Die hr2-Hörbar

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Die hr2-Hörbar episodes

  • Von Atlas bis Nil – Café Arabica & mehr Musik grenzenlos
    Mit der neuen Zusammenstellung Café Arabica nimmt uns das Label Putumayo mit auf eine Reise durch die heutige arabische Musikwelt, von den Atlasbergen bis ans Rote Meer.
    Dabei geht es weniger um einen einheitlichen "arabischen Sound" als um unterschiedliche musikalische Biografien und Traditionen.
    Der marokkanische Musiker Hassan Wargui etwa verbindet in "Aqchchab" Banjo und Gitarre mit der Sprache und Musikkultur Südmarokkos. Das traditionelle Gewand Djellaba wird dabei zum Bild für die Frage, wie man aktuell mit dem kulturellen Erbe umgeht, ohne die Verbindung zu den eigenen Wurzeln zu verlieren.
    Ganz andere Töne schlägt die sudanesische Sängerin und Oud-Spielerin Sulaf an: "Ya Khilani" erzählt von Heimat und Vertreibung, von Menschen, die zurückgelassen wurden, und wird gemeinsam mit dem algerischen Gitarristen Nazim Bakour zum melancholischen Erinnerungsstück.
    Beim tunesischen Ensemble BROUA wiederum mischen sich Folk-Traditionen mit Jazz, Blues und anderen Einflüssen.
    Die Zusammenstellung "Café Arabica" zeigt, wie unterschiedlich Gegenwartsmusik zwischen dem Maghreb, Sudan und weiteren Teilen der arabischen Welt klingen kann.
    In der Hörbar hören wir außerdem Syna Awel sowie Simon Fransquet & Karim Baggili aus der Putumayo-Auswahl.
    Und außerhalb des Café Arabica warten unter anderem ein Piazzolla-Tango mit Al Di Meola und Dino Saluzzi sowie die Beatles aus ungewohnter Perspektive mit dem Phishbacher Trio.
    56 min
  • Von kleinen Wundern und großen Fragen – Reinhard Mey & mehr Musik grenzenlos
    Fast 60 Jahre und 29 Studioalben lang hat Reinhard Mey seine Lieder mit anderen Musikern aufgenommen und stets im Mai veröffentlicht.
    Bei "Schatzhauser", ist alles anders: Sein 30. Album erscheint in diesem Frühherbst und auf ihm ist wirklich nur Mey selbst zu hören, mit Stimme und Gitarre. Die zwölf neuen Lieder setzen ganz auf Text, Melodie und die Kunst des Erzählens. Dabei geht es nicht nur nachdenklich zu. Neben ernsteren und melancholischen Tönen, die man durchaus als Resümee eines langen Lebens hören kann, kehrt auch jener spielerische Wortwitz zurück, der Meys Lieder seit Langem begleitet. In der Hörbar werfen wir einen ersten Blick auf dieses bewusst reduzierte neue Album.
    Und drumherum?
    Portugiesische Melancholie mit Mísia, nordische Klangwelten bei Aallotar und ein temperamentvoller Ausflug auf den Balkan mit Nemanja Radulović. Dazu Luz Casal gemeinsam mit dem Quatuor Ébène und der Jazzgitarrist Albare. Jede Menge "Musik grenzenlos" also!
    56 min
  • Geister, Geschichten, Gegenwart – Bonnie "!Prince" Billy & mehr Musik grenzenlos
    Für Will Oldham alias Bonnie "Prince" Billy ist ein Song nie endgültig fertig. Das zeigt sich auch bei seinem neuen Live-Album Ghosts of American Psychonauts, aufgenommen am Valentinstag 2025 in Los Angeles.
    Mit Klarinette, Flöte, Saxofonen, Gitarren, Bass und Klavier bekommen auch Songs aus dem damals gerade erschienenen "The Purple Bird" ein neues Gesicht. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel: Oldham spricht davon, dass alle diese Musiker auf ihre Weise Geschichten erzählen. Bühne, Publikum und Freunde werden Teil dieses Austauschs. Oder, wie er selbst sagt: "Die Musik ist der Ort, an dem wir uns treffen."
    Drumherum geht es an der Hörbar wie immer rund um den Globus:
    von galicischen Klängen mit Luar Na Lubre über Mari Boine und Bugge Wesseltoft in den hohen Norden und bis nach Kap Verde mit Nancy Vieira. Als zusätzliches Schmankerl gönnt das Balkon Jazz Ballett Mozarts "Rondo Alla Turca" einen Abstecher in ganz andere Gefilde.
    56 min
  • Wo Hoffnung Wurzeln schlägt – Rhiannon Giddens & mehr Musik grenzenlos
    Auf "Hope Is the Thing with Feathers" blickt Rhiannon Giddens zurück und zugleich nach vorn. Langjährige Weggefährten aus North Carolina, Louisiana, dem Kongo und Italien kommen hier zusammen und zeigen, wie selbstverständlich unterschiedliche Traditionen in der amerikanischen Musik ineinandergreifen.
    Aufgenommen wurde bewusst live, mit nur minimalen Overdubs, der ungefilterte Sound und das gemeinsame lebendige Musizieren stehen im Vordergrund. Der Titelsong greift ein Gedicht von Emily Dickinson auf, "Wish in Vain" entstand vor dem Hintergrund weltweiter Flucht und Vertreibung. Im Kern geht es Giddens um Gemeinschaft und darum, aus ihr Kraft und Hoffnung zu schöpfen.
    Auch sonst kommt die Hörbar mal wieder weit rum: mit Piers Faccini und Ballaké Sissoko, dem finnischen Trompeter Ilkka Arola und dem armenischen Pianisten Tigran Hamasyan. Dazwischen warten französische Töne von Sanseverino und Tango mit Escolaso.
    56 min
  • Französische Lyrik, betörendes Mittelalter und Tränen aus Afrika & mehr Musik grenzenlos
    Chansonnier Christophe Bourdoiseau interpretiert ein Gedicht von Jean Richepin von 1876, in dem sich dieser in derben Worten an die unteren sozialen Schichten wendet und behauptet: Euer König, der bin ich, der Dichter!
    Noch weiter zurück - ins Mittelalter - gehen das Hilliard Ensemble und Saxophonist Jan Garbarek, und landeten mit dieser eigentlich verwegenen Kombination aus Vokalkunst und Jazzimprovisation in den 1990er Jahren einen Riesenerfolg. Zudem besingen "Mokoomba" aus Simbabwe gutgelaunt die "Tränen" - oder auch nicht? So ganz klar ist das nicht, und wenn uns die Hoffnung da täuschen sollte, spendet uns Pianist Paul Hankinson Trost, denn "Hope is the thing with the feathers" - die Hoffnung ist das Ding mit den Federn, und kann vielleicht sogar fliegen…
    Das und vieles mehr in der heutigen Hörbar…
    56 min
  • Lieder über den Krim-Krieg & mehr Musik grenzenlos
    Über den Krimkrieg von 1853 bis 1856 - der vor allem von Russland ausging, in den auch Großbritannien verstrickt war - wurde seinerzeit eine große Zahl von Gedichten geschrieben und teils anonym an Verlage von Provinzzeitschriften geschickt und gedruckt. Ein spannendes CD-Projekt hat sich nun dieser Poeme angenommen und englische Folkmusiker und -musikerinnen von heute gebeten, diese Texte zu vertonen.
    Da wird zwar zunächst noch der hoffnungsvolle Aufbruch besungen, alsbald aber nimmt - wie könnte es anders sein - der klagende und anklagende Ton Überhand. Und die traurige Parallele zur aktuellen Situation in der Ukraine drängt sich nicht nur auf, sondern wird auch musikalisch aufgegriffen.
    Außerdem hören wir Afro-Pop von Fatoumata Diawara, die Dr. Macaroni Brass Band ist mit einem Klassiker von Herbie Hancock vertreten, Lila Downs beschäftigt sich der Mythologie der Mixteken, und Manfred Maurenbrecher findet es komisch, wie sich die Leute entwickeln.
    Das und vieles mehr in der heutigen Hörbar…
    56 min
  • Happy Birthday Mellow Mellange & mehr Musik grenzenlos
    Zum 30-jährigen Jubiläum beschenkt sich das Ensemble Mellow Melange um den kompositorischen Vordenker Ingo Höricht mit einer kleinen EP mit dem Titel "Mellow Cello Melange".
    Und das "Cello" in der Mitte hat einen guten Grund: mit von der Partie ist der Cellist Christoph Otto Beyer. Gemeinsam interpretieren sie Shakespeare-Vertonungen von den letzten Mellow Melange-Alben in instrumentalen Versionen, wobei das Cello die Singstimme vertritt. Eingängige, gut gemachte Kammermusik - eben das, wofür die Fans die Formation lieben.
    Außerdem beschäftigt sich Chico César bedeutungsvoll mit seinen Haaren, ein Kochlied aus dem hohen Norden gibt’s von Eplemøya Songlag, Dota fragt sich, wo sie suchen soll, und Ella Fitzgerald und Louis Armstrong kommen nicht zusammen in ihrer Romanze.
    Das und noch viel mehr in der heutigen Hörbar…
    55 min
  • Sphärische Songperlen mit Agnes Obel & mehr Musik grenzenlos
    Nach sechs Jahren gibt es endlich wieder ein neues Studioalbum - The Meaning of Flowers - der in Berlin lebenden dänischen Singer/Songwriterin Agnes Obel, und sie macht da weiter, wo sie aufgehört hat: eine ganz eigene, minimalistisch-verwunschene Ambient-Klangwelt, alles selbst gesungen, eingespielt und produziert, gelegentlich sind noch ein Streicher oder Bläser mit dabei.
    Philosophisch-naturalistische Aspekte des Lebens, Werden und Vergehen sind diesmal stark in die poetisch-verklausulierten Texte eingeflossen, nicht zuletzt aufgrund der zwischenzeitlichen Geburt ihrer Tochter, der das Album gewidmet ist. Zum Eintauchen, Sich-Verlieren, und hoffentlich gestärkt zurückfinden in die Welt.
    Außerdem fordert uns Cheikh Ibra Fam aus dem Senegal zu einem Tänzchen auf, David Orlowsky nimmt den Nachtzug nach Odessa, ein schottisch-gälisches Traditional mit Karen Matheson ruft uns zur Buße auf, und Babylon Circus sinnieren verpassten Gelegenheiten nach.
    Das und vieles mehr in der heutigen Hörbar…
    56 min
  • Neues aus der slowakischen Folkszene & mehr Musik grenzenlos
    Das Label CPL-Music bietet auf seinem Sampler "Slovakia - Folk to Global" einen wunderbaren Querschnitt durch die slowakische Folkszene.
    Eine sehr abwechslungsreiche Zusammenstellung, mal näher an den traditionellen Klängen, oft aber auch mit Rock- und Pop-Elementen oder mit etwas Swing-, Latin- oder Klezmer-Einschlag, und ein paar wuchtige Tanz-Beats sind auch mit dabei. Eine bunte, spannende Mischung, bei der es ganz viel zu entdecken gibt. Eine klare Empfehlung nicht nur für Osteuropa-Fans.
    Außerdem hören wir Wüstenblues von Tamikrest, die "Paris Combo" lädt ein zum Walzer, Igor Strawinsky spielt zum Tango auf, und Gisbert zu Knyphausen lässt sich betören vom Licht dieser Welt.
    Das und vieles mehr in der heutigen Hörbar…
    56 min
  • Duo-Jazz at it’s best mit Sendecki & Spiegel & mehr Musik grenzenlos
    Beide sind schon lange in Hamburg zuhause: der polnische Pianist Vladyslav Sendecki, Jahrgang 1955, und der 1972 in Bremen geborene Schlagzeuger Jürgen Spiegel.
    Sendecki ist seit Jahrzehnten bekannt als einer der versiertesten Jazzer am Klavier und war langjähriges Mitglied der NDR-Bigband, Jürgen Spiegel hat sich vor allem einen Namen gemacht als Drummer im Tingvall Trio. "Simple Game" ist das dritte Album der beiden, mit zumeist eigenen Kompositionen: feinster, eingängiger Instrumentaljazz mit vollem, rundem Sound, der oft vergessen lässt, dass hier wirklich nur zwei Musiker am Werk sind. Große Duo-Kunst.
    Außerdem besingt uns Mafalda Arnauth den Duft mauretanischer Minze, beschwingt-kritische Töne zum Raubbau an der Natur gibt’s von Che Sudaka, Amarcord Wien interpretiert einen der großen Hits von Erik Satie, und Georges Moustaki trauert den unerfüllten Träumen der Jugend nach.
    Das und vieles mehr in der heutigen Hörbar…
    56 min

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