Im dichten, kohlegeschwärzten Nebel der Nacht vom 31. August 1888 liegt der nasse Kopfsteinpflaster von Buck’s Row, während die einsame Gaslaterne flackernd das Silhouette einer Gestalt verdeckt, die kaum mehr als ein Strohhalm im düsteren Regen ist. Der kalte Hauch trägt den Geruch von Pferdemist und Kohle, und das leise Murmeln der Straße wird plötzlich von einem markerschütternden Aufschrei übertönt.
In den folgenden Monaten verschwand die Hoffnung der Bewohner von Whitechapel, als fünf Frauen – Polly Nichols, Annie Chapman, Elizabeth Stride, Catherine Eddowes und Mary Jane Kelly – im Schatten derselben Gassen erstickt und verstümmelt wurden. Die Opfer, jede aus einer anderen Lebenslage, wurden von einem unbekannten Täter gejagt, dessen Vorgehen von rascher, präziser Gewalt und skrupelloser Heimlichkeit zeugt. Die Ermittlungen der Metropolitan Police, geleitet von Inspector Frederick Abberline, stolperten über fehlende forensische Mittel, institutionelle Rivalitäten und politisch motivierte Vertuschungen, sodass jeder Fall nur mit kargen Inquests endete.
Trotz aller Forschung bleibt der Mörder im Dunkeln, und die Namen der Frauen werden oft nur noch im Klang von “Jack the Ripper” genannt. Ihre individuellen Schicksale fordern ein erneutes Erinnern, weil sie das wahre Gesicht der viktorianischen Armut und der gesellschaftlichen Ignoranz widerspiegeln.