Die Longs

Die Longs

By HeiLong und Lange NudelSociety & CultureLeisure
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Die Longs episodes

  • Sose 11 Sehe das nicht so eng...
    Es gibt Ärger in einer Meeresenge auf Grund des Krieges im Iran und die Welt spielt verrückt. Die Wirtschaft ist stark getroffen, die Erdöl- und Gaspreise steigen und mit ihnen unmittelbar Lebensmittelpreise, abgesehen von den Preisen aller Folgeprodukte. Es geht um die Straße von Hormus zwischen Iran und dem Oman, die an der engsten Stelle 33 km breit ist. Erdöl aus Saudi Arabian und den Vereinigten Arabischen Emirate, verflüssigtes Erdgas aus Katar - sie alle müssen dieses Nadelöhr durchqueren, um auf die Weltmärkte zu gelangen. Das betrifft 20 % des Weltölverbrauchs und 20 % des weltweiten Flüssiggasverbrauches.

    Die (provokante?) Frage von HeiLong: sind wir mit dem Vorantreiben des gepriesenen Allheilmittels E-Mobilität doch nicht so weit, wenn solche Ereignisse so gravierende Auswirkungen auf die globale Situation haben? Lange Nudel sieht da nicht unbedingt einen Hebel, Begriffe wie "Dekarbonisierung" empfand er früher schon als Widerspruch in sich. Auch wenn eine gewisse Elektrifizierung technologisch und aus Umweltgründen erstrebenswert sein mag, wird die Wertschöpfungskette auch in Zukunft zwangsläufig über Kohlenwasserstoffe führen. Egal, ob der Rohstoff beispielsweise Erdgas oder Biogas ist, Kohlenwasserstoff bleibt Kohlenwasserstoff!

    Krisen wie die jetzige führen uns immer wieder vor Augen, wie gefährlich die Abhängigkeit von (einem) einzelnen Lieferanten werden kann. Darüber hinaus sind sich die Longs einig: die Preise werden auch nach dem Ende der Blockade auf einem hohen Niveau verharren. Und die EU ist leider zum Teil selbst verantwortlich dafür, da sie mit immer höheren regulatorischen Anforderungen eine Abwanderung der Industrie aus Europa ausgelöst hat. Umwelt- und Verbraucherschutz? Ja, bitte - dann aber auch für die Importeure! Wir danken Euch fürs Zuhören.
    40 min
  • Folge 89 Nimm's nicht so ernst!
    Die dunkle Jahreszeit neigt sich endlich dem Ende zu, die Gemütslage wird wieder besser, wer nachhelfen will greift zu Memes im sozialen Netzwerk seiner Wahl - zumal Memes bei den Longs zu jeder Jahreszeit Hochkonjunktur haben. Egal, ob ein lachender Leonardo di Caprio aus Django Unchained die Inspiration ist oder Neymar, der nach einer angeblichen Grätsche durch die Weltgeschichte rollt: das ideale Meme kann auf beliebig viele Situationen aus dem Alltag bezogen werden.

    Was ist ein Meme überhaupt? Laut Wikipedia kann es sich "[...] um selbsterstellte Werke handeln, aber auch um montierte oder aus dem ursprünglichen Kontext gerissene Fotografien, Zeichnungen, Animationen oder Filme von anderen. Sie tauchen in Form bewegter und unbewegter Bilder, als Text, Video oder auch Audio auf, sind also nicht an einen Medientyp gebunden.[...]". Sprich es geht auch um die Kunst, gewöhnliche und sehr bekannte Sachverhalte durch die Übertragung auf einen ganz anderen Zusammenhang völlig ins Absurde zu treiben!

    Kreativität und der Umgang mit modernen Medien rufen natürlich auch Jugendliche ins Spiel, und das in einem Moment, in dem so einige Regierungen - beispielsweise in Spanien - einen restriktiveren Umgang mit Social Media fordern oder sogar planen. Ein fehlgeleiteter Versuch, die Übermacht der Tech-Konzerne einzudämmen? Wie Lange Nudel findet, sollte der Staat hier den Eltern die Verantwortung überlassen und sich nicht die Rolle als Erziehungsberechtigter anmaßen. Die Longs philosophieren auch darüber, ob HeiLong ein virales Meme gelingen wird. Ein Tipp: es geht um Waschbären, Katzen und Blubberblasenspezialisten. Wir danken Euch fürs Zuhören!
    35 min
  • Sose 10 Have a drink on me
    "Whisky, gin and brandy, with a glass I´m pretty handy...Don´t worry about tomorrow, take it today, forget about the cheque, we´ll get hell to pay". So lautet ein Teil der Lyrics des namensgebenden Songs für diese Sondersendung, "have a drink on me" von AC/DC. Niemals so wild wie AC/DC - aber mit einer ähnlichen Sorglosigkeit - haben es die Longs in der Whiskymesse Limburg angehen lassen. Vom Bourbon mit harzigen Noten über den irischen Whiskey aus hessischen Spätburgunderfässern, bis hin zum torfigen Single Malt Scotch Whisky aus den Hebriden war für jeden Geschmack etwas dabei.

    Geschmack trifft Genuss, denn der steht zumindest für uns im Vordergrund. Und so schauen wir über die steigenden Preise insbesondere für die schottischen Whiskys hinweg, denn insbesondere die torfigen Rauchbomben aus dieser Ecke - keine Schleichwerbung beabsichtigt! - suchen in der Welt ihresgleichen. Welche Auswirkungen wird der Handelskrieg für die Whiskyhersteller haben? Die EU hatte Zölle von 25 % für Bourbon geplant, hat diese jedoch bislang nach der Drohung mit Gegenzöllen nicht umgesetzt. 

    Darüber hinaus könnten in Zukunft weitere Faktoren zum Preisanstieg beitragen, unter Anderem die Erhöhung der Alkoholsteuer. Experten der Hauptstelle für Suchtfragen haben dies kürzlich gefordert, um den Alkoholkonsum in Deutschland zu reduzieren. Denn bei allem Genuss darf man die Risiken nicht verharmlosen. Einen viel größeren Hebel sieht Lange Nudel jedoch bei der Verfügbarkeit: alkoholkranke Menschen werden in unserer Gesellschaft überall mit ihrer Sucht konfrontiert. Selbst beim alltäglichen Gang in den Supermarkt kommt man um Hochprozentiges nur schwer herum. Nur ein Beispiel unter vielen: wie wäre es, wenn man Spirituosen nicht mehr direkt an der Kasse anbietet, um die Leute während der Wartezeit in der Schlange zum Kauf eines "Kurzen" zu verleiten? Wir danken Euch fürs Zuhören!
    35 min
  • Folge 88 So viele Gefühle - wen interessierts ?
    Wenn ein Prominenter stirbt, berichten alle Medien tagelang darüber - bei ungeklärten Umständen sogar wochenlang. Der Todesfall sorgt vielleicht auch im privaten Umfeld für Gesprächsstoff und bewegt die Allgemeinheit so sehr, dass Beileids- und Trauerbekundungen in sozialen Medien geteilt werden für Menschen, die wir nie kennengelernt haben. Wieso ist das so? Beim Tod von Val Kilmer als Anlass für diese Folge dürfte das mit seiner Rolle in Top Gun zusammenhängen. Filme und Musik definieren das Lebensgefühl ganzer Generationen und wecken die Erinnerung an die "guten alten Zeiten" - Nostalgie pur!

    Ein anderer interessanter Effekt solcher Ereignisse: wir empfinden plötzlich Betroffenheit für Sachverhalte oder Probleme, für die davor nur wenig "awareness" bestand. Als Beispiel zitiert Lange Nudel eine Passage aus Iron Maidens Lied "Fear is the Key": "nobody cares 'til somebody famous dies". 1992 erschienen, bezieht es sich auf den Tod von Freddie Mercury. Bis dahin wurden AIDS-kranke ausgegrenzt und die Krankheit galt als unheilbar. Erst nach seinem Tod wurden Benefizveranstaltungen für die Forschung organisiert und diese Aufmerksamkeit sorgte auch dafür, dass die Stigmatisierung abnahm.

    Kurzum: Lange Nudel ist fest davon überzeugt, dass es kaum um den Todesfall an sich geht, sondern um die Emotionen - ja um das Lebensgefühl! - die der betroffene Prominente in uns ausgelöst hat oder durch welche Lebensabschnitte er/sie uns begleitet hat. Ein Teil von uns stirbt gewissermaßen mit. In diesem Zusammenhang unterhalten sich Die Longs auch über ihre persönlichen Helden: Harry Potter, Axl Rose, Otto Waalkes, Bud Spencer, Jacky Chan...welche Erinnerungen und Geschichten verbinden sie mit ihnen? An einem hoffentlich fernen Tag werden sie ein Glas Whiskey auf sie trinken. Und wer sind eure Helden? Wir danken euch fürs Zuhören.
    49 min
  • Folge 87 Mächtig ohnmächtig
    Bundestagswahlen, Rezession, Krieg in der Ukraine, Donald Trump: wieso sind wir so bestürzt über die aktuellen Ereignisse? Eigentlich sollte uns klar sein, wie gering unser Einfluss auf die globalen Entwicklungen ist. Trotzdem haben unser Wohlstand, die steigende Lebenserwartung, die immer besser werdende Versorgung und vor allem der technologische Fortschritt eine Illusion der Kontrolle in uns ausgelöst. Umso größer wird unser Gefühl der Ohnmacht, wenn uns wie in den letzten Wochen so deutlich vor Augen geführt wird, dass wir keinerlei Kontrolle haben.

    Was können wir dagegen tun? Zuerst müssen wir aufhören, Zeit und Energie in Dinge zu stecken, die wir gar nicht oder nur begrenzt beeinflussen können. Wir kennen sie alle, die morgendlichen Gespräche im Aufzug über das Wetter! Hier kommt Stephen Coveys Circle of Influence ins Spiel: dieses Modell unterteilt die Ereignisse je nach Beeinflussbarkeit in 3 Bereiche (Circle of Control, Circle of Influence, Circle of Concern) und zielt darauf ab, den Circle of Influence maximal zu erweitern.

    Wie geht das? "Brainstormen", bei gleichgesinnten Kolleginnen und Kollegen um Unterstützung für einen Vorschlag bitten, konstruktive Bündnisse bilden sind nur einige Beispiele. Das wichtigste dabei: der Fokus muss nach innen und nicht nach außen gerichtet werden. Wie arbeite ich an mir, um mein Seelenfrieden zu verbessern? Zu oft beschweren wir uns nur anstatt zu handeln, weil wir die Ergebnisse vorwegnehmen. Die Longs unterhalten sich über viele konkrete Beispiele aus ihrem Alltag und sind sich einig: nur den Redenden kann geholfen werden, nur wer seinen Standpunkt vertritt kann was bewegen. Unterschätzt eure Einflussnahme nicht, macht den Mund auf und handelt - es wird euch danach besser gehen, versprochen! Wir danken euch fürs Zuhören.

    Lektüre für die interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer: "The 7 Habits of Highly Effective People", Stephen R. Covey
    51 min
  • Folge 86 Gelber Schein
    Wann habt Ihr Euch das letzte Mal krankgemeldet? Vielleicht im vorherigen Leben als Pikte, vielleicht vor 5 Jahren, um Euch zuhause um Euer krankes Kind zu kümmern. Oder vielleicht am letzten Montag, weil das Wochenende zu anstrengend war. Gleich zu Beginn der Folge philosophieren die Longs über die Krankmeldung, umgangssprachlich liebevoll als "gelber Schein" bezeichnet. Nichts läge ihnen ferner, als krankgemeldete Kollegen als Arbeitsverweigerer zu verunglimpfen - unabhängig davon ist es ärgerlich, wenn durch den hohen Krankenstand die gleiche Arbeit auf weniger Schultern verteilt werden muss. 

    Ist Deutschland ein Land der Blaumacher? Je nach Erfassungsmethode oder erhebende Krankenkasse kommen durchschnittlich 15 bis 20 Tage Krankschreibung auf jeden (!) Arbeitnehmer, das kostet die Krankenkassen jährlich 75 Mrd. € (zum Vergleich: das entspricht in etwa dem globalen Jahresumsatz eines börsennotierten Unternehmens wie BASF). Allianz-CEO Oliver Bäte hat die Einführung eines Karenztages gefordert, Mercedes-Chef Ola Källenius prangerte den deutlich höheren Krankenstand an deutschen Standorten an im Vergleich zum Ausland, bei gleichem Angebot an gesundheitlicher Vorsorge. Zum Glück (oder leider?) ist das Arbeitsrecht in Deutschland sehr arbeitnehmerfreundlich, in unserer turbulenten Zeit dürfen wir aber unsere Wettbewerbsfähigkeit nicht aus den Augen verlieren.

    Wie könnte man den Krankenstand und gleichzeitig die Kosten für die Krankenkassen reduzieren? Abgesehen von den negativen Anreizen seien auch die Anreize erwähnt - einige Unternehmen zahlen einen Anwesenheitsbonus an Mitarbeitern, die übers gesamte Jahr keine Krankmeldung einreichen. Viele Gewerkschaften äußern Bedenken, die Arbeitnehmer würden sich bei solchen Anreizen auch krank auf die Arbeit schleppen. Lange Nudel ist von diesem Argument nicht überzeugt und erwartet mehr Eigenverantwortung vom mündigen Erwachsenen. Am Ende kann er sich mit Hei Long einigen, dass die Einführung eines Karenztages ein tragbarer Kompromiss sein könnte. Aber egal, ob ihr euch demnächst krankschreiben lasst oder weiter stoisch auf die Arbeit geht: achtet immer auf eure Gesundheit und überlegt euch im Zweifel, ob ihr den gelben Schein wirklich braucht. Wir danken euch fürs Zuhören.
    46 min
  • Folge 85 Chips: das Erdöl des 21. Jahrhunderts?
    Habt ihr euch jemals Gedanken gemacht, wie euer Leben ohne (Mikro)chips aussehen würde? Lange Nudel witzelt zu Beginn der Folge, man werde sich auf dem Weg zum Bäcker verfahren. Auch wenn das übertrieben ist: wir sind auf Satelliten angewiesen, zum Beispiel für die Luftfahrt. Beim täglichen Einkauf über Amazon werden unsere Bestellungen über Server abgewickelt. Künstliche Intelligenz wird in Zukunft die Entwicklung von Chemikalien, vielleicht auch von Medikamenten, erheblich beschleunigen.

    Das alles braucht Rechnerleistung, Computing Power, you name it - immer mehr, auf einer immer kleineren Fläche, bei einem immer kleineren Stromverbrauch. Den Anfang machten Ende der 50er Jahre amerikanische Physiker, als sie klobige und fehleranfällige Vakuumröhren durch Schaltkreise auf Siliziumwafern ersetzten. Der Chip war geboren! Jay Lathrop erfand mit der Photolithographie ein geniales Verfahren, das bis heute angewendet wird und eine schwindelerregende Miniaturisierung ermöglicht hat - Stand heute milliardenweise Transistoren auf einer Fläche so groß wie ein Fingernagel.

    Wie immer geht es bei den Longs nicht nur um Fachjargon, sondern auch um Erinnerungen und kritische Auseinandersetzung. Hei Long denkt an den Commodore 64 und an seine erste Audiodatei auf Diskette. Besorgnis und Ärgernis bereitet ihm die Tatsache, dass durch die Massenproduktion von Mikrochips Elektrogeräte inzwischen zu Wegwerfgeräten mutiert sind. Die Knappheit von Halbleitermaterialien und die Konzentration der Produktion in Ostasien führt dazu, dass die weitere weltweite technologische Entwicklung eng mit geopolitischen Risiken behaftet ist. Wie geht es weiter? Bei allen Bedenken sind sich die Longs einig, dass im Zeitalter der Datenübertragung in Echtzeit kein Weg an Chips vorbeiführt. Sind Chips das Erdöl des 21. Jahrhunderts? Wir sagen ganz klar, ja! und danken euch wie immer fürs Zuhören.

    (Leseempfehlung für die interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer unter euch: "Chip War", Chris Miller)
    49 min
  • Folge 84 Selbstbestimmung: selbstbestimmt? Na klar, bestimmt!
    Long time no see, aber nach 4 Wochen Funkstille sind die Longs wieder zurück. Zunächst knüpft Lange Nudel an eine Wette aus der vergangenen Folge an - Wettschulden sind schließlich Ehrenschulden! Es gibt sie tatsächlich, die Pizza mit Ananas...Ausgerechnet Gino Sorbillo, DER Pizzabäcker schlechthin, bietet sie in Neapel an. Die Skepsis ist groß, aber das Publikum ist begeistert. Blöd gelaufen für Lange Nudel, er muss Hei Long in ein Restaurant seiner Wahl einladen. Nackt ums Haus laufen - das wird erstmal vertagt!

    Der Anfang ist lustig, danach wird es ganz schnell ernst, in dieser Folge geht es um das Thema Sterbehilfe. In der Schweiz wurde eine Kapsel entwickelt, in die bei Betätigung eines Knopfes Stickstoff strömt. Das farb- und geruchlose Gas ist ein leiser Killer, nach wenigen Atemzügen verliert der Mensch das Bewusstsein und ist ohne eine sofortige Wiederbelebung tot. Selbstmord auf Knopfdruck sozusagen. Nach dem Suizid einer Amerikanerin wurden die Erfinder der Sarco-Kapsel wegen Verleitung zum Selbtsmord verklagt. Dieser Fall ist der Anlass für eine kontroverse Diskussion der Longs, und sie werden sich in dieser Folge nicht einig werden. Lange Nudel lehnt diese Form der Sterbehilfe ab, setzt sie doch die Hemmschwelle für suizidgefährdete Menschen deutlich herab. Hei Long sieht darin die höchste Form der Selbstbestimmung, die jedem lebensmüden Menschen die Möglichkeit gibt, seinen Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

    Bei einer Sache sind die Longs sich trotzdem einig: sie würden mit allen Kräften versuchen, Menschen aus ihrem Umfeld vom Selbstmord abzuhalten, auch wenn sie zum Glück noch nie mit solch einer extremen Situation konfrontiert wurden. An alle Zuhörerinnen und Zuhörer da draußen, holt euch Hilfe wenn ihr sie braucht, ihr seid nicht alleine! Wir danken euch wie immer fürs Zuhören.

    Bei Selbstmordgedanken findet ihr Hilfe auf der Homepage telefonseelsorge.de oder telefonisch unter 0800 1110111 - 0800 1110222
    48 min
  • Folge 83 Hey Tim, komm mal in die Küche!
    Bei den Longs dreht sich wieder mal alles ums Essen und ums Kochen. Beide sind eingefleischte Fans (Achtung, Wortspiel!) von Kitchen Impossible. Sie lieben Tim Mälzers ruppige Art und seine Besessenheit mit den Rezepten, die er nachkochen muss. Er schmeckt die unmöglichsten Dinge raus - und selbst, wenn er nicht die richtigen Zutaten dafür verwendet, "bastelt" er sich mit selbst ausgesuchten Zutaten eine ähnliche Geschmacksrichtung!

    Wenn es um fluchende Starköche geht, kennt natürlich jeder den legendären Gordon Ramsay, aber abgesehen davon treiben Lange Nudel auch Food Vlogs von YouTubern um, die viel Aufwand und Gefahren auf sich nehmen, um ihre Follower an extreme Erlebnisse teilhaben zu lassen, wie zum Beispiel Mark Wiens beim Maasai Stamm oder Food Ranger in der Mongolei. Einige unterstellen ihnen vielleicht reine Sensationsgeilheit, aber dank ihnen können wir über den Tellerrand schauen und unsere Einstellung zum Essen und zu Lebensmitteln hinterfragen, ohne dass wir ein Vermögen für Reisen ausgeben müssen. Was ist "komisch"? Eine ganze Ziege bei einem Dorffest zu schlachten und komplett zu verwerten, oder eine Tiefkühlpizza in den Ofen zu schieben, bei der die Lebensmittel bis zur Unkenntlichkeit verarbeitet wurden? Abgesehen von philosophischen Abwägungen kommt der Spaß nicht zu kurz. Muttis Tomatensoße ist für die Longs auch wegen der Werbung mit Francesco Mutti die beste überhaupt, und gute Hausmannskost steht bei beiden jederzeit über Sterneküche.

    Das Leben der Longs wäre ohne Kitchen Impossible, Food Vlogs & Co. nicht dasselbe. Diese Formate inspirieren uns tagtäglich und bringen frischen Wind in unseren Alltag. Neue Gerichte, neue Reisen, neue Challenges! Wir hoffen, euch auch dafür begeistert zu haben und danken euch wie immer fürs Zuhören.
    49 min
  • Folge 82 Das kann doch wohl nicht wahr sein!
    Internet und die sozialen Medien sind ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ermöglichen sie sekundenschnelles Teilen von Inhalten und Wissen. Genau so schnell kann jedoch jeder ungeprüft Nachrichten ins Netz streuen und schädigende Gerüchte verbreiten, die sich hartnäckig halten. Wie kann man sich dagegen wappnen, will HeiLong wissen. Muss man ab sofort zu jeder Nachricht tagelange Recherchen führen? Im Zweifelsfall hilft ein Quellenvergleich und die Reputation dieser Quellen, das ganze besser einzuordnen.

    Führt man sich das Problem der Desinformation zu Gemüte, könnte man zum Schluss kommen, dass mehr Regulierung die Lösung ist - das würde jedoch die freie Meinungsäußerung, das Fundament unserer demokratischen Grundordnung, stark einschränken. Wir müssen irgendwie ein Gleichgewicht zwischen der Turboderegulierung der Vergangenheit finden und der Regulierungswut, die als Reaktion darauf entstanden ist - findet Lange Nudel jedenfalls. Mit der Nachrichtendichte, der wir über Handy und Internet ausgesetzt sind, können wir Menschen nicht umgehen. Wir verlieren uns, jeder in seiner Blase, bestehend aus unzähligen Tagesberichten zu polarisierenden Themen, und verschwenden unsere Lebensenergie. Da ist jeder gut beraten, diese Beschallung bewusst zu selektieren oder gänzlich auszulassen.

    In diesem Sinne lautet HeiLongs abschließende Botschaft: haltet inne, versucht eine andere Perspektive einzunehmen, die andere Seite der Medaille sozusagen. Glaubt was ihr wollt, aber glaubt nicht alles! Wir danken euch wie immer fürs Zuhören.
    47 min

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I Guuuuudddeee Lange Nudel und Lange Nudel so Grüss dich HeiLong- so begrüßen sich zwei Freunde.