Ernährungsrat Berlin - Wir sind schon mal los! (Ernährungswende live)

Ernährungsrat Berlin - Wir sind schon mal los! (Ernährungswende live)

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Ernährungsrat Berlin - Wir sind schon mal los! (Ernährungswende live) episodes

  • Folge #32: Zehn Jahre Ernährungsrat Berlin – Vom Himmelbeet zur Soziokratie

    Was bedeutet es, eine Stadt ernährungspolitisch zu verändern – und wie viel Ausdauer braucht es dafür? In unserer neuen Podcastfolge blicken wir zurück auf ein Jahrzehnt Engagement, Aufbruch und Wandel.
    Gemeinsam mit Annette Jensen, Christine Pohl und Henrike Rieken vom Ernährungsrat Berlin tauchen wir ein in die Geschichte einer Idee, die im Himmelbeet begann – und zu einer starken Bewegung für die Ernährungswende wurde.
    Wir sprechen über die Gründung, die Aufbruchsstimmung der frühen Jahre und die ersten politischen Forderungen: 170 Menschen, die zusammenkamen, Sprecher*innenkreise, Aktionskonferenzen und Corona-Gärten. Und wir hören, wie sich der Ernährungsrat zu einer soziokratischen Struktur weiterentwickelt hat – mit all den Lernprozessen, die das bedeutet.
    Wir richten den Blick auf das, was bis heute herausfordert: fehlende Basisfinanzierung, viel ehrenamtliche Arbeit und die Frage, wie Veränderung trotz Krisen möglich bleibt. Denn der Ernährungsrat Berlin steht nicht für Ernährungstipps – sondern für ein solidarisches, ökologisches Ernährungssystem, das gutes Essen für alle zugänglich machen will, besonders für Menschen, die von Armut betroffen sind.
    Ein inspirierender Rückblick, ein politischer Zwischenruf – und ein Geburtstagswunsch an die Zukunft Berlins.


    Kapitel

    00:00 Visionen und Forderungen zum Jubiläum

    01:00 Intro und Begrüßung der Gäste

    02:30 Gründungsmoment: Wie alles begann

    05:38 Der erste Sprecher*innenkreis und das Gründungstreffen

    09:53 Meilensteine: Aktionskonferenz, Corona-Garten undForderungskatalog

    14:02 Grußbotschaft Lisa Harhoff

    16:13 Soziokratische Struktur und politischer Kreis

    20:02 Krisen, Durchhaltevermögen und offene Ziele

    24:47 Ehrenamt, Ressourcen und gegenseitiges Lernen

    28:08 Was der Ernährungsrat hinterlassen will

    29:22 Grußbotschaft Sabine Werth

    32:07 Vision: Erfolg in zehn Jahren und politischeRahmenbedingungen

    35:33 Absurdestes, Nervigstes und der Ernährungsrat alsPerson

    37:00 Anekdoten: Foodbike und Ernährungscampus-Mobil

    39:29 Fehlende Basisfinanzierung als Dauerproblem

    40:02 Das größte Missverständnis über den Namen

    40:43 Schlussrunde: Geburtstagswünsche

    43:19 Abschluss und Verweis auf die Website


    45 min
  • Folge #31: Wenn Essen knapp wird - Berliner Versorgungsstrukturen im Wandel

    Wie hat sich Ernährung in Berlin über die Zeit verändert – und was können wir daraus für heute lernen? In unsere neuen Podcastfolge nehmen wir euch mit auf eine akustische Zeitreise durch die bewegte Geschichte der Stadt.

    Gemeinsam mit dem Historiker Stefan Zollhauser von Berliner Spurensuche tauchen wir ein in Zeiten von Lebensmittelknappheit, sozialen Unruhen und wirtschaftlichen Krisen – und entdecken, wie eng Ernährung schon damals mit politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verknüpft war.

    Wir sprechen über die Einführung der Markthallen im 19. Jahrhundert und lernen eine beeindruckende Pionierin kennen: Lina Morgenstern. Mit ihren Volksküchen setzte sie sich dafür ein, dass auch Arbeiterfamilien Zugang zu bezahlbaren Mahlzeiten hatten.

    Zum Schluss schlagen wir den Bogen in die Gegenwart: Leliah Karbe von der Humboldt-Universität stellt das Projekt FoodCLIC und den FoodPoverty Tracker vor, die Ernährungsarmut in Berlin sichtbar machen und gezielt angehen wollen.

    Der Food Poverty Tracker ist eine Umfrage für Berliner:innen, mit der wir sichtbar machen, wie Menschen in unserer Stadt wirklich leben: Wer hat Zugang zu gutem, gesundem und nachhaltigem Essen – und wer nicht? Wo gibt es noch einen Bäcker? Wie wichtig sind uns die Wochenmärkte? Welche Macht hat der Discounter? Deine Stimme zählt - hier geht es zur Umfrage!


    (00:00) Einführung: Lebensmittelrevolten und Brotrevolution

    (01:16) Historische Ernährungsumgebungen in Berlin

    (02:14) Stadtspaziergang mit Historiker Stefan Zollhauser

    (04:49) Die Rolle der Markthallen und Volksküchen

    (10:16) Versorgung der Obdachlosen im Kaiserreich

    (13:59) Lebensmittelkrisen und Revolten im 19. und 20.Jahrhundert

    (18:26) Ernährungsarmut in der Gegenwart

    (20:43) Das FoodClick-Projekt und der Food Poverty Tracker

    (32:34) Abschluss und Aufruf zur Teilnahme


    Interviewführung und Konzept: Eva Bell

    Schnitt: Sebastian Jautschus


    35 min
  • Folge #30: Wenn Gemüse zur Medizin wird – Gemüse auf Rezept: Im Gespräch mit Teilnehmenden & der SoLaWi Ackerwesen

    Gesunde Ernährung ist oft eine Frage des Zugangs: Ein knappes Budget, fehlende Strukturen oder auch die fehlende Energie im Alltag können es schwierig machen, sich regelmäßig gesund zu ernähren. In dieser Episode tauchen wir ein in das Projekt „Gemüse auf Rezept“, das einen niedrigschwelligen Zugang zu frischem Obst und Gemüse schafft. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitskollektiv (Geko) erhalten Patient*innen seit April 2025 vergünstigte Anteile an der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) Ackerwesen, um ernährungsbedingten Erkrankungen präventiv zu begegnen.

    Wir hören Erfahrungsberichte von Teilnehmenden, die erzählen, wie der wöchentliche Zugang zu frischem Obst und Gemüse ihren Alltag und ihre Gesundheit beeinflusst hat. Zudem sprechen wir mit Vertreter*innen der Solawi über die Hintergründe dieser Partnerschaft und die Bedeutung von direkter Versorgung.

    Diese Folge zeigt, wie strukturelle Veränderungen im Ernährungssystem nicht nur die individuelle Gesundheit fördern, sondern auch soziale Teilhabe stärken und einen Beitrag zur Planetary Health leisten. Ein Blick auf ein Modell, das Prävention vor Behandlung setzt und ab April 2026 in eine neue Runde geht.

    Mehr Informationen zu „Gemüse auf Rezept“ gibt es hier: https://ernaehrungsrat-berlin.de/projekt-gemuese-auf-rezept/

    Mehr Infos zum Gesundheitskollektiv Geko: https://geko-berlin.de/

    Mehr Infos zur SoLaWi Ackerwesen: https://ackerwesen.de/

    Interviews : Amna Alhashemi
    Schnitt: Hamza Qabbani

    00:00 Der Zugang zur gesunder Ernährung: Das Projekt "Gemüse auf Rezept"
    02:22 Seit Solawi: Mehr Energie, weniger Fertigprodukte und Zugang zu Bio-Gemüse
    06:41 Mehr Gemüse, neue Essgewohnheiten
    09:31 Hürden auf dem Weg zu gesunder Ernährung
    12:55 Solawi als starke Alternative: Unterstützung für Bauern und politische Verantwortung
    18:03 "Gemüse auf Rezept" auf dem Waldpferdehof: Erfahrungen der Teilnehmenden
    19:55 Ackerwesen: Ziele und Vision
    24:09 Warum Ernährungswende alle Menschen erreichen muss: Umweltschutz, Gesundheit und Inklusion

    28 min
  • Folge #29: Ernährungsarmut und strukturelle Gewalt: Ein Gespräch mit Nicole Paganini

    In dieser Podcastfolge spricht Nicole Paganini, Wissenschaftlerin und Expertin für urbane Ernährungsarmut, über die Verflechtung von Hunger und struktureller Gewalt. Sie erläutert, wie Städte weltweit, insbesondere Kapstadt und Berlin, mit den Herausforderungen des Rechts auf Nahrung umgehen. Paganini betont, dass Hunger oft eine Konsequenz von Kriegen und wirtschaftlicher Ungleichheit ist und beschreibt, wie Community Kitchens und lokale Initiativen sowohl Ernährungsarmut bekämpfen als auch Schutzräume bieten. Das Gespräch beleuchtet die Bedeutung der politischen Verantwortung und zivilgesellschaftlichen Engagements in der Umsetzung des Rechts auf Nahrung.


    Dr Nicole Paganini, Expertin für urbane Ernährungssysteme und geschlechter-spezifische Gewalt, Co-Founder bei Weave Strategies
    www.weave-strategies.org
    Youtube Video aus Cape Town
    https://www.youtube.com/watch?v=3iUsWOxlyoU
    Podcast zu GBV aus Cape Town
    https://soundcloud.com/user-374323030/episode-8?utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing
    Research Article
    A Hungry City Is a Violent City: Cape Town’s Community Kitchens as  Feminist Spaces of Care and Resistance
    https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/10130950.2025.2543244



    00:00 Einführung in strukturelle Gewalt und Hunger
    00:48 Interview mit Dr. Nicole Paganini
    01:41 Das Recht auf Nahrung im urbanen Kontext
    05:24 Geschlechtsspezifische Gewalt und Ernährungssysteme
    07:42 Globale Perspektiven zu Hunger und Gewalt
    09:57 16 Tage gegen geschlechtsspezifische Gewalt
    15:13 Herausforderungen der Ernährungsunsicherheit in Berlin und Kapstadt
    28:22 Feministische und traumasensible Forschungsansätze
    32:17 Aufruf zum Handeln und abschließende Gedanken

    48 min
  • Folge #28: Das Recht auf Nahrung - Ein Gespräch mit Sarah Brand vom Deutschen Institut für Menschenrechte

    Wie steht es um das Recht auf Nahrung in Deutschland – und was bedeutet es eigentlich dieses Recht zu haben? In dieser Folge spricht Sarah Brand vom Deutschen Institut für Menschenrechte über den menschenrechtlichen Rahmen und die staatlichen Verpflichtungen, die sich daraus ergeben.

    Sie erklärt, warum es nicht nur um ausreichend Kalorien geht, sondern um die Möglichkeit, sich und seine Familie in Würde zu ernähren. Dabei wirft sie einen kritischen Blick auf die aktuelle Lage in Deutschland und die besonderen Herausforderungen für sozial benachteiligte Gruppen.

    Außerdem betont sie die zentrale Rolle der Zivilgesellschaft und ruft dazu auf, sich aktiv für die eigenen Rechte und die Rechte anderer einzusetzen.


    (00:00) Einführung: Das Recht auf Nahrung

    (00:34) Vorstellung der Expertin: Sarah Brand

    (01:08) Persönliche Motivation und Hintergrund

    (04:31) Das Recht auf Nahrung in Deutschland

    (07:10) Herausforderungen und Interessenkonflikte

    (08:45) Aktuelle Lage und Probleme in Deutschland

    (12:56) Besonders betroffene Bevölkerungsgruppen

    (17:59) Internationale Menschenrechtsarbeit Deutschlands

    (22:32) Staatliche Verpflichtungen und politische Maßnahmen

    (34:17) Ernährungsumgebungen und ihre Bedeutung

    (42:22) Rolle der Zivilgesellschaft und notwendige Veränderungen

    (48:34) Abschluss und Appell an die Zuhörer

    51 min
  • Folge #27: Zu Besuch beim Waldgartenprojekt in Berlin-Britz

    In dieser Folge spricht Lydia mit dem Team vom Urbanen Waldgarten in Berlin-Britz. Er grenzt südlich an den Britzer Garten. Der Standort bietet eine hohe soziale Diversität - zwischen der dicht bebauten Hochhaussiedlung Gropiusstadt und den gemischten Ein- und Mehrfamilienhäusern im dörflich geprägten Buckow. 

    Ein Waldgarten besteht vorwiegend aus essbaren Obst- und Nussbäumen, Beerensträuchern sowie Gemüse und Kräutern, die langfristig miteinander angebaut und geerntet werden können.

    Urbane Waldgärten erfüllen mehrere wichtige ökologische Funktionen und sie bieten Möglichkeiten für gemeinschaftliches Gärtnern und fördern somit den Aufbau dauerhafter sozialer Strukturen.

    Mehr Infos zum Projekt findet ihr hier:

    https://waldgarten-britz.de

    und www.urbane-waldgaerten.de/team-partner/


    Das Team vom Waldgarten verweist auf zwei interessante Events im September:

    Waldgarten Aktionstage! 20.+ 21.09.2025

    Fachtagung Urbane Waldgärten vom 25. – 28.09.2025

    Mehr dazu hier: AKTUELLES – Urbane Waldgärten


    Das Interview wurde geführt von: Lydia Wieshoff-Schuhmann

    Schnitt: Julia Viebranz-Wiatrek

    23 min
  • Folge #26: Ernährungsarmut – Im Gespräch mit armutsbetroffenen Menschen

    Für diesen Podcast haben wir beim jährlichen Koordinationstreffen der Menschen mit Armutserfahrung Interviews mit verschiedenen Menschen geführt und sie gefragt, was Ernährungsarmut für sie bedeutet. Wir wollten wissen, vor welchen Herausforderungen sie stehen, was sich ändern sollte und was sie von der Politik fordern.

    Interviews: Lydia Wieshoff-Schuhmann

    Konzept & Narrator: Amna Alhashemi

    Schnitt & Editing: Hamza Qabbani


    23 min
  • Folge #25: „Vom Festivalsnack zum Bildungs-Pionier: Zwei nachhaltige Start-ups, ein Gründer" - Im Gespräch mit Johannes Vollbehr

    In dieser Podcastfolge unterhält sich Judith Henze mit Impact Entrepreneur Johannes Vollbehr über seine beiden Herzensprojekte, Sesamba und Prosumio. Johannes erzählt, wie er zuerst Sesamba 🍌, einen Festivalsnack ohne Abfall, und später Prosumio, einen App-basierte Platform für zukunftsorientierte Bildung zur Unterstützung von Lehrkräften und Ausbilder:innen, (mit)gegründet hat. Dabei spricht er offen über die Herausforderungen, die mit dem Aufbau von nachhaltigen Start-ups verbunden sind.

    Hier die Links für alle, die mehr über Sesamba und Prosumio erfahren möchten:

    Sesamba: https://www.sesamba.com

    Prosumio: https://prosumio.de

    Viel Spaß beim Zuhören und lasst euch inspirieren! 🌱✨

    41 min

About Ernährungsrat Berlin - Wir sind schon mal los! (Ernährungswende live)

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Der Berliner Ernährungsrat ist ein Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern Berlins, der sich für ein ökologisches und sozialgerechtes Ernährungssystem einsetzt.

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