Fake History

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By Matthias Franck und Helmut RehmsenSociety & CultureScienceSocial SciencesHistory
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Fake History episodes

  • Land of the Free Teil 2
    Warum die USA eine aggressive Nation sind.

    Es gab in der Geschichte der USA nur fünf erklärte Kriege: den britisch-amerikanischen Krieg, den mexikanisch-amerikanischen Krieg, den spanisch-amerikanischen Krieg und die beiden Weltkriege.

    Alle andere Kriege waren unerklärte Kriege, von den Indianerkriegen über den Vietnamkrieg bis zum aktuellen Krieg gegen den Iran. Hinzu kommen zahlreiche Kommandoaktionen, oft unterstütz von der CIA. Kaum ein Zipfel der Welt wurde ausgenommen. Warum sind die USA eine aggressive Nation? Was steckt hinter dem Weltmachtstreben und der Rolle als Weltpolizist?

    37 min
  • Land of the Free
    Der Gründungsmythos der USA

    Die US-Verfassung galt von Beginn an für zwei Gruppen nicht: Für Indigene und Sklaven. In der Verfassung von 1776 werden sie als "all other persons" bezeichnet, und anderen Personen genossen nicht die Freiheitsrechte.

    Diese Doppelmoral wurde durch die Vorstellung verschärft, die USA seien eine auserwählte Nation. Dieses Narrativ wurde Mitte des 19. Jahrhunderts durch die "manifest destiny" verstärkt, die offenkundige Bestimmung als göttliche Vorsehung eines gelobten Landes, die bis heute nachwirkt.

    31 min
  • Sanktionen
    Die humane Variante der Kriegsführung?

    Das Deutsche Ärzteblatt schrieb 2003 zu den internationalen Sanktionen gegen den Irak:

    Die Zahlen und Fakten, die verschiedene UN-Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder UNICEF zur humanitären Lage des Landes am Golf präsentieren, sprechen eine erschütternde Sprache. Als direkte Folge der Sanktionen sterben durchschnittlich 250 Menschen täglich (UNICEF, 1998). Inzwischen zählt der Irak zu den fünf ärmsten Ländern der Welt, während er vor 1980 zu den am besten entwickelten Ländern des Nahen Ostens gehörte. Jedes achte irakische Kind stirbt, bevor es das fünfte Lebensjahr erreicht, zum größten Teil an Diarrhö oder Atemwegserkrankungen.
    Die Lehren nicht nur aus dem Irakkrieg hat der US-Ökonom Gary C. Hufbauer gezogen. Für die Wirksamkeit von Sanktionen nennt er drei wichtige Faktoren:
    • Stark und schnell müssten sie sein, d.h., eine rasche Umsetzung weitreichender Maßnahmen sei der erste Erfolgsfaktor.
    • Zweitens spielt das Kräfteverhältnis eine Rolle – je größer das sanktionierte Land, desto weniger abhängig ist es von den internationalen Märkten.
    • Und drittens schließlich kommt es darauf an, dass die sanktionierenden Staaten geschlossen auftreten. Es sollte keine Schlupflöcher geben.

    Solche Sanktionen sollen besonders wirksam sein und die sanktionierten Staaten an der richtigen Stelle treffen, ihre Regierungen und Machthaber, nicht die einfachen Leute.

    Prof. Francisco Rodriguez von der Universität Denver in Colorado hat 50 Jahre Sanktionsgeschichte untersucht, von 1971-bis 2021. Und das in 152 Ländern.

    Rodriguez und sein Forscherteam kommen auf mindestens 360 Tausend Tote pro Jahr, Die Zahl könnte allerdings auch im schlechtesten Fall über 700 Tausend Tote lauten.
    Selbst die niedrigste Annahme von 360 Tausend Toten durch Sanktionen ist horrende. Wenn man den Minimal- und Maximalwert mittelt, sind es 500 Tausend Tote. Die Sterblichkeit ist bei Kindern bis zu 5 Jahren besonders hoch, 8-9 Prozent über der normalen Mortalitätsrate. Sie stellen damit rund die Hälfte der sanktionsbedingten Todesfälle.
    Die oft verbreitete Erzählung, Sanktionen würden vor allem die Regierungen treffen, ist damit widerlegt.

    22 min
  • Die große Currywurst-Verschwörung

    Fragt man auf der Straße, wo die Currywurst erfunden wurde, kommt meist die Antwort: "Berlin!"

    Aber gibt es nicht das Buch: "Die Erfindung der Currywurst" von Uwe Timm, der Hamburg als Ort der Currywurst-Erfindung behauptet?
    Oder sind beide angeblichen Geburtsorte von Deutschlands beliebtestem Imbiss Fiktion?
    Die Wochenzeitung "Die Zeit" hat eine imposante Spurensuche betrieben und landet auf einigen Umwegen am Ende ihrer Recherche in einem Imbiss in Duisburg-Marxloh.

    27 min
  • König Artus
    Historischer Held oder literarische Erfindung?

    Bis heute tragen alle englischen Könige und Thronfolger den Beinamen Arthur, abgeleitet von König Artus.

    Hat der wirklich gelebt? Wenn ja, welche Belege gibt es dafür? Und wenn nein: Warum erfreut sich die Artus-Sage durch die Jahrhunderte, bis heute, solcher Beliebtheit?
    Was ist der Kern der Erzählung, der die Geschichte vom gerechten, starken Herrscher so populär gemacht hat? Welche Rolle spielt der Mönch Geoffrey von Monmouth und seine Historia Regum Britanniae? Welche der Schriftsteller Chrétien de Troyes? Und was sagen Historiker heute zu König Artus, was ist Stand der Forschung?

    37 min
  • Julius Caesar
    Genialer Feldherr oder Großschlächter?

    Das Bild, das Julius Caesar in seinem Werk "De bello gallico" von sich selbst zeichnet, entspricht nicht den historischen Tatsachen. Die Forschung sieht Caesar heute als einen Feldherrn, dessen Machtbasis in Rom ins Wanken geraten war, während er, weit von Rom entfernt, in Gallien Krieg führte .

    Das Einzige, was ihm helfen konnte, an der Macht zu bleiben, waren schnelle militärische Erfolge. Unter diesem Zugzwang litt die militärische Planung. Seine Felldzüge waren nicht nur ein Kampf gegen die Gallier, sondern auch einer gegen die Uhr. Caesar musste liefern und schreckte nicht vor Praktiken zurück, die ihn in der heutigen Zeit vor den Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte bringen würden: Dörfer wurden verwüstet, Ernten vernichtet, Menschen, auch Zivilisten, getötet. Es gibt Schätzungen, dass im gallischen Krieg bis zu einer Million Menschen ums Leben kamen.
    Zurück in Rom will Caesar sich zum gottgleichen Diktator auf Lebenszeit installieren. Aber seine Gegner scheuen nicht vor Tyrannenmord zurück.
    Noch heute erzählt Caesars Geschichte viel über die Sehnsucht nach einem starken Mann, der sich an Verfassung, Gesetze und Regeln nicht zu halten braucht, wenn er die Ordnung wiederherstellen will.

    29 min

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Columbus hat Amerika entdeckt, König Artus war ein edler Ritter und Caesar war ein genialer Feldherr.