Anlass für diese Sonderfolge ist das Thema Strommarktdesign, um das in der Branche seit Jahren intensiv gerungen wird. Aktuell hat sich die Debatte durch Leaks diverser geplanter Novellierungen rund um EEG und EnWG nochmal besonders aufgeheizt. In diesen Diskurs hat sich BET mit seinem Vorschlag für ein systemdienliches Strommarktdesign zur Reduktion von Systemkosten und zur Erreichung der Klimaziele eingebracht.
Diese BET-Studie diskutieren unsere Hosts Sören und Lukas mit ihrem Gast Ralph Kremp, Partner für Energiepolitik und Systemanalyse bei BET Consulting und verantwortlich für die Studie. Sie sprechen darüber, welche Herausforderungen sich aktuell aus Netzengpässen, steigenden Systemkosten und politischen Unsicherheiten ergeben und wie die laufenden Diskussionen rund um EEG, EnWG und das Netzpaket einzuordnen sind.
Ralph erläutert, wie durch die sogenannte „systemdienliche Anschlussleistung“ Planungssicherheit für die Akteure geschaffen und gleichzeitig zusätzliche Spielräume im Netz genutzt werden können. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich Chancen und Risiken zwischen Netzbetreibern, Projektierern und weiteren Akteuren ausgewogener verteilen lassen.
Darüber hinaus geht es um weitere notwendige Bausteine für ein konsistentes Gesamtsystem – etwa die Integration von Flexibilitäten, den Ausbau der Netze und die Rolle gesicherter Leistung. Auch die Frage, wie Unternehmen mit der aktuellen Unsicherheit umgehen können, wird eingeordnet.
Deutlich wird: Die Energiewende erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Infrastruktur, Marktmechanismen und politische Rahmenbedingungen zusammen gedacht werden.
Weiterführende Quellen:
Zur BET-Studie "Systemdienliches Strommarktdesign zur Reduktion von Systemkosten und Erreichung der Klimaziele"