es regnet

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By Markus PfeiferArts
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  • [Sa, 29.3.2025 – Hader ; und der KSC]

    Am Freitagabend war ich mit Frau Casino wieder bei Josef Hader. War super. Hader kann bei mir wenig falsch machen. Ich werde das jetzt aber nicht hier besprechen. Kann man alles im Netz nachlesen.

    Heute war das Spiel gegen den Karlsruher SC. Aus logistischen Gründen kam ich erst etwa fünfzig Minuten vor Anpfiff mit der S-Bahn an. Das ist die ungeeigneteste Zeit an den Drehkreuzen. Ich stand sicherlich 20 Minuten in der Schlange. Aber es wurde mir ein Platz freigehalten und das Banner war bereits aufgehangen. Eigentlich wollte ich heute nur Cola trinken, weil ich aber spät dran war und die Schlangen an den Getränkeständen sich gewohnt lange zogen, stellte ich mich zu einem dieser Bierwalker hin, da ist man schneller dran, aber wie der Name es sagt, ist ein Bierwalker kein Colawalker, also kaufte ich mir doch ein Bier.

    Unten im Block war es voll. Das heutige Spiel gegen Karlsruhe ist wirklich etwas besonderes. Es gibt seit 49 Jahren eine aussergewöhnliche Freundschaft zwischen beiden Vereinen. Seit vielen Jahren spielten Hertha und der KSC in zwei verschiedenen Ligen. Seit zwei Jahren treten wir aber wieder sportlich gegeneinander an und diese Begegnung bringt das gesamte Olympiastadion und dessen Umfeld in eine ungewöhnlich bezaubernde Stimmung.

    Herthafans singen "Karlsruhe" und KSC-Fans singen "Hertha" und es gab wiederholt Wechselgesänge zwischen beiden Fanblocks und das ganze Stadion sprang bei "Wer nicht hüpft, der ist ein Schwabe", um Stuttgart, den Erzfeind der Karlsruher zu verballhornen. Es gab eine stadionweite Choreografie, über das weite Rund erstreckte sich der Satz "HERTHA UND DER KSC", die Fans vermischten sich vor und nach dem Spiel völlig friedlich. Das ist ungewohnt. Und sehr schön.

    Gewonnen haben wir trotzdem.

    Nach dem Spiel sollte noch das neue Fanclubbanner imprägniert werden. Dafür hatten wir am Mittwoch keine Zeit mehr gehabt. Am Mittwoch lag das Banner ja in einer Wohnung, der Imprägniergestank hätte sich durch das ganze Haus hindurch gezogen, ausserdem musste zuerst ja die Farbe trocknen, das würde nicht funktionieren. Daher war der Plan, am Spieltag zuerst das Banner an das Tribünengeländer zu hängen und dann die Hinterseite zu besprühen. Es hätte die 90 Minuten plus Nachspielzeit und Halbzeitpause zu trocknen. Nach dem Spiel würden wir es noch einmal auslegen und dann die Vorderseite einprägen.

    Ich schildere das für Dokumentationszwecke.

    Die junge Niedersächsin, die neulich immer neben mir stand, steht jetzt nicht mehr neben mir, sondern hat jetzt eine andere Frau aus dem Fanclub gefunden, die mehr hüpft als ich. Also stand sie weiter hinten und die beiden hüpften fast ununterbrochen das ganze Spiel lang. Ich sagte zu ihr: Ich bin nicht eifersüchtig.Fand sie gut. Sie sagte, ich hätte halt mehr hüpfen sollen. Deswegen stand ich heute neben dem Filmer-Ehepaar, die ich ohnehin gerne mag, aber die hüpfen eben auch nicht so gerne. Überhaupt war das heute ein Hüpfspiel. Ständig einhaken und springen. Ich spüre das schnell in den Waden und dem Schienbeinmuskel. Nach dem Spiel, als wir uns am Rondell trafen, hatten fast alle aus dem Ü-40 Bereich irgendeine Beschwerde im unteren Körperbereich.

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    Übrigens: kurz vor Anpfiff gab es eine partielle Sonnenfinsternis. Siehe Foto. Aber der Himmel war bedeckt.

    3 min
  • [Do, 27.3.2025 – „Neues Deutschland“, Haarbusiness, Lu]

    Ich weiss es natürlich schon seit ein paar Tagen, aber jetzt kann ich die Katze auch aus dem Sack lassen: Die "nd" veröffentlicht einen Vorabdruck von sieben Seiten aus "Springweg brennt". Heute online. In der Freitagsausgabe auch auf Papier gedruckt. Das ist eine Riesensache für mich.

    "Nicht alles lief glatt, wenn wir in Utrecht Häuser aufbrachen. Doch die Nachbarn brachten uns Kekse"

    Das dazugehörige Foto ist sehr martialisch. Einen Helm trug ich nie. Aber Baseballschläger im Schlafzimmer fand ich immer eine gute Empfehlung. Einen dazugehörigen Ball kaufte ich aber erst dreissig Jahre später in Chicago.

    Für diejenigen, die es nicht mehr wissen, "Neues Deutschland" war das Staatsmedium der DDR. Heute ist es eine linke Tageszeitung, wesentlich kleiner und längst kein Staatsmedium mehr. Ich sag mal so: die TAZ des Ostens.

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    Wieder die Friseurin gewechselt. Seit meine Lieblingsfriseurin aufgehört hat, suche ich nach einer langfristigen Lösung. Ich bin in dieser Hinsicht sehr monogam und suche etwas Festes. Die letzte Friseurin war okay, aber ich wusste immer, dass sie nur Haarschneiderin+ ist und nicht Missus Right. Zudem fing sie zunehmend an, sich unterschwellig negativ über arabische Männer im Haarbusiness auszulassen. Immer kurz vor der Oberfläche, nie überschritt sie eine Grenze, immer um abzutasten, wie ich dazu stehe und ob sie vielleicht doch einmal einen raushauen kann. Da sie nur abtastete, blieb ich immer freundlich, verwies auf die Vorteile für haarige Männer mit Bart wie mich, dass man damit in Händen arabischer Männer sicherlich gut aufgehoben ist, etc. Sah sie auch immer ein und hörte schnell wieder auf. Nur um beim nächsten Termin wieder unterschwellig zu beginnen.

    Jetzt bin ich bei einer serbischen Frau um die sechzig. Sie hat bei mir um die Ecke vor einigen Monaten ihren Salon eröffnet. Sie ist schnell und arbeitet schnickschnacklos. Das mag ich auch. Aber ich weiss auch, dass sie nicht Missus Right ist.

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    Ausserdem telefonierte ich mit Lu. Sie hörte vor 12 Jahren mit dem Bloggen auf. Sie ist immer noch eine grosse Lücke in meiner Blogroll. Aber wer weiss, es gab in den letzten zwei Jahren ja einige Blogs, die wieder aufgemacht haben.

    2 min

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Ich lese Texte vor. Meist aus meinem Blog. Ab und spiele ich etwas dazu. Anleitung: dieser Podcast ist ein literarisches Weberzeugnis. Oder wie jemand mal gesagt hat: “Das ist ein semi-literarisches…