Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!
Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.
Kommentar von MacDonald (CLV)
11,28 Kommen heißt glauben (Apg 16,31), aufnehmen (Joh 1,12), essen (Joh 6,35), trinken (Joh 7,37), sehen (Jes 45,22), bekennen (1. Joh 4,2), hören (Joh 5,24.25), durch eine Tür gehen (Joh 10,9), eine Tür öffnen (Offb 3,20), den Saum seines Gewandes berühren (Matth 9,20.21) und die Gabe des ewigen Lebens durch Christus, unseren Herrn, annehmen (Röm 6,23).
»Zu mir.« Der Gegenstand des Glaubens ist nicht die Gemeinde, ein Glaubensbekenntnis oder ein Geistlicher, sondern der lebendige Christus. Rettung liegt in einer Person. Wer Jesus hat, ist gerettet - im göttlich vollkommenen Sinne.
»Alle ihr Mühseligen und Beladenen.« Um wirklich zu Jesus kommen zu können, muss man zugeben, dass man mit der Last der Sünde beschwert ist. Nur diejenigen, die anerkennen, dass sie verloren sind, können gerettet werden. Ehe man an den Herrn Jesus Christus glauben kann, muss man vor Gott Buße tun.
»Und ich werde euch Ruhe geben.« Man beachte, dass Ruhe hier ein Geschenk ist, das weder verdient noch erworben werden kann. Sie ist die Ruhe der Erlösung, die aus der Erkenntnis entspringt, dass Jesus das Werk der Erlösung am Kreuz von Golgatha vollendet hat. Sie ist die Ruhe des Gewissens, die der Erkenntnis folgt, dass die Strafe für die Sünden ein für alle Mal gezahlt ist und Gott sich nicht zweimal bezahlen lässt.
11,29 In den Versen 29 und 30 wechselt Jesus das Thema: Sprach er erst von der Einladung zur Errettung, folgt nun die Einladung zum Dienst.
»Nehmt auf euch mein Joch.« Das bedeutet, sich seinem Willen zu unterwerfen und die Herrschaft über das eigene Leben an Jesus abzugeben (Röm 12,1).
»Und lernt von mir.« Wenn wir seine Herrschaft auf jedem Gebiet unseres Lebens anerkennen, dann wird er uns seine Wege lehren.
»Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig.« Im Gegensatz zu den Pharisäern, die hart und stolz waren, ist der wahre Lehrer sanft und demütig. Wer sein Joch auf sich nimmt, wird es lernen, den untersten Weg zu gehen.
»Und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen.« Das ist nicht die Ruhe des Gewissens, sondern die Ruhe des Herzens, die man findet, wenn man vor Gott und den Menschen den niedrigsten Platz einnimmt. Es ist auch die Ruhe, die man im Dienst Christi erfahren kann, wenn man nicht mehr versucht, groß zu sein.
11,30 »Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.« Wieder sehen wir den starken Gegensatz zu den Pharisäern. Jesus sagte von ihnen: »Sie binden aber schwere und schwer zu tragende Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen« (Matth 23,4). Das Joch Jesu ist leicht, es scheuert uns nicht wund. Jemand hat einmal gesagt: »Wenn vor Jesu Zimmermannswerkstatt ein Schild gehangen hätte, dann würde darauf gestanden haben: ´Meine Joche passen.´«
»Und meine Last ist leicht.« Das heißt nicht, dass es keine Probleme, Versuchungen, Arbeit oder Kummer im Leben des Christen gibt. Aber es bedeutet, dass wir sie nicht alleine zu tragen haben. Wir sind mit dem zusammengejocht, der uns in jeder Situation die Gnade gibt, die ausreicht, um sie durchzustehen. Ihm zu dienen, ist keine Knechtschaft, sondern Ausdruck vollkommener Freiheit. J. H. Jowett sagt:
Der schlimmste Fehler, den ein Gläubiger machen kann, besteht in dem Versuch, die Last des Lebens unter einem Einzelgeschirr zu tragen. Gott wollte nie, dass jemand seine Last alleine tragen muss. Deshalb handelt Jesus nur mit Jochen! Ein Joch ist ein Geschirr für zwei, und der Herr selbst möchte einer von beiden sein. Er möchte die Arbeit jedes schweren Auftrages mit uns teilen. Das Geheimnis für Sieg und Frieden im christlichen Leben findet man, indem man das Einzelgeschirr des »Selbst« ablegt und das befreiende Joch des Herrn annimmt.
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