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Das Attentat auf den rechtspopulistischen Aktivisten und Anhänger der MAGA-Bewegung Charlie Kirk im vergangenen September hat weitreichende Debatten ausgelöst. Warnungen vor einem möglichen Bürgerkrieg und einer neuen Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung nahmen zu. Auffällig ist, dass der 22-jährige Attentäter seine Munition mit Insiderwitzen aus der Internetkultur beschriftete. Seit sich in Christchurch, Neuseeland, ein Rechtsterrorist während eines Anschlags auf zwei Moscheen selbst filmte und sein Publikum dazu aufforderte, den schwedischen Webvideoproduzenten PewDiePie zu abonnieren, mehren sich politisch motivierte Angriffe, die Referenzen aus der Meme-Welt nutzen. Und die Gewaltbereitschaft scheint sich aus dem Online-Kosmos in die analoge Welt zu übersetzen. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 18. 02. 2026.
Gestaltung: Kaspar Arens
Wie Elementarpädagogik die Weichen ins Leben stellt
In den frühen Jahren wird der Grundstein für die Entwicklung eines Kindes gelegt. Der Kindergarten als erste Bildungsstation im Leben wirkt sich nicht nur auf das einzelne Kind, sondern auch auf seine Familie und letztlich auf die Gesellschaft insgesamt aus. Allerdings rangiert Österreichs Kinderbetreuungssystem im Vergleich mit anderen EU-Staaten im unteren Drittel. Ein triftiger Grund ist der Fachkräftemangel. Laut einer Studie bräuchte es idealerweise 20.000 zusätzliche Elementarpädagog:innen, um den Betreuungsschlüssel zu verbessern. Dazu kommt, dass ab 2027 die Kindergartenpflicht um ein Jahr bundesweit ausgedehnt werden soll, was den Personalbedarf natürlich noch steigern wird. Woran krankt es bei der frühkindlichen Bildung und Betreuung hierzulande besonders, und was machen andere Länder besser als Österreich? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 17. 02. 2026.
Gestaltung: Sabrina Adlbrecht
Autobahnen, Schnellstraßen und das Schienennetz durchziehen das gesamte Land. Die Verkehrswege verbinden Menschen, durchtrennen aber die Wanderrouten vieler Wildtiere und stellen für sie kaum zu überwindende Barrieren dar. Eigens angelegte Brücken sollen Wildtieren ermöglichen, gefahrlos auf die andere Seite zu wechseln. Laut dem Autobahnbetreiber ASFINAG gibt es in Österreich rund 600 Brücken oder Tunnel, auf denen Wildtiere passieren können. Für neu errichtete Verkehrswege sind solche Grünbrücken zwingend vorgesehen, bestehende sollen nachgerüstet werden, was schleppend vorangeht. Die Zuständigkeit der ASFINAG endet aber an der Grundstücksgrenze. Der Bund schreibt vor, wie Wildtierkorridore über Autobahnen ausgelegt sein müssen, das Hinterland wird dabei in die Planung nicht einbezogen. So entstehen zwar Brücken für Reh und Hase, der Weg zur Brücke hin ist aber oft versperrt. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 16. 02. 2026.
Gestaltung: Lukas Tremetsberger
Wie Zellen orchestriert sind
Der Abschluss des Humangenomprojekts im Jahr 2003 hat Wissenschaft und Medizin in ein neues Zeitalter geführt. Nun ist es erstmals möglich, transgene Organismen herzustellen und Krankheiten durch maßgeschneiderte Moleküle zu heilen. Trotzdem bleibt der Blick auf das Phänomen Leben im biotechnologischen Zeitalter seltsam antiquiert: Noch immer werden Lebewesen wie Maschinen betrachtet - und die Erfolge der Genetik haben zu diesem Zerrbild (der "Code" des Lebens!) ihren Teil beigetragen. Tatsächlich ist der Betriebsmodus von Organismen musikalisch statt mechanistisch. Lebewesen sind anpassungsfähig, sie improvisieren, sie gleiten und fließen durch die von der Physik errichtete Landschaft des energetisch Möglichen. Muster und Rhythmen bestimmen ihre Existenz. Zeit für einen musikalischen Perspektivenwechsel. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 12. 02. 2026.
Gestaltung: Robert Czepel
Und wie Istanbul sich darauf vorbereitet
Unter dem Marmarameer vor Istanbul treffen die eurasische und anatolische Kontinentalplatte aufeinander. Die sogenannte Nordanatolische Verwerfung ist eine der aktivsten seismischen Zonen der Welt - und das Gebiet vor den Küsten der Millionenstadt das einzige, in dem es seit über 250 Jahren kein Starkbeben mehr gab. Forschende sind sich einig: Die Energie, die sich seitdem durch die aneinander reibenden Platten aufstaut, wird sich irgendwann entladen. Und die Folgen werden fatal sein. Die Stadt bereitet sich mit Erdbebenübungen, neuen Bauvorschriften, Sanierungsprogrammen und einem stetig wachsenden Netzwerk an Sensoren vor. Angesichts der enormen Bevölkerungszahl und der schlechten Bausubstanz vieler Häuser bleiben die Herausforderungen groß. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 11. 02. 2026.
Gestaltung: Anika Haider
Warum Vermögen in Österreich nicht in Bewegung kommt
Vermögen ist in Österreich sehr ungleich verteilt. Während die obersten 10 Prozent der Haushalte etwas mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens halten, besitzen die unteren 50 Prozent nur rund 4 Prozent. Das zeigt die aktuelle Auswertung der Österreichischen Nationalbank, die seit 2010 das Vermögen der privaten Haushalte erhebt. Die hohe Vermögensungleichheit kommt zu einem großen Teil durch Erbschaften und Schenkungen zustande. Je vermögender eine Person ist, desto wahrscheinlicher hat sie Teile ihres Vermögens geerbt, umso höhere Summen hat sie geerbt. Das zeigt sich besonders beim Immobilienmarkt. Erbinnen und Erben besitzen deutlich häufiger eine Immobilie als Nicht-Erben. In den kommenden Jahren wird sich das jährliche Erbvolumen fast verdoppeln. Was bedeutet das für Vermögen und Immobilienbesitz in Österreich? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 10. 02. 2026.
Gestaltung: Juliane Nagiller
Wie viel Strom Rechenzentren verbrauchen
Im April 2025 hat die Internationale Energieagentur IEA in einer Studie prognostiziert: der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren wird sich bis 2030 verdoppeln. Im US-Bundesstaat Iowa soll ein Atomkraftwerk reaktiviert werden, um ein Google-Rechenzentren mit Strom zu versorgen. In Zeiten des Klimawandels birgt das einige Risiken, Wassermangel könnte die Kühlung von Reaktoren gefährden. In Frankreich war das bereits öfter der Fall. Außerdem droht beim Umstieg auf Erneuerbare Energieträger eine Überlastung der Stromnetze. Wie können Energiesicherheit und technische Innovation Hand in Hand gehen? "Alles digital" und "Runter mit dem Energieverbrauch" - diese zwei Losungen sind schwer unter einen Hut zu bringen. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 09. 02. 2026.
Gestaltung: Daphne Hruby
Im OPEN SPACE zu Gast: der friedenspolitische Theologe Wolfgang Palaver, der seinen Bekannten Peter Thiel kritisch analysiert.
"Für den Frieden kämpfen. In Zeiten des Krieges von Gandhi und Mandela lernen", so lautet der Titel des neunen Buches (Tyrolia-Verlag) von Wolfgang Palaver. Der Religionspädagoge, Germanist und Politikwissenschaftler lehrte über viele Jahrzehnte Christliche Gesellschaftslehre an der Universität Innsbruck und war von 2013 bis 2017 Dekan der Theologischen Fakultät. Auch außerhalb der Universität ist der Friedensforscher Palaver tätig, zum Beispiel als Präsident von Pax Christi Österreich. Im vergangenen Jahr wurde er zum Vertreter der OSZE zur Bekämpfung von Intoleranz, Rassismus und Diskriminierung ernannt - und Palaver erregte mediale Aufmerksamkeit durch seine Bekanntschaft mit dem Milliardär und libertären Tech-Investor Peter Thiel. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 05. 02. 2026.
Interview: Alexander Behr
Sendet der expandierende Kosmos neue Signale?
Das Universum entstand vor 13,8 Milliarden Jahren im Urknall. Seitdem dehnt es sich aus - und zwar immer schneller. Die expansive Kraft hinter dem Phänomen nennen Physiker die "Dunkle Energie". Ein passender Name, denn die physikalischen Ursachen liegen nach wie vor im Dunkeln. Aufregende Neuigkeiten kommen nun aber vom Kitt-Peak-Nationalobservatorium in Arizona: Das dort montierte "Dark Energy Spectroscopic Instrument" hat Signale empfangen, die durch das kosmische Standardmodell nicht erklärt werden können. Ein Team um den Theoretiker Djordje Minic glaubt jene Mächte entdeckt zu haben, die für die Expansion des Kosmos verantwortlich sind. (Wh. v. 29. 09. 2025) - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 04. 02. 2026.
Gestaltung: Robert Czepel
In den letzten Jahren kamen sie immer häufiger in die Schlagzeilen. Hart und in rauen Mengen gingen die Felsmassen in den Alpen ab. Sei es auf der Marmolata in Italien, in Blatten und Brienz in der Schweiz oder der Gipfel des Fluchthorns in Tirol. Zum Leidwesen der Bewohnerinnen und Bewohner, die um ihren Lebensraum fürchten. Umso mehr beschäftigen sich Klimaphysiker, Meteorologinnen und Geologen mit den bröckelnden Bergen und der Verbesserung von Prognosen. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 03. 02. 2026.
Gestaltung: Ilse Huber
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