Einstein

Einstein

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Natural Sciences
Download on the App Store

Einstein episodes

  • Bessere Balance – Besseres Leben
    Wir Menschen verlieren das Gleichgewicht. Die grassierende Bewegungsarmut bringt uns aus der Balance. Das führt zu mehr Stürzen. Doch nicht nur der Körper, auch der Geist leidet. «Einstein» zeigt, wie riesig der Einfluss eines besseren Gleichgewichts ist.
    Gleichgewichtstraining gegen Sturzgefahr
    Wie schnell lässt sich das Gleichgewicht trainieren. Und wie stark wirkt sich dies auf die Sturzwahrscheinlichkeit aus. Tobias Müller und Kathrin Hönegger machen ein Gleichgewichtsexperiment im Bewegungslabor des Campus Balgrist. Die Forscher analysieren, wie stark sich das reaktive Gleichgewicht, das für die schnellen Reflexe des Körpers zuständig ist, durch gezieltes Training optimieren lässt.
    Senioren und Kinder trainieren gemeinsam
    Unser moderner Lebensstil mit wenig körperlichen Tätigkeiten führt dazu, dass wir zunehmend unser Gleichgewicht verlieren. Kinder und Seniorinnen sind davon besonders betroffen. Bei Kindern befindet sich das Gleichgewicht im Aufbau. Ohne Training bildet sich der Gleichgewichtsinn ab dem 20 Altersjahr ab. Die Konsequenz: Eine vielfach höhere Sturzwahrscheinlichkeit im Alter. Gegensteuer kann hier Generationenübergreifendes Training bieten. Eine neue Studie beleuchtet die Vorteile, wenn Kinder gemeinsam mit Senioren trainieren. Für Jung und Alt.
    Gleichgewichtstraining für bessere Schulnoten
    Ein besseres Gleichgewicht fördert auch die Kognition. Basler Forschende wiesen nach, dass der Effekt am grössten ist, wenn beides zusammen trainiert wird. Was führt zu diesem Effekt? Und können mit speziell entwickelten Computerspielen auch Bewegungsmuffel von diesem Effekt profitieren?
    Mit Computer-Games zu mehr Gleichgewicht und Grips
    Immer mehr Kinder mutieren zu «couch potatoes» und verbringen ihre Zeit mit Computer-Games. Das Startup «Sphery» möchte dem Bewegungsmangel entgegenwirken und hat ein Game entwickelt, mit dem gleichzeitig Gleichgewicht, Fitness und der Kopf trainiert werden können. Erste Studien zeigen, dass die Kinder neben einer besseren Fitness ebenfalls ihre kognitiven Fähigkeiten verbessern konnten. Die Game-Entwickler planen nun das Game grossflächig in Schulen einzusetzen.
    Samuel Volery – Der Meister des Gleichgewichts
    Samuel Volery gehört seit Jahren zur Weltklasse auf der Slackline. Das Thema Gleichgewicht ist ein wichtiger Teil in seinem Leben. Sein Weltrekord-Versuch auf einer Slackline, die zwischen zwei Gipfeln der Churfirsten gespannt wurde, machte Furore. Slacklinen ist für ihn Beruf und Lebensschule zugleich. Beim Tanz auf dem schmalen Band benötigt er eine Fokussiertheit, die er auf alle anderen Lebensbereiche und persönlichen Ziele überträgt.
    37 min
  • New Space: Das Weltall für alle
    Es ist ein Bubentraum, den sich Milliardäre wie Jeff Bezos und Elon Musk erfüllen: Sie fliegen ins All. Zudem machen neue Start-ups die Reise in den Weltraum immer günstiger. «Einstein» begleitet ETH-Studierende mit ihrer Rakete zu einem emotionalen Countdown nach Portugal. Wird ihre Eigenentwicklung abheben?
    Raketen-Kids
    Die Studierenden, die «Einstein»-Moderator Tobias Müller zu einem Raketenflugwettbewerb begleitet, wollen hoch hinaus. Ihre Piccard-Rakete ist über sechseinhalb Meter lang und fliegt schneller als der Schall. Die Startvorbereitungen in Portugal sind aber hochkomplex und verlangen dem Team alles ab.
    Mars-Enthusiasten
    Den Mars auf der Erde simulieren: Das ist das Ziel der Amadee20-Mission. Für drei Wochen leben sechs sogenannte Analog-Astronautinnen und -Astrounauten in einer «Mars-Kolonie» in der israelischen Wüste. Was nach Zukunftsmusik tönt, könnte bald Realität werden. In den nächsten Jahren sind mehrere bemannte Mond-Missionen geplant und Multimilliardär Elon Musk will mit seinen Raketen Menschen auf den Mars bringen.
    Weltall-Start-ups
    Clearspace und Astrocast sind zwei Schweizer Start-ups aus dem New-Space-Bereich – und sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Astrocast mit ihren Klein-Satelliten Internetempfang an den entlegensten Orten der Welt garantieren will, versucht Clearspace das All von ausgedienter Raumfahrt-Technik zu befreien. Bereits 2025 soll ihr Roboter ein kühlschrankgrosses Stück Weltraumschrott beseitigen.
    37 min
  • Elektroauto – Die Fragen unseres Publikums
    Das Elektroauto bewegt – nach der «Einstein»-Sendung im Mai gab es viel Feedback. Den Inputs und Anliegen des Publikums geht «Einstein» auf den Grund: Ist das Wasserstoffauto nicht doch das bessere Auto? Wie weit sind synthetische Treibstoffe? Und: Wie viel Energie steckt in einem Liter Benzin?
    Mobilitätsexperten und Praxiserfahrungen
    «Einstein» spiegelt die Fragen des Publikums rund um das Elektroauto mit dem TCS-Elektromobilitätsexperten Martin Bolliger. Zudem besuchen sie einen «Einstein»-Zuschauer, der bereits seit vielen Jahren rein elektrisch fährt und machen zusammen eine Probefahrt in seinem neuen E-Auto, «made in China». Praxiswissen und Expertise.
    Synthetische Treibstoffe?
    Jahrzehnte werden noch Verbrenner-Fahrzeuge auf den Strassen fahren. Wie schafft man es, auch mit normalen Autos künftig CO2 zu reduzieren? Synthetische, nachhaltige Treibstoffe, sogenannte «eFuels» sind maximal CO2-neutral und könnten in jedem Verbrenner eingesetzt werden. Das Problem sind die Kosten und die Verfügbarkeit. Aber in der Aviatik sind sie bereits ein grosses Thema und die Schweiz mischt ganz vorne mit.
    Wasserstoff-Antrieb – Ja, aber nicht überall
    «Einstein» beleuchtet das Thema Wasserstoff als Treibstoff- und Antriebs-Alternative. Im Schwerverkehr sind sie bereits Teil nachhaltigerer Lösungen und «Einstein» zeigt, wie heute schon Firmen ihre Logistik-Szenarien nach ihnen ausrichten. Darüber hinaus könnten die Plane für die Wasserstoff-Produktion in der Mobilität einer der grössten Treiber im Ausbau nachhaltiger Energien werden.
    Und «Einstein» schaut genauer hin, wie eigentlich die Energiebilanz bei der Produktion fossiler Treibstoffe aussieht. Da schlägt einiges zu Buche und der Energieverlust über die ganze Kette ist enorm.
    37 min
  • Baden wie die Römer
    Baden war dank seiner Thermalbäder jahrhundertelang die wichtigste Tourismusdestination Europas. Jetzt öffnet das neue Thermalbad von Mario Botta. Doch diesem mussten einzigartige römische und mittelalterliche Zeitzeugen weichen. Was bleibt von dieser Vergangenheit? Eine Spurensuche im Untergrund.
    Ein einzigartiger Platz
    Dass der Kurplatz ab dem Mittelalter das Zentrum des Bäderquartiers war, weiss man dank Funden und Überlieferungen seit langem. Doch als 2020 die Sanierungsarbeiten auf dem Platz laufen, wird rasch klar: Die Geschichte dieses Ortes muss neu geschrieben werden. Die Archäologin Andrea Schaer entdeckt nicht nur römische Bäder, sondern auch einen römischen Altar und einen Inschriftenstein, dazu Grundmauern wohl einer Tempelanlage. Erstmals ist klar: Hier lag das Quellheiligtum der Römer, das Zentrum der grossen Heilthermen. Der Kurplatz ist weltweit einer der wenigen Orte, an denen über 2000 Jahre unterbruchslos Badegeschichte dokumentiert ist.
    Zeigen oder zudecken?
    Doch was machen mit den einzigartigen Funden auf dem Kurplatz? Eine Debatte beginnt. Die Geschichte sichtbar machen, wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern gefordert. Doch die Stadt entschliesst sich für das Gegenteil: Die Funde werden wieder zugedeckt. Die Begründung: Ein Offenlegen wäre technisch wegen dem Thermalwasservorkommen kaum möglich.
    In die Zukunft dank der Vergangenheit
    Doch die Ausgrabungen eröffnen auch Chancen. Der römische Beton, aus dem die Badeanlage gebaut ist, ruft die Materialforschenden auf den Plan. Denn der Badener Beton ist anders zusammengesetzt als der bislang bekannte römische Beton. Nicht Vulkanasche wie in Rom macht ihn so dauerhaft wie heutigen Beton, sondern einheimischer Ton. Walter Caseri von der ETH hofft, mit dieser Erkenntnis einen neuartigen modernen Beton entwickeln zu können. Einen Beton, der sogar klimafreundlicher produziert werden kann. Tatsächlich gelingen erste Versuche. Bereits interessiert sich die Industrie für die «römische» Technologie.
    Die neue Verwendung des Thermalwassers
    Eine weitere nachhaltige Neuentwicklung befindet sich im Untergeschoss des Thermalbades. Eine so noch nie gebaute Anlage entzieht dem Thermalwasser seine natürliche Wärme und heizt damit das Warm- und Heizwasser, nicht nur für das Thermalbad, sondern auch für die angegliederten 38 Wohnungen und den Hotelkomplex. Das spart einen Tanklastzug Heizöl pro Woche – dank der Nutzung der natürlichen Wärme des Thermalwassers.
    41 min
  • Leben ohne Beton – Wie wir mit dem «Tiny House» das Klima retten
    Der Gebäudesektor ist für 40 Prozent des Ressourcen- und Energieverbrauchs verantwortlich. Wie bauen wir in Zukunft? Tobias Müller wohnt in einem nachhaltigen Mini-Haus, zeigt, wie gut ein neuer Öko-Beton ist und wie man mit Holz Hochhäuser bauen kann.
    In Glasgow findet Anfang November die Welt-Klimakonferenz statt. Der Gebäudesektor spielt in Zeiten von Klimawandel und Ressourcenknappheit eine entscheidende Rolle. Er ist für 40 Prozent des weltweiten Ressourcen- und Energieverbrauchs verantwortlich. Dementsprechend gross ist das Potenzial, Massnahmen zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz in Gebäuden umzusetzen. Wie wohnen und arbeiten wir in Zukunft? Und wie bauen wir nachhaltig unsere Häuser? Tobias Müller lässt sich ein Mini-Haus, ein sogenanntes Tiny House, zeigen, wo eine Forscherin an einem realen Gebäude nachhaltige Lösungen entwickelt hat. «Einstein» zeigt, wie Roboter ein ganzes Haus bauen, wie gut Öko-Beton wirklich ist, und wie man mit Holz sogar Hochhäuser bauen kann.
    Das Tiny House
    Das sogenannte Kreis-Haus steht in Feldbach am Zürichsee. Der Name steht für Klima und Ressourcen-Effizientes Suffizienz-Haus. Das Projekt zeigt auf, wie eine funktionierende Kreislaufwirtschaft auf kleinstem Raum in Gebäuden umgesetzt werden kann. Von den Baumaterialien bis zu den Nährstoffen aus dem Abwasser – alles befindet sich im Kreislauf. Tobias war beim Bau des Hauses mit dabei und hat das Haus probegewohnt.
    Haus der Zukunft: Nest
    Wie wohnen und arbeiten wir in Zukunft? Und wie bauen wir unsere Häuser? Genau diese Fragen stellen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Industrie in dem Haus der Zukunft an der Empa in Dübendorf. Das sogenannte Nest ist ein Baulabor, eine Innovationsplattform, die es erlaubt, in und an einem realen Gebäude zu forschen und neue, nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Tobias Müller hat sich zeigen lassen, wie Roboter Häuser bauen und wie die Digitalisierung auf dem Bau den Materialverbrauch massiv verringern kann.
    Der grüne Beton
    Die Menschheit baut auf Beton. Häuser, Brücken, Fundamente. Kein Material wird in grösserer Menge hergestellt. Die Folge: ein immenser CO2-Abdruck, acht Prozent der globalen Emissionen. Das CO2 entsteht bei der Zementherstellung, der Hauptzutat von Beton. Auf Beton können wir aber kaum verzichten, schon nur, weil der CO2-Abdruck anderer Baumaterialien wie Stahl und Backstein noch grösser ist. Darum bleibt nur, den Zement zu verbessern. Forschenden der EPFL-Lausanne ist das gelungen, sie haben einen alternativen Zement entwickelt und die CO2-Emissionen bei der Herstellung um 30 bis 40 Prozent reduziert. Bereits wird er in Indien und einigen anderen Ländern hergestellt.
    Wolkenkratzer aus Holz
    In Zug soll ab 2022 mit 27 Stockwerken und rund 80 Metern Höhe eines der weltweit höchsten Hochhäuser aus Holz gebaut werden: das «Projekt Pi». Das Besondere: Zum ersten Mal soll dabei der tragende Gebäudekern nicht mehr aus Beton, sondern ebenfalls aus Holz bestehen. Bevor die Bauarbeiten beginnen können, müssen geplante Bauteile noch gründlich erforscht und getestet werden. Dafür finden im Mai 2021 umfangreiche Experimente an der ETH Zürich statt wie auch bei der Baufirma Implenia in Zürich, wo extra dafür ein 1:1-Modell von zwei Stockwerken des «Projekt Pi» hergestellt wurde.
    38 min
  • Diktatur der smarten Geräte: Wie uns das Internet der Dinge durchleuchtet
    Mit Google den Staubsauger oder mit dem Handy das Licht steuern. Immer mehr Gegenstände sind über das Internet miteinander vernetzt und erleichtern unseren Alltag. Doch dieser Komfort hat einen Preis: persönliche Daten. «Einstein» über das Internet der Dinge und wie es uns durchleuchtet.
    Bei der Recherche sind wir auf den Dokumentarfilm des kanadischen Filmemachers und Digitalisierungsexperten Brett Gaylor gestossen. In seinem Film «The Internet of Everything» beleuchtet er was geschieht, wenn die Menschen sich für den Komfort «smarter» Gegenstände und Apps entscheiden, sich aber der Folgen nicht bewusst sind. Denn das Internet ist heutzutage überall. Welche Folgen hat diese «Internet-Abhängigkeit» auf die Gesellschaft?
    Brett Gaylor fragt sich auf seiner Recherche-Reise ob es in Ordnung ist, Menschen und ihre persönlichen Daten zu (be)nutzen. Oder wäre es nötig, jetzt die Reissleine zu ziehen, und doch mehr «Offline» durchs Leben zu gehen?
    «Einstein»-Moderator Tobias Müller hat mit dem Dokumentarfilmer Brett Gaylor über diese Themen gesprochen.
    37 min
  • Vertical Farming: Gemüse aus dem Hochhaus
    Wie macht man die Landwirtschaft nachhaltiger? Indem man Kräuter, Gemüse oder Früchte vertikal anbaut – mitten in der Stadt. Vertical Farming spart Wasser, verbraucht weniger CO2 und verspricht mehr Ertrag auf kleiner Fläche. Löst das unser Klimaproblem oder handelt es sich nur um einen Öko-Hype?
    «Einstein» geht den Fragen nach: Was braucht es, um erfolgreich industrielles Vertical Farming zu betreiben? Was sind die Vor- und Nachteile? Wo wird das schon gemacht und welche Probleme aus dem klassischen Anbau liessen sich so allenfalls lösen?
    Gross denken, stadtnah produzieren
    Je grösser die Anlage, desto mehr wird automatisiert. Die kontrollierte Umgebung erlaubt einen effizienteren Anbau mit weniger Einsatzmitteln und Ernteausfällen. Aber nicht alles lässt sich mit dieser Methode anbauen.
    Ein junges Schweizer Food-Startup baut seine erste industrielle Vertical-Farming-Pilotanlage, die zugleich auch ein «Innosuisse»-Forschungsprojekt zusammen mit der ZHAW, Agroscope und der Agrargenossenschaft Fenaco ist. Das Ziel: Ein automatisiertes Vertical-Farming-Modul zu bauen, das sich erweitern und international vermarkten liesse.
    Licht- und Nährstoff-Forschung in der Schweiz
    An der ZHAW erforscht man die die Nährstoffzyklen in sogenannten «Aquaponik»-Systemen – dabei zirkuliert das Wasser über Becken mit Fischen. Solche Systeme sind besonders robust, effizient und nachhaltig.
    Im Licht stecken noch viele unentdeckte Möglichkeiten, das Wachstum von Pflanzen zu beeinflussen. Ein Schweizer Startup will nun gezielt fürs Pflanzenwachstum professionelle LED-Panels entwickeln, die viele Spektren des Lichts wiedergeben können.
    Gesunde Böden für nachhaltigen Anbau
    Was macht einen gesunden Boden aus? Wir fragen beim FIBL nach, die die Bodenqualität seit Jahrzehnten untersucht.
    Und Agroscope betreibt seit 10 Jahren ein Agrarumweltmonitoring: Es errechnet aus den Einsatzmitteln der Landwirtschaft Einflussindikatoren auf die Umwelt und die Qualität der Böden – wie entwickeln sich diese Zahlen?
    37 min
  • Streitfall Taube: Verhasst und vergöttert
    Jede Schweizer Stadt kämpft gegen zu viele Tauben und deren ärgerlichen Dreck. Nun offenbart die Forschung die faszinierende Seite der Vögel. Sie entschlüsselt ihre erstaunliche Navigation sowie ihre kognitiven Fähigkeiten – und sie können sogar Englisch?
    Keine Stadt, wo Tauben keine Plage sind. Weil sie Allesfresser sind, weil ihr Kot Gemäuer zersetzt, weil sie sich hemmungslos vermehren. Die Stadt Bern geht das Problem mit einem Konzept an, das wohl europaweit einzigartig ist. Hier werden Tauben nicht abgeschossen oder vergrämt, sondern gehegt und gepflegt. Dank städtischen Taubenschlägen mit kontrollierter Fütterung, Gesundheitschecks und der Sterilisation männlicher Tauben ist der Bestand 10 Mal kleiner als noch vor 10 Jahren. «Einstein» hat das Berner Taubenmanagement unter die Lupe genommen und eine Tierpflegerin auf ihrer Tour durch die städtischen Taubenschläge begleitet.
    So verhasst die Tauben bei vielen oft sind: Sie werden völlig unterschätzt. Tauben brillieren mit kognitiven Höchstleistungen. Sie sind Meister im auswendig lernen und ihr visuelles Gedächtnis ist schlicht phänomenal. Bei Experimenten im Labor scannen und merken sie sich problemlos 1000 Bilder. Sie lernen, ob es sich bei einer Buchstabenfolge um ein korrektes englisches Wort handelt oder nicht, und sie können die Kunststile von Picasso und Monet treffsicher unterscheiden.
    Auch in Freiheit machen sich Tauben ihr Talent fürs Einordnen und Erkennen von Bildern zunutze, mit einem Orientierungssinn, der nicht zu toppen ist. Sie findet immer zu ihrem Heimschlag zurück, egal, woher sie kommt, und wie weit sie davon entfernt ist. Sie erkennt und orientiert sich dabei am Magnetfeld der Erde, am Sonnenstand, am Infraschall und an Gerüchen. Sie besitzen eine Art biologischen Kompass, dessen Geheimnis bis heute nicht restlos gelüftet ist.
    «Einstein» zeigt Tauben aus einer neuen, faszinierenden Perspektive. Sie sind keine «Ratten der Lüfte», sondern äusserst gelehrige Vögel, die ziemlich was draufhaben.
    37 min
  • CO2-Wunder Island – Was wir vom Klima-Weltmeister lernen können
    Island hat die Energiewende geschafft. Vulkane und Quellen machen die Insel zum Hotspot in Sachen Geothermie. Und der innovative Umgang mit dem Klima-Killer CO2 lockt auch Schweizer Forschende auf die Insel. «Einstein» auf Recherche beim Klima-Weltmeister Island.
    Island hat alles, wovon viele Länder träumen. Es hat die Energiewende geschafft. Der Strom und die Beheizung der Gebäude kommen zu fast 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Vor allem bei der Geothermie ist Island führend. Das Land, das quasi auf Vulkanen sitzt, ist ein Geothermie-Labor für die ganze Welt geworden. Wie steht die Schweiz im Vergleich da und was können wir vom «Modell Island» lernen? «Einstein» besucht das grösste Geothermiewerk der Insel und erfährt, wie es Island geschafft hat, den Anteil an Geothermie zu vervielfachen und dadurch die CO2-Emissionen zu minimieren.
    Wo steht die Schweiz im Vergleich?
    Auch in der Schweiz wird Geothermie seit Jahrzehnten genutzt. Bis jetzt allerdings ausschliesslich zum Heizen. Alle Versuche, Strom mit Geothermie zu erzeugen scheiterten bislang. Erdbeben nach Geothermiebohrungen verunsicherten die Bevölkerung. Die Skepsis gegenüber neuen Projekten ist gross. Im Bedretto-Tal testen Forscher In einem unterirdischen Labor tief im Berg ein neues Verfahren, um die Wärme aus der Tiefe für die Stromproduktion zu nutzen. Dabei sollen die Erdstösse so weit minimiert werden, dass sie an der Oberfläche nicht mehr zu spüren sind. Mit den Ergebnissen soll der Geothermie in der Schweiz neuen Schwung verleiht und Vertrauen zurückgewonnen werden.
    Negative CO2-Emissionen
    CO2-Vermeidung durch erneuerbare Energiequelle ist das eine, CO2-Reduktion das andere. Die Schweizer Firma Climeworks baut auf Island den grössten CO2-Staubsauger der Welt. Schon im September soll die Anlage in Betrieb gehen und 4000 Tonnen CO2 pro Jahr aus der Luft filtern und danach dauerhaft im Boden gespeichert werden. Laut Experten sind solche sogenannte «negative CO2-Emissionen» die einzige Möglichkeit, um die Klimaziele von Paris noch erreichen zu können.
    Klimaschutzpotential bei der Müllverbrennung
    Die Müllverbrennung verursacht jährlich 4,2 Millionen Tonnen CO2. Das sind 4,5 Prozent der gesamten CO2-Emissionen der Schweiz. Doch die Hälfte dieses CO2 stammt aus der Verbrennung von biogenen Abfällen wie Holzabfälle oder Essensreste. Ein Pilotprojet der KVA Linth und der der ETH Zürich will das Treibhausgas, welches beim Verbrennen des Mülls entsteht, einfangen und ebenfalls unterirdisch einlagern. Die ETH-Forscher sehen ein grosses Potential, wenn dieses Verfahren breit eingesetzt würde. Würde das Potential in der KVA Linth voll ausgeschöpft, würde dies den CO2-Ausstoss des Kantons Glarus mehr als halbieren.
    40 min
  • Liebe in Zeiten von Tinder und Co
    Immer öfter suchen wir die Liebe fürs Leben digital. Insbesondere Dating–Apps boomen. Doch ist das ein guter Weg, um eine Partnerin oder einen Partner fürs Leben zu finden? «Einstein» macht ein grosses Dating-Experiment und zeigt, was sonst noch alles passen muss, damit die Chemie stimmt.
    Das grosse Dating-Experiment
    Eine Kandidatin und ein Kandidat hoffen auf die grosse Liebe: Finden Sie sie mit dem Einstein-Dating-App «zweistein»? «Einstein» macht zusammen mit der Soziologin Gina Potarca die Probe aufs Exempel und zeigt auf, wie gut die seit Corona noch beliebteren Dating-Apps wirklich sind.
    Dating-Apps: Viel besser als ihr Ruf
    Bei Tinder und Co gibt es Fotos von potienziellen Parterinnen und Partnern zu Hauf – einfach nach rechts wischen und schon hat man vielleicht einen Match. Doch wenn die Auswahl nur aufgrund von Fotos geschieht, dann geht es doch vielmehr um schnellen Sex als um die grosse Liebe. Ein Vorurteil, das die Genfer Soziologin Gina Potarca entkräften konnte. In ihrer Studie waren die Dating-App-Paare genauso zufrieden mit ihrer Beziehung wie die, die sich über eine Begegnung kennen gelernt hatten. Und die App-Paare waren sogar stärker daran interessiert, zusammenzuziehen.
    Man muss sich riechen können: Wie die Biologie in die Liebe reinfunkt
    Ebenfalls wichtig bei der Partnersuche ist die sogenannte Chemie – also ob man sich riechen kann oder eben nicht. Im Duft des Gegenübers versteckt sich nämlich eine Information über das Immunsystem. Und man mag den oder die besonders gut riechen, wenn sie oder er ein möglichst unterschiedliches Immunsystem haben. Ein besonders vielfältiges Immunsystem ist nämlich eine perfekte Voraussetzung für den Nachwuchs. Und der Evolutionsbiologe Claus Wedekind hat sogar herausgefunden, dass der Duft beeinflusst, ob ein Embryo sich in der Gebärmutter einnisten kann oder nicht. Das konnte er bei Pferden nachweisen – und auch beim Menschen gibt es Hinweise, dass derselbe Effekt bei Fruchtbarkeitsproblemen eine Rolle spielen könnte.
    Gleich und gleich gesellt sich gern: Der Faktor Psychologie
    Für eine glückliche Beziehung müssen zwei Menschen zueinander passen – und heutzutage versprechen Dating-Agenturen ein perfektes Matching. Die Persönlichkeitstests von Parship und Co sind allerdings streng geheim. Nicht so beim Sozialpsychologen Manfred Hassebrauck von der Uni Wuppertal. Sein Test ist öffentlich zugänglich und ihm reicht es nicht, einfach Persönlichkeitsaspekte abzugleichen. Auch das Beziehungsverhalten muss zueinander passen.
    44 min

About Einstein

From the publisher's feed

Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Das Wissensmagazin «Einstein» berichtet…