Mit der neuen Zusammenstellung Café Arabica nimmt uns das Label Putumayo mit auf eine Reise durch die heutige arabische Musikwelt, von den Atlasbergen bis ans Rote Meer.
Dabei geht es weniger um einen einheitlichen "arabischen Sound" als um unterschiedliche musikalische Biografien und Traditionen.
Der marokkanische Musiker Hassan Wargui etwa verbindet in "Aqchchab" Banjo und Gitarre mit der Sprache und Musikkultur Südmarokkos. Das traditionelle Gewand Djellaba wird dabei zum Bild für die Frage, wie man aktuell mit dem kulturellen Erbe umgeht, ohne die Verbindung zu den eigenen Wurzeln zu verlieren.
Ganz andere Töne schlägt die sudanesische Sängerin und Oud-Spielerin Sulaf an: "Ya Khilani" erzählt von Heimat und Vertreibung, von Menschen, die zurückgelassen wurden, und wird gemeinsam mit dem algerischen Gitarristen Nazim Bakour zum melancholischen Erinnerungsstück.
Beim tunesischen Ensemble BROUA wiederum mischen sich Folk-Traditionen mit Jazz, Blues und anderen Einflüssen.
Die Zusammenstellung "Café Arabica" zeigt, wie unterschiedlich Gegenwartsmusik zwischen dem Maghreb, Sudan und weiteren Teilen der arabischen Welt klingen kann.
In der Hörbar hören wir außerdem Syna Awel sowie Simon Fransquet & Karim Baggili aus der Putumayo-Auswahl.
Und außerhalb des Café Arabica warten unter anderem ein Piazzolla-Tango mit Al Di Meola und Dino Saluzzi sowie die Beatles aus ungewohnter Perspektive mit dem Phishbacher Trio.