Die hr2-Hörbar

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Die hr2-Hörbar episodes

  • Coco Aikura: Songs gegen Rollenbilder & und mehr Musik grenzenlos
    Mit der Band Yalta Club machte die Sängerin Elektro-Pop mit einem Touch Melancholie, auf Deutsch, Französisch und Englisch. Seit drei Jahren ist sie nun solo unterwegs. Der Sound ist reduzierter, aber man erkennt Cocos Handschrift: Indiepop mit Haltung!
    Coco Aikura stammt aus Lüneburg, aber schon mit 19 hat sie sich auf den Weg um die Welt gemacht und als Straßenmusikern in Mexiko City, Sydney oder auf Bali verdingt.
    Auf ihrem neuen Minialbum "Lust in the Mirror" präsentiert sie einen filigranen Mix aus Indie-Sound, atmosphärischen Synthies und ihrem warmen Gesang. Der rote Faden: es sind Songs gegen starre Rollenbilder, gegen Anpassungsdruck.
    Denn das Albumkonzept nimmt bewusst die FLINTA*-Perspektive ein - das heißt, eine Position der Stärke von Frauen, Lesben, intergeschlechtlichen, nicht-binären, trans und agender Personen.
    Außerdem an der Hörbar heute: Neues von Fatoumata Diawara aus Mali, Elektro-Chanson vom Duo Carrousel aus der Schweiz, Loungejazz von Matt Bianco aus UK, die Pianokünste von Michel Camilo - und mehr.
    56 min
  • Moondog – der bunte Hund des Jazz & mehr Musik grenzenlos
    Heute erinnern wir an Moondog, den blinden US-Musiker, dessen Bühne die Straßen von New York waren. Hier lebte, komponierte und spielte er als imposante Figur im Wikinger-Fantasiekostüm mit selbstgebauten Instrumenten: Avantgarde, wie sie im Buche steht.
    Vor 110 Jahren in Kansas zur Welt gekommen, nach einem Unglück mit 16 erblindet, entdeckte Louis Thomas Hardin alias Moondog auf der Blindenschule die Musik. In ihm steckte ein unbändiger Freiheitsdrang, zeitweise lebte er ohne Obdach. Aus den Straßen New Yorks zog der mit Philip Glass und Steve Reich befreundete Exzentriker seine Kraft, ihren Lärm und ihre Poesie machte er zu Musik. Viele seiner Tracks sind bis heute Kult.
    1974 verschwand Moondog dann auf einmal aus New York. Manche wähnten ihn tot - dabei hatte der hr ihn zu einem Sonderkonzert der Reihe "Avantgarde und Pop" nach Frankfurt eingeladen, ins Funkhaus am Dornbusch. Moondog gefiel es in Germany so gut, dass er blieb - bis zu seinem Tod 1999 im Alter von 83 Jahren.
    Weitere Höhepunkte an der Hörbar sind heute der Chansonnier Thomas Fersen, der deutsche Liedermacher Pohlmann, sefardische Musik von Liona & Serena Strings sowie die koreanische Sängerin Youn Sun Nah.
    56 min
  • Neue Stimmen, weite Räume – & mehr Musik grenzenlos
    Frische Impulse setzt in dieser Hörbar der ein oder andere neue Song: Gleich zu Beginn: Aaron Rowe aus Dublin mit "John’s Song", ein klassisch-irischer Folk-Track, der ganz auf Stimme und eine gute Geschichte setzt.
    Auch Lambchop-Mastermind Kurt Wagner meldet sich zurück mit neuer Musik: "Stella" ist ein Vorbote des für August angekündigten Albums Punching The Clown - leise gebaut, fast wie eine Traumsequenz, mit Banjo, Stimmen und viel Raum dazwischen.
    Und aus Berlin kommt ein ganz anderer Blick aufs Hier und Jetzt: The Composer’s Orchestra Berlin versteht sich als offenes Kollektiv - große Besetzung, viele Stimmen, viele Ideen, die sich ständig neu mischen und weiterdrehen.
    Dazwischen entfaltet sich eine Hörbar, die von Calypso Rose aus Trinidad über Kino-Atmosphäre mit dem Moka Efti Orchestra bis hin zu kammermusikalischer Feinheit beim Galatea Quartet und stillen Chor-Momenten mit Paul Lay reicht.
    57 min
  • High Fiddelity – Jazz trifft Kammermusik & mehr Musik grenzenlos
    Fünf Musikerinnen, elf Eigenkompositionen und ein Album. Das bietet "Spring Again", das neue Werk der Münchner Formation High Fiddelity.
    Der Name verrät: hier wird gefiedelt, und zwar auf hohem Niveau.
    Johanna, Corinna, Natalia und Bea bilden ein Streichquartett, allerdings nicht, um Haydn, Beethoven oder Schubert zu spielen (das vielleicht bei anderer Gelegenheit auch). Bei diesem Projekt sind sie sozusagen die Band für eine Sängerin und langjährige Freundin aus Wien: Karin Bachner.
    Gemeinsam gehen die fünf auf eine vielseitige Klangreise zwischen Jazz, Pop und Kammermusik, angetrieben von den Kompositionen ihrer Bratschistin, Natalia Brunke.
    Die hat wirklich ein Händchen für feine Streicher-Arrangements und authentische Songtexte, ihre Lieder erzählen von Begegnungen und Aufbruch, von Zweifel und Mut, von Reisen und Momenten der Leichtigkeit - und vom immer wiederkehrenden Frühling. Der ist ja nun durch, aber das Album "Spring Again" von High Fiddelity ist noch ganz frisch und hallt lange nach.
    Auch hier an der Hörbar mit Musik grenzenlos, u.a. dann auch mit Neuem von Sänger Max Berend, Pianist Justus Rümenapp und Jazzmeister John Beasley.
    56 min
  • Achtung: hier kommt Uwaga! & mehr Musik grenzenlos
    Genregrenzen haben dieses Quartett noch nie interessiert. Uwaga! (polnisch für "Achtung!") setzt gerne Ausrufezeichen - nicht nur hinter ihren Namen, sondern auch hinter ihre musikalischen Projekte. Und die sind vielfältig.
    Gerade haben sich Christoph König, Maurice Maurer, Miroslav Nisic und Jakob Kühnemann mit der Neuen Philharmonie Westfalen zusammengetan für ein ganz besonderes Crossover: Berühmte Opernmelodien, neu arrangiert für zwei Violinen, Akkordeon, Kontrabass und Orchester. Das Ergebnis ist ein völlig neuer, überraschend frischer Opernsound, der bei allen Modernisierungen die unbedingte Liebe zum Original durchscheinen lässt. Freuen sie sich auf den Toreromarsch aus Bizets Carmen und auf Verdis Gefangenenchor - ganz im Uwaga-Style, versteht sich!
    Zusätzliche Vielfalt bietet diese Hörbar mit einem neuen Song von Danger Dan und der ebenfalls deutschsprachigen Band Buhai aus Berlin, während Hazmat Modine aus New York erdigen Groove einbringen.
    56 min
  • Der Klang der Wolken mit Tovte & mehr Musik grenzenlos
    Wie klingt eigentlich eine Wolke? Seltsame Frage vielleicht. Aber die Band Tovte aus dem Kölner Raum hat sich das tatsächlich mal gefragt und ist zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen: Wolken und Winde sind so vielfältig und lassen sich mit etwas Fantasie wunderbar in Töne übersetzen.
    "Cumulus", die klassische Quellwolke, hat dem neuen Album des Quintetts seinen Namen gegeben. Aber auch die hochfliegenden feinen Cirrus-Wolken bekommen ihr musikalisches Portrait, wie auch berühmte Winde wie der Passat oder der Mistral.
    Mit dem Flug über die Wolken erhebt sich Tovte auch in neue musikalische Sphären: Zu den gewohnten Klezmer- und Balkan-Anleihen treten Elemente aus Minimal und Jazz. In gemeinsamen Sessions haben die Fünf einen neuen, spontaneren Stil entwickelt und frischen Wind hereingelassen.
    Außerdem: Richard Bona & Huong Thanh verbinden afrikanische und vietnamesische Klangwelten, Estampie führen in mittelalterliche Sphären, während das Absinto Orkestra und The Shin folkloristische Energie neu aufladen. Dazu ein kurzer Blick zu Milton Nascimento & Esperanza Spalding und ein ruhiger Moment mit Iiro Rantala.
    Das und mehr heute an der Hörbar - nehmen Sie gerne Platz!
    56 min
  • Abschied und Nachklang – Abdullah Ibrahim & mehr Musik grenzenlos
    Mit dem Tod von Abdullah Ibrahim verliert die Musikwelt eine ihrer prägenden Stimmen - einen Pianisten, dessen Spiel weit über den Jazz hinauswirkte.
    Geboren in Kapstadt, wurde er zum musikalischen Erzähler der südafrikanischen Geschichte: geprägt von Spiritualität, vom Kampf gegen Apartheid und von einer tiefen Verbindung zu afrikanischen Traditionen. Sein reduziertes, oft meditatives Klavierspiel verband Jazz mit Gospel, Township-Rhythmen und klassischer Form - und schuf eine unverwechselbare Klangsprache. In der Hörbar erinnern wir daran mit Aufnahmen wie "Calypso Minor", "The Mountain of the Night", "Moniebah" oder "African Market" - Musik von großer Ruhe und innerer Kraft.
    Außerdem: Oquestrada eröffnen mit leichtfüßigem Folk-Charme aus Portugal, Patent Ochsner und Chantal Acda setzen Akzente, während Anoushka Shankar und Acetre globale Klangräume öffnen. Dazu kommen feinsinnige Pop- und Chansonfarben von Melissmell, neues von The Ediacaran & Raquel Lúa sowie afrikanische Energie von Mokoomba und vieles mehr.
    56 min
  • Die Welt in Vierteltönen: Ibrahim Maalouf & mehr Musik grenzenlos
    Es gibt viele gute Trompeter auf der Welt. Aber nur ganz wenige verstehen sich darauf, die Töne zwischen den Tönen zu treffen mit ihrem Instrument, das ja nur drei Ventile besitzt. Eigentlich.
    Denn Ibrahim Maalouf, der französisch-libanesische Trompeter, hatte das Glück, dass sein Vater nicht nur ein Musikliebhaber, sondern auch ein Tüftler war. Er fügte ein viertes Ventil hinzu und erfand die Viertelton-Trompete, mit der es erstmals möglich war, auch arabische Tonskalen korrekt zu spielen.
    Ibrahim Maaloufs erstaunliche Karriere zwischen Jazz und World Music fußt zu einem guten Teil auf dieser Erfindung. Und er möchte diese Spielweise gerne weitergeben, in der Welt verbreiten, die nahöstliche und westliche Klangwelt ein Stück näher zusammenbringen. "Trumpets of Michel-Ange" hat er sein künstlerisch-pädagogisches Projekt genannt und unter diesem Titel jetzt schon das zweite Album zusammengestellt.
    Wir hören rein in die überaus farbige und lebensfrohe Klangwelt des Ibrahim Maalouf und seiner Freunde.
    Dazu gibt’s an der Hörbar wie gewohnt einen bunten Querschnitt durch die grenzenlose Welt der Musik.
    56 min
  • Dalaras, Touchwood, Wildes Holz & mehr Musik grenzenlos
    George Dalaras hat sich vor gut 20 Jahren mit dem albanischen Akkordeonisten Dasho Kurti zusammengetan und erkundet musikalisch die nordgriechische Grenzregion.
    Das deutsch-irische Duo "Touchwood" erzählt uns die Geschichte von "Sovay", die beinahe ein tödliches Ende genommen hätte, und das Trio "Wildes Holz" ist mit einer wirklich aparten Version von "Popcorn" zu hören. Das war jener Instrumental-Hit vom Moog-Synthesizer-Pionier Gershon Kingsley von 1969, den wir zwar alle kennen, uns dann aber immer fragen: wie heißt das Ding eigentlich noch mal?
    Das und vieles mehr in der heutigen Hörbar…
    57 min
  • Jazz-Nostalgie mit Jeff Goldblum & mehr Musik grenzenlos
    Der in erster Linie als Schauspieler bekannte Jeff Goldbum gibt wieder den Jazz-Crooner mit seinem Mildred Snitzer Orchestra und legt mit "Night Blooms" das Nachfolgealbum zum letztjährigen "Still Blooming" vor.
    Auch diesmal mit dabei die "Wicked"-Kolleginnen Cynthia Erivo und Ariana Grande. Dreimal ist der Chef am Klavier diesmal als Sänger zu hören, ansonsten hat er sich wieder illustre Gäste eingeladen wie Melody Gardot oder Scarlett Johansson, und sie präsentieren neben Songs aus dem "Wicked"-Musical echte Jazz-Evergreens wie "Mean to me", "As time goes by" oder "Stella by starlight". Jazz-Nostalgie vom Feinsten.
    Außerdem nimmt uns Sigrid Moldestad mit zu einem beschaulichen Herbstabend an der norwegischen Küste, für den Afrikaner Balla Tounkara ist die Welt verrückt, Mahsa Vardat aus dem Iran erinnert an die Vergänglichkeit des Seins, und Eckart Breitschuh demonstriert, dass Jacques Brel auch auf Deutsch überzeugt.
    56 min

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