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Eigentlich hätte Ursu jetzt viel mehr Bock Fußball zu gucken und ein Bierchen zu zischen, aber sie sitzt vor ihrem PC und sieht in unsere Gesichter im Videocall. FC Gleichberechtigung, oder so in etwa. Sie ist Mama eines wunderbaren Kindes und verheiratet mit einer Frau. Auch sie kämpfen mit den täglichen Dingen des Alltags. Aber auch mit gesellschaftlicher Akzeptanz und Adoptionsanträgen. Prost.
(Geboren 1986, Kind 2019)
Jules ist Projektleiterin. Und das im doppelten Sinne. Neben ihrer Arbeit in einer Firma hat sie ein kleines Familienunternehmen. Sie liebt es, zuhause zu sein, kümmert sich um Haus und Garten, ist Vorstand einer Elterninitiative und kennt den Begriff „Mental Load“ nur zu gut. Da gibt es keine Mittagspause. Sie spricht von To-Do-Listen und Schlafmangel als Foltermethode. Und darüber, wie sie sich immer wieder rechtfertigen muss, dass sie ihre ganze Energie lieber in ihre Familie als in ihre Karriere steckt.
(Geboren 1985, Kinder 2014, 2016 & 2018)
Sie sagt von sich selbst, dass sie bald die Hälfte ihres Lebens schon Mutter sei. Paula ist sehr jung ungeplant Mutter geworden, hat während der Schwangerschaft ihr Abitur geschrieben und rockt ihr Lehramts-Studium. Mit mittlerweile zwei Kindern, die auch unterschiedlicher nicht sein könnten. So auch ihre Bedürfnisse. Die eine 11, die andere 2. Und mittendrin Paula. Mit all ihren Wünschen und Plänen, die sie nicht aus den Augen verlieren möchte.
(Geboren 1989, Kinder 2009 & 2018)
Thea Taş ist eine Frau zwischen den Stühlen. Sie ist Mutter, Feministin und Muslima. Sie steht ein für eine offene Gesellschaft. Eine Gesellschaft, in der jede Mutter* für sich definieren darf, wer sie sein mag. Ihr Weg beeindruckt uns. Ihr Wesen auch. Und wir kommen immer mehr zu dem Schluss: Es ist nicht sie, die zwischen den Stühlen steht, es ist die Gesellschaft, die nicht klarkommt, wenn man nicht in eine Schublade passt.
(Geboren 1993, Kind 2018)
Magdalena ist Hauptverdienerin und der Papa ist mit ihrem Kind zuhause. Dafür ernten sie oft böse Blicke im tiefsten Süden der Republik. Dass es viele besser wissen und dass es immer noch so viele Tabuthemen in Bezug auf Mutter*schaft gibt, fällt ihr vor allem auch in ihrem Beruf als Hebamme auf. Und genau dafür setzt sie sich ein und macht das unfassbar gut. Jede Mama* sitzt auch mal weinend zuhause und würde ihr Baby gerne auf den Mond schicken. „To the moon and back“ eben.
(Geboren 1997, Kind 2019)
Geballte Power. Miss Booty tanzt. Sie tanzt Dancehall. Das sie dazu auch noch Mutter ist, damit kann nicht jeder umgehen. Erst nach der Geburt ihrer Kinder hat sie gelernt, wie stark sie ist und dass sie sich treu bleibt. In unserem Gespräch geht es darum nicht nur für Andere zu funktionieren und um eine große Schippe mehr Akzeptanz und Anerkennung in der Gesellschaft.
(Geboren 1981, Kinder 2011 und 2014)
Gänsehaut. Tränen in den Augen. Anna spricht offen über die Zeit im Wochenbett. Man merkt, dass sie immer noch damit zu kämpfen hat aber auf eine gute Art. Sie nimmt uns mit in ihre Welt, in ihr Gefühlschaos, dem sie anfangs ausgesetzt war, den Zweifeln sich selbst gegenüber. Sie lässt ihre Gefühle zu und das ist ein wichtiger Schritt. Sie ist eine wundervolle Mama, mit viel Herz. Sie wächst an ihren Aufgaben, sie nimmt die Herausforderung an und lernt in langsamen Schritten, dass ihre Kinder auch mal ohne sie können.
Kathrin hat den Jackpot geknackt. Nicht nur dienstags, sondern jeden Tag. Kind 1, Kind 2, Kind 3 und Kind 4, ein Haus, ein Mann, sie selbst und dann noch ein paar Stunden arbeiten. Sie wirkt müde und ist doch so voller Energie. Sie besteigt den Mount Klamotto und genießt die Ruhe beim Küche aufräumen. Es kommt halt auf die kleinen Dinge des Lebens an. Und die Dinkelnudeln, fürs gute Gewissen.
In Folge 2 sprechen wir mit Kasia Mol-Wolf vom EMOTION Magazin. Die Verlegerin und Mutter möchte kein Vorbild sein, da sie sagt, dass sie all ihren Rollen lange nicht gerecht wird. Sie möchte Frauen* und vor allem Mütter* stärken, ihren eigenen Weg zu gehen. Es geht darum, dass man es alleine nicht schaffen kann und muss und das Ehrlichkeit der Schlüssel zu gegenseitigem Support ist.
In Folge 1 sprechen wir mit Aileen Puhlmann über ihre Erfahrungen mit anderen Müttern, ihren Start mit Kind in Südafrika, die Rückkehr in die deutsche Gesellschaft und den struggle der Verunsicherungen, den andere Mütter* oft unbewusst in einem auslösen.
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