© Thibault Mokuenko / unsplash.com
Obwohl keiner sie haben will, machen sich die meisten Menschen welche: Sorgen. Der bange Blick auf die Zukunft kann Angst machen: „Packe ich die Prüfungen? Wird mein Einkommen reichen? Behalte ich meinen Arbeitsplatz?“ Gut, dass Jesus weiß, wie wir unsere Sorgen loswerden können.
Sorgen – der ängstliche Blick auf die Zukunft
Wer ehrlich in die Zukunft blickt, der wird dabei wohl auch zwangsläufig die ein oder andere Sorge zu Gesicht bekommen. Denn es scheint einfach menschlich zu sein, auf die Unwägbarkeiten dessen, was da auf uns zukommt, auch mit Furcht und Sorgen zu reagieren. Das alles gab es natürlich auch schon lange vor Corona. Doch jetzt rücken manche Sorgen für viele wieder deutlich näher. Deshalb bin ich froh, dass Jesus das Thema aufgreift. Und dass er deutlich macht: Ich weiß, wie ihr eure Sorgen loswerden könnt.
In seiner vielleicht berühmtesten Rede – in der Bergpredigt – macht Jesus eine steile Aussage zum Thema:
Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euer Leben, was ihr zu essen oder zu trinken habt, und um euren Leib, was ihr anzuziehen habt! Das Leben ist mehr als Essen und Trinken, und der Leib ist mehr als die Kleidung! (Matthäus 6,25).
Das nenne ich mal eine deutliche Ansage. Eine echte Herausforderung ist das. Oder ist das vielleicht doch eine Unverschämtheit von Jesus? Ich soll mir tatsächlich keine Sorgen darüber machen, ob ich und meine Familie in den kommenden Wochen und Monaten genügend zu essen haben? Sie und ich – wir sollen uns keine ängstlichen Gedanken darüber machen, ob wir wegen der Corona-Krise vielleicht unseren Arbeitsplatz verlieren? Meint Jesus das tatsächlich ernst?
Ich lebe jetzt seit mehr als 30 Jahre mit Jesus. Und auch wenn ich ihn nicht sehe, weiß ich doch nur zu gut: auf ihn kann ich mich verlassen. Immer. Zu 100%. Und wenn Jesus jetzt davon spricht, dass jeder, der ihm vertraut, sich keine Sorgen um seinen Lebensunterhalt machen muss, dann weiß ich: auch das meint Jesus wirklich ernst. Und er nimmt mich bei einem so existentiellen Thema nicht auf den Arm.
Der Mann aus Nazareth lässt auch gleich eine erste Begründung folgen: „Das Leben ist mehr als Essen und Trinken, und der Leib ist mehr als die Kleidung!“ Jetzt müsste ich nur noch verstehen, was er damit meint. Nach allem, was Jesus im direkten Zusammenhang mit diesem Satz sagt, leuchtet mir die folgende Erklärung sehr ein: Jesus vergleicht hier das Übergeordnete mit dem Untergeordneten. Das Größere mit dem Kleineren. „Das Leben“ eines Menschen „ist mehr als“ das „Essen und Trinken“.
Das Leben selbst ist dem Essen und Trinken übergeordnet. Es ist mehr als die Nahrung. Denn Essen und Trinken sind schließlich dazu da, das Leben zu erhalten. Nicht umgekehrt. Und so verhält es sich auch beim Körper eines Menschen. Er ist „mehr als die Kleidung“, wie Jesus betont. Denn die Kleidung ist dazu bestimmt, den Körper zu umhüllen und zu schützen. Und nicht umgekehrt.
Die Zusage unseres Schöpfers: Ich will euch gut versorgen!
Wenn Jesus hier aber vom Leben des Menschen spricht und von seinem Körper, dann geht er dabei selbstverständlich von den grundlegenden Aussagen des Alten Testaments aus. Von dem, was Gott selbst in den Heiligen Schriften des Jüdischen Volkes darüber offenbart hat. Nämlich:
Kein Mensch hat sein Leben selbst erschaffen. Und niemand hat seinen eigenen Körper selbst ins Dasein gerufen. Nein. Nur einer ist der Schöpfer jedes einzelnen Menschen: nämlich Gott.
Der Gott, der sich dem Volk Israel offenbart hat. So heißt es im …