Seid niemand etwas schuldig, außer dass ihr einander liebt; denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.
Kommentar von MacDonald (CLV)
13,8 Grundsätzlich bedeutet der erste Teil dieses Verses: »Zahlt alle eure Rechnungen pünktlich.« Es ist kein Verbot, Schulden zu machen. In unserer Gesellschaft sind einige Formen des Schuldenmachens unvermeidlich: Die meisten von uns erhalten monatliche Rechnungen über Telefon, Gas, Strom, Wasser usw. Und es ist unmöglich, ein Geschäft zu führen, ohne bestimmte Schulden zu machen. Die Ermahnung hier bedeutet, dass man mit seinen Zahlungen nicht in Verzug gerät (überfällige Rechnungen).
Doch zusätzlich zu diesem Vers gibt es gewisse Prinzipien, die uns auf diesem Gebiet leiten sollen. Wir sollen niemals Schulden machen, um etwas zu kaufen, das nicht unbedingt notwendig ist. Wir sollen niemals Schulden machen, wenn wir von vornherein wissen, dass wir die Schulden wahrscheinlich nicht mehr zurückzahlen können. Wir sollen nicht auf Raten kaufen, weil wir dabei meist hohe Zinsen zu zahlen haben. Wir sollen vermeiden, ein Produkt zu kaufen, das schnell an Wert verliert. Wir sollen stets finanziell verantwortlich leben, indem wir bescheiden und innerhalb unserer Grenzen leben. Dabei sollen wir uns immer daran erinnern, dass der Schuldner ein Sklave des Kreditgebers wird (s. Spr 22,7).
Wir haben jedoch eine Schuld, die wir nie ganz abtragen können – die Verpflichtung, einander zu »lieben«. Das Wort, das im Römerbrief für Liebe gebraucht wird, ist mit einer Ausnahme (12,10) agapē, das eine tiefe, selbstlose und übermenschliche Zuneigung eines Menschen zu einem anderen bezeichnet. Diese Form der Liebe gründet nicht in irgendeiner Eigenschaft der geliebten Person, sondern ist völlig unverdient. Sie unterscheidet sich von jeder anderen Form der Liebe, weil sie nicht nur die Liebenswürdigen, sondern auch die Feinde liebt.
Diese Liebe zeigt sich im Geben, meist im opfervollen Geben. Dadurch liebte Gott die Welt so sehr, dass er seinen eingeborenen Sohn gab. Christus liebte die Gemeinde und gab sich selbst für sie.
In erster Linie ist diese Liebe eine Willenssache, sie hat nichts mit Gefühlen zu tun. Die Tatsache, dass uns ein Liebesgebot gegeben wird, zeigt uns, dass es sich hier um etwas handelt, wofür wir uns entscheiden können. Wenn es hier um unkontrollierbare Emotionen ginge, die uns in einem unerwarteten Moment überfallen, dann könnten wir kaum dafür verantwortlich gemacht werden. Doch hiermit wird natürlich nicht ausgeschlossen, dass Gefühle an dieser Liebe beteiligt sein können.
Es ist einem unbekehrten Menschen unmöglich, diese göttliche Liebe zu zeigen. Es ist sogar für einen Gläubigen unmöglich, aus eigener Kraft diese Liebe hervorzubringen. Sie kann nur durch die Macht des Heiligen Geistes in uns bewirkt werden.
Die Liebe fand ihren vollkommensten Ausdruck auf Erden in der Person des Herrn Jesus Christus.
Unsere Liebe zu Gott zeigt sich in Gehorsam gegenüber seinen Geboten.
Wer seinen Nächsten »liebt, hat das Gesetz erfüllt«, oder wenigstens denjenigen Teil des Gesetzes, der uns lehrt, unsere Mitmenschen zu lieben.
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