Was passiert, wenn eine psychische Krise so akut wird, dass das eigene Leben in Gefahr ist? Wie können Menschen in solchen Situationen erreicht werden – und warum fällt es gerade Männern oft schwer, sich Hilfe zu suchen?
In dieser Folge spricht Jan mit Janna Kleine-Huster vom Deutschen Caritasverband über Suizidalität, Hilfesuche und die Erfahrungen aus der Online-Suizidpräventionsberatung U25. Dabei geht es auch um die Frage, warum Männer deutlich häufiger durch Suizid sterben, Beratungsangebote aber gleichzeitig seltener in Anspruch nehmen. Welche Rolle spielen männliche Sozialisation, Scham, Erwartungen an sich selbst und die Vorstellung, Probleme alleine lösen zu müssen?
Das Gespräch führt von den besonderen Chancen niedrigschwelliger Onlineberatung über Einsamkeit und den Umgang mit Suizidgedanken bis zur Frage, wie wir überhaupt über Suizidalität sprechen sollten. Es geht um den Werther- und den Papageno-Effekt, um wirksame Suizidprävention – und darum, warum Hilfe nicht erst dann beginnen darf, wenn aus einer Krise ein akuter Notfall geworden ist.
Und es wird politisch: Wenn wir wissen, dass Prävention wirkt und Leben retten kann, warum bleiben wichtige Beratungsangebote dann von befristeten Projektfinanzierungen abhängig?
Eine Folge über Suizidalität und Krisen, über Hilfe suchen und Hilfe annehmen – und darüber, warum Suizidprävention kein Projekt sein kann.