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Er spaltet die breite Öffentlichkeit ebenso wie den wissenschaftlichen Diskurs und ist zum Kernthema eines neuen Kulturkampfes geworden: der Begriff der Identität.
Manche sind überzeugt, nur Identitätspolitik - also das Kämpfen marginalisierter und unterdrückter Gruppen für ihre Rechte - kann zu einer gerechteren Gesellschaft führen. Andere kritisieren die Identitätspolitik als spaltend, zersetzend und allgemeine Werte untergrabend und argumentieren, Cancel Culture und Political Correctness schränken die Redefreiheit ein. Ein Blick in Entstehungsgeschichte und Gegenwart der Identitätspolitik beleuchtet ihr Potenzial und die in ihr liegenden Probleme. Es stellt sich die Frage: Wie viel Identitätspolitik braucht die Demokratie? Gestaltung: Sophie Menasse. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 18. 02. 2025.
Die Neurowissenschaften gehen davon aus, dass alle mentalen Abläufe auf neuronalen Prozessen beruhen. Dazu zählt auch die Praxis der Meditation, wie sie im Buddhismus eine Rolle spielt. Die Computertomographie macht heute mentale Vorgänge sichtbar, auch den Einfluss der Meditation auf die Gehirnstruktur. Das buddhistische Zentrum Gomde in Oberösterreich ist ein Ort der gelebten Meditationspraxis. In der Hügellandschaft des Almtals gelegen, wurde der ehemalige Bauernhof vor etwa zwanzig Jahren umgebaut und adaptiert. Welche Beziehung zur modernen Wissenschaften wird dort vermittelt? Gestaltung: Alexander Behr. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 17. 02. 2025.
Influenza - Was tun gegen eine neue Pandemie?
In Europa und in den USA ist die Grippewelle gerade voll im Gang. Der seit letztem Herbst verfügbare Grippeimpfstoff enthält die derzeit zirkulierenden Virenstämme und sollte so zumindest vo reinem schweren Verlauf schützen. Warum wird die Grippeimpfung derzeit jedes Jahr erneuert? Wer entscheidet, was in den Impfstoff kommt? Das erklärt der Virologe und Infektionsforscher Florian Krammer in einem Studiogespräch, Und er erzählt, an welchen Alternativen zum jährlich neu herzustellenden Impfstoff er arbeitet.
Schnee schützt den Waldboden wie eine wärmende Decke. Er isoliert Pflanzen, Samen und Mikroorganismen vor der Kälte und speichert Feuchtigkeit, wodurch die Lebensbedingungen im Boden stabilisiert werden. Doch milde Winter bringen dieses empfindliche Gleichgewicht ins Wanken. Ohne Frost fehlen natürliche Regulierungsmöglichkeiten für Schädlinge wie den Borkenkäfer, dessen Larven bei anhaltender Kälte normalerweise reduziert werden. Mikroorganismen können durch Temperaturschwankungen und mangelnde Feuchtigkeit in einem schneefreien Boden geschwächt werden, wodurch ihre Rolle im Nährstoffkreislauf beeinträchtigt wird. Samen sind bei fehlender Schneedecke weniger gut vor extremen Temperaturschwankungen geschützt. Gestaltung: Kathrin Horvath. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 12. 02. 2025.
Der Februar 2024 war mit großem Abstand der wärmste Februar der Messgeschichte. Langanhaltende Tiefsttemperaturen im Winter sind ein Relikt der Vergangenheit. 1929 sanken die Temperaturen auf minus 26 Grad Celsius. Die Donau war kilometerlang zugefroren und von sich aufstauenden Eisschollen bedeckt. Aus der ganzen Stadt strömte man zum Fluss um das "Wunder des Eisstoßes" zu sehen. Der Eisstoß 1929 war der spektakulärste der jüngeren Vergangenheit und gleichzeitig ein glimpflicher. Anders sah das vor der Donauregulierung 1870 aus. Mit ungeheurer Wucht schoben sich dicke Eismassen ineinander und türmten sich meterhoch auf. Ein gefährliches Naturspektakel, das heute auch durch den Klimawandel verschwunden ist. Gestaltung: Juliane Nagiller. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 11. 02. 2025.
Wann hat sich die Lebendgeburt entwickelt, und welche Vorteile hat eine Schwangerschaft gegenüber dem Brüten? Bislang war die wissenschaftliche Spurenlage dünn - aber das ändert sich gerade. Das Stillen mit Milch könnte ein Faktor gewesen sein, sagt nicht nur die Evolutionsbiologie. (Übernahme Deutschlandfunk 2024). Diese Sendung wurde am 10. 02. 2025 in Ö1 ausgestrahlt.
In den 1920er Jahren reiste der Schriftsteller und Journalist Joseph Roth im Auftrag der Frankfurter Zeitung in die noch junge Sowjetunion und in Gebiete, die heute zur Ukraine gehören - wie Galizien. Dort, in der Stadt Brody nahe Lemberg, war Roth 1894 auf die Welt gekommen. Bis zum Ende des 1. Weltkriegs gehörte Galizien zum Habsburgerreich. Als Roth es bereiste, war es ein Teil Polens. Die ukrainische Minderheit dort interessierte ihn besonders. Aber es ging ihm auch um die großen geopolitischen Zusammenhänge. Roth konnte nicht verstehen, warum den Ukrainern, damals ein Volk von 30 Millionen, kein eigener Staat vergönnt war. Vieles von dem, was der Schriftsteller und Journalist Joseph Roth vor 100 Jahren in seinen Reisereportagen beschrieben hat, ist beklemmend aktuell. (Wh. 03.09.2023) Gestaltung: Sabrina Adlbrecht. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 06. 02. 2025.
Westeuropäische Unternehmen wollen im bosnischen Lopare Lithium abbauen. Insbesondere für die Elektromobilität ist der Rohstoff heiß begehrt. Doch vor Ort hagelt es Kritik: Geltende Gesetze seien umgangen, die lokale Bevölkerung ignoriert worden. Die Abbauregion liegt in der Republika Srpska, deren serbisch-nationalistischer Premierminister Milorad Dodik mit Korruptionsverfahren belastet ist und unter US-Sanktionen steht. Aber auch der hohe Repräsentant der Vereinten Nationen in Bosnien - der CSU-Politiker Christian Schmidt - spielt eine Rolle: Er hat in der heiklen Landfrage ein gesetzliches Schlupfloch für internationale Bergbaukonzerne geöffnet. Was bedeutet der Konflikt um Rohstoffe für die fragile Nachkriegsordnung in Bosnien? Gestaltung: Lucia Steinwender. Rwecherche: Sasa Dragojlo, Bartholomäus Laffert, Lorenz Naegeli, Balz Oertli und die Autorin. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 05. 02. 2025.
Spürhunde können erlegtes Wild orten, sie finden Verschüttete in einer Lawine, Drogen im Kofferraum. Einmal darauf trainiert, finden sie aber auch seltene Tier- und Pflanzenarten oder kleinste Kadaver von Fledermäusen und Vögeln. Die Spürhunde helfen bei der Verfolgung von Wildtierkriminalität, weil sie winzige Spuren von Gift riechen können. Sie erschnüffeln den Duft von Borkenkäfern und zeigen so dem Förster sehr früh befallene Bäume an. Gestaltung: Lukas Tremetsberger. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 04. 02. 2025.
Das erste Licht aus dem Kosmos soll das größte erdgebundene Teleskop der Welt, das in der Atacama-Wüste gebaut wird, ab 2028 einfangen. Im Moment steht nur ein kuppelförmiger Rohbau in der Wüste, so groß wie ein Fußballstadion. Mit seinem 40 Meter großen Primärspiegel wird das Riesenauge der Europäischen Südsternwarte einzigartige Bilder einfangen, so detailliert und tief ins Universum reichend, wie es zuvor nicht einmal annähernd möglich war. Für die Suche nach Exoplaneten und außerirdische Lebensformen sehen viele eine neue Ära anbrechen, auch die Kosmologen erhoffen sich neue Erkenntnisse: etwa über die Natur der Dunklen Energie, die das Universum auseinandertreibt. Gestaltung: Robert Czepel. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 03. 02. 2025.
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