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Was bedeutet es, eine Stadt ernährungspolitisch zu verändern – und wie viel Ausdauer braucht es dafür? In unserer neuen Podcastfolge blicken wir zurück auf ein Jahrzehnt Engagement, Aufbruch und Wandel.
Gemeinsam mit Annette Jensen, Christine Pohl und Henrike Rieken vom Ernährungsrat Berlin tauchen wir ein in die Geschichte einer Idee, die im Himmelbeet begann – und zu einer starken Bewegung für die Ernährungswende wurde.
Wir sprechen über die Gründung, die Aufbruchsstimmung der frühen Jahre und die ersten politischen Forderungen: 170 Menschen, die zusammenkamen, Sprecher*innenkreise, Aktionskonferenzen und Corona-Gärten. Und wir hören, wie sich der Ernährungsrat zu einer soziokratischen Struktur weiterentwickelt hat – mit all den Lernprozessen, die das bedeutet.
Wir richten den Blick auf das, was bis heute herausfordert: fehlende Basisfinanzierung, viel ehrenamtliche Arbeit und die Frage, wie Veränderung trotz Krisen möglich bleibt. Denn der Ernährungsrat Berlin steht nicht für Ernährungstipps – sondern für ein solidarisches, ökologisches Ernährungssystem, das gutes Essen für alle zugänglich machen will, besonders für Menschen, die von Armut betroffen sind.
Ein inspirierender Rückblick, ein politischer Zwischenruf – und ein Geburtstagswunsch an die Zukunft Berlins.
Kapitel
00:00 Visionen und Forderungen zum Jubiläum
01:00 Intro und Begrüßung der Gäste
02:30 Gründungsmoment: Wie alles begann
05:38 Der erste Sprecher*innenkreis und das Gründungstreffen
09:53 Meilensteine: Aktionskonferenz, Corona-Garten undForderungskatalog
14:02 Grußbotschaft Lisa Harhoff
16:13 Soziokratische Struktur und politischer Kreis
20:02 Krisen, Durchhaltevermögen und offene Ziele
24:47 Ehrenamt, Ressourcen und gegenseitiges Lernen
28:08 Was der Ernährungsrat hinterlassen will
29:22 Grußbotschaft Sabine Werth
32:07 Vision: Erfolg in zehn Jahren und politischeRahmenbedingungen
35:33 Absurdestes, Nervigstes und der Ernährungsrat alsPerson
37:00 Anekdoten: Foodbike und Ernährungscampus-Mobil
39:29 Fehlende Basisfinanzierung als Dauerproblem
40:02 Das größte Missverständnis über den Namen
40:43 Schlussrunde: Geburtstagswünsche
43:19 Abschluss und Verweis auf die Website
Wie hat sich Ernährung in Berlin über die Zeit verändert – und was können wir daraus für heute lernen? In unsere neuen Podcastfolge nehmen wir euch mit auf eine akustische Zeitreise durch die bewegte Geschichte der Stadt.
Gemeinsam mit dem Historiker Stefan Zollhauser von Berliner Spurensuche tauchen wir ein in Zeiten von Lebensmittelknappheit, sozialen Unruhen und wirtschaftlichen Krisen – und entdecken, wie eng Ernährung schon damals mit politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen verknüpft war.
Wir sprechen über die Einführung der Markthallen im 19. Jahrhundert und lernen eine beeindruckende Pionierin kennen: Lina Morgenstern. Mit ihren Volksküchen setzte sie sich dafür ein, dass auch Arbeiterfamilien Zugang zu bezahlbaren Mahlzeiten hatten.
Zum Schluss schlagen wir den Bogen in die Gegenwart: Leliah Karbe von der Humboldt-Universität stellt das Projekt FoodCLIC und den FoodPoverty Tracker vor, die Ernährungsarmut in Berlin sichtbar machen und gezielt angehen wollen.
Der Food Poverty Tracker ist eine Umfrage für Berliner:innen, mit der wir sichtbar machen, wie Menschen in unserer Stadt wirklich leben: Wer hat Zugang zu gutem, gesundem und nachhaltigem Essen – und wer nicht? Wo gibt es noch einen Bäcker? Wie wichtig sind uns die Wochenmärkte? Welche Macht hat der Discounter? Deine Stimme zählt - hier geht es zur Umfrage!
(00:00) Einführung: Lebensmittelrevolten und Brotrevolution
(01:16) Historische Ernährungsumgebungen in Berlin
(02:14) Stadtspaziergang mit Historiker Stefan Zollhauser
(04:49) Die Rolle der Markthallen und Volksküchen
(10:16) Versorgung der Obdachlosen im Kaiserreich
(13:59) Lebensmittelkrisen und Revolten im 19. und 20.Jahrhundert
(18:26) Ernährungsarmut in der Gegenwart
(20:43) Das FoodClick-Projekt und der Food Poverty Tracker
(32:34) Abschluss und Aufruf zur Teilnahme
Interviewführung und Konzept: Eva Bell
Schnitt: Sebastian Jautschus
Gesunde Ernährung ist oft eine Frage des Zugangs: Ein knappes Budget, fehlende Strukturen oder auch die fehlende Energie im Alltag können es schwierig machen, sich regelmäßig gesund zu ernähren. In dieser Episode tauchen wir ein in das Projekt „Gemüse auf Rezept“, das einen niedrigschwelligen Zugang zu frischem Obst und Gemüse schafft. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitskollektiv (Geko) erhalten Patient*innen seit April 2025 vergünstigte Anteile an der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) Ackerwesen, um ernährungsbedingten Erkrankungen präventiv zu begegnen.
Wir hören Erfahrungsberichte von Teilnehmenden, die erzählen, wie der wöchentliche Zugang zu frischem Obst und Gemüse ihren Alltag und ihre Gesundheit beeinflusst hat. Zudem sprechen wir mit Vertreter*innen der Solawi über die Hintergründe dieser Partnerschaft und die Bedeutung von direkter Versorgung.
Diese Folge zeigt, wie strukturelle Veränderungen im Ernährungssystem nicht nur die individuelle Gesundheit fördern, sondern auch soziale Teilhabe stärken und einen Beitrag zur Planetary Health leisten. Ein Blick auf ein Modell, das Prävention vor Behandlung setzt und ab April 2026 in eine neue Runde geht.
Mehr Informationen zu „Gemüse auf Rezept“ gibt es hier: https://ernaehrungsrat-berlin.de/projekt-gemuese-auf-rezept/
Mehr Infos zum Gesundheitskollektiv Geko: https://geko-berlin.de/
Mehr Infos zur SoLaWi Ackerwesen: https://ackerwesen.de/
Interviews : Amna Alhashemi
Schnitt: Hamza Qabbani
00:00 Der Zugang zur gesunder Ernährung: Das Projekt "Gemüse auf Rezept"
02:22 Seit Solawi: Mehr Energie, weniger Fertigprodukte und Zugang zu Bio-Gemüse
06:41 Mehr Gemüse, neue Essgewohnheiten
09:31 Hürden auf dem Weg zu gesunder Ernährung
12:55 Solawi als starke Alternative: Unterstützung für Bauern und politische Verantwortung
18:03 "Gemüse auf Rezept" auf dem Waldpferdehof: Erfahrungen der Teilnehmenden
19:55 Ackerwesen: Ziele und Vision
24:09 Warum Ernährungswende alle Menschen erreichen muss: Umweltschutz, Gesundheit und Inklusion
In dieser Podcastfolge spricht Nicole Paganini, Wissenschaftlerin und Expertin für urbane Ernährungsarmut, über die Verflechtung von Hunger und struktureller Gewalt. Sie erläutert, wie Städte weltweit, insbesondere Kapstadt und Berlin, mit den Herausforderungen des Rechts auf Nahrung umgehen. Paganini betont, dass Hunger oft eine Konsequenz von Kriegen und wirtschaftlicher Ungleichheit ist und beschreibt, wie Community Kitchens und lokale Initiativen sowohl Ernährungsarmut bekämpfen als auch Schutzräume bieten. Das Gespräch beleuchtet die Bedeutung der politischen Verantwortung und zivilgesellschaftlichen Engagements in der Umsetzung des Rechts auf Nahrung.
Dr Nicole Paganini, Expertin für urbane Ernährungssysteme und geschlechter-spezifische Gewalt, Co-Founder bei Weave Strategies
www.weave-strategies.org
Youtube Video aus Cape Town
https://www.youtube.com/watch?v=3iUsWOxlyoU
Podcast zu GBV aus Cape Town
https://soundcloud.com/user-374323030/episode-8?utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing
Research Article
A Hungry City Is a Violent City: Cape Town’s Community Kitchens as Feminist Spaces of Care and Resistance
https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/10130950.2025.2543244
00:00 Einführung in strukturelle Gewalt und Hunger
00:48 Interview mit Dr. Nicole Paganini
01:41 Das Recht auf Nahrung im urbanen Kontext
05:24 Geschlechtsspezifische Gewalt und Ernährungssysteme
07:42 Globale Perspektiven zu Hunger und Gewalt
09:57 16 Tage gegen geschlechtsspezifische Gewalt
15:13 Herausforderungen der Ernährungsunsicherheit in Berlin und Kapstadt
28:22 Feministische und traumasensible Forschungsansätze
32:17 Aufruf zum Handeln und abschließende Gedanken
Wie steht es um das Recht auf Nahrung in Deutschland – und was bedeutet es eigentlich dieses Recht zu haben? In dieser Folge spricht Sarah Brand vom Deutschen Institut für Menschenrechte über den menschenrechtlichen Rahmen und die staatlichen Verpflichtungen, die sich daraus ergeben.
Sie erklärt, warum es nicht nur um ausreichend Kalorien geht, sondern um die Möglichkeit, sich und seine Familie in Würde zu ernähren. Dabei wirft sie einen kritischen Blick auf die aktuelle Lage in Deutschland und die besonderen Herausforderungen für sozial benachteiligte Gruppen.
Außerdem betont sie die zentrale Rolle der Zivilgesellschaft und ruft dazu auf, sich aktiv für die eigenen Rechte und die Rechte anderer einzusetzen.
(00:00) Einführung: Das Recht auf Nahrung
(00:34) Vorstellung der Expertin: Sarah Brand
(01:08) Persönliche Motivation und Hintergrund
(04:31) Das Recht auf Nahrung in Deutschland
(07:10) Herausforderungen und Interessenkonflikte
(08:45) Aktuelle Lage und Probleme in Deutschland
(12:56) Besonders betroffene Bevölkerungsgruppen
(17:59) Internationale Menschenrechtsarbeit Deutschlands
(22:32) Staatliche Verpflichtungen und politische Maßnahmen
(34:17) Ernährungsumgebungen und ihre Bedeutung
(42:22) Rolle der Zivilgesellschaft und notwendige Veränderungen
(48:34) Abschluss und Appell an die Zuhörer
In dieser Folge spricht Lydia mit dem Team vom Urbanen Waldgarten in Berlin-Britz. Er grenzt südlich an den Britzer Garten. Der Standort bietet eine hohe soziale Diversität - zwischen der dicht bebauten Hochhaussiedlung Gropiusstadt und den gemischten Ein- und Mehrfamilienhäusern im dörflich geprägten Buckow.
Ein Waldgarten besteht vorwiegend aus essbaren Obst- und Nussbäumen, Beerensträuchern sowie Gemüse und Kräutern, die langfristig miteinander angebaut und geerntet werden können.
Urbane Waldgärten erfüllen mehrere wichtige ökologische Funktionen und sie bieten Möglichkeiten für gemeinschaftliches Gärtnern und fördern somit den Aufbau dauerhafter sozialer Strukturen.
Mehr Infos zum Projekt findet ihr hier:
https://waldgarten-britz.de
und www.urbane-waldgaerten.de/team-partner/
Das Team vom Waldgarten verweist auf zwei interessante Events im September:
Waldgarten Aktionstage! 20.+ 21.09.2025
Fachtagung Urbane Waldgärten vom 25. – 28.09.2025
Mehr dazu hier: AKTUELLES – Urbane Waldgärten
Das Interview wurde geführt von: Lydia Wieshoff-Schuhmann
Schnitt: Julia Viebranz-Wiatrek
Für diesen Podcast haben wir beim jährlichen Koordinationstreffen der Menschen mit Armutserfahrung Interviews mit verschiedenen Menschen geführt und sie gefragt, was Ernährungsarmut für sie bedeutet. Wir wollten wissen, vor welchen Herausforderungen sie stehen, was sich ändern sollte und was sie von der Politik fordern.
Interviews: Lydia Wieshoff-Schuhmann
Konzept & Narrator: Amna Alhashemi
Schnitt & Editing: Hamza Qabbani
In dieser Podcastfolge unterhält sich Judith Henze mit Impact Entrepreneur Johannes Vollbehr über seine beiden Herzensprojekte, Sesamba und Prosumio. Johannes erzählt, wie er zuerst Sesamba 🍌, einen Festivalsnack ohne Abfall, und später Prosumio, einen App-basierte Platform für zukunftsorientierte Bildung zur Unterstützung von Lehrkräften und Ausbilder:innen, (mit)gegründet hat. Dabei spricht er offen über die Herausforderungen, die mit dem Aufbau von nachhaltigen Start-ups verbunden sind.
Hier die Links für alle, die mehr über Sesamba und Prosumio erfahren möchten:
Sesamba: https://www.sesamba.com
Prosumio: https://prosumio.de
Viel Spaß beim Zuhören und lasst euch inspirieren! 🌱✨
In der neuen Folge vom "Wir sind schon mal los" Podcast führt Judith Henze eine Interview mit Johanna Kühner von SuperCoop. Diese erzählt wie dieser Genossenschaftssupermarkt vor einigen Jahren gegründet wurde, um nachhaltige und regionale Lebensmittel zu fairen Preisen anzubieten. Die Mission ist, Gemeinschaft und Umwelt positiv zu beeinflussen.
https://supercoop.de
In dieser Folge sprechen wir mit Gülcan Nitsch von der Umweltorganisation
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