Asset Management bedeutet weit mehr, als einfach die günstigste ETF-Strategie zu finden.
In dieser Folge spreche ich mit Thierry Borgeat, Co-Founder von arvy und CFA Charterholder, über Märkte, Machtverschiebungen und die Frage, was Anlegerinnen und Anleger aus der Geschichte für ihre heutige Vermögensstrategie ableiten können.
Wir ziehen Parallelen zwischen dem Römischen Reich und der heutigen Weltordnung. Was geschieht, wenn wirtschaftliche Dominanz schwindet, politische Spannungen zunehmen und neue Machtzentren entstehen? Welche Rolle spielen Staatsverschuldung, Währungen, gesellschaftliche Stabilität, militärische Stärke und der Zugang zu Ressourcen? Dabei geht es nicht um einfache historische Wiederholungen. Geschichte kopiert sich nicht. Sie zeigt aber Muster, die uns helfen können, geopolitische Entwicklungen besser einzuordnen. Welche Auswirkungen könnten die wachsenden Spannungen zwischen den USA, China, Europa und anderen Regionen auf Aktienmärkte, Währungen und Portfolios haben? Wie robust ist eine Anlagestrategie, wenn sich die globale Ordnung verändert? Und ist ein vermeintlich breit diversifizierter ETF tatsächlich ausreichend, wenn Kapitalmärkte immer stärker von wenigen Unternehmen, Ländern und geopolitischen Interessen geprägt werden? Wir sprechen darüber, weshalb Asset Management nicht bei Kosten, Produkten oder vergangenen Renditen enden darf. Entscheidend ist, wie ein Portfolio auf unterschiedliche Zukunftsszenarien vorbereitet ist und ob die gewählte Strategie auch dann funktioniert, wenn die kommenden Jahrzehnte nicht wie die vergangenen aussehen. Aus Sicht der Finanzplanung bedeutet das: Es reicht nicht, eine möglichst günstige Anlage zu finden. Vermögen, Vorsorge, Liquidität, Risiken, Zeithorizonte und persönliche Ziele müssen zusammenspielen. Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen einem Depot und einer echten Vermögensstrategie.
Wie immer bei derfinanzplaner gilt: Geld ist nie nur eine Zahl. Und wer die Zukunft verstehen möchte, sollte manchmal zuerst einen Blick in die Vergangenheit werfen.