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Was passiert, wenn sich eine junge Frau drei Wochen lang in ein verlassenes Haus einsperrt, ohne Medien, Internet, Handy oder eine andere Verbindung zur Außenwelt? Lena Holzer, eine junge Osttirolerin, die in Den Haag lebt und an der dortigen Kunstakademie ein Masterstudium absolvierte, wagte dieses Selbstexperiment. Die Idee: der Übersättigung einer reizüberfluteten Welt konsequent zu entfliehen und im Reizvakuum zum Wesentlichen zurückzufinden. Im Podcast-Gespräch mit Silvia Ebner erklärt Lena Holzer ihre Motivation für diese ungewöhnliche Performance, erzählt von den Wochen der Isolation und geht auch der Frage nach, warum Holländer im Gegensatz zu Osttirolern keine Vorhänge zuziehen.
Im Dolomitenstadt-Podcast beantwortet Historiker Martin Kofler nicht nur diese Frage. Gibt es Charakterunterschiede zwischen Pustertalern, Iseltalern und Menschen im Lienzer Becken? Und fühlt man sich hierzulande als Tiroler oder Osttiroler? In dieser Folge unterhalten sich zwei Menschen, die nicht nur exzellente Geschichtenerzähler sind, sondern auch unglaublich viel über die Geschichte des Bezirkes wissen. Evelin Gander, selbst kundige Stadtführerin und Dolomitenstadt-Autorin, interviewt Historiker Martin Kofler, einen der profundesten Kenner der Bezirksgeschichte. Eine unterhaltsame Geschichtsstunde für alle, die mehr über Osttirol wissen wollen. Aha-Momente garantiert!
13 Hektar – die Fläche von 20 Fußballfeldern – werden in Österreich täglich verbaut. Was tun gegen den „Flächenfraß“, der wertvolles Ackerland kostet, Böden versiegelt und damit auch Naturgefahren heraufbeschwört? Wie können Gemeinden Wohnraum und Arbeitsplätze schaffen, ohne zugleich wertvolle Naturräume zu opfern? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich Thomas Kranebitter, von Beruf Raum- und Regionalplaner, der viele Gemeinden in Osttirol in Raumplanungsfragen begleitet und berät. Er schildert im Interview mit Anna Maria Huber die wichtige und schwierige Rolle der Gemeinderäte, die aufgefordert sind, ihre Entscheidungen „bodensparend und zweckmäßig“ zu treffen. Kranebitters Fazit: Es gibt historisch gewachsene Problemzonen doch das Bewusstsein für den sparsamen Umgang mit der Ressource Boden wächst und: „Alles was neu gebaut wird, wird streng geprüft“.
Wer Werner Zanier hört, denkt an Bikes. Der nach Osttirol „zugewanderte“ Unternehmer zählt zu den größten Fahrradhändlern in Österreich und gilt als erfolgreicher, zupackender Macher. Mit einem dicken Buch im Schein der Leselampe kann man sich den drahtigen Sporthändler nur schwer vorstellen. Doch der Schein trügt. Im Gespräch mit Anja Kofler verrät Werner Zanier seine verborgene Leidenschaft für Bücher und hat auch ein Werk der Weltliteratur im Gepäck. Dieses Podcast-Interview ist der Beginn einer Serie von unterhaltsamen und erhellenden literarischen Gesprächen, in denen die Leiterin der Lienzer Stadtbücherei nicht einfach Bücher vorstellt, sondern vor allem Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, die gerne lesen.
Silvia Ebner unterhält sich in dieser Ausgabe des Dolomitenstadt-Podcasts mit Heide Pellmann und Wilma Reichenberger. Beide verbrachten Kindheit und Jugend bis zur Wende in der DDR und leben mittlerweile seit vielen Jahren in Osttirol. „Freiheit“ steht als Motto über diesem ebenso unterhaltsamen wie erhellenden Gespräch, das „im Osten“ beginnt, in der Jugend der beiden Frauen. Beim Vergleich des damals Erlebten mit den Monaten des Lockdowns während der Corona-Pandemie wird spürbar, wie individuell das „Gefühl von Freiheit“ und damit der Anspruch an ein freies, selbstbestimmtes Leben ist. Zugleich schärfen die beiden „zugezogenen“ Frauen den Blick für die hohe Lebensqualität in Osttirol und für ein soziales Miteinander, das auch in schwierigen Zeiten die Gemeinschaft stärkt.
Ausgerechnet auf der „Galgenalm“ tifft Dolomitenstadt-Podcasterin Evelin Gander einen Mann, der 20 Jahre freiwillig im Gefängnis verbrachte und – wie er lachend anmerkt – nun „wegen guter Führung entlassen ist“: Georg Kamptner war Gefängnisseelsorger in der oberösterreichischen Strafanstalt Garsten und ist nun im Ruhestand.
In einem erhellenden Gespräch gibt er Einblicke in eine Realität, die für die meisten Menschen schwer nachzuempfinden ist, das Leben hinter Gittern. Zwei, drei Jahre Haft kann man „durchtauchen“ erzählt Georg, über diesen Zeitraum lassen sich Beziehungen und Strukturen „draußen“ erhalten, das Leben zerbricht nicht völlig. Doch für Straftäter mit sehr langen Haftstrafen stellt sich nicht nur die Sinnfrage, auch das Thema Schuld ist allgegenwärtig.
Auf einer Bank am romantischen Speichersee in Tassenbach ergriff Dolomitenstadt-Redakteur Roman Wagner die Gelegenheit, einen Mann vor das Mikrophon zu holen, den man in Osttirol nicht vorstellen muss: Walter Mair. Mit 81 Jahren legt er zwei neue Wanderführer vor. Insgesamt 21 unvergleichliche Bergbücher hat er in den letzten Jahrzehnten geschrieben und man zweifelt keine Sekunde daran, dass er all die Pfade, auf die er uns führt, mit eigenen Augen gesehen und mit eigenen Beinen erwandert hat.
Immer mehr Menschen feiern die bunte Liebe. Einer von ihnen ist Adrian Infeld. Der Osttiroler hat in Wien zeitgenössische Tanzpädagogik studiert und ist pansexuell. Pansexualität leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet so viel wie „alles“. Wer pansexuell ist, geht die Partnerwahl sehr offen an. Solange es auf menschlicher Ebene knistert, ist das Geschlecht egal. Im Dolomitenstadt-Podcast spricht Adrian über sein persönliches Lebensgefühl und über die Reaktionen seiner Umgebung.
Die meisten Bauern im Alpenraum sehen die Rückkehr des Wolfes als Bedrohung für die traditionelle Almwirtschaft und den Tourismus. Sie wollen den streng geschützten Einwanderer zum Abschuss freigeben. Tierschützer führen ins Treffen, dass nur ein Bruchteil der im Almsommer getöteten Schafe auf das Konto von Wölfen geht und man die Herden auf verschiedene Arten vor dieser Bedrohung schützen kann. Die Grazer Wildbiologin Gudrun Pflüger sieht die Problematik differenziert, hat auch Verständnis für die Sorgen der Bauern, will aber vor allem Bewusstsein für das wahre Wesen der Wölfe schaffen. Die ehemalige Spitzensportlerin war in der kanadischen Wildnis unterwegs, folgte den Spuren der Wölfe und setzte sich mitten in ein wildes Wolfsrudel. Ihre Erfahrung: „Man muss keine Angst vor Wölfen haben.“
Diesmal entführt uns Dolomitenstadt-Podcasterin Evelin Gander in die Tiefe eines Waldes nahe Lienz, wo sie sich mit Sabine Buchberger zum „Waldbaden“ trifft. In der „Waldgarderobe“ hängen beide ihre Sorgen auf (und vergessen später, sie wieder mitzunehmen!), bevor sie sich einen Platz unter einem großen Baum suchen und mit uns in eine wunderbare Welt eintauchen. „Bäume sind Heiligtümer“, sagt Hermann Hesse, „wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiß, der erfährt die Wahrheit. Sie predigen nicht Lehren und Rezepte, sie predigen, um das Einzelne unbekümmert, das Urgesetz des Lebens.“ Und darum geht es in diesem Beitrag.
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