Wie reagiert man auf schwieriges Schülerverhalten? Wie wichtig ist das Elternhaus für die schulischen Leistungen von Schülern? Was müssen Eltern tun, um ihre Kinder in erfolgreichere Bahnen zu lenken? Wie verhalten sich Eltern in der Zusammenarbeit mit Lehrern tatsächlich und welche Folgen hat das? Wie kritisiert man sie als Lehrer und wie nicht? Was ist als Lehrer „Erfolg“ in einer schwierigen Klasse?
Diese Fragen bespreche ich mit Abdallah Hobein. Sätze aus dem Gespräch:
„Dieses System ist doch so aufgebaut […]: Du hast die Guten, die Erfolgreichen die kommen aufs Gymnasium und dann machen sie Abitur, und am besten Studieren sie dann und werden dann irgendwas Tolles. Und dann hast du die anderen.“
„Ich sag denen ‚ich bin so lange nett, wir ihr es mir erlaubt und so lange streng, wie ihr mich dazu zwingt‘ “
„Für [Frauen aus patriachalen Strukturen] sind die Kinder die Arbeit und ihre Leistung […]. Und wenn du das jetzt kritisierst, zu Recht oder zu Unrecht, kritisierst du sie […] und ihr Lebenswerk.“
„Zum Beispiel mein Dauerschwänzer, der hat alles hinterfragt und das ist einfach so ein spezieller Charakter. Das ist halt nicht dieser Einheitsbrei […]. Der hat schon Ecken - und das find ich geil.“
„Ich sag das auch meinen Schülern und so: Jeder kriegt was er verdient.“