Einstein

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Natural Sciences
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Einstein episodes

  • Wozu braucht es heute noch Zoos?
    Zoos geraten immer mehr unter Druck: Sind Zootiere Botschafter für die bedrohte Umwelt oder reine Ausstellungsobjekte? Ist das Konzept veraltet oder braucht es Zoos zur Erhaltung aussterbender Tierarten? Wie viel ist Sein und wie viel Schein in der modernen Zoo-Welt?
    Zoos befinden sich im Wandel: Sie präsentieren sich als Arche, als Retter bedrohter Tierarten und als Bildungszentrum. Doch wieviel ist Sein und wieviel Schein in der modernen Zoo-Welt? Sind Zootiere tatsächlich Botschafter für die bedrohten Artgenossen in der Freiheit oder sind sie reine Ausstellungsobjekte?
    Die Zoogeschichte geht zurück bis ins 17. Jahrhundert, als Adelige exotische Tiere als Zeichen von Macht und Reichtum hielten. Seither ist viel Zeit vergangen und die Zoos haben sich stetig weiterentwickelt. Statt in engen Käfigen und Betongehegen werden die Tiere der Zuschauerin und dem Zuschauer in aufwändig gestalteten Erlebniswelten präsentiert. Doch schaffen Zoos diese opulenten Kunstwelten vor allem für die Besucher oder bringt sie auch den Tieren etwas? Kann ein Zootier darin ein artgerechteres Leben führen?
    Und können Zoos vom Aussterben bedrohte Tierarten wirklich retten? Ist das eine Illusion oder Wunschvorstellung, weil ihre natürlichen Lebensräume längst zerstört sind? Ist das Konzept Zoo also noch zeitgemäss oder braucht es ganz neue Ansätze?
    «Einstein»-Moderator Tobias Müller will in dieser Sendung herausfinden, wie diese Kunstwelt hinter den Kulissen funktioniert und ob es richtig ist, dass man heute noch exotische Tiere einsperrt und ausstellt.
    1 hr 33 min
  • Schlaue Tiere: Intelligenter als wir meinen
    In ausgeklügelten Intelligenztests zeigen insbesondere Primaten immer wieder, wie schlau sie sind. Neue Studien zeigen, dass in vielen Tieren viel mehr Cleverness steckt, als bisher angenommen. «Einstein» begleitet Wissenschaftlerinnen, die der Intelligenz von Tieren auf den Grund gehen.
    Sie machen Kunststücke, benutzen Werkzeuge, erkennen sich selbst im Spiegel. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in den letzten Jahren bei den verschiedensten Tierarten erstaunliche Fähigkeiten entdeckt.
    Aber sind Mäuse, die sich vor der Katze totstellen oder Fischotter, die sich einen Stein auf den Bauch legen, um Muscheln aufzuschlagen, gleich intelligent? Oder Hunde, die sich unterschiedliche Kommandos merken können? Oder Tintenfische, die problemlos verschraubte Konfitüregläser öffnen, um an die Beute zu kommen?
    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind seit Jahren auf der Suche nach den «objektiven» Kriterien für Intelligenz bei Tieren. Anthropologinnen und Anthropologen der Universität Zürich glauben nun, solch ein objektives Kriterium gefunden zu haben: Den G-Faktor, kurz «G», der Aufschluss darüber geben soll, ob ein Tier eine sogenannte allgemeine oder generelle Intelligenz besitzt – ähnlich wie die Intelligenz beim Menschen, wenn spezifische IQ-Tests eingesetzt werden.
    So haben die Forschenden eine Reihe von Tests entworfen, die unterschiedlichste Problemlösungsaufgaben beinhalten und die geistige Flexibilität der Tiere fordern. Aufgaben, die die Tiere weder mit Routine noch mit ihrem Instinkt lösen können.
    So müssen die Tiere beispielsweise begreifen, dass sie um ein Hindernis herumgreifen müssen, um an das Leckerli zu kommen oder sie verstehen, dass sich das Leckerli nur im Topf mit den meisten Punkten versteckt. Haben sie dies intus, wird getestet, wie schnell sie umlernen können, wenn das Futter plötzlich nur noch im roten Topf versteckt ist und nicht mehr in dem mit den meisten Punkten.
    Unzählige Aufgaben testen so unterschiedlichste kognitive Fähigkeiten der Tiere wie zum Beispiel Aufmerksamkeit, Erinnerung, Lernen, Kreativität, Orientierung, Vorstellungsvermögen, usw.
    Im Moment hat man die Tests erst bei einigen Primatenarten, sowie ein paar wenigen Säugetieren und einer Fischart durchgeführt. Die Ergebnisse sind jedoch vielversprechend. So zeigt sich insbesondere, dass die Tiere, die in einem Test gut abschneiden, auch in allen anderen gut abschneiden. «Dies sieht man am Schluss bei der statistischen Auswertung im grossen Bild: Korrelieren die Testergebnisse miteinander, gehen wir im Moment davon aus, dass die entsprechende Tierart eine generelle Intelligenz besitzt», so Judith Burkart vom Anthropologischen Institut der Universität Zürich.
    Bis heute konnten die Forschenden generelle Intelligenz, oder eben «G», bei Affen, aber auch Mäusen, Ratten, Hunden und einigen Vogelarten nachweisen. Dabei gilt, je grösser das Hirn wie zum Beispiel bei Menschenaffen wie Gorillas oder Orang-Utans, desto mehr «G». Eine Ausnahme sind Fische: Bei ihnen konnte offenbar kein Zusammenhang zwischen den positiven Korrelationen ihrer Fähigkeiten und dem «G» nachgewiesen werden. Es scheint, dass das zehnmal kleinere Hirn dieser Kaltblüter zwar Spezialisierungen in bestimmten Bereichen erlaubt, für eine allgemeine oder generelle Intelligenz aber nicht ausreichend ist.
    37 min
  • Achtung Waldbrand – Wie die Schweiz löschen lernt
    Nirgends in der Schweiz brennt es so oft wie im Tessin. Im Durchschnitt sind es rund 20 Waldbrände pro Jahr – Tendenz steigend. Mit dem Klimawandel brennen aber auch in der Deutschschweiz immer mehr Wälder. «Einstein» zeigt, was wir von den Waldbrandexperten im Tessin lernen können.
    Lange Trockenperioden im Sommer, die das Brandrisiko erhöhen, bedrohen alle Wälder in der Schweiz. Im Tessin und in den südlich ausgerichteten Bündner-Tälern gibt es solche Waldbrände schon länger. Der Südkanton hat deshalb in den letzten Jahren spezialisierte Waldbrand-Löschtruppen ausgebildet, die mit Unterstützung aus der Luft in der Lage sind, auch Feuer in unzugänglichen Berggebieten zu löschen. Diese Spezialisierung ist nötig, denn Waldbrände sind schwierig zu löschen und erfordern ein hochspezialisiertes Wissen. Das Brände in Wäldern schnell gelöscht werden, ist entscheidend. Denn sie hinterlassen eine grosse Zerstörung. Sie sind nicht nur gefährlich für Mensch, Tier und Pflanzen. Auch das Risiko vor Steinschlägen, Erdrutschen und Lawinen steigt, wenn ein Schutzwald von einem Feuer heimgesucht wurde. Dadurch entstehen auch Gefahren für Siedlungen und Verkehrswege.
    Es reicht aber nicht, Brände professionell zu löschen. So ist es auch wichtig, sie – wenn immer möglich – im Vorfeld zu verhindern. Im Tessin erforscht deshalb das Eidgenössische Institut für Wald, Seen und Landschaft, wo die Waldbrandgefahr am grössten ist. Forschende haben dort herausgefunden, dass die Brände im Wald je nach Region und Jahreszeit unterschiedlich sind. Zudem haben sie ein Frühwarnsystem entwickelt, das einschätzen kann, wann die Waldbrandgefahr am grössten ist. Von diesem Wissen können in Zukunft auch die Kantone auf der Alpennordseite profitieren. Denn bedingt durch den Klimawandel nehmen Hitze- und Dürreperioden stetig zu. Dadurch werden auch Gebiete anfälliger auf Brände, die bisher kaum von Feuern betroffen waren, wie zum Beispiel die Buchenwälder auf der Alpennordseite.
    38 min
  • «Einstein» an der Tour de Suisse
    Kann Moderator Tobias Müller mit den Profis an der Tour de Suisse mithalten? Vorbereitet vom Wissenschaftler wagt er das Experiment. Obwohl er erst wieder mit Velofahren begonnen hat, wie so viele während der Pandemie. Velofahren boomt. «Einstein» zeigt, was der Hobbyfahrer von den Profis lernen kann.
    Extremerfahrung Tour de Suisse
    Als wäre der Druck nicht schon gross genug, beginnt es kurz vor Tobias Müllers Start am Zeitfahren der Tour de Suisse in Frauenfeld zu regnen. Er wird mit nur 15 Minuten Vorsprung auf die Profis ins Rennen gehen. Ein Sturz auf der nassen Strasse – und aus wäre sein Traum vom Erreichen des Ziels. Dabei hat sich der Moderator zusammen mit dem Sportwissenschaftler Beat Müller zwei Monate lang auf dieses Rennen vorbereitet. Beat Müller hat die ideale Aeroposition von Müller gefunden, er hat ihm Trainingstipps gegeben und er hat sogar seine Fahrzeit berechnet. Wird der Regen nun den beiden einen Strich durch die Rechnung machen?
    Den «Fudischmerzen den Garaus machen»
    Der SRF Sport-Moderator Olivier Borer hat wie so viele in der Coronapandemie das Radfahren entdeckt. Doch wie auch so viele drückt ihn ein Problem: Sein Gesäss schmerzt schon nach wenigen Minuten im Sattel seines Mountainbikes. Und bald schlafen auch seine Hände ein. Einstein nimmt ihn mit zum Biomechaniker. Und der schafft es mit Verstellungen im Millimeterbereich tatsächlich, Borer die Freude am Velofahren zurückzubringen.
    Energieriegel oder Banane?
    Der Markt der Sporternährung ist vielversprechend und üppig. Doch braucht es auf der gemütlichen Runde am Feierabend wirklich Energieriegel und ein isotonisches Getränk? Oder ist die Banane gar die bessere Alternative? Die Ernährungswissenschaftlerin Joëlle Flück beurteilt am Sempachersee, was die Velofahrenden dabei haben auf ihrer Tour. Und zeigt, warum nicht Magnesium, sondern das richtige Sportgetränk gegen Krämpfe hilft.
    38 min
  • Emotionale Intelligenz – Was hinter dem Trend steckt
    Emotionen bereichern das Leben, prägen unsere Beziehungen und beflügeln die Arbeitswelt. Was genau ist emotionale Intelligenz? Lässt sie sich messen und kann sie gar gelernt werden? Weltweit arbeitet die Forschung daran, die emotionale Intelligenz zu entschlüsseln.
    Kathrin Hönegger beim EQ Test
    «Einstein»-Moderatorin Kathrin Hönegger macht einen EQ-Test. Wie gut kann sie Emotionen bei anderen Menschen erkennen? Wie gut meistert sie Konfliktsituationen bei der Arbeit? Wirtschaftspsychologen der Universität Zürich analysieren den Test und zeigen auf, wie wichtig emotionale Intelligenz bei der Arbeit ist. Früher dachte man, hart arbeiten zu müssen, um glücklich zu sein; heute sagt die Wissenschaft, dass man glücklich sein muss, um hart arbeiten zu können.
    Emotionaler Fussabdruck
    Laut Experten hängen Emotionen mit allem zusammen, was für ein Unternehmen wichtig ist – der Arbeitsleistung, der Kreativität und der Innovationskraft der Mitarbeiter. «Einstein» hat bei verschiedenen Schweizer Firmen nachgefragt. Fazit: Emotionale Intelligenz ist heute schon wichtig und wird in Zukunft zum absoluten Schlüsselfaktor. Der «emotionale Fussabdruck» ist genauso wie wichtig wie der CO2-Fussabdruck.
    Computer erkennen Emotionen
    Kann uns die Technik dabei helfen, unsere Arbeit besser zu managen? Ein Startup will die Arbeit mit maschineller Emotionserkennung revolutionieren. Kamera und Pulsmesser erfassen Stresslevel und Gemütszustand eines Arbeiters. Die Software errechnet aus diesen Daten, wie viel Arbeit ihnen gerade zugemutet werden kann. Aber wie steht es mit dem Datenschutz? Was genau passiert mit den Daten?
    Schulfach emotionale Intelligenz
    Ist emotionale Intelligenz in der Schule lernbar, so wie Lesen und Schreiben? In Toronto läuft dazu ein Langzeitversuch. Beim Programm «roots of empathy» besucht ein Baby eine Schulklasse und übernimmt die Schulstunde. Die Schüler erkennen die Bedürfnisse des Babys, sie sehen, wie es wächst und mehr und mehr die Welt um sich wahrnimmt. Das Baby regt die soziale und emotionale Kompetenz der Kinder an, sie erlernen das Emotions-Vokabular.
    Ist Humor ein Schlüssel zu emotionaler Intelligenz?
    Kann Humor die emotionale Intelligenz beeinflussen? Die Wissenschaft sagt: Humorvolle Menschen sind kreativer und produktiver bei der Arbeit und Humor ist ein gutes Mittel gegen Stress. «Einstein» macht den Test und lässt Kathrin Hönegger und Tobias Müller ein Humortraining absolvieren.
    37 min
  • Wozu braucht es heute noch Zoos?
    Zoos geraten immer mehr unter Druck: Sind Zootiere Botschafter für die bedrohte Umwelt oder reine Ausstellungsobjekte? Ist das Konzept veraltet oder braucht es Zoos zur Erhaltung aussterbender Tierarten? Wie viel ist Sein und wie viel Schein in der modernen Zoo-Welt?
    Zoos befinden sich im Wandel: Sie präsentieren sich als Arche, als Retter bedrohter Tierarten und als Bildungszentrum. Doch wieviel ist Sein und wieviel Schein in der modernen Zoo-Welt? Sind Zootiere tatsächlich Botschafter für die bedrohten Artgenossen in der Freiheit oder sind sie reine Ausstellungsobjekte?
    Die Zoogeschichte geht zurück bis ins 17. Jahrhundert, als Adelige exotische Tiere als Zeichen von Macht und Reichtum hielten. Seither ist viel Zeit vergangen und die Zoos haben sich stetig weiterentwickelt. Statt in engen Käfigen und Betongehegen werden die Tiere der Zuschauerin und dem Zuschauer in aufwändig gestalteten Erlebniswelten präsentiert. Doch schaffen Zoos diese opulenten Kunstwelten vor allem für die Besucher oder bringt sie auch den Tieren etwas? Kann ein Zootier darin ein artgerechteres Leben führen?
    Und können Zoos vom Aussterben bedrohte Tierarten wirklich retten? Ist das eine Illusion oder Wunschvorstellung, weil ihre natürlichen Lebensräume längst zerstört sind? Ist das Konzept Zoo also noch zeitgemäss oder braucht es ganz neue Ansätze?
    «Einstein»-Moderator Tobias Müller will in dieser Sendung herausfinden, wie diese Kunstwelt hinter den Kulissen funktioniert und ob es richtig ist, dass man heute noch exotische Tiere einsperrt und ausstellt.
    5 min
  • Elektroautos in der Schweiz – Wie ökologisch sind sie heute?
    Kauft man heutzutage eher ein Elektroauto? Zu teuer, zu wenig ökologisch; oder doch nicht? Was Elektroautos heute leisten und was nicht: «Einstein» prüft die gängigen Vorstellungen und fragt, welche Lösungen die Forschung für Probleme mit Batterien oder der Ladeinfrastruktur sucht.
    Umweltfaktoren
    Moderator Tobias Müller geht den Mythen und Fakten der Elektroautos nach. Wie grün sind sie wirklich? Forschende des Paul-Scherrer-Instituts haben in Zusammenarbeit mit dem TCS ein Tool zur Berechnung von Nettobilanzen bei Fahrzeugen erstellt. Damit sieht man, wie Elektroautos bezüglich ihrer Klimabilanz über den ganzen Lebenszyklus gegenüber anderen Antrieben wirklich abschneiden.
    Bessere Batterien und Recycling
    An der EMPA forschen Expertinnen und Experten an immer leistungsfähigeren Lithium-Ionen-Batterien mit Feststoff-Anteilen, und das Thema Batterie-Recycling wird immer wichtiger. Wie kann man die belasteten Rohstoffe Kobalt und Lithium erfolgreich rezyklieren und in einen Werkstoffkreislauf einbinden? Denn die Umweltbelastungen beim Abbau dieser für die Batterieindustrie nötigen Rohstoffe verschärfen sich mit immer mehr Batterien. «Einstein» zeigt zudem einen innovativen Lösungsansatz.
    Laden
    Die Ladeinfrastruktur wird immer weiter ausgebaut – entlang den Hauptverkehrsachsen mit Schnellladesäulen, aber auch innerstädtische Bereiche rücken ins Visier. Was braucht es, um zuhause privat zu laden? Und: Ist das für jede und jeden möglich?
    Die E-Offensive der Autoindustrie wird spürbar: 2020 waren erstmals 15 Prozent der verkauften Neuwagen Elektroautos. Kommt jetzt der Durchbruch oder überwiegen doch die Probleme?
    37 min
  • Die Wiege der Menschheit: Stammt der Mensch aus Afrika oder aus Europa?
    Ist Afrika wirklich die Wiege der Menschheit oder hat der letzte gemeinsame Vorfahre von Mensch und Affe im Allgäu gelebt? Haben unsere Vorfahren gar in Europa laufen gelernt? «Einstein» über eine Reihe von bahnbrechenden archäologischen Funden, die nahe legen: Der Mensch könnte aus Europa stammen.
    Fussspuren auf Kreta
    Auf Kreta deuten versteinerte menschenähnliche Fussabdrücke darauf hin, dass hier schon vor sechs Millionen Jahren ein mysteriöses Wesen auf zwei Beinen gegangen ist. Diese Fussabdrücke sind der weltweit früheste Hinweis für aufrechten Gang – und das in Europa.
    Neue Menschenaffenart im Allgäu
    In einer Tongrube im Süden Deutschlands stiess Paläontologin Madelaine Böhme auf zahlreiche Fossilien, die von einer bislang unbekannten Menschenaffenart stammen. «Danuvius guggenmosii» lebte vor über 11 Millionen Jahren – und er konnte aufrecht gehen. Ist er der letzte gemeinsame Vorfahre von Mensch und Schimpanse?
    Savanne in Europa
    Schon Charles Darwin mutmasste, dass die Vorfahren des Menschen laufen lernten, als sie von den baumreichen Wäldern in die dürre Savanne kamen. Doch Savannen gab es zu dieser Zeit nicht in Afrika – sondern in Europa.
    «Einstein» über eine Reihe von bahnbrechenden archäologischen Funden, die nahe legen: Der erste Mensch könnte aus Europa stammen.
    37 min
  • Pillen, Cannabis und Kokain: Jugendliche und der Mischkonsum von Drogen
    Jugendliche dröhnen sich gehäuft mit synthetischen Cannabinoiden und anderen Drogen zu. Der Risiken sind sie sich oft nicht bewusst. «Einstein» spricht mit Jugendlichen über ihre Drogenexzesse und fragt nach, wie Expertinnen und Experten diesem gefährlichen Trend begegnen.
    Hauptsache «high»: Dass sich schon Teenager mit Drogen aus der Realität schiessen, ist an sich nicht neu. Doch zu den Klassikern wie Cannabis, Alkohol oder Ecstasy sind in den letzten Jahren viele neue Substanzen dazu gekommen.
    Synthetische Cannabinoide zum Beispiel, die 1000 Mal potenter als gängiges THC sind und hochgefährlich. Schon bei Kids im Trend: Der Mischkonsum von rezeptpflichtigen Medikamenten, bei dem Beruhigungsmittel und Opiate oft zusammen mit Alkohol für den grossen «Flash» sorgen.
    Auch die Drogenbeschaffung ist heute ein Kinderspiel. Über die Plattformen auf Social Media ist jede Substanz zum Zudröhnen per Klick zu haben.
    Noch gibt es keine verlässlichen Daten und Zahlen darüber, wie verbreitet Mischkonsum und neue psychoaktive Substanzen in der Schweiz tatsächlich sind. Das soll sich nun ändern.
    Wissenschaft und Forschung haben begonnen, diesen gefährlichen Drogentrend zu untersuchen, der von der Öffentlichkeit und der Politik bislang kaum wahrgenommen wird.
    38 min
  • Drogen als Medikamente: Wie LSD und Co heilen könnten
    Werden illegale Drogen wie LSD, Psilocybin und GHB schon bald als Medikamente gegen Depression, Sucht oder Angstzustände eingesetzt? Wenn es um Drogenforschung geht, haben Schweizer Forschende die Nase vorn. Die Psychiatrie setzt grosse Hoffnungen in die Entwicklung dieser Medikamente.
    Illegale Drogen wie LSD, Psilocybin oder KO-Tropfen wie GHB sind in vielen Ländern verboten – auch für die Forschung. Nicht so in der Schweiz. Unter strengen Auflagen ist hier Drogenforschung schon seit ein paar Jahren wieder erlaubt – erste Erfolge sind schon sichtbar. Die Wissenschaft entdeckt die heilsame Wirkung der psychedelischen Stoffe neu. Erste Studienergebnisse zeigen, dass psychoaktive Drogen bei Depressionen, Ängsten und Süchten helfen können. Die Erfahrungen, die solche Substanzen auslösen, können im therapeutischen Prozess entscheidend zur Heilung beitragen.
    Ein Beispiel dafür ist Oleg Kogut. Er hat Krebs und kaum Chancen auf Heilung. Der junge Mann ist depressiv und leidet unter Angstzuständen. Er nimmt in Solothurn beim Psychiater Peter Gasser an einer LSD-Studie teil. Nach zwei therapeutisch begleiteten LSD-Sitzungen kommt er mit Gefühlen in Berührung, die er sein Leben lang verdrängt hat. Die Drogenerfahrung hilft ihm, einen anderen Umgang mit seiner Krankheit zu finden und seinen ausweglosen Zustand besser zu akzeptieren.
    Solche Studien sind hierzulande keine Seltenheit. «Einstein» zeigt, dass an Schweizerischen Psychiatrischen Kliniken intensiv an Drogen geforscht wird. Forschende untersuchen an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, ob Psilocybin, der Wirkstoff sogenannter Zauberpilze, Alkoholsüchtigen beim Entzug helfen kann. Eine weitere Studie erforscht, ob GHB, bekannt als KO-Tropfen, Depressiven helfen kann, sich im Schlaf besser von der Krankheit zu erholen. Für die Psychiatrie ist diese Forschung wichtig, denn sie setzt grosse Hoffnungen in diese neuen Medikamente.
    38 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Das Wissensmagazin «Einstein» berichtet…