Dylan Talk

Dylan Talk

By Röbi Koller im Gespräch mit Gästen, die eine Leidenschaft für Bob Dylan haben.Society & Culture
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Dylan Talk episodes

  • Dylan Talk Nr. 17: THINGS HAVE CHANGED
    Röbi Koller im Gespräch mit Jürg Halter – Musik: Lukas Langenegger
    Jürg Halter hat 2010, damals noch als "Kutti MC", einen Track mit dem Titel I cha nid rappe, Bob Dylan nid singe veröffentlicht. Das ist natürlich arg untertrieben, denn der Spoken-Word-Künstler kann sehr wohl rappen. Ob Dylan mit seinem Subterranean Homesick Blues den ersten Rap der populären Musik hervorbrachte, wie manchmal behauptet wird, bezweifelt Halter allerdings. Viel älter sei die Tradition des Talking Blues mit seinen freien Melodien und den streng rhythmisch gesprochenen Texten. 
    Bob Dylan sei immer eine Zumutung gewesen, meint Jürg Halter. Für Leute, die in der Kunst Ablenkung oder die Bestätigung von Erwartungen suchten, sei er vermutlich ein rotes Tuch. Halter weiss, wovon er spricht, ist er doch selber einer, der sich künstlerisch vielseitig ausdrückt und manchmal unter Pseudonymen auftritt.
    Die Songs, die Lukas Langenegger auf Wunsch von Jürg Halter interpretierte: Things Have Changed, The Lonesome Death of Hattie Carroll, Murder Most Foul (mindestens einen Ausschnitt daraus) und Sara.
    1 hr 17 min
  • Dylan Talk Nr. 16: I WANT YOU
    Röbi Koller im Gespräch mit Shirley Grimes und Lukas Langenegger
    Ein Dylan Talk mit einem besonderen Gast: Lukas Langenegger, der die Talks seit Folge 1 musikalisch begleitet, gibt Auskunft über seine Leidenschaft für Bob Dylan – 'His Bobness', wie er den Poeten nennt. Bemerkenswert: Die Begeisterung für Dylans Musik hat bei Lukas bereits vor der 1. Klasse begonnen.
    Shirley Grimes, die irische Singer-/Songwriterin, die seit mehr als 30 Jahren in Bern lebt, erzählt von ihrer Jugend im ruralen Irland der 80er-Jahre. Man habe den sonntäglichen Gottesdienst vor allem besucht, weil man sich freute, danach ins Pub zu gehen. Ihre Muttersprache Englisch helfe beim Verstehen der Dylan-Texte wenig, sagt sie: »Ich habe zuweilen keine Ahnung, wovon er singt. Es sind die Sprachbilder, die mich interessieren.« Ein Highlight des Talks ist Shirleys wunderbare Interpretation von Dylans Klassiker 'Every Grain Of Sand' – ganz im Stil von Emmylou Harris.
    Weitere Dylan-Songs, die Grimes und Langenegger interpretieren: 'I Want You', 'Blowin' In The Wind', 'Early Roman Kings' und 'A Hard Rain's A-Gonna Fall'.
    1 hr 9 min
  • Dylan Talk Nr. 15: BABY BLUE
    Röbi Koller im Gespräch mit Mirko Slongo – Musik: Lukas Langenegger
    Der Dylan Talk war für einmal zu Gast im Kulturcafé Bsinti in Braunwald. Der Ausflug ins Glarnerland hat sich gelohnt, für Mirko Slongo, Lukas Langenegger und Röbi Koller auf jeden Fall und für das Publikum hoffentlich auch. 
    Im Gespräch lernen wir einen engagierten und vielseitigen Künstler kennen, dessen Leben nicht gradlinig verlief. Mirko Slongo begann seinem Vater zuliebe eine Lehre als Metallbauzeichner, obwohl er lieber Maler hätte werden wollen. Zu seiner kreativen Leidenschaft sollte er erst später finden. Die Liebe zu Bob Dylans Musik entdeckte Slongo über den elf Jahre älteren Bruder, der es allerdings nicht zugelassen hätte, wenn sich der Junior für Bay City Rollers entschieden hätte. Bob Dylan hat Mirko Slongo durchs ganze Leben begleitet. »Heute höre ich Dylan vor allem, wenn ich alleine bin«, sagt er, »mit seiner Musik werden meine Gedanken klarer.«
    Lukas Langenegger singt und spielt Positively 4th Street, Girl From The North Country, Oh Sister und It's All Over Now, Baby Blue sowie, gemeinsam mit Mirko Slongo, Make You Feel My Love.
    1 hr 7 min
  • Dylan Talk Nr. 14: ANDRI ZYTE
    Röbi Koller im Gespräch mit Toni Vescoli – Musik: Lukas Langenegger
    Toni Vescoli gehörte mit seiner Band Les Sauterelles zu den Pionieren der Schweizer Rockmusik. Seine ersten Idole waren Freddy Quinn und Elvis, bevor er sich für Bob Dylan zu interessieren begann. Im Dylan Talk erzählt Vescoli, wie ihn Musik getröstet hat, wenn er als Kind Prügel einstecken musste, und wie es kam, dass er von Anfang an wusste, dass er Musiker werden wollte. Inzwischen begleitet uns Toni Vescoli seit mehr als sechzig Jahren mit seiner Musik und steht immer noch im Studio und auf der Bühne. Trotzdem war es ein Job als Sprecher, der es ihm finanziell ermöglichte, ein Album in Austin/Texas zu produzieren: Er lieh nämlich über mehrere Jahre den Pingu-Kindergeschichten seine Stimme. Im Übrigen ist Toni Vescoli einer der wenigen Schweizer Musiker, die Bob Dylan einmal persönlich getroffen haben. Mehr darüber im Gespräch mit Röbi Koller.
    Die Songs, die Toni Vescoli sich gewünscht hat, singt und spielt Lukas Langenegger: Mr. Tambourine Man, Desolation Row und Not Dark Yet. Gemeinsam singen Vescoli und Langenegger The Times They Are A-Changin’ und Shelter From The Storm.
    1 hr 1 min
  • Dylan Talk Nr. 13: DIGNITY
    Röbi Koller im Gespräch mit Manfred Papst – Musik: Lukas Langenegger
    Der Journalist Manfred Papst, der Sinologie studiert und über die Übersetzbarkeit von chinesischer Lyrik geforscht hat, findet es fast unmöglich, Bob Dylan zu übersetzen. Das Problem dabei sei nämlich, dass man sich bei einer Übersetzung für eine Variante, also für das Eindeutige entscheiden müsse, wogegen das Original einen ganzen Hallraum an Bedeutungen mitliefere.
    Papst suche gerne nach Lesarten in Dylans Texten, warnte aber davor, dessen Songs als Kreuzworträtsel zu betrachten, bei denen jeweils eine einzige richtige Lösung gesucht sei. Dylan spiele nicht Zitateversteckis, sondern streue, gleichermassen souverän wie sorglos, Verweise aus der Bibel oder aus der amerikanischen Folktradition in seine Songs.
    Der Abend stand unter dem Motto ‘Dignity’, was gut zu Dylans aktueller Tournee passe, meinte Manfred Papst, denn Bob Dylan verzichte bei seinen Auftritten auf allerlei Firlefanz und trete als würdig gealterter Musiker auf.
    1 hr 13 min
  • Dylan Talk Nr. 12: HARD RAIN
    Röbi Koller im Gespräch mit Wolfgang Niedecken – Musik: Lukas Langenegger
    Unser Gastspiel in der Bleiche in Wald war ein voller Erfolg. Das Publikum, das sich für den Kölner Musiker Wolfgang Niedecken, auch bekannt unter dem Label 'Südstadt-Dylan', interessierte, wurde reich belohnt: mit Geschichten aus Niedeckens Leben und Gedanken zu dessen Verbundenheit mit Bob Dylan.
    Viele BAP-Songs hätte es ohne Desolation Row nie gegeben – Dylans Musik habe ihm Mut gemacht, Lieder wie Kristallnaach oder Bahnhofskino zu schreiben, gestand Niedecken. Einige Dylan-Songs habe er direkt übernommen und frei auf Kölsch übertragen. In letzter Zeit wollte er sich mit seinen Übersetzungen aber weniger vom Original entfernen als früher.
    Niedecken ist Bob Dylan in seinem Leben zwei Mal persönlich begegnet, erzählte er. Beide Treffen seien aber privater Natur gewesen. «Deshalb habe ich Dylan als äusserst freundlichen und entspannten Menschen erlebt.» 
    Lukas Langenegger spielte und sang gemäss Niedeckens Wunschliste A Hard Rain's A-Gonna Fall, Desolation Row, The Man In The Long Black Coat und Tangled Up in Blue, bevor er, gemeinsam mit Wolfgang Niedecken, den Talk mit Knockin' On Heaven's Door abschloss.
    1 hr 22 min
  • Dylan Talk Nr. 11: NOT DARK YET
    Röbi Koller im Gespräch mit Katarina Holländer – Musik: Lukas Langenegger
    Das Setting des 11. Dylan Talks war einmalig und passte zum gesetzten Thema. NOT DARK YET war unser Leitfaden. Das Friedhof Forum Sihlfeld in Zürich hatte uns mit seiner Ausstellung über Songs, die den nahen Tod in den Fokus rücken, inspiriert. Der Titel der Ausstellung ist zwar YOU WANT IT DARKER, benannt nach einem Song und einem Album von Leonard Cohen. Da wir uns aber mit Dylan befassen, haben wir ihn kurzerhand umbenannt.
    Katarina Holländer ist eine ausgewiesene Kennerin des Werks und der Auftritte von Bob Dylan. Sie erzählte über ihre zögerliche Annäherung an Dylan und liess uns in die Tiefen der Exegese abtauchen. In der Friedhofskapelle A diskutierten wir vor dem Wandgemälde 'Trauernde und Engel' von Karl Walser, dem Bruder des Schriftsteller Robert Walser.
    Lukas Langenegger liess die Songs des Wunschkonzerts von Katarina Holländer erklingen. Von Song to Woody über Not Dark Yet bis zu den Liedern des 2020-er Albums Rough and Rowdy Ways.
    1 hr 36 min
  • Dylan Talk Nr. 10: TAMBOURINE MAN
    Res Strehle im Gespräch mit Röbi Koller – Musik: Lukas Langenegger
    Für einmal ist Röbi Koller nicht der Gesprächsleiter, sondern der Gast, der erzählt, warum er erst 50 Jahre nachdem er den ersten Song von Bob Dylan gehört hatte, zum wirklichen Fan wurde. Und wie er dessen Musik und dessen Live-Auftritte in den Jahren dazwischen wahrgenommen hat.
    Das Gespräch fand im Bistro Rossi in Gockhausen statt. Für Musiker Lukas Langenegger, der in diesem Weiler bei Zürich lebt, ein Heimspiel! Auch ein Gockhauser ist der ehemalige Chefredaktor des Tages-Anzeigers Res Strehle. Er stellte Röbi Koller die Fragen zu Bob Dylan.
    1 hr 19 min
  • Dylan Talk Nr. 9: HOMESICK BLUES
    Röbi Koller im Gespräch mit Eric Facon – Musik: Lukas Langenegger
    Der Musikjournalist Eric Facon lernte Bob Dylan über Umwege kennen. Als sein Vater von einer USA-Reise zwei LPs für ihn und seinen Cousin nach Hause brachte, nämlich Bob Dylan’s Greatest Hits und Sounds of Silence von Simon&Garfunkel, entschied er sich, nach dem Anhören beider Scheiben, für jene von Simon&Garfunkel. Trotzdem wurde er später zu einem grossen Bewunderer von Bob Dylan. «Heute besitze ich ungefähr 1.5 Laufmeter CDs von ihm!»
    Im Dylan Talk erzählt Eric Facon über Coverversionen von Dylan-Songs, die es ihm angetan haben, über Dylan-Konzerte, die klangen, als wären es öffentliche Proben und über Dylans verschiedartige Stimmen, die er nicht immer erträgt. Aber vermutlich sei dieser Musiker gerade deswegen ein wahrer Künster: «Weil er sich nicht darum kümmert, was das Publikum will. Er macht lediglich ein Angebot. Wenn es angenommen wird: super. Wenn nicht, macht er etwas anderes.»
    Der Dylan-Talk mit Eric Facon fand in der Barakuba-Bar im Basler Gundeldinger Feld statt. Vielen Dank den interessierten Locals, die den Weg dorthin gefunden haben.
    1 hr 10 min
  • Dylan Talk Nr. 8: SLOW TRAIN
    Röbi Koller im Gespräch mit Benedikt Weibel – Musik: Lukas Langenegger
    Benedikt Weibel hat von seinen Söhnen einmal eine Sammlung mit vielen Eisenbahnsongs geschenkt bekommen. Der gleichförmige Rhythmus, dem Rattern der Wagen auf den Schienen nachempfunden, sei ein typischer Sound dieser Lieder, findet er. Dass der frühere SBB-Chef Slow Train Coming nicht zu seinen liebsten Dylan-Songs zählt, kann man nachvollziehen. Schon eher wählt er It Takes A Lot To Laugh, It Takes A Train To Cry.
    Als Bob Dylans Karriere begann, war Benedikt Weibel, aufgewachsen in Solothurn, noch ein Teenager. Das grösste damalige Ereignis in seiner Umgebung sei das Konzert von Peter Kraus im Parkhotel Grenchen gewesen, erinnert er sich. Später, während der RS, hörte er aus den Jukeboxen der Restaurants von Bière/VD öfters Lieder von einem gewissen Hugo Frey (der natürlich in Wirklichkeit Hugues Aufray heisst). Über dessen Interpretation von Don’t Think Twice, It’s Alright entdeckte Benedikt Weibel Bob Dylan. Seither hat ihn die Musik Dylans nie mehr losgelassen. «Das Schöne an Dylan ist, dass du ihm ein Leben lang zuhören kannst, und immer wieder andere Lieder zu deinen Lieblingssongs werden.»
    Die Tonqualität dieser Folge ist leider nicht befriedigend. Sorry! Ich kann dafür niemandem die Schuld in die Schuhe schieben ausser mir selbst. Herzlichen Dank Georg Schlunegger, der in der Nachbearbeitung gerettet hat, was noch zu retten war!
    55 min

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Die einen reden über Fussball, die anderen über Autos. Wir reden über Bob Dylan, seine Musik, sein Leben, sein Universum.