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Exotische Tiere als Statussymbole in Rap-Videos, süße Qualzucht-Hunde auf TikTok und Haustiere, die für ein paar Klicks zur Unterhaltung werden: Auf Social Media und auch in der Musikindustrie wird Tierwohl gerne mal zur Nebensache. Maya aka @tierheimaja macht diese Missstände sichtbar. Die Tierpflegerin klärt auf Social Media über Tierschutz auf und nimmt dabei auch die Deutschrap-Szene in die Pflicht.Denn nur weil man Tiere liebt, heißt das noch lange nicht, dass man auch richtig mit ihnen umgeht. Im DIFFUS Interview spricht Maja darüber, warum Wildtiere nichts in Musikvideos verloren haben, was hinter vermeintlich süßem Tier-Content steckt und welche Verantwortung Artists für ihre Inszenierungen tragen. Außerdem erzählt sie, wie sie selbst zum Tierschutz gekommen ist, warum sie sich auch als Bookerin bei Underrated Cologne engagiert und was der Kölner Musikszene ihrer Meinung nach fehlt. Das ganze Gespräch seht ihr jetzt im Interview!
Redaktion:
Jannes Weicht (Instagram @kuschelweicht)
Kamera & Schnitt: Conrad Schön, Marjana Souley Ali, Dominik Maier, Antonio Jasawin
Was passiert, wenn der Sänger einer Metal-Core Band plötzlich Songs darüber schreibt, glücklich sein zu wollen? Frontsänger Caleb Shomo hat erlebt, dass sich darüber längst nicht alle freuen. Mit Beartooth hat er jahrelang Selbstzweifel und innere Kämpfe in Musik verwandelt. Auf dem sechsten Album „Pure Ecstasy“ bekommen auch Selbstakzeptanz, Stolz und Freude ihren Platz – und damit die Frage, wie viel Veränderung eine Szene ihren Artists zugesteht.
Im Interview mit Christina erzählt Caleb von einem Jahr, das er als das beängstigendste seines Lebens beschreibt. Sein öffentliches Coming-out, die Reaktionen auf die Single „Free“ und die Arbeit am neuen Album hängen dabei eng zusammen. Es geht um Erwartungen an sein Aussehen und seine Musik, um Menschen, bei denen er sich sicher fühlt, und um den Mut, beim Songwriting gerade die Ideen stehen zu lassen, die ihm selbst Angst machen.
Auf Tour erlebt Caleb inzwischen etwas, das sich durch keine Kommentarspalte vermitteln lässt: Menschen, die vor der Bühne stehen und diese Songs mit ihm feiern. Warum ihn diese Begegnungen so berühren, was sie an seinem Blick auf Erfolg verändern und weshalb ein heller Popsong für ihn trotzdem zu den traurigsten des Albums gehören kann, erzählt er im Gespräch. Dazwischen bleibt Platz für Girly Pop, Freddie Mercury und die Geschichte hinter seinem Bandana.
Wie klingt es, wenn man das Erwachsenwerden in Musik übersetzt? Bei Ivo Martin nach deutschsprachigem Indie-Pop mit akustischer Gitarre, großen Gefühlen und ehrlichen Texten – oder „Humble Pop“, wie er selbst seinen Sound nennt. Sein neues Tape „Mittendrin“ erzählt vom Verliebtsein, tiefen Fallen und dem emotionalen Chaos der eigenen Zwanziger.
Dass Ivo heute so offen über seine Gefühle schreibt, war nicht immer selbstverständlich. In der Schule wollte er vor allem dazugehören und war lange unsicher, ob seine hohe Stimme wirklich eine Stärke ist. Heute gehört gerade sie zu seinem Sound – genau wie Liebeserklärungen, die anderen vielleicht zu kitschig wären. Für Ivo gilt: Wenn er so schreiben will, dann fühlt er es auch so.
Im Interview erzählt Ivo außerdem, warum er nur über Emotionen schreiben kann, die er selbst kennt, was die Reaktion seiner Mutter auf „Mensch im Spiegel“ so besonders gemacht hat und was passiert, wenn ihm auf der Bühne plötzlich der Text fehlt. Außerdem geht es um sein neues Tape, Perfektionismus und die Suche nach Themen, die sich wirklich nach ihm anfühlen.
Mit „KNAX“ veröffentlicht Wa22ermann ihr erstes Album – und zeigt darauf deutlich mehr als die selbstbewusste Rapperin, die man aus Songs wie „Maybachufer“ kennt. Das Album erzählt von Gegensätzen: Stärke und Sensibilität, Erfolg und Überforderung, Berlin und Pakistan, der Rapperin Wa22ermann und der Person dahinter. Im Interview erzählt sie, warum gerade die Zeit rund um ihre erste Tour vieles verändert hat und weshalb sie lange brauchte, bevor sie diese Erfahrungen überhaupt in Musik verwandeln konnte.
Eine wichtige Rolle spielt dabei auch ihre Familie. Kurz nach der Tour reist Wa22ermann nach neun Jahren erstmals wieder nach Pakistan und trifft dort Menschen und Orte aus ihrer Kindheit wieder. Im Gespräch erzählt sie, was diese Rückkehr in ihr ausgelöst hat, warum der Abstand zur Berliner Musikbubble wichtig wurde und wie all das schließlich seinen Weg auf „KNAX“ gefunden hat.
Außerdem sprechen wir über Sensibilität in einer Szene, in der Härte oft dazugehört, über Frauen im Rap und die Schubladen, die durch Begriffe wie „Female Rap“ entstehen können. Warum Wa22ermann findet, dass Rapperinnen nicht immer nur mit anderen Rapperinnen verglichen werden sollten und was sie stattdessen fordert, erzählt sie im Interview. Dazu gibt es eine Schnellfragerunde, ihre aktuellen Songempfehlungen und die Antwort auf die Frage, mit welchem Feature sie danach direkt in Rente gehen könnte.
Zwischen Arbeiterkind, Tochter, politischer Aktivistin, verliebter Ebow und Rapperin: Auf ihrem neuen Album „Typologie eines Lebens“ lässt Ebow ganz unterschiedliche Seiten von sich nebeneinander existieren. Der Titel ist dabei Programm. Inspiriert von ihrem früheren Architekturstudium, versteht sie das Album wie eine Sammlung verschiedener Perspektiven auf ein und dasselbe Leben. Persönlicher als bisher erzählt sie von ihrer Familie, ihrem Aufwachsen und den Erfahrungen, die sie geprägt haben.Besonders offen wird Ebow auf „Novoline“, wo sie erstmals über die Spielsucht ihres Vaters spricht. Statt nur die eigene Wut auf ihn zu erzählen, versucht sie, die Sucht auch aus seiner Perspektive zu verstehen – und macht den Song damit gleichzeitig zu einer Art Liebeserklärung. In „ARBAYT“ geht es wiederum um drei Generationen ihrer Familie und die Frage, was es bedeutet, als erste Person finanziell wirklich unabhängig zu sein, während die eigene Familie weiterhin auf Unterstützung angewiesen ist. Und mit „BUTCH IM TANK“ zeigt Ebow eine selbstbewusste, queere Seite, die aus Selbstliebe und dem Loslassen von Erwartungen anderer entsteht.Im Gespräch spricht Ebow außerdem darüber, warum sie die Perspektive von Frauen in von Armut geprägten Vierteln stärker sichtbar machen will, weshalb Rap heute mehr unterschiedliche Lebensrealitäten abbildet und warum es für sie keine Möglichkeit gibt, einfach ein „neues Leben“ zu starten. Dazu gibt es eine Schnellfragerunde, ihre drei aktuellen Lieblingssongs und einen Ausblick auf ihre kommende Tour im Oktober.
Redaktion:
Nele Harder (Instagram @_nelejohanna_)
Kamera & Schnitt:
Conrad Schön, Marjana Souley Ali, Antonio Jasawin & Dominik Maier
Nach fast 30 Jahren im Musikgeschäft hat Gentleman eigentlich schon alles erlebt – Nummer-eins-Alben, internationale Tourneen und eine Karriere, die Reggae aus Deutschland weit über die Landesgrenzen getragen hat. Trotzdem kam irgendwann der Punkt, an dem sich der Reggae-Musiker fragte, ob es das vielleicht gewesen sein könnte.
Im DIFFUS-Interview spricht Gentleman darüber, wie aus dieser Phase der Zweifel ausgerechnet neue Motivation entstand und warum er für sein neues Album „Gratitude“ erstmals seit Langem wieder ohne großen Plan, Erwartungsdruck oder den Anspruch gearbeitet hat, irgendjemandem etwas beweisen zu müssen.Dabei geht es nicht nur um neue Musik, sondern passend zum neuen Album auch um Vergänglichkeit, Dankbarkeit und Gesundheit. Ein Bandscheibenvorfall setzte Gentleman zeitweise außer Gefecht, eine geplante Tour musste abgesagt werden und schließlich folgte eine Operation.
Im Interview erzählt er, wie diese Erfahrung seinen Blick auf vermeintliche Selbstverständlichkeiten verändert hat und warum ihm heute bewusster ist, was wirklich zählt. Welche Rolle dabei Familie und langjährige Wegbegleiter spielen, wie er mit dem Älterwerden umgeht und warum er sich trotz drei Jahrzehnten Karriere musikalisch noch immer die Neugier eines Newcomers bewahren will, erzählt er im ganzen Interview.
Redaktion:
Jannes Weicht (Instagram @kuschelweicht)
Kamera & Schnitt:
Conrad Schön, Marjana Souley Ali & Amelie Löhlein
Mit frischen 18 Jahren ist Yung Pepp längst nicht mehr nur der Junge aus Leipzig-Plagwitz, der im Kinderzimmer erste Songs aufgenommen hat. Zwischen Festival-Slots, Support-Shows für Kraftklub, Jassin, 01099 und Co., Schule und seiner neuen EP „LAUT SEIN (IMMER)“ wird gerade ziemlich deutlich, wie schnell Erwachsenwerden gehen kann, wenn plötzlich tausende Menschen zuhören. Und trotzdem ist vieles von dem, was ihn heute beschäftigt, schon in seinen ersten Songs zu finden.
Im DIFFUS Interview spricht Yung Pepp darüber, warum politische Haltung für ihn genauso selbstverständlich zur Musik gehört wie ein Sommersong, weshalb Gewalt niemals die Lösung sein sollte und wie aus dem Hate auf dem Schulhof irgendwann sein größter Antrieb wurde. Außerdem geht es um seinen Vater, der ihn von Anfang an musikalisch begleitet hat, seine Fan-Freundschaft mit Kid Kapri und den ziemlich surrealen Moment, plötzlich mit einem früheren Idol zusammenzuarbeiten.
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Redaktion:
Jannes Weicht (Instagram @kuschelweicht)
Kamera & Schnitt:
Conrad Schön, Marjana Souley Ali & Amelie Löhlein
Hinter den Decks wirkt oft alles leicht: volle Floors, euphorische Crowds und der nächste Drop. Dass das Leben als DJ aber auch eine Kehrseite hat, erzählt Josi Miller im Gespräch mit Nele so offen wie selten. Sie spricht über eine Zeit, in der exzessive Touren, Schlafmangel und permanenter Leistungsdruck schließlich in einer Panikattacke auf einem Festival gipfelten – und darüber, wie sie sich Schritt für Schritt zurück auf die Bühne gekämpft hat.Heute verarbeitet Josi genau diese Erfahrungen in ihrer Musik. Auf ihrer neuen EP „how to break your heart“ verbindet sie elektronische Clubsounds mit Themen wie People Pleasing, Selbstzweifeln und mentaler Gesundheit. Gleichzeitig spricht sie darüber, warum sie Producing-Workshops für FLINTA*-Personen gibt, weshalb Social Media die Clubkultur verändert hat und warum Erfolg für sie längst nicht mehr bedeutet, jede Anfrage anzunehmen. Stattdessen geht es darum, Musik machen zu können, ohne sich selbst dabei zu verlieren.Im Interview erzählt Josi Miller außerdem von ihrer Zeit als Tour-DJ für @frauenarzt und Trettmann, ihrem Weg zur Produzentin und davon, warum sie sich wünscht, dass mehr Menschen in der Musikbranche offen über mentale Gesundheit sprechen. Ein ehrliches Gespräch über Clubkultur, Kreativität und die Erkenntnis, dass niemand unbesiegbar ist.
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Redaktion:
Nele Harder (Instagram @_nelejohanna_)
Kamera & Schnitt:
Conrad Schön, Marjana Souley Ali & Amelie Löhlein
Mit „Glanz Null“ veröffentlicht Apsilon sein zweites Album und setzt die Geschichte fort, die er mit „Haut wie Pelz“ begonnen hat – allerdings aus einer neuen Perspektive. Im neuen DIFFUS-Interview spricht der Berliner Rapper darüber, wie er dem Druck des zweiten Albums begegnet, warum ihn die Suche nach dem verlorenen „Glanz“ beschäftigt und weshalb Nostalgie für ihn mehr ist als bloße Sehnsucht nach der Vergangenheit.
Außerdem gibt Apsilon Einblicke in den Entstehungsprozess von Songs wie „Sommermärchen“, erzählt von der Arbeit mit Features wie Ikkimel, Berq und Summer Cem und erklärt, warum seine COLORS-Session für ihn ein langgehegter Traum ist. Neben persönlichen Geschichten aus Moabit geht es auch um Ghibli-Filme, das „Sommermärchen“, Tourleben und die Musik, die ihn aktuell inspiriert. Ein Gespräch über Zweifel, Hoffnung und den Moment, in dem das Leuchten in den Augen langsam verschwindet – und wie man es vielleicht doch wiederfindet. Das komplette Interview seht ihr jetzt auf YouTube.
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Redaktion:
Jannes Weicht (Instagram @kuschelweicht)
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Conrad Schön, Marjana Souley Ali & Amelie Löhlein
Vor fast zehn Jahren hat BRKN seinen letzten Job gekündigt – und seitdem nicht nur seinen ganz eigenen Sound gefunden, sondern sich auch als einer der ehrlichsten Songwriter des Landes etabliert. Mit seinem neuen Album „Lösch meine Nummer“ schlägt er jetzt das nächste Kapitel auf. Im DIFFUS-Interview erzählt er, warum ihn das Vorgängeralbum „Drama“ emotional komplett ausgelaugt hat, weshalb er zwischenzeitlich eigentlich nie wieder ein Album machen wollte und wie er heute einen deutlich entspannteren Blick auf Musik und das Leben entwickelt hat.Dabei geht es aber nicht nur um neue Songs.
BRKN spricht über Männlichkeitsbilder, Homophobie, das Älterwerden und warum er sich nie an Erwartungen anpassen will. Gleichzeitig wird viel gelacht – über 2016-Nostalgie, wilde Hot Takes und die wichtigste Haarpflege-Routine im Game.
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Redaktion:
Jannes Weicht (Instagram @kuschelweicht)
Kamera & Schnitt:
Conrad Schön, Marjana Souley Ali & Amelie Löhlein
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