Was passiert, wenn Veränderung nicht mehr die Ausnahme ist, sondern der Normalzustand? Genau hier setzt das Gespräch mit Martin Hofmann an, Autor von „The Agentic Enterprise“ und Gründer von Novagentica, davor u.a. CIO von Volkswagen und drei Jahre bei Salesforce in Kalifornien.
Martin beschreibt das Agentic Enterprise als Antwort auf eine Welt, in der Unternehmen mit klassischen Strukturen, Taskforces und Überstunden den ständigen externen Schocks nicht mehr hinterherkommen. Agentic AI bedeutet für ihn: Veränderung automatisch erkennen, Szenarien entwickeln, Vorschläge erarbeiten, und der Mensch entscheidet.
Der rote Faden des Gesprächs ist Trust. Martins These: Vertrauen in Agenten ist kein Bauchgefühl, sondern muss engineert werden. Über Identität (wer bist du?), Intention (was darfst du?) und Kontrolle (was hast du getan?). Statt vager Prompts ein Decision Contract mit bis zu 100 klaren Regeln, dazu Zero Trust und ein Flight Recorder, der jeden Schritt protokolliert.
Weiter geht es um Architektur (das Strangler-Fig-Pattern als Alternative zum Big Bang, mit SAP & Co. als reduzierte Datendrehscheibe), um Governance ohne Bürokratie, die Sandbox und den Zertifizierungsprozess, und um die These, dass neben CEO und CIO vor allem der CHRO über Erfolg oder Scheitern entscheidet.
Zum Abschluss Martins Empfehlung für den Mittelstand: Outcome Engineering, Trust und Souveränität.
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