Wer sarah4k schon mal live gesehen hat, weiß: Ihre Shows funktionieren irgendwo zwischen Rap-Konzert, Rave und kompletter Eskalation. Genau diese Energie zieht sich auch durch ihre Musik. Zwischen Trap, Techno und Rage-Sounds hat sie sich in den letzten Jahren ihren komplett eigenen Sound aufgebaut – kompromisslos, laut und independent. Jetzt steht für sie der nächste große Schritt an: Am 15. Mai erscheint ihr neues Album „Okay?! Vol. 1“, dazu kommt die erste eigene Tour.
Im Interview spricht Nele mit Sarah4K darüber, warum sie sich bewusst gegen Major-Labels entschieden hat, weshalb Wut für sie ein wichtiger Teil ihrer Kunst ist und warum sie jungen Frauen mit ihrer Musik Raum geben will, laut zu sein. Außerdem geht es um Konkurrenzdenken unter Frauen, Schubladendenken im Rap und warum gegenseitiger Support in der Szene für sie so wichtig ist. Dabei wird schnell klar: Sarah4K hat kein Interesse daran, sich kleiner oder gefälliger zu machen.
Zwischen all der Abriss-Energie wird das Gespräch an vielen Stellen aber auch überraschend persönlich. Sarah spricht über schwierige Zeiten in ihrer Heimat Achim, darüber, wie schnell junge Frauen abgestempelt werden, wenn sie laut oder unbequem sind, und warum sie heute ganz klar sagt: Sie hat keinen Bock mehr, sich kaputt zu machen. Gerade deshalb fühlt sich dieses Interview nicht nach klassischer Promo an und mehr wie ein Gespräch mit jemandem, der ziemlich genau weiß, wer sie sein will. Und wer eben nicht.
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Redaktion:
Nele Harder (Instagram @_nelejohanna_)
Kamera & Schnitt:
Conrad Schön, Marjana Souley Ali, Isabel Lemos Rilk & Amelie Löhlein