Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.
Kommentar von MacDonald (CLV)
2,10 Das Ergebnis der Erlösung besteht darin, dass wir »sein Gebilde« sind, ein erstklassiges Werk Gottes, keine Eigenkreation. Ein wiedergeborener Christ ist ein Meisterstück Gottes. Wenn wir an das Rohmaterial denken, mit dem er sich zufriedengeben muss, so ist sein Werk umso erstaunlicher. Dieses Meisterstück ist in der Tat eine Neuschöpfung durch die Vereinigung mit Christus, denn »wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden« (2. Kor 5,17).
Und das Ziel dieser Neuschöpfung findet sich in dem Ausdruck »zu guten Werken«. Es stimmt zwar, dass wir nicht durch gute Werke gerettet werden, doch es trifft genauso zu, dass wir zu guten Werken errettet werden. »Gute Werke« sind nicht die Wurzel, sondern die Frucht. Wir tun keine Werke, um errettet zu werden, sondern weil wir errettet sind.
Dieser Aspekt der Wahrheit wird in Jakobus 2,14-26 betont. Wenn Jakobus sagt, dass »Glaube ohne Werke tot« ist, dann meint er nicht, dass wir durch Glauben und Werke errettet werden. Vielmehr meint er den Glauben, der zu einem Leben »guter Werke« führt. »Werke« beweisen die Echtheit unseres Glaubens. Paulus stimmt von Herzen ein: »Wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken.«
Gottes Reihenfolge ist folgende: Glaube → Errettung → gute Werke → Lohn. Glaube führt zur Errettung. Errettung führt zu »guten Werken«. Gute Werke werden von Gott belohnt.
Doch nun erhebt sich die Frage: Welche Art von »guten Werken« soll ich denn tun? Paulus antwortet: »Gute Werke, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.« Mit anderen Worten, Gott hat einen Plan für jeden Menschen. Schon vor unserer Bekehrung hat er geplant, wie unsere künftige geistliche Entwicklung aussehen soll. Unsere Verantwortung besteht darin, seinen Willen für uns herauszufinden und diesem Willen zu gehorchen. Wir brauchen keinen eigenen Plan für unser Leben auszuarbeiten, sondern müssen den Plan annehmen, den er für uns vorgezeichnet hat. Das befreit uns von Verdrießlichkeit sowie Verzweiflung und gibt uns die Zusicherung, dass unser Leben ihm die größtmögliche Ehre bringt, andere am besten segnet und uns den größten Lohn einträgt.
Um die »guten Werke«, die er für uns geplant hat, herauszufinden, sollten wir: 1. jede Sünde bekennen und lassen, sobald sie uns bewusst wird, 2. ihm ständig und ohne Vorbehalte hingegeben sein, 3. das Wort Gottes studieren, um seinen Willen zu erkennen, und dann tun, was immer er uns sagt, 4. jeden Tag Zeit im Gebet verbringen, 5. sich bietende Gelegenheiten zum Dienst ergreifen, und 6. die Gemeinschaft mit anderen Christen pflegen sowie ihren Rat einholen. Gott bereitet uns für »gute Werke« zu, und er bereitet »gute Werke« für uns zu. Dann belohnt er uns, wenn wir sie tun. So groß ist seine Gnade!
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