dogwalk I Feuilleton auf dem Laufsteg der Natur

dogwalk I Feuilleton auf dem Laufsteg der Natur

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dogwalk I Feuilleton auf dem Laufsteg der Natur episodes

  • Barbie

    Barbie - Empowerment oder neoliberaler Kapitalismus? Tief im Graben des kulturellen Verblendungszusammenhangs: Kampf Frau gegen Frau. Die pinki Plastikpistolen sind geladen: Feuer!

    Erwähnt wird diesmal nix, außer ‚Barbie‘, Film; 2023, Regie: Greta Gerwig, mit Margot Robbie, Ryan Gosling u.a.

    14 min
  • Engel der Geschichte

    Mit schwerem Gepäck beladen geht es ab in die Ferien. Die Zeit und das Alter sitzen schon auf der Rückbank und haben sich als Engel verkleidet. Hey: Nimm’ doch mal deinen Flügel zur Seite: Ich sehe ja die Straße gar nicht mehr! Am Wegesrand hält Benjamin den Daumen in den Wind. Klar: Den nehmen wir noch mit!

    Erwähnt wird:

    • Paul Klee, Ölfarbzeichnung: ‚Angelus Novus‘, 1920

  • Walter Benjamin, Über den Begriff der Geschichte, 1940

  • V.S. Naipaul, Literaturnobelpreisträger 2001, Das Rätsel der Ankunft, autobiographischer Roman, 2002

  • 39 min
  • Julius von Bismarck

    Ein Kommentar des Urururneffen zum Kolonialismus: ästhetisch und monumental:  'When Platitudes Become Form' preßt die Bismarckpalme zum Gänseblümchen. Der geniale Titel macht Julius unangreifbar, weil nach allen Seiten offen. Im Tunnel-Kinderzimmer spielt er mit Wackelfiguren: Die arme Giraffe, der blöde Reiterstatuen-Pickelhauben-Onkel. Lohnt das den gigantischen Aufwand?  Das Tumbleweed schert das nicht, es rollt solange das Laufband Strom saugt und die Familie singt ‚Gehe aus mein Herz…‘ zum Rauschen der Wälder. 

    Erwähnt wird:

    Ausstellung ‚When Platitudes Become Form‘ - Julius von Bismarck, Berlinische Galerie, Museum für moderne Kunst, 26.05. - 14.08.23

    34 min
  • Anti go NEE

    Antigone hüpft mit den Freundis ins Schlammbad. Iiiiiih – ist das eklig. Ismene holt ein Handtuch. Danke. Totale Gemeinschaft. Schweigen oder Schreien? C ruft mit Sophokles aus dem Zuschauerraum: Warum ist das alles so dunkel hier? I verstoa di net. In Gent wütet unsere indigene Schwester im Dia gerahmt auf den Straßen Brasiliens. Anti is gone in the Amazon? Anti go… nee, jetzt echt?

     Erwähnt wird:

    + „Antigone“, R.: Leonie Böhm, Maxim-Gorki-Theater, Berlin, UA 16. April 2023, mit Julia Riedler, Lea Draeger, Çigdem Teke und Eva Löbau (bekannt aus dem ‚Schwarzwald‘-Tatort) 

    + „Antigone in the Amazon“, R.: Milo Rau/NTGEent, Theater der Stadt Gent, ab 13.05.23 bis 14.10.23

    43 min
  • Pst! Ich weiß: Silence.

    Der ausgewalkte Moment des Zögerns - Innehalten kurz vor der Explosion des Kreativen. Raus aus dem Sessellift und hinabgeglitten den weißen, unberührten Hang.  Neben uns zerschneidet der Hipsterbärtige Musik-Produzent Rick Rubin die Purity und - er weiß es schon - kommt niemals da an, wo er hin wollte. John Cage - weltweise - hat sich zu und in silence schon mal Nockerln bestellt, die aussehen wie Lawinen. Upps - gerade noch in time bevor Arnulf Rainer die Alpenidylle schwarz übermalen kann.

    Erwähnt wird:

    + John Cage, Silence, Lectures and Writings, 1961, bei Suhrkamp, übersetzt v. Ernst Jandl, ISBN: 978-3-518-22193-8

    + Arnulf Rainer, österr. Maler, *1929, bekannt durch seine Übermalungen

    + Rick Rubin, The Creative Act: A Way of Being, 2023, ISBN: 978-1838858636 +

    23 min
  • Frame Fremd

    Live aus Christianas Atelier: Vor dem durchscheinenden blau-gelben „Solo“ hocken wir. Im Rücken Karl Valentin, – nur in der Fremde ist der Fremde fremd – der unbeachtet von den Farbmenschen mit dem Wolf heult. Peng! Auf ‚Los‘ geht es los Richtung Unbekannt. Immer im Kreis von dem Einen ins Viele und wieder zurück. Soo weit.

    Erwähnt wird: 

    + Volapük, Plansprache, die 1888 vom Pfarrer J.M. Schleyer geschaffen wurde 

    + Empedokles, Über die Natur, Fragment 117 

    + Walt Whitman, Leaves of Grass, 1891-1892, Song of my Self (Part 51) + Sylke Bartmann, Das Vertraute und das Fremde, 2011

    + John Berger, Das Leben der Bilder oder die Kunst des Sehens, 2022 

    + Johannes Heil, https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/izpb/vorurteile-271/9689/fremde-fremdsein-von-der-normalitaet-eines-scheinbaren-problemzustandes/

    23 min
  • Le grain de la voix

    Wir lauschen und denken an den Körper als Instrument. Wer spielt hier auf wem? Dieser Channel funkt aus den tiefen Höhlen unseres Ichs. Roland Barthes flüstert zu Schubert-Liedern irgendetwas über das Begehren. ‚Le grain de la voix‘ – das Leibliche der Seele - einzigartig wie ein Fingerabdruck und scheu wie flüchtige Gedanken. Ihr hört man alles an. 

    + Erwähnte Literatur, Film, Theater:

    + Roland Barthes, Die Körnung der Stimme, Interviews 1962-1980, 2002,  posthum veröffentlicht, ISBN 978-3518122785 + Meredith Monk, The Recordings, release date: 11.11.22, anlässlich des 80jährigen Geburtstages von M.M., ECM 2750 + „Her“, Science-Fiction-Filmdrama, R.: Spike Jonze, 2013, Hauptrolle: Joaquin Phoenix + Marcus Steinweg, z.B. „Sprachlöcher“, ISBN 978-3751805629 + „The Five Devils“, Film, R.: Léa Mysius, Filmstart: 13. April 2023, („...auf körnig-haptischen 35 mm gedreht…“)

    24 min
  • Yippie Yippie Yeah: Hamlet

    Schmeiß‘ die Tische um, wir brauchen Platz zum Denken. Der Grübelrüpel Hamlet steckt mit dem Gesicht im Torf, rappelt sich auf und kämpft. Showtime in der Schaubühne Berlin! Lars Eidinger hottet seit 2008 über Tisch und Geplänkel. Das gierige Publikum fletscht immer noch die Zähne: Krawall und Remmidemmi: Innerhalb von 10 Minuten sind alle Plätze ausverkauft.

    Erwähnt wird:     Hamlet – Theaterstück, Schaubühne Berlin am Lehniner Platz, Regie: Thomas Ostermeier, Übersetzung: Marius von Mayenburg, mit Lars Eidinger, Urs Jucker, Jenny König, u.a.; UA.: 17.09.2008, Koproduktion mit Festival Athen und Festival d‘Avignon

    29 min
  • Und jetzt?

    In der Pause STEHEN wir als Statisten ‚Prost!‘ im Foyer. Sommernachtstraum im Gerhard Winterlichen (!) Berlin. Der Schnee von gestern pappt am Diskurs von heute. Beim Reden kann man am besten zuhören. Zumindest sich selber. Und das Reden ist wie ein Pfeil, der ins Ziel treffen soll. Zunächst nur eine ideale Linie. Im GEHEN aber wird die Richtung real. Leider SITZEN wir. Und jetzt?

    Erwähnt wird:

    • „UND JETZT?“ – Theaterstück, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, R.: René Pollesch, mit Martin Wuttke, Milan Peschel, Franz Beil, UA.: 3.12.2022


    32 min

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