Deutscher SteuerberaterTALK

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By Deutscher Steuerberaterverband e.V.BusinessEducationManagement
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Deutscher SteuerberaterTALK episodes

  • Wie können wir die Kontrolle über unser Gehirn zurückgewinnen, Prof. Dr. Volker Busch?
    „Wir befinden uns in einer Art digitaler Pubertät und müssen lernen, mit den vielen Informationen umzugehen – das ist die Herausforderung unserer Zeit“, analysiert Prof. Dr. Volker Busch, Neurowissenschaftler und Psychologe an der Universität Regensburg. Unsere ständige Aufgabe sei es immerzu, auf den „sehr verlockenden Reiz der Information sehr besonnen zu reagieren“. Typische Folgen der Informationsflut sind Daueranspannung und Stress, sowie Leistungsverschlechterung und Produktivitätsverlust. Aber es gibt Möglichkeiten zum klugen Umgang mit Reizflut und Multitasking.
    Im Podcast erzählt Busch, warum die vielen wechselnden Aufgaben und die Flut an Nachrichten zu häufigen Ablenkungen und Unterbrechungen unserer Arbeit führen – und gibt Anregungen, wie wir die Kontrolle zurückbekommen können. Den Fokus zurückgewinnen auf das, was wichtig ist, müsse das Ziel sein. Die Impulskontrolle, nicht über jedes Informationsstöckchen zu springen, das jemand hinhält, sei „der Schlüssel zum Erfolg – und damit viel wichtiger als ein Intelligenzquotient“.
    22 min
  • Was haben Sie als neuer Präsident des DStV vor, Torsten Lüth?
    „Die Digitalisierung und die Europäisierung gehören sicherlich zu den großen Themen der nächsten Jahre“ sagt Torsten Lüth, der neue Präsident des Deutschen Steuerberaterverbandes. „Europa ist so wichtig geworden, dass wir viele Themen schon heute im Europaparlament einbringen und mit der EU-Kommission diskutieren müssen.“
    Mit dem neuen Amt wird Lüth, der privat ein ambitionierter Läufer ist, nicht nur regelmäßig in Berlin, sondern auch noch mehr im Austausch mit der Politik sein. „Wir sind auch in den Austauschrunden mit dem Finanz- und dem Wirtschaftsministerium eingebunden und das ist natürlich spannend – auch weil ich in vielen Runden der einzige Praktiker bin, der auch weiß, wie ein Antrag gestellt wird."
    Seiner neuen Rolle als Gastgeber des Deutschen Steuerberatertages sieht Torsten Lüth gespannt entgegen. Alle Erwartungen an die Konferenz, so ist sich Lüth sicher, werden auch mit der diesjährigen Home Edition erfüllt. Worauf er sich dort am meisten freut, erzählt er ebenfalls im Podcast.
    15 min
  • Wie berät man die Unternehmerinnen der Generation Instagram, Carina Heckmann?
    „Junge Unternehmerinnen werden auch heute von Steuerberatern oft nicht ganz ernstgenommen“, sagt die Steuerberaterin Carina Heckmann, die sich auf Gründerinnen und Soloselbständige, Assistentinnen, Coaches, Trainerinnen und Beraterinnen spezialisiert hat und außerdem das niedrigschwellige Informationsportal steuerleichtgemacht.de betreibt. „Für viele Mandantinnen bin ich der erste Kontakt in Sachen Steuern – meine jüngste Mandantin hat sich mit 16 selbständig gemacht.“
    Heckmann, die mit Social Media aufgewachsen ist und die verschiedenen Kanäle privat kennen- und schätzen gelernt hat, erzählt im Podcast, dass viele ihrer Mandantinnen Angst vor der Steuer und dem Finanzamt hätten und überhaupt wenig Vorwissen hätten. „Steuern und Buchhaltung sind eher kein ‚sexy' Themen, deswegen will man sich damit auch nicht beschäftigen.“ Durch zielgruppengerechte Ansprache habe sie es aber geschafft, diesen jungen Unternehmerinnen zu helfen. Wie ihre Mandantinnen auf sie stoßen? „Es gibt verschiedene Wege zu mir: Instagram, Facebook-Nachrichten, e-Mails, Podcasts, in denen ich bin, andere kommen über Empfehlungen“ sagt Heckmann. „Nur anrufen tut heutzutage keiner mehr.“
    19 min
  • Woran müssen wir vor Inkrafttreten des Mehrwertsteuer-Digitalpaketes zum 1. Juli denken?
    Dr. Jörg Grune und Prof. Rolf-Rüdiger Radeisen nehmen das sog. Mehrwertsteuer-Digitalpaket unter die Lupe. Am 1. Juli ist es so weit: Die derzeitige Versandhandelsregelung wird durch die Fernverkaufsregelung abgelöst. Damit sind die derzeitigen Regeln, die noch auf Überlegungen aus dem Jahr 1993 zurückgehen, passé. Was ändert sich konkret? An die Stelle der nationalen Lieferschwellen tritt eine europaweit einheitliche Geringfügigkeitsschwelle von 10.000 €. Damit dürften auch viele kleinere Unternehmen plötzlich in den Anwendungsbereich rutschen. Zum Glück kommt die Neuregelung mit einer verfahrensrechtlichen Erleichterung: Unternehmer können ihre im EU-Ausland steuerpflichtigen Fernverkäufe nämlich zentral über den sog. One-Stop-Shop melden. Aber Achtung! Radeisen und Grune betonen: „Wer das besondere Besteuerungsverfahren nutzen möchte, muss sich bis Ende Juni dafür registrieren.“
    41 min
  • Wie kann man e-Learning für Steuerberater*innen effizienter einsetzen, Matthias Brockerhoff?
    „Fortbildungen sind heute oft noch sehr textlastig – das ist fast schon geführtes Lesen oder Lernkaraoke“ sagt Matthias Brockerhoff, Geschäftsführer der TeleTax, die digitale Fortbildungen zu steuerrechtlichen Themen anbietet. „Oft wird nur gefragt: Was muss man wissen? Und nicht: Wie erreicht man das? Also werden die Teilnehmer zugetextet.“ Für Brockerhoff, der sich seit 1995 mit e-Learning beschäftigt, werden die Stärken digitaler Lernformate auch heute noch zu wenig genutzt, weil Präsenzschulungen einfach vor den Monitor verlegt werden. „Schulungen über sechs Stunden sind anstrengend und machen keinen Spaß“, sagt Brockerhoff. Statt in Schulungen eine maximale Anzahl an Inhalte zu referieren, sollten die Teilnehmer*innen sich vor den Veranstaltungen vorbereiten können – und im Austausch mit den Referent*innen die Inhalte dann diskutieren und vertiefen. Dafür aber müssen sich auch die Kanzleien verändern, sagt Bockerhoff: „Es braucht eine Lernkultur in den Kanzleien“ sagt Brockerhoff. „Das heißt, dass seitens der Kolleginnen und Kollegen akzeptiert wird, dass Lernen Teil der Arbeitszeit ist.“
    30 min
  • Wie macht man seine Steuerberaterkanzlei robust und krisensicher, Stefan Lami?
    „Eine derart stabile Geschäftslage wie in der Steuerberatung gibt es vermutlich in wenig anderen Branchen“ sagt Stefan Lami, der selbst Steuerberater, vor allem aber Unternehmensberater und Experte für Kanzleientwicklung ist. „Doch in den letzten Jahren war zu beobachten, dass sich manche Kanzleien immer dynamischer entwickeln – und andere tun sich schwer.“ Für Lami liegt der entscheidende Unterschied in der Auslastung der Mitarbeiterschaft, es werde nämlich „immer versucht die Produktivität bis zum Letzten zu nutzen.“ Was ökonomisch sinnvoll klingt, bringt für Lami große strategische Nachteile und sogar Risiken mit sich. „Arbeitet die Kanzlei am Rande ihrer Kapazitäten?“ fragt Lami. „Oder ist sie so aufgestellt, dass sie ausreichend Überkapazitäten hat um auch größere Aufgaben gut abfangen zu können?“ Die freien Potentiale könnten nämlich nicht nur gut in technologische Verbesserungen, die Tiefe der Beratung und die Personalentwicklung investiert werden, sagt Lami. Sondern im Krisenfall sogar überlebensnotwendig werden. „Mit leichten Überkapazitäten kann man viel leichter Prozesse optimieren und auf neue Herausforderungen reagieren.“
    25 min
  • Wie geht man als Steuerberater*in mit Emotionen richtig um, Tanja Palzer?
    „Wir Steuerberater haben die Prozesse während der Pandemie gut gemanaget“ sagt Tanja Palzer, Steuerberaterin und Expertin für Coaching und Consulting für Führungskräfte. „Aber bei den Herausforderungen emotionaler Art war noch Luft nach oben.“
    In der siebten Folge des Steuerberatertalks erklärt Frau Palzer, dass Steuerkanzleien gerade in Krisensituationen nicht nur die Prozesse ihrer Mandanten optimal betreuen müssen, sondern auch die Sorge und Ängste, die durch die Unsicherheiten entstehen. „Wir wollen unsere Mandanten unterstützen, aber dafür müssen sie wieder in einen sachlichen Zustand kommen, in dem sie aufnahmefähig sind“ erklärt Frau Palzer. „Bei uns in der Kanzlei haben wir gemerkt, dass ein ‚Jetzt regen Sie sich doch mal ab!‘ da nicht hilft.“ In der menschlichen Ansprache liege auch eine große strategische Chance: „Zu Beratung gehört, die Mandanten in ihrer Gesamtheit als Mensch zu sehen, das kann keine Maschine“ sagt Palzer. Und liefert so konkrete Anregungen zur festeren Bindung von Mandanten, aber auch Mitarbeitern.
    30 min
  • Welche positiven Effekte kann man aus der Pandemie ziehen, Viola Pawelcyzk?
    „Das letzte Jahr war sicherlich sehr herausfordernd für viele Kanzleien: die Mitarbeiter schützen und parallel sortieren, was die Mandanten brauchen – da war oft Chaos, bis sich das gefunden hatte“ sagt Viola Pawelcyzk, Unternehmensberaterin und Expertin für Personal- und Organisationsentwicklung. „Es gibt aber auch ganz viele Chancen. Und es sind auch sehr viele gute Sachen entstanden.“
    In der sechsten Folge des Steuerberatertalks erklärt Pawelcyzk, wie Unternehmen und Organisationen die Pandemie als Anlass zu Veränderung auch positiv nutzen können, wenn sie drei zentrale Fragen für sich klären können: Wie geht man mit akuter Veränderung um? Was passiert bei Mitarbeitern, Führungskräften und Mandanten? Und wie kommt man dabei in eine Art von Selbstführung? Dabei müsse man aber immer schauen, was diese Entscheidungen mit dem Selbstverständnis und der Kommunikation mache, sagt Pawelcyzk. „Ich habe auch Kunden, die sagen: Die Pandemie war genau der Schub für die Themen, die ohnehin bei uns anstanden, den wir gebraucht haben.“
    23 min
  • Wie organisiert man sich im (Home-) Office besser, Zach Davis?
    „Die meisten Tätigkeiten brauchen, salopp gesprochen, etwas Konzentration und Hirnschmalz." sagt der Zeitintelligenz-Experte Zach Davis. „Das kann man im Home-Office tatsächlich etwas leichter bewerkstelligen als im Großraumbüro“
    In der fünften Folge des Steuerberatertalks erklärt Davis, der eine Vielzahl an Büchern zu Produktivität und Zeitintelligenz publiziert hat, wie man Störquellen in den Griff kriegt und dadurch stressfreier arbeiten kann. „Unterbrechungen kosten Produktivität“ sagt Davis. Unterbrochene Aufgaben, erklärt der Experte, benötigen im Schnitt 50% länger und sind 50% fehleranfälliger. Daher empfiehlt Davis, bewusst zu unterscheiden: Was sind Produktivphasen? Was sind Kommunikationsphasen? Und Davis verrät einen Trick, wie man sich die Ruhe verschafft, die für eine Aufgabe notwendig ist: „Wenn man für sich Zeit blockt, sollte man sie betrachten wie einen Termin mit einem Gast und entsprechend ernst nehmen.“
    23 min
  • Wie kann man trotz Corona-Einschränkungen netzwerken, Anke Precht?
    „Die üblichen Gelegenheiten zu netzwerken sind uns durch Corona verloren gegangen“ sagt Anke Precht, Psychologin und Expertin für mentale Stärke in Unternehmen. „Seit März merken wir, dass wir uns viel intensiver um die Pflege unserer Netzwerke kümmern müssen.“
    In der vierten Folge des Deutschen Steuerberatertalks erklärt Precht, warum Networking nicht mit dem Sammeln von Visitenkarten oder Kontakten auf Networkingplattformen getan ist. „Als Psychologin definiere ich Kontakte als etwas zwischenmenschliches. Das braucht Zeit und ein ehrliches Interesse“ sagt Precht. Außerdem erklärt sie, warum die Corona-Zeit die beste Zeit ist, sich intensiv um sein Netzwerk zu kümmern. „Ich kenne viele Mitarbeiter in Unternehmen, die verarmt sind hinsichtlich ihrer Kontakte“ erklärt sie. Da sei jeder Anruf, jede Nachfrage wertvoll: „Gibt es irgendwas, was ich tun kann, um euch in der jetzigen Situation zu unterstützen? Und zwar nicht als kostenpflichtiges Angebot. Sondern weil man wirklich helfen will.“
    25 min

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Mit rund 1.600 Steuerberater*innen ist der Deutsche Steuerberatertag der Branchentreff des Jahres. Diskutiert werden vor allem wesentliche Aspekte des Kanzleimanagements und Kanzleialltags, aber auch aktuelle steuer- und berufsrechtliche Herausforderungen. Kreative Lösungsansätze, kompakte und verständliche Updates und ein Blick über den Tellerrand.

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