Cyber-Resilience, Haftung, Versorgung: So steuern Sie Risiken über IT-Grenzen hinweg
Executive Summary – In dieser Episode erfahren Sie:
warum NISG/NIS2 die Verantwortung klar im Management verankert und „IT-Delegation“ riskant bleibtwie Sie digitale Risiken als Teil des bestehenden Risikomanagements (inkl. organisatorischer Folgen) bewerten und nachweisenweshalb RKEG und NIS2 zusammenspielen und Abhängigkeiten über Organisationsgrenzen (z. B. Cloud, Partner, Lieferketten) hinaus zentral werdenwas bei digitalen Vorfällen für die Versorgung „innerhalb von Stunden“ vorbereitet sein muss – nicht erst im Ereignisfallwarum als Awareness „IT informieren“ nicht genügt und welche Hürden (Arbeitslast, Ressourcen, Generationenwechsel) existierenNISG 2026: Verantwortung bleibt obenDelegation vs. Führungsaufgabe: Was Management leisten mussDigitales Risikomanagement: "CIA-Triade" + Kontext (Organisation, Betrieb, Versorgung)KI & hochsensible Daten: Pflichten und blinde FleckenCompliance-Nachweis: „Wie belegen wir, dass wir getan haben, was nötig ist?“Patientensicherheit bei digitalen Vorfällen: Reaktionsfähigkeit & VorbereitungRKEG + NIS2: Holistische Resilienz und kritische AbhängigkeitenOutsourcing, Cloud & Lieferketten: Verantwortung bleibt, Koordination wird komplexKey Takeaways für Führungskräfte
Definieren Sie Cybersicherheit explizit als Management-Agenda (Governance/Risk/Compliance), nicht als IT-Aufgabe.Stellen Sie sicher, dass Risiken inkl. betrieblicher Konsequenzen bewertet werden (nicht nur Technik: Verfügbarkeit/Integrität/Vertraulichkeit, sondern Versorgungsauswirkungen).Verankern Sie einen belastbaren Nachweisprozess (Compliance): Was wurde entschieden, umgesetzt und kontrolliert – und warum ist es „angemessen“?Planen und üben Sie digitale Vorfälle wie ein zusätzliches Kapitel im Krisen-/Katastrophenschutz: Rollen, Entscheidungswege, Kommunikation, Wiederanlauf – auch über Organisationsgrenzen.Etablieren Sie wirksame Sensibilisierung: Erkennen, melden, erste Maßnahmen im Betrieb – statt reiner „IT anrufen“-Anweisung, angepasst an die Arbeitsrealität von Medizin und Pflege.Thomas Prinz ist Krisenexperte, Trainer und Berater mit über 30 Jahren Praxis im Notfall- und Krisenmanagement – mit klarem Fokus auf Human Factor und Führung unter Druck. Er begleitet Organisationen dabei, in Ausnahmesituationen strukturell und menschlich handlungsfähig zu bleiben.
Franz Hoheiser-Pförtner ist Cybersecurity- und Informationssicherheits-Experte mit Schwerpunkt Gesundheitswesen sowie Vorstandsmitglied von Cyber Security Austria. Sein Fokus liegt auf umsetzbarer Cyber-Resilience (Recovery/BCM) sowie Anforderungen rund um NISG/NIS2 und HealthCERT.
Beide sind als Fachhochschul-Lektoren tätig.
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