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Hand aufs Herz: Wer kennt Waco? – Das wird sich ändern. Es ist eine Annäherung der besonderen Art.
Mein erster Gedanke an Waco führt mich schnurstracks zu einer Fernsehshow, die seit Jahren läuft und immer und fortwährend wiederholt wird. Derzeit bei den Kollegen von Sixx. Fixer Upper.
Ihre Show war ab 2013 die Initialzündung für heute unendlich viele Fernsehshows rund um Immobilienrenovierung, Design und ja auch rund um den American Dream.
Aus Nix eine Menge machen, mit guten Ideen und zugegeben auch einer Menge Arbeit. Chip, Joanna Gaines und ihre 5 Kinder sind in Waco zuhause. Je nach Blickwinkel führt damit kein Weg vorbei am Market der Firma Magnolia. Das Häuserrenovieren ist inzwischen „nur“ noch der Bruchteil eines Wirtschaftsbetriebs.
Der Markt und die Silos, die jeder bekennende Fan schon einmal in der Fernsehserie gesehen hat, sorgen inzwischen für immerhin 1,4 Millionen zusätzliche Besucher in der Stadt, die sich gerne auch „Heart of Texas“ nennt. Dieses Herz liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen der Hauptstadt Austin im Süden und der Metropolregion von Dallas und Fort Worth im Norden. Als Urlauber registriere man: Die Wege sind weit, denn Texas ist fast doppelt so groß wie Deutschland.
Kommt im Podcast also mit in die Welt von Magnolia.
Leider ist es mir nicht gelungen die beiden Fixer Upper-Stars für ein Interview zu bekommen. Aber mann muss sich zu helfen wissen. Vielleicht ist es ja sogar besser mit jemandem zu reden, der ihnen nahe steht.
Dies wurde Wahrheit mit Jimmy Don Holmes, dem Metalldesigner und Handwerker aus der Serie. Er hat inzwischen ein zweites Geschäft, direkt am hinteren Ausgang des Magnolia-Komplexes. Einmal über die Straße, fragen und dann ist er auch schon da zum Plausch über Chip, Joanna und seine Auftritte bei „Fixer Upper“.
Im Podcast erfahrt Ihr viel Neues über die beiden TV-Stars und ihr Giganto–Projekt „Magnolia“ mit allen Facetten. Und ja, wir haben auch über den „American Dream“ geredet.
Und dann war da auch noch der Bürgermeister von Waco. Dylan Meek erzählte mir von ganzen Stolz der Stadt über das letzte Magnolia-Großprojekt, das „Hotel 1928“ in Downtown Waco.
Seine Tipps habe ich natürlich befolgt. Sie tauchen alle im Podcast auf.
Hier ist die Galerie der Empfehlungen
Ein Muss für alle Besucher, schließlich können 1,4 Millionen Menschen pro Jahr nicht ganz verkehrt liegen. So viele kommen nämlich nur wegen Magnolia.
Wer mehr Zeit hat, kann auch noch eine geführte Tour zu einigen erfolgreichen Renovierungsprojekten machen und Zulieferer wie Clint Harp oder auch Jimmy Don Holmes kennenlernen.
Kurze Wege: Der Schrein auf das Kultgetränk ist nur einen Block von den Silos entfernt. Waco ist der Geburtsort von Dr. Pepper, dem ältesten amerikanischen Softdrinks noch vor Coca Cola. Zu sehen das Museum und der Drugstore in der er kreiert wurde. Als Arznei. Das Museum ist interessant und der Eintritt lohnt schon wegen des Dr. Pepper Floats, den jeder Besucher am Ende der Tour bekommt. Das texanische Dessert schlechthin: Dr. Pepper auf Eiscreme.
Dort gibt es alles über die Geschichte dieser besonderen Polizei-Truppe vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart der Texas Rangers. Randbemerkung: Ich habe selten ein Museum gesehen, dass so vor Waffen strotzte, aber das ist vermutlich typisch Texas.
Hier kann man von Nationalparkzentrum aus wundervolle Spaziergänge machen zum eigentlichen Ort des Geschehens. Ansonsten mag das eher etwas für Spezialisten sein.
Für Paläontologen ist es sicher hochspannend die noch aktive Ausgrabungsstätte von insgesamt 16 Überresten des „Columbus-Mammuts“ aus der Zeit vor 60 Tausend Jahren zu besuchen.
Am Brazos River in Downtown steht die Hängebrücke. Sie ist ein wahrhaft historisches Monument der „Cattle Drives“ der frühen Zeit. Dort begann auch das „Herz Wacos“ irgendwann zu schlagen, als Übernachtungsstation für Viehherden.
Deshalb wartet genau dort auch eine Kunstwerk größeren Ausmaßes, das an die Viehtriebe der frühen Jahre erinnert. – Fototipp: Früh am Morgen ist das Licht besonders schön.
Für eine vergleichsweise kleine Stadt ist der Zoo eine echte Sensation. Also ran an die Tiervielfalt. Es lohnt sich.
Besser mann und frau bleiben mehrere Tage, um noch mehr zu erkunden. Downtown, den Fluss, die wundervolle parkähnliche Anlage der Baylor-Universität, das Surf-Zentrum und noch einiges mehr. Hotels gibt’s in Waco in fast allen Preis- und Güteklassen. Die Touristinfo hilft weiter.
Waco Tourismus Info
Magnolia
(Hier wartet ein Link auf Tripadvisor, da die offizielle Magnolia-Seite für Deutschland leider gesperrt ist.)
Dr. Pepper Museum
Texas Ranger Museum
Mammoth National Monument
Waco Zoo
Travel Texas
Die Recherche für diesen Podcast wurde unterstützt Travel Texas und dem Waco CVB. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst. Für die Nutzung eingefügter Links auf dieser Seite erhalte ich keine finanzielle Beteiligung und habe keine Vorteile. Sie sind Teil der journalistischen Informationspflicht
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The post D-RR250 – Waco, TX: Chip, Joanna, Dr. Pepper & Texas Ranger first appeared on Deutsches Reiseradio (German Travelradio).
Frankfurt-Airport, Terminal 3, die größte Baustelle Deutschlands. Der Baustellen-Podcast über eine Begehung.
Seit 2015 vergrößert sich der Rhein-Main Airport in Frankfurt. Ein Terminalneubau sollte es sein. Es ist ein Neubau gewürzt mit einer Prise Vor-Pandemie-Stimmung. Nach den Terminals 1 und 2, entsteht derzeit das Terminal 3 auf der Südseite der Rollbahnen und einen gewissen Gigantismus kann man dem Projekt nicht absprechen. Die Terminalfläche passt gerade mal auf die Fläche der Frankfurter Innenstadt (innerhalb des Anlagenrings).
Ende Februar 2024. Wir (einige Kolleginnen und Kollegen aus der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten) sind eingeladen zur Baustellenbesichtigung. Vom Treffpunkt „Fraport-Lounge“ geht es mit dem Bus zur Baustelle, begleitet vom Stellvertretenden Fraport Pressesprecher Christian Engel und Themenmanager Terminal 3 Andreas Mehring. Mann hat viel zu zeigen und wir sind in froher Erwartung dessen, was da kommt.
Das, was seit dem ersten Beginn 2015 entstanden ist sieht schon ziemlich beeindruckend aus. Es gibt es viele, gute Zeichen in Sachen Fertigstellung des Monsterprojekts:
Auch die verkehrstechnische Anbindung ist schon weit fortgeschritten:
Das ist der gesetzte Termin. Zum Sommerflugplan 26 soll das Terminal in Betrieb gehen.
Das wäre dann doch eine Gesamtbauzeit von fast 11 Jahren. Aber 112 Tausend Tonnen Stahl müssen an die richtige Stelle. Von Beton und anderen Baumaterialien ganz zu schweigen. Die bebaute Fläche beträgt 176 Tausend Quadratmeter. Durch die Mehrstöckigkeit summiert sich das auf über 400 Tausend Quadratmeter.
Die Bauherren bedienen sich eindrucksvoller Vergleiche. Beim Stahl ist von 15 Eiffeltürmen die Rede. Bei der Fläche nennt man gut die doppelte Menge der Europäischen Zentralbank am Frankfurter Mainufer.
Jahreskapazität: 19 Millionen Passagiere (ausbaubar auf 25 Millionen)
Nun glänzen Flughafengebäude in der Regel nicht mit besonderer Schönheit und Gemütlichkeit. Zweckbauten eben. Das Terminal 3 aber soll auch einige architektonisch schön anzusehende Highlights bekommen. Die riesige Glasfassade der künftigen Check-In-Halle ist schon ziemlich beeindruckend… und fertig.
Die Check-In-Halle hat einen edlen Steinfußboden erhalten. Betonsäulen sind eingefärbt. Da hat man was fürs Auge.
Nach der künftigen Sicherheitskontrolle folgt, für alle, die nicht direkt zum Flugsteig „rennen“ der „Terminal 3 – Marktplatz mit Läden, Restaurants, Cafés und dem Duty Free Bereich.
Hier soll es besonders schön werden. Mit anderen Worten: Die Architekten durften sich ausleben. Herausgekommen ist eine Tropfendecke, die man schon recht gut erkennen kann. Durch die Tropfenöffnungen dringt zusätzliches Licht von oben in die Marktplatzhalle. Diese Tropfen bestehen aus 25.000 Metern Aluminiumrohren, die vor Ort in die gewünschte Form gebracht werden. Diese Technik bündelt zudem das Sonnenlicht und verstärkt damit die natürliche Helligkeit.
Faustregel für die Sortierung:
Aber wo ist F? F = Fracht, erklärt man uns, inklusive der für Frachtabfertigung vorhandenen Parkpositionen auf dem Gelände. Der Buchstabe ist also schon länger belegt und dementsprechend hat man mit G weitergemacht.
Darum gab es reichlich Diskussionen. Dass dieser Teil des Terminal 3 schon fertig ist, verdankt man der ursprünglichen und dann wieder verworfenen Idee, daraus ein „Low Cost-Abfertigung“ zu machen. Ryanair war kurz davor in Rhein-Main „eingefallen“, um mit mindestens so viel Marketinggetöse zum Ende des Winterflugplans 2021/22 wieder auszuziehen. Grund war der Wegfall der gewährten Sonderkonditionen bei den Gebühren.
Der erhoffte Großandrang an „Low-Cost-Fliegern“ war damit zumindest so weit hin, dass sich ein eigener Flugsteig nicht mehr gelohnt hätte. Da war er aber schon fast fertig und Fraport musste umplanen. Jetzt wird G zum Multi-Flugsteig: Schengen-Flüge genauso wie Mittel- und Fernstrecke von und nach Zielen außerhalb der EU.
Flugsteig H soll der reines „Schengen-Abfertigung“ dienen. Bei J soll der Fernverkehr andocken.
Dann ist da noch Platz für Flugsteig K. Was es mit dem auf sich hat, erfahrt Ihr im Podcast.
In Sachen Bauen ist das Terminal ziemlich vorbildlich, auch wenn dadurch das Klimaproblem des Fliegens natürlich nicht gelöst wird. Ein Flughafen argumentiert aber zurecht, dass man dann zumindest am Boden vorbildlich sein wolle.
Die CO₂ – Rechnung von Terminal 3 besagt, dass durch den neuen Abfertigungsprozess rund zehntausend Tonnen Kohlendioxidausstoß eingespart werden könnten. Genutzt werden soll die Abwärme, die durch Geräte, Anlagen aber auch durch Menschen permanent entsteht. Diese benutzt man um die notwendige Heizung zu betreiben und Optimisten haben ausgerechnet, dass man damit zumindest in einem milden Winter, die nötige Wärmeenergie hat, um die Temperatur angenehm zu halten. Einsparen will man auf diese Weise knapp vier Millionen Liter Heizöl.
Das Terminal sorgt damit auch dafür, dass man dem Ziel, bis 2045 CO₂-frei zu sein, ein ganzes Stückchen näher kommt. Photovoltaik auf den Gebäuden, eine nachhaltige Wassernutzung und viele andere Bemühungen sollen den Weg zum CO₂-freien Airport ebenfalls unterstützen.
Wenn der Kostenplan eingehalten wird, hat Terminal 3 zur Eröffnung 4 Milliarden Euro gekostet.
Das ist beeindruckend. Genauso wie der Baustellenbesuch, der die Dimension erst richtig veranschaulicht.
Die Terminal 3 – Website:
Video-Links zu spannenden Filmchen über die Bauarbeiten und den Stand der Bauarbeiten
Baufortschritt im Zeitraffer
Drohnenflug durch die Baustelle
Die eigene Sprache, die wohl kein Urlauber lernen wird, ist eine von vielen Alleinstellungsmerkmalen unseres Ziels. Ein Talk über Malta.
Es gibt jede Menge zu erleben, zu sehen, zu schmecken zu reden über Malta. Mitten im Mittelmeer gelegen, dicht an der afrikanischen Küste, noch dichter an Italien und nicht nur als Ferienziel außergewöhnlich.
Grund genug nachzufragen bei Carlo Micallef, dem Boss und CEO von Malta – Tourismus. Er hat sich die zeit genommen, mit mir über Malta du Gozo zu reden. Wir reden über einen unabhängigen Staat, der EU-Mitglied ist und gleichzeitig über einen Archipel von drei Inseln im westlichen Mittelmeer. Hier warten außergewöhnliche Geschichte, Kultur, Architektur und ein fabelhafter Platz um Urlaub zu machen.
Das Gespräch mit Carlo war aufschlussreich und vermittelt auch Erstbesuchern einen guten Eindruck, was einen Besuch in Malta ausmacht. Wir sind bei vielen Dingen, aus Zeitgründen, an der Oberfläche geblieben. Ein paar (nicht alle) Tipps habe ich hier per Text und Bild noch zusammengesucht. Frohes Planen! Erste Aktion dabei: Den Reiseradio-Podcast über Malta hören!
April bis November.
Kunst, Musik, Architektur, große Geschichte des Johanniter- und später Malteserordens. Musik- und Kunstfestivals
Ist Prototyp für eine alte Stadtarchitektur in warmer Umgebung. Sehenswürdigkeiten: u.a. die vielen Palazzi der Stadt, der quadratische Grundriss, der für die gute Durchlüftung im Sommer sorgte und sorgt.
Paläste, das in neuer Architektur erbaute Parlament. Die Barakka Gardens (Lower und Upper) mit wundervoller Sicht auf den Hafen, die St. Johns Kathedrale (mit soviel Gold, dass die Netzhaut platzt), der St. Georges Square (mit einmalig schönen Cafés), das Hospital des Ritterordens und vor allem das Schlendern durch schmale wundervolle Gassen.
Die großartige Sandsteinarchitektur, die so schön im Sonnenlicht leuchtet. Eine Stadtführung (gibt es auch kostenfrei) ist empfehlenswert. Es gibt noch Manches mehr, wie z.B. der Ausflug in die dem Hafen gegenüberliegenden „3 Cities“, mit phantastischem Blick auf Wasser und Valletta.
Erstes Highlight ist die Überfahrt mit der Gozo Channel Line von Cirkewwa nach Mgarr. (dauert ne gute halbe Stunde), die Hauptstadt Victoria mit der Zitadelle, die vorgeschichtlichen Felsformationen von Ggantija, am Orteingang von Xaghra, die gigantische Stadtkirche (eher ein Dom mit atemberaubender Rundkuppel) von Xewkija.
Die Wallfahrtskirche Ta‘ Pinu auf dem Weg nach Gharb zur Weiterfahrt nach San Lawrenz, dort wo einst die Hauptattraktion das „Azure Window“ an der Steilküste angebunden im Meer stand (2027 bei einem Sturm leider eingestürzt).
Wasserspaß am einzigen Sandstrand der Insel an der Ramla Bay, die Promenaden von Marsalforn und Xlendi (wie ein Meeresarm) und natürlich der Genuss einer außergewöhnlichen Insel.
Die dritte und kleinste Insel des Archipels (zwischen Malta und Gozo) wäre nicht beachtenswert, wenn es dort nicht ein Hotel gäbe, das sich auf Tauchausflüge spezialisiert hat und dadurch zum „Special Interest-Mekka“ wurde.
Außerdem liegt zwischen Comino und einem steinigen „Maulwurfshügel“ namens Cominotto die berühmte „Blaue Lagune“. Silles, sauberes, glasklares und blauschimmerndes Wasser macht ihren Reiz aus. Dieser ist so groß, dass in der Saison meist tausende Besucher mit Booten „herangekarrt“ werden. Ergebnis: Manchmal gibt’s mehr Menschen als Wasser.
Lampuki, Fenek, Gbiniet, Pastizzi, Kinnie und mach Anderes mehr. Die Antworten und Beschreibungen gibt es im Podcast. Faustregel: Die maltesische Küche ist dicht an der italienischen, mit reichlich afrikanisch-arabischen Einflüssen.
Landessprachen sind Maltesisch (unmöglich zu lernen) und Englisch. Das bedeutet wiederum, wenig Verständigungsprobleme.
Malteser lieben Feuerwerk. Das tun sie so sehr, dass bei (fast) jeder Gelegenheit wundervolle Farbspiele in den Himmel gezeichnet werden. Wichtig: Es muss auch ordentlich krachen dabei. Highlight-Termin für Feuerwerk ist Maria Himmelfahrt, der 15. August.
Mietwagen sind günstig. Man sollte trotzdem ein kleines Fahrzeug nehmen, denn die Straßen sind oft eng und es herrscht Linksverkehr (auch wenn einem die Malteser gerne auf engen Straßen in der Mitte entgegenkommen).
Öffentlicher Nahverkehr (vorwiegend auf Malta) geht prima mit dem Bus. Günstige Preise, neue Busse (meist elektrisch). Die, auch als Fotomotiv, beliebten uralten Busse der Insel sind inzwischen weitgehend aus Altersschwäche „pensioniert“
Taxis sind günstig im Nahbereich auf Malta. Sie haben den Vorteil, dass man nicht selber fahren muss. (auch mal nach einem Restaurantbesuch)
Reiseveranstalter haben regelmäßige Verbindungen aus Deutschland zum einzigen Airport Maltas in Luqa.
Das kleine Land besitzt eine eigene Fluggesellschaft. Air Malta war ins Straucheln gekommen. Seit 1. März gibt es eine neue Gesellschaft mit Namen Malta Airlines. Sie fliegt u.a. nach Düsseldorf, München und Berlin
Im Gay Travel Index 2024 von Spartacus-Travel wird Malta als freundliche Destination auf Platz 2 weltweit gelistet. Platz 1 belegt Canada.
Malta Tourismus
Gozo Tourismus
Malta Kunst Biennale
Malta Airlines
Reiseradio-Podcast über Gozo
Reiseradio-Podcast über La Valletta
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Oft ist es einfach die Frage: Wie begrüßt Dich eine Stadt? Wie klingt sie? Dies ist ein City Trip in musikalischen Tönen
Es soll diesmal eine Annäherung in Tönen und Musik werden: „The Sound of Wrocław“. Tipps für die Ohren. Es ist eine Reise zwischen Straßenmusik, Jazz und Klassik. An verschiedenen sehens- und hörenswerten Stellen der Stadt.
Die Stadt hat ein Herz für Straßenmusiker. So sind wahlweise ganze Jazzbands in den Fußgängerzonen und auf dem Rynek unterwegs. Die Stimmung ist fröhlich, aber auch besonnen. Besonders aufgefallen ist mit während des Aufenthalts ein Pianist, der zu fast jeder Tages- und Nachtzeit sein Klavier durch Zentrum zog und an unterschiedlichen Plätzen spielte. Ein Interview ist an der Sprachbarriere gescheitert, aber ein paar Złoty-Scheine landeten im Korb, alleine schon um mit gutem Gewissen mein Tonaufnahme zu machen.
Jedes Jahr im Mai gibt es zudem ein quasi „Straßenmusikfest“ für Gitarristen. Jedes Jahr am 1. Mai treffen sich beim „Thanks Jimi Festival“, zu Ehren von Jimi Hendrix, Gitarristen aus aller Welt um auf dem Rynek möglichst zahlreich und zusammen „Hey Joe“ zu spielen. Das Fest besitzt inzwischen auch seinen eigenen Gitarrenzwerg auf Rynek.
Ziel ist es jeweils einen neuen Rekord an anwesenden Gitarristen aufzustellen. 2024 hat das nicht ganz geklappt den Weltrekord von 2023 (7.967 Gitarristen) zu übertreffen. Diesmal waren es „nur“ 7.531.
Wer solche Aktionen zulässt, der muss es auch mit Straßenmusikern gut meinen.
„Great Place for a Night out”, sagt der englische Stadtplan. Oławska 13. Vertigo – Jazzclub. Laufzeit 5 Minuten vom Rynek. Eine rote Eingangsfassade auf der rechten Seite. Treppe in den Keller.
Vertigo ist eine geniale Mischung aus Jazzlokal, Bühne, Cocktail-Bar und Restaurant. Das Programm ist sehr unterschiedlich, aber der „Jazzy-Sound“ steht immer im Vordergrund.
Hört selbst die Stimmung, die Musik und Club-Managerin Olga Tomaszewska im Podcast. Mein Abend im „Vertigo“ war wundervoll auch Dank der Musik von Marta „Martella“ Kolodziejczyk
Schlaumachen auf der Website von Vertigo: Im Sommer geht Vertigo nach draußen und in die Stadt. Managerin Olga Tomaszewska sagt:
Während des Sommers öffnen wir an drei oder vier Stellen in der Stadt. Dort gibt es vielleicht einen Strand oder einen Park. Da kannst Du bei einem Drink entspannen und Live-Musik hören. Das ist phantastisch. In der Zeit produzieren wir auch Festivals.
Oławska 13, Wrocław – Mail: [email protected] – Website
Es ist eine besondere Kirche mit einer wechselnden Geschichte. (Alles im Podcast) Die Elisabethkirche findet man an der nordwestlichen Ecke des Rynek. Der Grund meines Besuchs ist die „neue-alte“ Orgel der Kirche. Die Kirche selbst stammt aus dem 15. Jahrhundert. Sie wurde als erste Kirche in Schlesien bereits im Jahr 1525 protestantisch und war dies auch bis zum tragischen Bevölkerungsaustausch nach dem zweiten Weltkrieg. Seit 1946 ist sie wieder katholisch.
Schmuckstück der Elisabethkirche ist die historische Orgel. Historisch deshalb, weil die heutige neue Orgel von 2022 exakt nach dem Vorbild des ersten Instruments aus dem 15. Jahrhundert gebaut wurde, erklärte mir Küster und Organist Woiczew Maso.
Die Orgel hat im Gegensatz zu anderen Instrumenten, tatsächlich den 2. Weltkrieg überlebt. Und dann kam es zu dem schlimmen Brand im Sommer 1976. Vermutlich hat es hier oder im Kirchturm zuerst gebrannt. Die Kirche durfte dann über 20 Jahre lang nicht genutzt werden. Stück für Stück wurde sie restauriert und 1996 wieder geweiht von Papst Johannes Paul dem Zweiten.
Erst 2011 wurde dann beschlossen, dass die Kirche wieder eine Orgel bekommen sollte. Die lange Diskussion unter Fachleuten kam letztlich zum Ergebnis, dass es am besten ein Nachbau der Michael Engler Orgel aus dem vierzehnten Jahrhundert sein sollte. Ende Januar 2022 konnte die neugebaute Orgel eingeweiht werden.
Wie sie klingt ist im Podcast zu hören.
Die Kirche hat eine Aussichtsplattform mit einen tollen Rundum-Blick auf die Altstadt.
Es gibt Orgelkonzerte in der Elisabethkirche. Meistens finden sie am frühen Freitagabend statt.
ul. św. Elżbiety 1 – 2, Wrocław
Von der Breslauer Elisabethkirche im Zentrum ist es nur ein kurzer Spaziergang zur Keimzelle der Universität Leopoldina. Auch sie ist ein Produkt der wechselnden Machtverhältnisse in Schlesien und seiner Metropole Wroclaw. Die in Breslau vertretenen Jesuiten gründeten und benannten sie nach dem damaligen Machthaber, dem österreichischen Kaiser Leopold dem Ersten.
Von der „Leopoldina“ erhielt ein berühmter deutscher Musiker 1878 seine Ehrendoktorwürde. Johannes Brahms bedankte sich musikalisch dafür mit einem weltweit akademischen Sound aus seiner „Akademischen Festouvertüre“. Die wenigsten Studenten wissen von der örtlichen Entstehung ihrer einstigen Hymne „Gaudeamus Igitur“.
Vermutlich hat er die Übergabe in der historischen Aula erlebt, die erst vor einigen Jahren wieder vollständig restauriert wurde. (Sehenswert!). Vom „Mathematischen Turm“ aus hat man eine großartige Sicht auf die Stadt.
Pl.Universytecki 1, Wrocław
Gleich ob Jazz oder Klassisches. Wroclaw war immer und ist auf der Höhe der Zeit. Die Brücke zwischen den Genres wird an einer ganz anderen Stelle der Stadt geschlagen.
Dafür muss man an der sehenswerten Most Grunwaldzki, der Grunwald-Hängebrücke die Oder überqueren und in Richtung Zoo und Jahrhunderthalle fahren.
Dieses Gebäude ist über 100 Jahre alt und hat mich ein wenig an die Frankfurter Festhalle erinnert. Heute wird sie auch zu ähnlichen Zwecken genutzt. Sie steht mitten im Grünen zwischen Zoo und unglaublich großen Parks. Der Besuch lohnt also nicht nur wegen unserer nächsten Soundattraktion. Es ist der Multimedia Brunnen, gleich neben der Halle.
In Betrieb ist der Brunnen von Anfang Mai bis Ende Oktober und das täglich von 10 bis 22 Uhr. Stündlich gibt es „Wassershows“, die von unterschiedlichster Musik begleitet werden. Sehr beeindruckend. Ganz am Rande, man muss also nicht bis nach Las Vegas fliegen, um eine großartige Springbrunnen-Musikshow zu erleben. Geht auch in Wroclaw.
Ul. Wystawowa 1, Wrocław – Website
Je länger man da ist, desto mehr erschließt sich der Eindruck, dass die Stadt an der Oder für einige Überraschungen gut ist. Nicht umsonst war sie 2016 auch Europäische Kulturhauptstadt. Dieser Tatsache hat man nicht nur die wundervolle Oder-Promenade zu verdanken, wo man wunderbar spazieren gehen kann, sondern auch eines der feinsten Konzerthäuser der Welt. Insbesondere wenn es um Architektur und Klang geht.
Es ist ein, mindestens mal von der technischen und akustischen Qualität, ziemlich einmaliges Projekt: Futuristische Fassade. Außergewöhnliche Akustik, Ein großer Konzertsaal in „Geigenform“ und drei weitere Säle. Gebaut für große und großartige Konzerte zum Jahr als Europäische Kulturhauptstadt 2016. Eröffnet im Herbst 2015. Kosten 110 Millionen Euro, die gut angelegtes Kapital sind.
Spoileralarm: Unbedingt Podcast hören, wenn Ihr wissen wollt, warum Kautschuk eine unerlässliche Rolle im Haus spielt und warum der bauliche Verantwortliche auf jedem Platz des Konzertsaals gesessen hat.
Kommt mit ins Innere, hört Revolutionäres und Anspruchsvolles und vor allem: Wenn Ihr in Wrocław seid, versucht Karten für ein Konzert zu bekommen. Die Bandbreite ist riesig von großen klassischen Konzerten, über Kammermusik bis hin zum Jazz oder auch Popkonzerten. Es lebe die Vielfältigkeit betont im Podcast auch die stellvertretende Direktorin Natalia Klingbajl:
Unser Anspruch ist dabei höchste musikalische Qualität. Warum und wann immer Du hier in Wrocław bist, wirst Du das Richtige für Dich finden.
Nationales Musik Forum: Pl. Wolnosci 1, Wrocław, Website
Tickets Online gibt es HIER!
Am Abend zuvor gab’s was auf die Augen in der Neogalerie. Auch hier kann Wroclaw mit Las Vegas fast mithalten. Der angenehme Unterschied: Der Innenhof der Breslauer Neongalerie ist ein Kneipen- und Kulturzentrum. Die Idee aber, alte Neonreklameschilder zu retten ist die Gleiche. Der Gegensatz zu den USA liegt im Anspruch, per Stiftung, ein weiteres alternatives Zentrum in der Stadt zu schaffen.
Neon Side Galerie: Ruska 46c, Wrocław, Web
Visit Wrocław
Wroclawguide.com (Mein Tipp und Reiseführer online und als Buch)
Polen – Info
Breslauer Zwerge
Wrocław – Talk
Die Recherche für diesen Podcast wurde unterstützt Polen-Tourismus und dem Büro für Auslandszusammenarbeit der Stadt Wrocław. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst. Für die Nutzung eingefügter Links auf dieser Seite erhalte ich keine finanzielle Beteiligung und habe keine Vorteile. Sie sind Teil der journalistischen Informationspflicht
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Urlaub machen. Genießen. Unglaublich fit und mit 10 Kilo weniger nach 3 Wochen zurückkehren. Nur ein schöner Traum?
Diesem schönen Positiv-Vorurteil werden wir diesmal nachgehen. Gelernt habe ich im Gespräch mit PODCAST Gast Claudia Wagner, Geschäftsführerin des Reiseveranstalters FIT-Reisen, dass das zumindest in Teilen möglich ist. Allerdings frau und mann muss es richtig machen.
Das ist seit vielen Jahrzehnten das Credo der Macher:innen bei Fit Reisen und seit einigen Jahren auch der Produkte der „FIT Reisen Group“, zu der „Fit Reisen“ und der internationale Zweig „SpaDreams“ gehören. Ferner sind es die Spezialveranstalter „aytour“ (von Ayurveda) „Yoga Escapes“, das Online-Portal „Wellnessurlaub.com“, der Asienspezialist „Lotus Travel“, sowie die Online-Portale „Tripz“ und „Kurz mal weg“.
Schon das Kernprodukt hat ein Riesenangebot, das in den meisten Fällen Gesundheit und Fitness-Urlaub in den Vordergrund stellt.
Begonnen hat alles mit Fit Reisen und dies vor fast 50 Jahren. Wenn Claudia Wagner also von einem großen Erfahrungsschatz spricht, liegt sie sicherlich goldrichtig. Der Beginn war geprägt von Gesundheitsreisen, die den Kuren noch sehr ähnlich waren. Einziger Unterschied: Es gab ein Reiseangebot, das sich nicht auf die Kurkliniken innerhalb Deutschlands beschränkte.
Diese Kur-Urlaubsangebote machen auch heute noch einen beachtenswerten Anteil des Angebots aus. Gekurt auf Selbstkostenbasis wird sehr viel. Allerdings kann man sich seinen persönlichen „Kurort“ selbst heraussuchen. Im Lauf der Jahre haben wir auch immer mal wieder hier im Reiseradio berichtet.
Das, was zu Beginn sicher sehr konservativ und traditionell war, wurde schnell ergänzt. Die Stichworte kennen wir: Wellness und Medical Wellness.
In der Fortsetzung kamen neue Varianten hinzu: Fasten, Bewegungstherapien, Reiki, Yoga und natürlich die asiatischen Therapien, von denen die bekannteste sicher Ayurveda ist.
Ein Riesenangebot für sehr viele Kunden, die auf den ersten Blick ziemlich ratlos sind. Dazu kommt, dass sowohl Kur- als auch Wellnessangebote inzwischen fast weltweit buchbar sind. Die Reiseziele gehen selbstverständlich nach Asien (insbesondere Indien und Sri Lanka), nach Südafrika, in die Türkei, aber auch in europäische Kurregionen wie Österreich, Tschechien, Polen, Italien. Selbstverständlich kann man auch im Inland Aufenthalte verbringen.
Dementsprechend haben wir im Gespräch auch versucht etwas Licht ins Dunkel der Angebote zu kriegen.
Es geht im Podcast also um:
Es gibt viel zu erfahren. Also, hört rein.
Bei Buchung kann es eventuell Kur- oder Präventionszuschüsse der Krankenkasse geben. Auch dazu berät das Team von Fit Reisen. Wenn es um die Details zum Thema Gesundheit geht, kann man sich ebenfalls beim Veranstalter direkt und individuell beraten lassen.
Die Nummer zur „Weisheit“ – Reiseberatung & Buchung:
+49 (0) 69 / 40 58 85-88
Zusätzlich mehr erfahren geht HIER!
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Es mag ja so etwas wie Krisen- oder Kriegstourismus geben. Darüber darf man sehr wohl geteilter Meinung sein. Davon ist hier nicht die Rede, sondern von der Situation der Tourismusverantwortlichen in Kriegsgebieten, wie hier aktuell in der Ukraine.
Mancher diesjähriger ITB-Besucher war erstaunt, in Halle 18 den kleinen Stand der Tourismusorganisation der Ukraine zu finden. Bescheiden, wenig Deko, blauer Hintergrund und die Aufschrift „Ukraine is here“.
Ehrlich gesagt habe auch ich mir die Frage gestellt, welche Gründe für eine Messeteilnahme sprachen und wer im Moment dorthin fährt. Grund genug, um ein Gespräch zu bitten. Wenige Minuten später saßen wir an einem Tisch. Mariana Oleskiv, die Chefin der Staatlichen Agentur für Tourismusentwicklung und ich. „Warum ITB und Tourismus“ war selbstverständlich meine Einstiegsfrage.
Viel mehr hört Ihr in diesem Podcast. Und schon mal als „Spoiler“: Die Situation ist schwierig, umso mehr beeindruckten mich Marianas Antworten.
Gehört hatte ich schon vorher, dass die staatliche Tourismusorganisation einen Medienpreis gewonnen hatte. Im Wettbewerb „Das goldene Stadttor“ wurde ein Sonderpreis für einen Imagespot vergeben, der zum Besuch der Hauptstadt Kiew einlädt.
Der Spot war ursprünglich für eine Werbekampagne des Landes geplant, 2021 gedreht. Die Werbung sollte im März 2022 starten. Dann aber kam der 24. Februar 2022, die Invasion durch Russland und der Beginn des Krieges. Mariana sagt im Podcast:
Nun haben wir gesagt. Eigentlich sind das gute Videospots, die wir der Welt zeigen sollten. Und die Werbung bekam einen neuen Titel: „The Campaign waiting to happen – Die Kampagne, die darauf wartet zu starten“.
Alle gedrehten Videoclips lassen sich nicht mehr zeigen. Der Film über Charkiw zum Beispiel zeigt zu viel von der Stadt, was zerstört wurde und jetzt in Trümmern liegt.
Es ist alles so widersprüchlich, mag man sagen. Kann man wirklich über Tourismus reden oder ihn sogar organisieren, wenn Krieg ist? Ist das eine sehr dumme Frage eines Menschen aus der Generation, die bisher in ihrem ganzen langen Leben nie mit kriegerischen Auseinandersetzungen konfrontiert war?
Tourismus im Land findet statt, sagt Mariana Oleskiv und auch auf die Frage, was wir tun können, um den Menschen zu helfen und damit perspektivisch auch dem Tourismus, hat sie eine beeindruckende Antwort:
Als erstes: Plane eine Reise. Als Zweites: Kaufe Dinge, die bei uns hergestellt werden. Es gibt so viele Produkte vom Design bis zur Produktion von wichtigen Waren. Damit helft Ihr am meisten. Packt die Ukraine auf Eure Reiseliste. Nicht für heute oder Morgen aber für die Zukunft. Unterstützt unsere Initiativen, denn wir hoffen, unsere Besucher bald wieder begrüßen zu können und unsere Gastfreundschaft zeigen zu dürfen.
Dafür kann man nur beten. Viele Ukrainer haben die Katastrophe kommen sehen. Zum Beispiel Walentyn Sylwestrow, einem der bekanntesten ukrainischen Komponisten.
Sein Werk „Gebet für die Ukraine“ entstand bereits 2014 nach der russischen Annexion der Krim. Schaut und vor Allem hört das YouTube Video der Bamberger Symphoniker.
Staatlichen Agentur für Tourismusentwicklung Ukraine
The Golden City Gate – Das goldene Stadttor
In diesem Podcast geht es um leisere Töne, um die Lust am melancholisch sein und um ein Reiseland, das nur auf den ersten Blick in der zweiten Reihe steht:
Portugiesische Träume zum Hören.
Allerdings, glaubt man einigen Portugiesen, sind sie darüber manchmal auch ganz glücklich.
Portugal ist anders und deshalb reden wir mit einer Portugiesin, die das sehr gut einschätzen kann. Lina Leite, Chefin von Pura Comm, arbeitet für zahlreiche portugiesische Ferienziele und sie kennt nicht nur das Land, sondern auch ihre Landsleute. Dementsprechend gehen die Fragen diesmal auch etwas tiefer. Ich nehme zwar nicht für mich in Anspruch, die portugiesische Seele erkunden zu wollen. Wer aber Portugiesinnen und Portugiesen ernst nimmt, kommt an Gefühlen nicht vorbei. Das allerdings macht den Reiz eines weiteren ITB-Talks aus.
Wir reden diesmal über ein Land, das – ich möchte sagen glücklicherweise – immer nur kurzfristig von er ganz großen Touristenwelle überrollt wird. Ja, es gibt auch durchgehend touristische Regionen, aber meist ist es in den anderen Bereichen etwas stiller, angenehmer und ruhiger.
Wenn wir schon bei den Pauschalitäten sind: Was hält Lina von der Faustregel: Sehr laut = Italien. Laut = Spanien. Eher leise = Portugal? Die Antwort kam schneller als ich gedacht hätte.
Auch ihre PR-Faustregeln sind ganz typisch:
Wir sind anders. Wir sind Portugiesen.
Wir sind Deutsche. Wir denken weiter.
Eine Erkenntnis aus über 30 Jahren Arbeit in Deutschland.
Es gäbe natürlich auch Hotspots in ihrer Heimat, sagt Lina, und trotzdem auch dort immer die Möglichkeit von kleinen Fluchten raus der Masse.
Die Algarve beispielsweise, habe natürlich touristische Zentrum, wo es Nightlife, Party und mehr gibt. Lina nennt Praia da Rocha oder Albufeira. Aber, sie verrät den Tipp, man könne es auch in der Hochsaison schaffen, ein Boot zu besteigen und in weniger als einer halben Stunden an einem einsamen Strand anlanden. Geht. Ihr erfahrt wo.
Wie hat sich das Land entwickelt? – Das ist eine berechtigte Frage, wenn man noch die vorurteilsbelastete Kategorisierung vom „Armenhaus Europas“ in Hinterkopf hat. Das ist jetzt fast 40 Jahre her und Portugal ist inzwischen ganz anders.
In den Städten mit pulsierendem Leben, Design, moderner Architektur (kommt mal am Flughafen von Porto an, dann wisst Ihr, was ich meine) und gleichzeitig gelebter Tradition.
Auf dem Land, etwas vom Schuss, läuft das Leben langsamer, ohne dass Touristen auf gern genommene Standards verzichten müssen.
Wir erfahren, wie das Land diesen vermeintlichen Zwiespalt in den Griff bekommen hat.
Das kann so vielfältig sein. Da ist die große Ferienregion Algarve und fährt man nur eine knappe Stunde mit dem Auto gen Norden ins Alentejo, steht man plötzlich alleine auf Feldern in sengender Sommerhitze und sucht Schatten in kleinen Wäldern mit Korkeichen. Bei all dem, wird man mitunter keinem einzigen Menschen begegnen. Auch das ist Portugal.
Nördlich der Hauptstadt Lissabon beginnt das „Centro de Portugal“ und die Touristenschwärme werden kleiner. Wer sich von der Küste wegbewegt und bekannte Städte wie Coimbra oder Aveiro hinter sich lässt, wird bald ganz alleine sein und trotzdem warten kleine stille Dörfer mit schönen kleinen Hotels und es wird einem an nichts fehlen.
Hier oder auch alleine auf eine Felsenklippe am Meer kommt man dem portugiesischen Nationalgefühl näher: Soudade – Lina erklärt natürlich, was es damit auf sich hat. So weit sich Gefühl erklären lässt, sagt sie.
Sieht man von großen Städten ab, gilt für das portugiesische Festland: Je weiter nördlich, desto ursprünglicher. Je weiter vom Meer weg, desto einsamer. Natürlich fahren Touristen zuerst einmal an die Algarve, nach Lissabon und die Mutigeren auch weiter nach Porto im Norden. „Centro de Portugal“ kann schon einsamer sein. Porto und der Norden sind es erst recht. Mit der Eisenbahn am Douro-Fluss entlang (geht auch bequem als Flusskreuzfahrt) eröffnet ganz andere und für uns manchmal ungewohnte Perspektiven.
Ähnlich ist es mit der Inselwelt. Madeiras Hauptstadt Funchal mag ein touristischer Hotspot sein, aber in den Bergen ist man schnell allein, wenn man möchte und auch die Nachbarinsel Porto Santo hat sich trotz zwischenzeitlichen Andrangs ihren Frieden bewahrt.
Auf den Azoren kommt es, in Sachen Tourismus, auf die Insel an. Mehr möchte ich nicht dazu sagen, denn ich war noch nicht dort.
Erschließen kann man sich das Land und die Inseln trotzdem und auch sehr bequem. Portugal besitzt moderne Fernstraßen und Autobahnen. Madeiras Küstenstraße führt, dank eines ausgefeilten Tunnelsystems, schnell von Ort zu Ort. Und der Anflug auf den „Christiano Ronaldo Airport“ von Funchal ist bei Weitem nicht mehr so gefährlich, wie noch vor Jahrzehnten.
Die meisten Pauschalurlauber erreichen das Land mit einem der deutschen Ferienflieger. Aber Portugal hat seine eigene, sichere und international anerkannte Airline. TAP Portugal fliegt zwischen Lissabon und fünf deutschen Airports über siebzigmal pro Woche. Glücklicherweise hatte Lina Leite ihren Kollegen von „TAP Air Portugal“, Stefan Eiche, zum Gespräch dazugeholt. Damit ist auch die Information in Sachen Fliegen garantiert. Hört rein in den Podcast und erfahrt auch, dass es zum Beispiel sehr stark angesagt ist, über Lissabon zum Beispiel in Richtung Brasilien zu fliegen. Selbst Flüge in die USA oder nach Canada, müssen nicht zwangsläufig sehr viel länger dauern, wenn man in Lisboa umsteigt.
So schwer, wie viele Gerichte auszusprechen sind, so unglaublich lecker sind sie auch. Lina bringt natürlich etwas Licht in den Sprachwirrwarr der Speisekarte. Erfahrt mehr über: Bacalhau, Pasteis de Nata, Porco Alentejo, Amêijoas na Cataplana, Vinho Verde, Vinho de Porto, Peixe Espada, Lapas, Espetada, Vinho de Madeira und natürlich Desserts und Bica.
Nein, es ist nicht das Paradies im biblischen Sinn. Aber man kann sein persönliches Paradies in Portugal finden. Das wiederum heißt nicht, dass es keine Probleme gibt.
Waldbrände haben vor Jahren Portugal in die Schlagzeilen gebracht. Klimawandel, Trockenheit und hohe Temperaturen sorgen immer wieder für Brandgefahr. Natürlich haben wir darüber gesprochen und natürlich gibt es auch große Herausforderungen für die Portugiesen in Sachen Klimawandel und Klimakrise.
Das Ende unseres Portugal-Talks führt wieder ganz an den Anfang und die philosophischen Unterschiede zwischen Portugiesen und Deutschen. Lina gibt eine klare Antwort. Hättet Ihr sie erwartet? Hört selber.
Algarve
Alentejo
Lissabon
Centro de Portugal
Porto e Norte
Madeira
Azores
Portugal
TAP – Air Portugal
Nicht belegbar und auch schon lange nicht mehr haltbar: Wer hat eigentlich mal behauptet, das Reiseland Deutschland sei nicht attraktiv?
Das vorangeschoben, aber vorgeschobene Thesen müssen uns nicht jucken. Ich habe mich umgehört bei einer ITB-Reise quer durch deutsche Tourismusregionen über Neuigkeiten und Pläne, Perspektiven, Umweltaktivitäten und drei schlagende Argumente für den Besuch.
Alles war dabei: Süd, Nord, West und Ost. Stadt, Land, See und Meer. Kultur, Erholung, Tradition und Entdeckung. Alle bekamen dieselben Fragen gestellt. Ich habe sehr vielfältige Antworten bekommen. Es lohnt also die Reise mitzumachen, denn vielleicht ist ja was dabei für Euch.
Dort wartet neben der bekannt wundervollen Landschaft 2024 das Jahr der Geschichte, 1300 Jahre Klosterinsel Reichenau mit einer ganz besonderen Ausstellung und edlen Dokumenten und Büchern. Wir habe auch über die Genussregion gesprochen und die ideale Kombination aus Bewegung und Kultur. Als Nachhaltigkeitsobjekt wartet die Blumeninsel Mainau und – wichtig für alle Urlauber: Das Wetter am Bodensee wird immer mediterraner.
Die Region glänzt mit Bewegung an frischer Luft. Per „Radl“ geht es entlang der Wasserwege. Es glänzt der Nachhaltigkeitsleuchtturm „Ökomodellregion Waginger See“. Darüber haben auch wir schon berichtet bei einer Genussreise durch den Chiemgau.
Aber auch der „Weltwald“ in Freising kann sich in Sachen Natur sehenlassen. Extratipp sind die „Geheimatorte“. Bayern ist groß und hat damit gleich 150 davon im Angebot. Ansonsten glänzt natürlich das, was Oberbayern ausmacht… Hört selber.
Es ist ein Teil Bayerns, deren Bewohner Wert darauf legen, Franken zu sein. Womit? Mit Recht! Vielfältigkeit wird hier groß geschrieben. Natürlich kann man auch in Franken wandern und radeln, aber es wird auch gefeiert. In diesem Jahr geschieht das zum Beispiel mit „750 Jahre Freie Reichsstadt“ in Rothenburg ob der Tauber. Aber auch Kurbäder feiern Jubiläen. In der Rhön zum Beispiel Bad Brückenau und Bad Bocklet. Und ja, natürlich ist von den Wein- und Bierregionen Frankens die Rede.
Die Umwelt ist ebenfalls auf gutem Weg nach dem erfolgreichen Start der Initiative „Perspektivwechsel“ im letzten Jahr.
Jeder kennt die Wartburg. Aber, das war es noch lange nicht. Das kleine, aber sehr zentrale Thüringen ist stolz auf seine hohe Schlösser- und Burgendichte. Diese Historie wird in diesem Jahr im Vordergrund von Initiativen und Veranstaltungen stehen.
Und oft verkannt, weil nicht bekannt: Die Kurbäder Thüringens lassen sich etwas einfallen, um genau dieses Manko zu beseitigen.
Ansonsten: Zentral ist zentral. Die Thüringer sind glücklich über die zentrale ICE-Anbindung der Hauptstadt Erfurt und ihres Bundeslands. Der Besucher ist fein raus, weil schnell da.
Unsere Reise geht weiter. Hier vorzugsweise mit der Bahn oder per Elektroauto. Dresden sieht sich als einer der zentralen Motoren der Elektromobilität, dank der „Gläsernen Manufaktur“ von VW in der Stadt.
Dresden ist eine Stadt mit großer Kultur und landschaftlicher Vielfalt drum herum, die im Leben eines berühmten Deutschen eine durchaus große Rolle gespielt hat. Der Mann von dem die Rede ist, heißt Caspar David Friedrich. Mehr Spezialtipps bis hin zum Malertattoo warten im Podcast.
Zur letzten Station geht die Reise nach Norden und immer geradeaus bis es nicht mehr weitergeht. Deutschlands drittbeliebteste Insel in Sachen Tourismus wartet fast immer mit viel Sonne, aber auch mit besonderen Angeboten und einer neuen Seebrücke. Die sieht ganz besonders aus und ist der Stolz der Menschen im Seebad Koserow und vermutlich aller weiteren Insulaner.
Touristen genießen seit Jahresbeginn übrigens zusätzliche Vorteile und die schon bekannte Usedom-Card kann jetzt viel mehr. Hört rein und freut Euch auf 42 Kilometer Ostseestrand.
Wenn schon diese kurze Reise mit nur sechs Stationen so vielfältig ist, was erwartet dann Urlauber im ganzen Land?
65 Prozent aller Deutschen wollen in diesem Jahr ohnehin Urlaub im eigenen Land machen. Wenn das kein Grund war, sich mal umzusehen. Visit Germany in voller Schönheit, auch wenn wir natürlich über bestimmt 90 Prozent des Angebots noch nicht geredet haben. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Konstanz & Bodensee
Oberbayern
Franken
Thüringen
Dresden & Elbland
Usedom
Mitunter findet man Dinge direkt vor der Haustür. Wenn ich vor meine Haustür trete, bin ich in der Destination, von der diesmal die Rede sein wird. Nicht jeder kann sagen, ich wohne mitten im Märchenland.
Heute ist der „König des Märchenlands“ im Reiseradio zu Gast. Kai Georg Bachmann, Geschäftsführer der Regionalmanagement Nordhessen GmbH in Kassel. Für den Urlauber vermutlich besser bekannt als die „GrimmHeimat NordHessen“. Ich bekam eine „Audienz“ mitten im ITB-Schloss des Märchenlandkönigs, mit der Chance ein wenig mehr über Freude, Verpflichtungen und auch Sorgen des Königs zu erfahren.
Das sind doch olle Kamellen, mag der eine oder die Andere anmerken, aber das stimmt nicht so ganz. Nordhessen, das ist ungefähr ein Drittel der hessischen Landesfläche und umfasst die Stadt Kassel, den dazu gehörigen Landkreis und die Kreise Werra-Meißner, Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder und Hersfeld-Rotenburg.
Nach 1989 rückte diese Region zwar plötzlich vom Rand aus ziemlich genau in die Mitte Deutschlands. Die Fördermittel, die sie nötig gehabt hätte, wurden in den damals „neuen Bundesländern“ investiert und Nordhessen (woanders gern auch mal als „Hessisch Sibirien“ geneckt) musste einmal mehr aus eigener Kraft klarkommen.
Wir reden im Podcast genau über diese Entwicklung, die ein wenig auch die Basis legen musste für den heutigen touristischen Erfolg er Region.
Die Grimmheimat Nordhessen ist einer der Leistungsträger in der hessischen Tourismuslandschaft. Natürlich haben wir über uns ausführlich über die „Leuchttürme“ der Region unterhalten. Die UNESCO macht es möglich. Immerhin besitzt Nordhessen drei Welterbe-Titel.
Weltkulturerbe: Der Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe
Weltdokumentenerbe: Die Märchen der Brüder Jakob und Wilhelm Grimm
Weltnaturerbe: Der Nationalpark Kellerwald – Edersee
Natürlich ist das mit den Märchen und deren Ansiedlung so eine Sache. Also könnte es doch gerade in der Landschaft, in der die Grimms ihre Märchen eingesammelt haben einige Orte geben, an denen die abenteuerlichen Geschichten gespielt haben könnten.
Natürlich stellen wir die Attraktionen vor, von der Sababurg, in der Dornröschen 100 Jahre geschlafen haben soll, über die Trendelburg mit dem Rapunzelturm, oder die Heimat von Schneewittchen, Frau Holle, Rotkäppchen und vielen anderen Figuren. Ob es wohl genau dort war?
Egal, es könnte zumindest genau dort gewesen sein. Die Landschaft, alte Burgen und Schlösser, historische Fachwerkstädtchen und eine wundervolle Mittelgebirgslandschaft machen es möglich.
Es gibt viel zu schauen und wer die Grimm’schen Märchen kennt, wird viel entdecken und erleben können. Daraus hat Nordhessen in 15 Jahren die GrimmHeimat gemacht. Mit eigentlich Allem, was zum Urlaub gehört. Das ist keine einfache Aufgabe und es stellen sich immer wieder neue Herausforderungen, aber der Weg ist geebnet und das macht dem Erfolg der letzten Jahre aus. So lässt sich damit eventuell sogar Urlaub am Meer schlagen?
Die Region hat viel zu bieten. Das sag ich nicht, weil ich hier auch lebe, wenngleich die Bewohner eine Vielzahl von Attraktionen in herrlicher Landschaft direkt vor der Haustür haben. Als ich vor fast 20 Jahren berufsbedingt hierher zog, musste ich mir die „neue Heimat“ erst einmal erschließen. Das machen Journalisten meist sehr akribisch. Herausgekommen ist dabei ein Buch, das bereits in der dritten aktualisierten Neuauflage vorliegt. Wer mag, kann sich damit ziemlich schlau machen über die Region. Zum Bestellen: Klick aufs Foto und dann loslegen.
Im Zentrum der Region steht die Stadt Kassel: Weltkulturerbe mit dem Bergpark, alle 5 Jahre eine documenta, Kunst und Kultur und Museen.
Die Region glänzt aber auch mit zahlreichen Burgen und Schlössern, dem Tierpark Sababurg oder dem neuen Skywalk von Willingen im Upland.
Gegen die Meereskonkurrenz punktet Deutschlands zweitgrößter Stausee. Das Freizeitparadies liegt am Edersee. Letzterer zieht seit Jahren auch Besucher aus den Niederlanden an. Es ist aber nicht nur der See mit Wassersport, es sind die Wander- und Radfahrmöglichkeiten, der dort angesiedelte Baumkronenpfad, Schloss Waldeck und die Nähe zu attraktiven Städtchen wie Fritzlar, Frankenberg oder die einzige hessische Hansestadt Korbach.
Selbstredend hat die GrimmHeimat die übliche Konkurrenz aller deutschen Regionen, die nicht an den Alpen oder am Meer liegen. Aber auch da hat man sich etwas einfallen lassen.
Interessant sein heißt heute ja auch preisliche Attraktivität zu bieten – Ein gutes Beispiel ist da die „Meine Card+“ – Attraktiv für alle Besucher, denn sie ist kostenfrei, wenn man in einem der zahlreichen Mitgliedsbetriebe übernachtet. Das Geschenk bringt viele finanzielle Vorteile, insbesondere für Familien. Natürlich habe ich mir von Kai Georg Bachmann die Vorzüge erklären lassen.
GrimmHeimat NordHessen
Diplomatische Diskussionen um den Luxus der anderen Art. Ich wollte wissen, was aus der „Schweden-Schweiz-Diskussion“ geworden ist und was das für Schwedenurlauber im Sommer 2024 bedeutet.
Jetzt aber ernsthaft: Eine solch erfolgreiche und gleichzeitig humorvolle „Social Media Kampagne“ sucht ihresgleichen. Im Herbst sorgte Schweden für Aufsehen (siehe oben!) und jetzt wollte ich doch mal wissen was aus dem „Konflikt“ geworden ist und vor allem, wie der schwedische „Luxus der anderen Art“ in Sverige 2024 aussieht.
Die Inhalte des ITB-Talks mit Sabine Klautzsch und Tatjana Summermatter waren damit vorprogrammiert.
Sabine erzählt mir ziemlich viel über die sensationelle Social-Media-Kampagne und die dazugehörige Fortsetzung. Gleichzeitig muss sie natürlich auch noch einmal erklären, was es mit dem „Luxus der anderen Art“ auf sich hat
Spätestens nach ihrer Aufzählung werden Fragezeichen im Blick verschwinden bei Begriffen wie z.B. „Schwedisches Gold“. Der Unterschied zum „Schweizer Gold“ mache den Reiz und der soll im Jahr 2024 vielfältig sein. Hört also rein und lernt den Unterschied zwischen Banken und Sandbänken, Jodeln und Stille, LSD und Nordlichter, Ledermode und Fashion-Trends, Uhren und Luxus anderer Natur. Die Highlight werden ergänzt durch „Rooftop-Bars“ mit wundervollem Blick. Letztere gab es auch im Vorjahr schon, aber die Zahl wächst weiter.
Eine Kreditkartenwerbung versah vor Jahren diese Attribute mit dem Begriff: Unbezahlbar.
Der Luxus anderer Natur kommt bei den Besuchern Schwedens offensichtlich an. Insbesondere die nördlichen Provinzen haben in den letzten Jahren, gerade im Winter, davon profitiert. Nordlichter treffen auf Dunkelheit und Touristen auf Natur, die sie so vorher noch nicht kannten.
Touristisch erschließt man die Regionen um den Polarkreis auch dank der Mithilfe der Swedish Tourist Association (Svenska Turistföreningen – STF). Die gemeinnützige Organisation mit Tradition (gegründet 1885) und fast 230.000 Mitglieder, ist fast so etwas wie der Deutsche Alpenverein oder das DJH. Immerhin bietet STF rund 250 Möglichkeiten der Übernachtung in der Natur des Landes. Das Ganze in unterschiedlichsten Standards.
Wer übernachten möchte, muss Mitglied sein. Die Jahresmitgliedschaft kostet 345 schwedische Kronen (rund 30 Euro). Es gibt auch Familienmitgliedschaften (max. 2 Erwachsene und 2 Kinder oder Jugendliche) für 550 SEK (knapp 50 Euro). – Stand dieser Preisangaben ist der 27.03.2024.
Es gehört zu den guten Traditionen der letzten Jahre beim ITB-Talk eine schwedische Provinz herauszugreifen. Diesmal fiel die Wahl auf Zentralschweden und Dalarna (betont auf der ersten Silbe. Das musste ich erst lernen!)
Bis Dalarna bin ich bisher nicht gekommen, was offensichtlich schade ist. Das Pferd hab ich natürlich! Aber das Pferd allein, kann es ja nicht gewesen sein? Das war die erste Frage an Tatjana Summermatter von Visit Dalarna.
Sie bestätigte einige meiner virtuellen Eindrücke, wie z.B.: „Je nördlicher desto mehr Natur“ und „je mehr Natur desto mehr Bewegung“. Sind damit Couch-Potatos falsch in Dalarna? – Die Antwort gibt Tatjana im Podcast.
Bergwerke gab es viele. Und die rote Farbe für die schwedischen Häuser kam auch aus Dalarna, genau als Abfallprodukt aus der Produktion der Kupferhütten der Stadt Falun. Ohne die industrielle Entwicklung aus Dalarna, müssten wir auf das schöne Positiv-Vorurteil der vielen rot gestrichenen Häuser im Land verzichten. Industrie gibt es heute immer noch und auch die Farbe wird produziert. Die vielen Minen und Bergwerke der Region sind aber vielfach stillgelegt.
Tatjana nennt allerdings auch eine Ausnahme. Drei junge Leute haben die alte Mine wiederentdeckt und zu einem Erlebnisparadies ausgebaut. Krönung ist die im Berg befindliche Sauna, gleich neben einem unterirdischen See in einer „Teufe“ von rund 100 Metern.
Das Erlebnisbergwerk befindet sich im Örtchen Tuna-Hästberg südwestlich von Falun und bietet neben der Sauna, natürlich auf Kletterteige, geführte Wanderungen durch den Berg und vieles mehr.
Ansonsten geht natürlich Alles, was auch sonst in freier Natur funktioniert: Wandern, Spazierengehen, Radfahren und natürlich Station an einem der vielen Seen von Dalarna zum Schwimmen machen oder im Winter natürlich Alpin- und Langlaufskierfahrungen machen. Nicht zu vergessen das Eisschwimmen oder das Eisbad nach der Sauna.
Wer sich bewegt, will auch Essen. Vorab hatte ich gelesen, dass sich in der Region Vieles zwischen Bier, Senf und Knäckebrot bewegt. Es gibt natürlich noch mehr und wird auch von der Marke „Taste of Dalarna“ präsentiert. Tatjana hat mir unbedingt das eigenhändige Backen von Knäckebrot empfohlen. Das und viel mehr sei das genussvolle Dalarna, meint sie.
Es sei die südlichste Gelegenheit SAMI-Kultur zu erleben, sagt Tatjana. Hört davon mehr im Podcast über den Luxus der anderen Art. Anreisetipps sind natürlich inklusive.
Visit Sweden
Visit Dalarna
Visit Dalarna – deutsch
Swedish Tourist Association (STF)
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