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Das Internet ist voll von Berichten über Menschen, die erlebt haben, wie Gott sie von ihrer Angst befreit hat. Etliche solcher Berichte füllen auch unsere Seiten. Ermutigende Zeugnisse, wundersames Eingreifen und Staunen darüber, dass manchmal ein einziges Gebet reicht, um Angst verschwinden zu lassen.
Und jetzt liest du das hier. Du hast etliche Male zu Gott gebetet: „Nimm mir meine Angst!“. Du hast vielleicht sogar andere für dich beten lassen. Du hast gehofft, versucht zu vertrauen, aber am Ende bist du enttäuscht worden. Die Angst ist immer noch da. Sie begleitet dich. Wo ist Gott? Warum tut er nichts? Was hast du falsch gemacht?
„Hab keine Angst!“ ist gar nicht so einfach
Ja, was hast du falsch gemacht? Du kennst diese Frage. Deine Bitten an Gott haben nicht gereicht. Dein Vertrauen hat nicht gereicht. Du hast Angst, dass Gott dich abweist, weil es dir so schwer fällt, ihm zu vertrauen. Ihm, den kein Mensch je gesehen hat, von dem aber so viele erzählen, dass sie seine Gegenwart so sehr spüren können. Was ist mit dir? Weißt du, wie sich Gottes Gegenwart anfühlt? Glaubst du, Gottes Gegenwart muss sich für dich so anfühlen, wie andere ihn erleben? Glaubst du, Gottes Eingreifen in deinem Leben geschieht auf dieselbe Weise wie im Leben von anderen?
„Hab keine Angst!“ – dutzende Male stolperst du in der Bibel über diese Aufforderung und denkst dir: So einfach ist das nicht! Und du hast völlig recht. Du wärst kein Mensch, hättest du keine Angst. Aber dann findest du in der Bibel plötzlich einen Menschen, der so ähnlich fühlt wie du. Sein Name ist Asaf.
„Ich rufe zu Gott, ja, ich schreie mein Gebet hinaus, damit er mich endlich hört! Ich habe große Angst und sehe keinen Ausweg mehr. Unaufhörlich bete ich zu Gott – sogar in der Nacht strecke ich meine Hände nach ihm aus. Ich bin untröstlich. Wenn ich an Gott denke, fange ich an zu seufzen; grüble ich über meine Lage nach, so verliere ich allen Mut.“ (Psalm 77,1-4)
Gott bleibt fern
Asaf ist am Boden zerstört, denn er kann Gottes Gegenwart nicht fühlen. Er betet, aber es kommt nichts zurück. Er zerfleischt sich mit Fragen, warum Gott ihn mit seiner Angst allein lässt.
„Hat der Herr uns für alle Zeiten verstoßen? Wird er nie wieder freundlich zu uns sein? Ist seine Gnade für immer zu Ende? Gelten seine Zusagen nicht mehr? Hat Gott vergessen, uns gnädig zu sein? Warum verschließt er vor uns im Zorn sein Herz? Das ist es, was mich am meisten schmerzt: Gott, der höchste, verhält sich anders als vorher – er setzt sich nicht mehr für uns ein!“ (Psalm 77,8-11)
Warum? Warum hilft Gott dir nicht? Hast du seine Gunst verloren? Bist du selbst schuld an deiner Angst? Lässt Gott dich eiskalt auflaufen, weil du es nicht anders verdienst? Was hast du falsch gemacht?
Angst ist eine Botschaft an dich selbst
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Manche Menschen beten und Gott greift mit einem Wunder ein. Das ist so. Manche Menschen beten und Gott tut nichts. Das ist so. Mensch ist nicht gleich Mensch und Angst ist nicht gleich Angst. Jede Angst hat so vielfältige Ursachen, wie es Menschen gibt. Deine Angst ist eine Botschaft aus dir selbst heraus an dich. Sie sagt dir etwas über diesen einzigartigen, von Gott geschaffenen Menschen, der du bist. Deine Angst hat oft nur etwas mit dir selbst zu tun, mit niemandem sonst. So, wie die Angst anderer nichts mit dir zu tun hat. Deshalb behandelt Gott jeden Menschen so, wie es für diesen richtig ist und nicht für alle anderen. Vielleicht schweigt Gott deshalb. Damit du die Botschaft …