Fakultät für Kulturwissenschaften - Digitale Hochschulschriften der LMU

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Fakultät für Kulturwissenschaften - Digitale Hochschulschriften der LMU episodes

  • Reconstructing a Town from its Court Records
    Die Dissertation untersucht anhand der osmanischen Kadiamtsregister den städtebaulichen Aufbau der Handelsstadt Rodoscuk in den Jahren 1546-1553. Darüber hinaus bilden Zusammensetzung und Leben der örtlichen Bevölkerung einen Schwerpunkt der Arbeit.
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  • Pyramidenbau mit Rampen und Seilwinden
    Ziel dieser Arbeit war es - ausgehend vom Stand der aktuellen ägyptologischen Forschung - die wichtigsten der bisher bekannt gewordenen Hypothesen zum Bau der Pyramiden und entsprechende Bauvorschläge nach wissenschaftlichen Methoden zu analysieren und daraufhin zu überprüfen, inwieweit die Pyramiden des AR danach errichtet werden konnten. Darauf aufbauend wurde eine eigene, aus den archäologischen Befunden ableitbare und in sich widerspruchsfreie Hypothese für den Bau der Stufenpyramiden im AR entwickelt.
    Verschiedenen bisher veröffentlichten Hypothesen zum Pyramidenbau (Stadelmann, Arnold, Lehner, Goyon, Klemm und Klemm, Lattermann, Houdin) liegt der Einsatz von senkrecht auf die Pyramiden zuführenden oder um die Pyramide herum angeordneten Rampen (Integralrampen) zugrunde. Andere Vorschläge beinhalten steile, parallel zu den Stufen des Kernmauerwerks angeordnete Rampen (Landt, Graefe). Weitere Bauvorschläge befassen sich mit dem Einsatz von Seilwinden (z.B. Riedl, Pitlik, Keyssner). Bei den meisten Hypothesen wird jedoch entgegen den archäologischen Befunden von einer schichtweisen Verlegung des Kernmauerwerks ausgegangen. Ungelöst bleiben fast immer auch die Fragen des Aufsetzens des Pyramidions und der gefahrlosen Montage der Außenverkleidung sowie deren Glättung. Berechnungen zu Bauzeiten werden nur selten vorgelegt.
    Die im Rahmen dieser Arbeit durchgeführten Untersuchungen und Überlegungen führen zu der Schlussfolgerung, dass die bautechnischen Schwierigkeiten bei der Knickpyramide die Baumeister zwangen, eine andere, gegen Bodensenkungen und Erdstöße sichere Bauweise für den Bau der Roten Pyramide zu entwickeln, die darüber hinaus auch der Forderung des Königs nach einer schnellen Fertigstellung genügen konnte. Das Ergebnis war die Errichtung des Pyramidenkerns in Stufenform, um einerseits eine größere Stabilität des Baukörpers zu erzielen und andererseits über auf allen vier Seiten des Bauwerks parallel zum Kernmauerwerk angeordneten Rampen in möglichst kurzer Zeit viel Material zu transportieren. Hinzu kam die Verwendung größerer Steinformate. Beim anschließenden Bau der Cheopspyramide wurde diese Bauweise unter Verwendung noch größerer Steinformate übernommen, um dieses gewaltige Bauwerk in überschaubarer Zeit erstellen zu können.
    Mit der hiermit vorgelegten Bauhypothese für die Stufenpyramiden im AR wird eine Kombination zwischen den archäologisch belegten Prinzipien der Rampe und der Walze in der Verwendung als Seilwinde vorgeschlagen. Damit können parallel zu den einzelnen Stufen des Kernmauerwerks und der äußeren Umbauung (Arbeitsplattform) angeordnete Rampen mit wesentlich größerer Neigung angenommen werden, als dies in bisher formulierten Bauhypothesen für den Materialtransport mittels Zugmannschaften möglich ist. Dadurch wird, wie am Beispiel der Pyramide des Mykerinos gezeigt, eine Bauweise möglich, die ohne senkrecht auf die Pyramide zulaufende bzw. umlaufende Rampen geringer Neigung auskommt. Auch Vorschläge für komplizierte Techniken für den Bau werden dadurch obsolet. Die Verwendung mehrerer Rampen mit einer großen Steigung (26,5°; Steigung 2:1) auf den einzelnen Stufen des Kernmauerwerks und der Umbauung sowie auf jeder Seite der Pyramide führt zu einem hohen Materialfluss und ermöglicht so eine zeitoptimierte Errichtung des Bauwerks.
    Im Anschluss an die Errichtung des Kernmauerwerks und nach Rückbau der dafür benötigten Baurampen erfolgte Schicht für Schicht der Bau des Verkleidungsmauerwerks, der äußeren Verkleidungsschicht und der Außenverkleidung. Dafür wurden entlang der Außenseiten der Pyramide stufenförmige Arbeitsplattformen und Baurampen eingerichtet, die nach Fertigstellung der Pyramide im Takt mit der Glättung der Außenverkleidung von oben nach unten wieder abgebaut wurden. Durch die Umbauung mit der Arbeitsplattform über die Fluchtlinie der Außenverkleidung der Pyramide hinaus ergibt sich eine einfache Methode zur Konstruktion der Pyramidenspitze und des Aufsetzens des Pyramidions.
    Der
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  • Achaimenidische Kunst aus Babylonien. Die Siegel der Keilschriftarchive
    Mit dieser Dissertation wird ein bedeutender Beitrag zur Grundlagenforschung der Altorientalistik geleistet. Ihr Ziel war es, herkunftsbestimmte und datierte Denkmäler einer künstlerischen Gattung zu sammeln, die es uns ermöglicht, ein chronologisches Gerüst zum Verständnis der achaimenidenzeitlichen Kunst zu schaffen. Die Glyptik schien dafür, wie keine andere Gattung, besonders geeignet. Sie begegnet uns in Gestalt von Siegelabrollungen bzw. -abdrücken auf zahllosen gesiegelten Tontafelurkunden, die sowohl herkunftsbestimmt wie datiert sind, bislang aber niemals systematisch ausgewertet wurden. Die wohl bedeutendsten Fortschritte und Erkenntnisse der Dissertation konnten in den folgenden Themenbereichen erzielt werden:
    (1) Im einführenden Kapitel der Dissertation wurden erstmals grundlegende kunsttheoretisch-konzeptionelle Gedanken zum Begriff, zur "Persönlichkeit" wie zur Genese der achaimenidischen Kunst entwickelt. Der weitverbreiteten graecozentrischen Interpretation wurde eine neue iranozentrische Interpretation gegenübergestellt. Eine analytische Skizze der Forschungsgeschichte der achaimenidischen Glyptik, ihrer Etappen, Fundorte und Chronologie erwies sich als unumgänglich und wurde hier das erstemal überhaupt publiziert. Ebenso eine kritische Würdigung der Benennung und Definition der wichtigsten achaimenidenzeitlichen Siegelstile.
    (2) Unentbehrliche Grundlage und Ausgangspunkt aller Überlegungen der Dissertation war die Schaffung eines, bislang ja noch nicht verfügbaren, Denkmälerkorpus. Es sollten unter den Tontafelurkunden aus dem Babylonien der Achaimenidenzeit alle diejenigen erfasst werden, die gesiegelt sind. Der Publikationsstand ihrer Siegel sollte geklärt werden, noch unpublizierte gesiegelte Tontafeln sollten ermittelt werden, die Zahl auch ihrer Siegel geklärt werden. Als Ergebnis einer systematischen Durchsicht einiger Zigtausend Tontafeln, die in über 100 Museen und Privatsammlungen weltweit aufbewahrt werden, konnte das überhaupt erste Korpus herkunftsbestimmter, datierter gesiegelter Tontafeln aus dem Babylonien der Achaimenidenzeit erstellt werden. Die Tontafelfunde aus den einzelnen Archivfundorten wurden in Kapitel II beschrieben, die Ergebnisse in den analytischen Bibliographien, synoptischen Analysen und Übersichten des Kapitels XVIII.2 und .3 festgehalten.
    In einem Katalog der gesiegelten Tontafeln sind mehr als 1300 Tontafelurkunden in chronologischer Abfolge ihrer Ausstellungsdaten, nach Regierungszeiten der Achaimenidenherrscher und Herkunftsorten geordnet, aufgelistet. Dieser Tontafelkatalog ist Grundlage und Ausgangspunkt der vorliegenden Dissertation wie für alle weiterführenden Forschungen, enthält er doch auch Hinweise auf die zahlreichen noch unpublizierter Siegel vieler publizierter und noch unpublizierter Tontafeln.
    Davon ausgehend konnte das überhaupt erste Korpus herkunftsbestimmter, datierter Siegel aus dem Babylonien der Achaimenidenzeit geschaffen werden. In einem zweiten Katalog, dem Siegelkatalog, wurden 1127 Siegel (Cylindersiegel, Stempelsiegel und Ringe) nach ihren Bildinhalten, in einer festgelegten Abfolge von Motivthemen, nach Szenen- und Einzelmotivthemen getrennt, aufgelistet. Dem Korpus ist eine umfangreiche photographische (und zeichnerische) Dokumentation von 2042 Abbildungen beigefügt. Etwa drei Viertel der Katalogsiegel sind bisher noch unpubliziert und werden in dieser Dissertation überhaupt das erstemal in Makrophotos bekannt gemacht bzw. werden hier in verbesserter Form neu publiziert. Eine bedeutende Anzahl von bisher nicht bzw. in unbrauchbarer Form publizierten Siegeln der Tontafeln des Murašû-Archivs aus Nippur, die im University Museum zu Philadelphia, Pa., aufbewahrt werden, und von Siegeln der UET IV-Texte aus Ur, die sich im Irak-Museum, Baġdâd, befinden, insgesamt über 850 Siegel, sind hier überhaupt zum erstenmal publiziert. Damit konnte der bislang verfügbare Denkmälerbestand ganz wesentlich erweitert werden.
    Beiden Katalogen e
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  • Die Godesburg
    Der Godesberg in Bonn-Bad Godesberg war vor dem Bau der Burg Godesberg Standort eines spätantiken Burgus und eines karolingerzeitlichen bis hochmittelalterlichen Gräberfeldes, das sich wohl einer in den Schriftquellen belegten Michaelskapelle zuordnen lässt. Der Bau der erzbischöflichen Landesburg erfolgte im Jahr 1210 durch den Kölner Erzbischof Dietrich von Hengebach. 1583 wurde sie im Zuge des Kölnischen Krieges zerstört.
    Die Dissertation beinhaltet die Aufarbeitung einer archäologischen Untersuchung, die 1959/60 durch Adolf Herrnbrodt durchgeführt wurde. Ergänzend wurden der aufgehend erhaltene Baubestand und die Schriftquellen hinzugezogen.
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  • Transformationsprozesse in Oasensiedlungen Omans. Die vorislamische Zeit am Beispiel von Izki, Nizwa und dem Jebel Akhdar
    Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der letzten Phase des interdisziplinären Deutsch-Omanischen Kooperationsprojekts „Transformationsprozesse in Oasensiedlungen Omans“, das seit 1998/99 durchgeführt und Mitte 2007 abgeschlossen wurde. Die Untersuchungen dieser letzten Projektphase wurden in den Jahren 2004 und 2005 im alten Kernland Omans, den großen Oasen Izki und Nizwa sowie auf dem Jebel Akhdar durchgeführt. Die vorliegende Arbeit konzentriert sich dabei auf die prähistorischen bzw. vorislamischen Perioden, die Islamische Zeit wird nur überblicksmäßig miteinbezogen, um das Bild abzurunden. Nach einem Überblick über das Gesamtprojekt und den Forschungsraum mit seiner naturräumlichen Gliederung, wird auf die Methodik des Surveys und der Keramikbearbeitung eingegangen. Auf einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Entstehung und Entwicklung der Oasensiedlungen Omans folgt eine kurze Darstellung der archäologischen Ergebnisse der Projektphasen von 1998-2003. Anschließend werden Topographie, Forschungsgeschichte, die Fundstellen und die Funde (Keramik und Kleinfunde) der untersuchten Oasen Izki, Nizwa und des Jebel Akhdar behandelt und die Ergebnisse kurz zusammengefasst. Auf die abschließende Gesamtschau folgt, nach Oasen gegliedert, ein Katalog der Fundstellen, in dem der Vollständigkeit halber auch die islamischen Fundplätze enthalten sind.
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  • Die Entstehung von Werturteilen
    Die Ausgangsfrage der Arbeit lautet: Wie konstruiert ein Individuum Werturteile über Fremde? Damit schließt die Arbeit an die ethnologische Selbstbild/Fremdbild-Forschung an, erweitert diese aber um die individuelle Perspektive. Mit Bezug auf den Kognitionspsychologen Lawrence Barsalou wird ein Modell der Entstehung von Werturteilen entwickelt. Im Wesentlichen trennt es die assoziative Entstehung eines Werturteils von der syntaktischen. Der Nutzen des Modells für die Textanalyse liegt darin, dass ein Werturteil mit dieser Trennung auf unterschiedliche gesellschaftliche und biographische Hintergründe zurückgeführt werden kann. Damit kann die Dynamik besser verstanden werden, mit der ein Individuum auf verschiedene Inhalte seiner Gesellschaft zurückgreift, um seine Beobachtungen zu bewerten. In dieser Dynamik spielt auch der Diskursbegriff von Michel Foucault eine wichtige Rolle.
    Im Anschluss wird dieses Modell der Entstehung von Werturteilen in eine Methode der Textanalyse eingebettet. Die Methode stützt sich auf die literaturwissenschaftliche Intertextualitätstheorie. Ziel der Analyse ist es nicht, die Verbindungen im Gehirn des Autors zu rekonstruieren, wie es die neurokognitive Grundlage des Modells nahelegen könnte. Sondern es geht darum, die Bezüge und Verbindungen im intertextuellen Bedeutungsgewebe zu suchen, die bei der Entstehung von Urteilen beteiligt waren.
    Auf knapp 120 Seiten wird ein Großteil der Werturteile analysiert, die Martin Gusinde in seiner Ethnographie über die Selk'nam geäußert hat. Mehrere Urteile werden jeweils thematisch sinnvoll zu Kapiteln zusammengefasst: Emotionale Prädisposition, Barbar und Edler Wilder, Wissenschaft und Religion, Literatur, Humanismus, Politik, Liebe, Psychologie, Hygiene, Erziehung. Die assoziativen und syntaktischen Bezüge der Werturteile zu gesellschaftlichen Diskursen der Zeit, aber auch zu biographischen Hintergründen werden im Detail untersucht.
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  • Untersuchungen zur relativen Chronologie der Nekropole von Marlik
    Die Nekropole von Tepe Marlik in der Provinz Gilan, Nordiran, wurde bereits in den Jahren 1961 und 1962 von einer iranischen Expedition unter der Leitung E.O. Negahbans ausgegraben. Aus verschiedenen Gründen blieben sowohl die Struktur als auch die absoluten wie relative Chronologie dieses ausgesprochen reichen Gräberfeldes in der Wissenschaft lange Zeit umstritten.
    Die vorliegende Arbeit basiert auf dem Versuch, mittels einer Kombinationstabelle aus Gräbern und Fundtypen eine horizontale Stratigraphie zu erstellen und so zu einer relativen Gliederung des Fundmaterials zu gelangen. Hierbei konnten vier chronologische Stufen (Stufe I, IIa, IIb und III) definiert werden, die eine kontinuierliche Entwicklung innerhalb der Nekropole anzeigen. Bei einer Übertragung der Ergebnisse dieser Tabelle auf den Gräberfeldplan stellte sich heraus, dass sich die Gräber der Stufen jeweils in bestimmten Bereichen des Hügels konzentrieren und somit eindeutige Belegungsareale auszumachen sind. Mit Hilfe dieser Grunddaten konnte eine relative Chronologie für diese wichtige Ausgrabung erstellt werden, die vor allem als Basis für zukünftige Arbeiten in der Archäologie der Eisenzeit Irans zu verstehen ist.
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  • Zhong 忠 und das Zhongjing 忠經
    Untersuchung über den Gebrauch des Begriffes zhong, "Loyalität", in Texten des chinesischen Altertums, sowie eine entstehungsgeschichtliche und inhaltliche Untersuchung und Übersetzung des Textes Zhongjing, "Klassiker der Loyalität".
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