemburg, Monaco, Kanada und Teilen der Schweiz Amtssprache. Außerdem wird Französisch noch in Teilen von Afrika, Ozeanien, Südostasien und der Karibik gesprochen. In vielen Ländern wird Französisch zusätzlich als Zweitsprache gesprochen. Je nach Land gibt es im Französischen Unterschiede in der Grammatik oder bei den Ausdrücken. Für das Schreiben von Anleitungen sollte beachtet werden, das Französisch ca. 20% länger läuft als Deutsch. Daher sollte im Layout genügend Platz für die Fremdsprachenexpansion eingeplant werden. Auf ein paar der wichtigsten Unterschiede werden wir in diesem Podcast näher eingehen

                  Es gibt in der Schweiz, Belgien und Kanada einige Unterschiede zum Französisch welches in Frankreich gesprochen und geschrieben wird.

                  Bei der französischen Übersetzung für die Schweiz gibt es einige Besonderheiten zu beachten:

                  In der Schweiz wird die französische Sprache als „Schweizer Französisch“ zusammengefasst.

                  Hierbei ist zwar Standardfranzösisch vorherrschend. Allerdings kann es bei Französischen Texten welche noch vereinzelt in Patois geschrieben wurden und die zum Beispiel ins Deutsche übersetzt werden müssen zu Herausforderungen kommen. Patois ist ein Dialekt der noch vereinzelt von älterer Generation gesprochen und geschrieben wird. So ist dieser Dialekt noch im Kanton Wallis oder bei der Zeitung „Le Nouvelliste“ verbreitet. Gegenüber den Dialekten wie „Regionalfranzösisch und Hochfranzösisch“ verstehen viele junge Übersetzer diesen Dialekt nicht zu 100%.

                  Bei der Übersetzung ins Schweizer Französisch ist zu beachten, dass einige Begriffe im Dialekt anders genannt werden z.B. Frühstück wird hier als „déjeuner statt petit déjeuner“ bezeichnet. Die komplizierte Verlautbarung von Zahlen im Französischen, haben die Schweizer ebenfalls vereinfacht. Daher sollten hier Übersetzer mit Erfahrung mit Schweizer Französisch eingesetzt werden. So sehr das Schweizer Französisch von echten Franzosen belächelt wird, so stolz sind die Schweizer Franzosen auf ihren Dialekt. Dies sollte bei Übersetzungen ins Schweizer Französisch immer bedacht werden und nicht einfach die vorliegende Übersetzung die für Frankreich erstellt wurde übernommen werden.

                  Bei der französischen Übersetzung für Belgien gibt es diese Besonderheiten zu beachten:

                  In Belgien wird Französisch hauptsächlich in Flandern, Brüssel und Wallonien gesprochen.

                  Das Belgische Französisch unterscheidet sich vom Frankreich Französisch zum Teil in der Syntax und der Phonetik.

                  Auch gibt es einige Wörter die im belgischen Französisch anders benannt sind wie zum Beispiel:

                  • Bürgermeisterin wird in Belgien als bourgmestre bezeichnet und in Frankreich als maire
                  • Gymnasium wird in Belgien als athénée bezeichnet und in Frankreich als lycée
                  • Bei der Übersetzung ins Quebecer Französisch welches in Québec, Ontario und den westlichen Provinzen Kanadas gesprochen wird gibt es einige Besonderheiten zu beachten:

                    Es gibt einige Wörter die aus dem englischen Stammen wie z.B. für Arbeit das Wort djobe welches in Frankreich travail genannt wird oder für das deutsche Wort Auto das hier char statt voiture genannt wird.

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                    5 min
                  • #ÜB008 Die Checkliste für bessere Übersetzungen
                    Was gibt es alles bei Übersetzungen zu beachten? Wäre es nicht schön dafür eine Checkliste zu haben?

                    Die Checkliste für bessere Übersetzungen

                    Sie haben selten Übersetzung und würden gerne wissen was es zu beachten gibt? Oder Sie würden Übersetzungen gerne einfacher Handhaben, mit weniger Stress und Aufwand? Bisher hatten Sie mit Übersetzungen noch keine Berührungsunkte und sollen diese nun für Ihre Firma managen?

                    Die Checkliste für Übersetzungsprojekte bei GFT-Online.

                    Dann ist dieser Podcast genau richtig für Sie.

                    Heute geht es um Tipps, wie Sie Übersetzungen leicht und einfach Handeln können. Dafür haben wir auch unter www.gft-online.de die Tipps und die Checkliste für Sie bereitgestellt. So können Sie die Übersetzungsprojekte Punkt für Punkt durchgehen.

                    Als erstes sollten Sie den Ausgangstext vorbereiten:

                    • Der Text sollte sich im finalen Zustand befinden (keine Änderungen mehr während der Übersetzung). Lieber später mit der Übersetzung beginnen.

                    • Das Format sollte bearbeitbar sein

                    • Er sollte möglichste keine Abkürzungen enthalten.

                    • Fachbegriffe sollten im Ausgangstext immer gleich benannt werden

                    • Fachbegriffe sollten über ein Glossar erläutert werden.

                    • Kein versteckter Text in Bildern oder Grafiken (Ansonsten bitte den Übersetzer oder Projektmanager darauf ansprechen)

                    • Fremdsprachenexpansion im Layout einplanen. (einige Sprachen wie Türkisch oder Griechisch laufen bis zu 40% länger.

                    Vorbereitung der Übersetzung:

                    • In der Technischen Dokumentation Abteilung erfragen ob es Glossare, Erklärungen zu Abkürzungen, Illustrationen oder Referenzmaterial gibt?

                    • Gibt es eine Terminologie-Liste und ein Translation-Memory (Übersetzungsspeicher)?

                    • Ausreichend Zeit für die Übersetzung einplanen. (Ca 8-10 Normseiten pro Tag + 1-2 Tage für die Qualitätsprüfung.

                    • Projekt im Voraus beim Übersetzer oder dem Projektmanager ankündigen, damit der Stammübersetzer reserviert werden kann.

                    Beauftragung:

                    • Von welcher Sprach in welche Sprache/n wird die Übersetzung benötigt?

                    • Bis wann wird die Übersetzung benötigt?

                    • Wurde ein Ansprechpartner genannt, der Fragen zum Ausganstext beantworten kann?

                    • Gibt es etwas Besonderes zu beachten?

                    • Was ist zu Übersetzen und was nicht (z.B. welche Eigennamen sollen nicht übersetzt werden)

                    Datenübermittlung:

                    • Das Ausgangsdokument und alle verfügbaren Daten wie Terminologie-Liste, Glossare und vorhandene Translation-Memory wurden übermittelt?

                    • Vorhandenes Referenzmaterial wurde übermittelt?

                    Während der Übersetzung:

                    • Ist der Ansprechpartner unter den angegebenen Kontaktdaten erreichbar?

                    Empfang der übersetzten Datei:

                    • Die gelieferte Datei auf Vollständigkeit prüfen.

                    • Wurde die Formatierung fehlerfrei übernommen?

                    Nacharbeiten:

                    • Archivmaterial wie Translation-Memorys und Terminologie weiter pflegen. (Vor allem wenn diese von mehreren Übersetzern oder Dienstleistern genutzt werden).

                    • Eventuelles Feedback nach der Übersetzung weitergeben. (z.B. für Änderungen an der Terminologie)

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                    5 min
                  • #ÜB007 Was ist bei Übersetzungen ins Englische zu beachten
                    Englisch ist nicht gleich Englisch! Welche Besonderheiten hat die meistgesprochene Sprache der Welt bei Übersetzungen?

                    Was ist bei Übersetzungen ins Englische zu beachten?

                    Sie haben eine Maschine in ein englischsprachiges Land verkauft. Nun steht die Übersetzung im Raum, aber in welches Englisch sollte die Anleitung übersetzt werden? Was passiert mit den Maßeinheiten? Muss ich die Anleitung jeweils in Britisches und US-Englisch übersetzen? Wenn Sie diese Fragen beschäftigen, bleiben Sie bei dieser Podcast-Folge unbedingt dran.

                    Sprachenseite bei GFT-Online.

                    Warum sollte eine Lokalisierung für den jeweiligen amerikanischen Bundesstaat vor der Übersetzung stattfinden?

                    Bei der Lokalisierung werden zuerst die Gesetzgebung und die Normen recherchiert. So gibt es in Amerika einige Staaten, in denen Englisch alleine als Übersetzung nicht ausreicht und zum Beispiel Spanisch oder Französisch mitgeliefert werden muss. Außerdem müssen die Maßeinheiten angepasst, abgeändert oder zusätzlich aufgeführt werden. Außerdem muss in Amerika die ANSI-Norm in der Anleitung eingehalten werden. Meine Kollegen Herr Schmieder und Herr Seckinger befassen sich in Ihrem Podcast genauer mit der Lokalisierung, der ANSI-Norm und der US-Produkthaftung. Einen entsprechenden Link werde ich in den Shownotes einfügen.

                    In welches Englisch soll übersetzt werden? Englisch ist doch Englisch?

                    Es wird unterschieden in britisches und amerikanisches Englisch. Die Rechtschreibung und das Vokabular sind unterschiedlich. Auch die Art und Weise, wie in der Fachsprache formuliert wird unterscheidet sich.

                    Das kommt darauf an, wohin die Maschine geliefert wird. Grundsätzlich gibt es in den USA 337 Sprachen. 82% der Bevölkerung sprechen Englisch, gefolgt von Spanisch, Französisch, Chinesisch und Deutsch.

                    Obwohl die Vereinigten Staaten keine festgelegte Amtssprache haben gilt Englisch faktisch als Nationalsprache. Jedoch haben die USA als Ganzes keine Amtssprache, sondern nur einzelne Staaten. Somit gilt in den einzelnen Staaten auch eine andere Amtssprache. Englisch gilt in 32 von 50 Bundesstaaten als Amtssprache.

                    Hierbei sollte die Anleitung unbedingt in US-Englisch übersetz sein, da in einigen Bundesstaaten britisches Englisch in Haftungsfällen als „nicht übersetzt“ bewertet wurde. Bei einigen Bundesstaaten ist aber noch eine zusätzliche Sprache wie z.B. Spanisch gefordert.

                    Grundsätzlich empfiehlt sich aufgrund des Produkthaftungsrisikos, eine gründliche Recherche für die zu verwendende Sprache durchzuführen.

                    Worin genau unterscheidet sich nun das US-Englisch vom Britischen Englisch?

                    Die Sprachen unterscheiden sich in der Rechtsschreibung und in vielen Wörtern und der Grammatik.

                    Hier einige Beispiele für die Rechtsschreibung:

                    • So wird beim deutschen Wort „Farbe“ im amerikanischen oft das „u“ weggelassen z.B. „color“ statt „colour“

                    • Oder es wird bei „organisieren“, dass „s“ zum „z“ wie bei „organize“ dass im Britischen „organise“ geschrieben wird.

                    • Oder Buchstaben werden vertauscht. Z.B. nennen die Amerikaner „Zentrum“ „center“ statt „centre“

                    Außerdem unterscheiden sich viele Wörter wie zum Beispiel:

                    • Der Blinker am Fahrzeug wird in Amerika „turn signal“ und im Britischen „indicator“ genannt

                    • Der Schraubstock wird in Amerika „vise“ und im Britischen „vice“ genannt

                    • Der Lastwagen wird im Amerika „truck“ und im Britischen „lorry“ genant

                    • Das Flugzeug wird in Amerika „airplane“ statt „plane“ genannt.

                    Bei der Grammatik gibt es auch kleine Unterschiede wie bei der Verwendung von Zeitformen und Verben.

                    Einen richtigen Unterschied gibt es bei der Schreibweise des Datums. So wird im Amerikanischen Englisch zuerst der Monat und dann der Tag genannt also (MM/TT/JJJJ) und im Britischen Englisch wird der Tag gefolgt vom Monat und dem Jahr genannt also (TT/MM/JJJJ) genannt.

                    Außerdem neigen die Amerikaner in Fachtexten möglichst aktiv und simpel in kurzen Sätzen zu schreiben. Die Briten mögen diesen vereinfachten Stil nicht unbedingt.

                    Was passiert mit den Maßeinheiten bei der Übersetzung?

                    Bei der Übersetzung ins Englische ist neben dem richtigen Englisch auch noch auf die Maßeinheiten zu achten. So gilt in Amerika das angloamerikanische System anstatt dem metrischen System. Vor einer Übersetzung ist daher die Umrechnung vom metrischen auf das angloamerikanische System bzw. die zusätzliche Angabe des angloamerikanischen Systems notwendig.

                    So entspricht z.B. 1 Tonne 1,1 US-Tons, 1 Zentimeter 0,39Inch und 1 Liter 1,057 quart.

                    Im Vereinigten Königreich und in Irland wurden die traditionellen Einheiten aus vielen Bereichen insbesondere durch die Rechtsangleichung im Rahmen der Europäischen Union zurückgedrängt; jedoch werden sie weiterhin etwa für Entfernungs- und Temperaturangeben verwendet.

                    Auch hier sollte eine ausführliche Recherche durchgeführt werden.

                    Anmerkung: Keine Ahnung was nach dem Brexit passiert. Vielleicht kommen die traditionellen Einheiten auch in GB zurück. Somit ist nach dem Brexit auf jeden Fall eine neue Betrachtung der zu verwendenden Maßeinheiten notwendig.

                    Allgemeine Besonderheiten der englischen Sprache

                    In der englischen Sprache gibt es einige Besonderheiten zum Beispiel:

                    • Einige Satzglieder können nicht beliebig im Satz getauscht werden und haben in der Regel ihren festen Platz.

                    • Außerdem steht in englischen die Ortsangabe immer vor der Zeitangabe, die Zeitangabe kann aber auch an den Anfang des Satzes platziert werden.

                    • Der übersetzte Text läuft im englischen bis zu 15% kürzer als im Deutschen.

                    Podcast Links

                    US-Produkthaftung:

                    https://gft-akademie.de/us-produkthaftung-und-folgen/

                    Lokalisierung:

                    https://gft-akademie.de/lokalisierung-uebersetzung-podcast/

                    ANSI-Norm:

                    https://gft-akademie.de/normen-und-richtlinien-der-usa-us-p002/

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                    D - 77773 Schenkenzell

                    Telefon: +49 7836 9567 133

                    7 min

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