Fast vergessen

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By Hessische Landeszentrale für politische BIldungHistory
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Fast vergessen episodes

  • Zivile Peacekeeper - Arbeiten im Kriegsgebiet

    Einsätze in Kriegs- und Krisengebieten - darunter kann man sich bei Soldatinnen und Soldaten etwas vorstellen. Aber wie sehen zivile Hilfseinsätze aus? Neben dem Militär leisten nämlich auch andere Organisationen ihren Beitrag zum internationalen Krisenmanagement. In dieser Folge gibt daher die Peacekeeperin Eva-Maria Velickovic Einblicke in ihre persönlichen Erlebnisse und erzählt von ihrem Tätigkeitsfeld während der Auslandseinsätze. Außerdem diskutieren wir das Konzept der Schutzverantwortung (Responsibility to Protect), wie sich Frieden auf lange Sicht bestmöglich sichern lässt, aber auch über das Aufgabenspektrum ziviler Missionen in Krisengebieten.

    39 min
  • Arabischer Frühling

    Die Bilder des Arabischen Frühlings von 2011 gingen um die Welt. Tausende von Menschen gingen auf die Straßen und protestierten gegen die machthabenden Regime. Alles begann mit der verzweifelten Selbstverbrennung eines jungen Gemüsehändlers in Sidi Bouzid, einer Kleinstadt in Tunesien. Über die Ausbreitung des Revolutionsgedanken auf weitere Staaten im arabischsprachigen Raum und die die Absetzung zahlreicher Machthaber, sprechen wir in dieser Folge mit Politikwissenschaftlerin Dr. Irene Weipert-Fenner. Wir ergründen neben den Hintergründen der Arabellion auch die durchwachsene Bilanz - heute 12 Jahre nach den Protesten - und weshalb Dr. Weipert-Fenner die Meinung vertritt #NichtsIstVorbei.

    55 min
  • Die vergessene Geschichte der Roma und Sinti

    In Hessen leben aktuell zwischen 7.000 bis 10.000 Sinti und Roma. Sie sind die größte in Deutschland anerkannte nationale Minderheit. Ihre Geschichte ist geprägt von Vorurteilen, Hass und Hetze. Die Verfolgung gipfelte in der Ermordung einer halben Million Sinti und Roma während des Nazi-Regimes. Die Ausgrenzung und Abwertung der aus dem heutigen Pakistan stammenden Volksgruppe nahm jedoch schon vor 600 Jahren ihren Lauf. Über die vergessene Geschichte der Sinti und Roma erzählt in dieser Folge Rinaldo Strauß, stellvertretender Geschäftsführer des Hessischen Landesverbandes der Sinti und Roma. Neben seinen Erfahrungen als Sinto, erzählt er auch über seinen Wunsch nach mehr #AufklärungÜberAntiziganismus.

    49 min
  • Der Nordirlandkonflikt

    Protestanten gegen Katholiken - Nationalisten gegen Unionisten - England gegen Irland. 30 Jahre lang traumatisierte der bürgerkriegsähnliche Identitäts- und Machtkampf Nordirland. Zwischen 1966 und 1998 starben knapp 3500 Menschen bei Anschlägen und Auseinandersetzungen, zigtausende wurden verletzt. Nach Verabschiedung des Friedensabkommens von 1998 beruhigte sich der Konflikt zunächst, doch in Folge des Brexits droht der Konflikt zwischen den katholischen Nationalisten und den protestantischen Unionisten wieder aufzuflammen. In der heutigen Folge erläutert die Historikerin und Friedens- und Konfliktforscherin Dr. Corinna Hauswedell die Hintergründe des Nordirlandkonflikts und erklärt wie sich am besten #DemokratieInDenKaltenFrieden einbringen ließe.

    1 hr 5 min
  • Kaukasuskrieg 2008 – Russland gegen Georgien, Teil 2

    In Europa schien das Zeitalter der bilateralen Kriege der Geschichte anzugehören. Umso mehr erschütterte Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine das bislang vorherrschende Sicherheitsempfinden. Dabei kam es auch in jüngster Vergangenheit immer wieder zu bewaffneten Konflikten am Rande Europas – so auch im Sommer 2008 beim Kaukasuskrieg zwischen Georgien und Russland. Im Zentrum der Auseinandersetzungen stehen die beiden georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien. Einblicke in die Hintergründe des #Georgienkrieges von 2008 gibt in dieser Folge Oberst a.D. Wolfang Richter von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Er erklärt außerdem, weshalb sich Russlands Sicherheitspolitik und das Verhältnis zum Westen nach der Jahrtausendwende stetig verhärteten. Zudem geben wir einen Ausblick auf die daraus resultierenden Folgen für den aktuellen Krieg in der Ukraine.

    Musik: *Ketsa - Lost Worlds https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/

    Timestamps

    00:00 Einstieg und Rückblick

    01:19 Transfer der Kriegssituation von 2008 zum aktuellen Krieg in der Ukraine

    01:32 Entwicklung der Beziehungen zwischen Ost und West nach dem Kalten Krieg

    02:20 Versprechungen nach dem Kalten Krieg und die NATO-Russland-Grundakte

    04:23 Rechtsverbindliche Festlegungen im 2-plus-4-Vertrag

    05:08 Russische Sicherheitsbedenken ernst genommen

    06:04 Vertiefung der NATO-Russland-Verbindungen

    07:22 NATO-Erweiterung und konventionelle Rüstungskontrolle

    09:28 Beitritt der baltischen Staaten und Rumäniens und Bulgariens

    10:11 Veränderung der Beziehungen nach der deutschen Einheit

    10:39 Rüstungskontrolle als Hebel gegen Russland

    12:51 Putins Narrativ zur Ukraine

    15:18 Souveräne Entscheidung über NATO-Mitgliedschaft

    16:02 Kaukasus-Krieg als Wendepunkt

    19:54 Vergleich zwischen 2008 und der heutigen Situation

    20:37 Unterschiede zum gegenwärtigen Krieg

    21:11 Bruch des Völkerrechts und der europäischen Sicherheitsordnung

    24:11 Falsche Narrative und fehlgeleitete Angriffsstrategie

    27:39 Unterschiede und Parallelen zu Georgien 2008

    30:36 Verhindern einer Ausweitung des Krieges und eines Nuklearkrieges

    33:23 Deeskalation durch Abkommen und Kommunikation

    34:29 Eskalation als Kriegsausweitung

    36 min
  • Kaukasuskrieg 2008 – Russland gegen Georgien, Teil 1

    In Europa schien das Zeitalter der bilateralen Kriege der Geschichte anzugehören. Umso mehr erschütterte Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine das bislang vorherrschende Sicherheitsempfinden. Dabei kam es auch in jüngster Vergangenheit immer wieder zu bewaffneten Konflikten am Rande Europas – so auch im Sommer 2008 beim Kaukasuskrieg zwischen Georgien und Russland. Im Zentrum der Auseinandersetzungen stehen die beiden georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien. Einblicke in die Hintergründe des #Georgienkrieges von 2008 gibt in dieser Folge Oberst a.D. Wolfang Richter von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Er erklärt außerdem, weshalb sich Russlands Sicherheitspolitik und das Verhältnis zum Westen nach der Jahrtausendwende stetig verhärteten. Zudem geben wir einen Ausblick auf die daraus resultierenden Folgen für den aktuellen Krieg in der Ukraine.

    Musik: *Ketsa - Lost Worlds https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/

    Timestamps

    00:00 Einstieg und Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine

    02:59 Der Georgisch-Russische Krieg von 2008

    09:03 Konflikte und Gewalt in der Sowjetunion

    14:19 Prekärer Sonderstatus der Konfliktgebiete

    9:14 Verhältnis zwischen Georgien und Russland

    23:50 Eskalation der Konflikte bis 2008

    29:36 Verhärtung der Konflikte in Abchasien und Süd-Ossetien

    35:07 Ausbruch des Fünf-Tage-Krieges

    40:54 Russlands Operation in Abrasien

    42:31 Diskussion über russische Invasion

    45:03 Beendigung der Kämpfe durch Waffenstillstandsverhandlungen

    47:12 Anerkennung von Süd-Ossetien und Abchasien als unabhängige Staaten

    48:14 Bruch des Völkerrechts durch Russland

    49:57 Eiszeit zwischen Russland und dem Westen

    53:09 NATO-Beitritt von Ukraine und Georgien nicht auf der Agenda

    54:33 Ablenkung des Westens und Beharren Russlands auf Sicherheitsfragen

    55:17 Schlüsselerlebnis: Blockade der Schwarzmeerflotte

    56:57 Annexion der Krim

    57:13 Der Krieg und seine Folgen

    58:30 NATO-Osterweiterung

    59 min
  • Der Konflikt in Mali (mit Christian Klatt)

    Seit den Rebellenaufständen der Tuareg in Nordmali im Jahr 2012, weitet sich die Krise fortlaufend auf weitere Landesteile und Konfliktparteien aus. Aufklärung über die Komplexität des Krieges liefert daher in dieser Folge Christian Klatt, Landesvertreter der FES in Mali. Er erklärt den Einfluss des Arabischen Frühlings auf den Krisenbeginn und weshalb trotz des Friedensabkommens von 2015 keine Stabilisierung der Region in Sicht ist. Christian Klatt betont zudem die Bedeutung eines stärkeren öffentlichen Diskurses, damit #Malinichtvergessen wird. Außerdem diskutieren wir die Rolle Frankreichs in diesem Konflikt, sowie die deutsche Beteiligung der Bundeswehr.

    1 hr 2 min
  • Der Völkermord in Ruanda 1994 (mit Gerd Hankel)

    Innerhalb von 100 Tagen ereignete sich einer der blutigsten Völkermorde Afrikas. Zwischen April und Juli 1994 töteten radikale Angehörige der Gruppe der Hutu mehr als 800.000 Tutsi und mindestens 100.000 moderate Hutu während des Bürgerkriegs in Ruanda. Über die Hintergründe dieses schrecklichen Verbrechens, dessen juristische Aufarbeitung und die Reaktion der internationalen Staatengemeinschaft, sprechen wir in dieser Folge mit dem Völkerrechtler und Sprachwissenschaftler Gerd Hankel. Er erklärt außerdem wie Hutu und Tutsi heutzutage in Ruanda zusammenleben und warum er an die #ZukunftfürRuanda glaubt.

    1 hr 11 min
  • Der Hitler-Stalin-Pakt (mit Claudia Weber)

    Trotz erbitterter Gegnerschaft schlossen Hitler und Stalin noch am Vorabend des Zweiten Weltkriegs einen Pakt, der für die Völker, die er zum Gegenstand ihrer rigorosen Machtpolitik machte, traumatische und historische Folgen hat – bis heute. Vieles über diese mörderische Allianz ist den Historikern bekannt, aber kaum mehr im öffentlichen Bewusstsein. Fast vergessen sind über die bloßen Fakten das Leid, das in der Folge dieses Zweckbündnisses die Bevölkerung in den jeweiligen von beiden Mächten besetzten Gebieten zu ertragen hatte. Welche weltgeschichtlichen Folgen der Pakt hatte und wie weit sie bis heute reichen, ist Thema dieses Podcast mit der Osteuropahistorikerin Claudia Weber.

      

    45 min
  • Herero-Aufstand – Die Schlacht am Waterberg 1904 (mit Andreas Eckert)

    Die große Mehrheit der Historikerinnen und Historiker ist sich einig: Es war der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts. 1904 lehnte sich das bis dahin massiv unterdrückte Volk der Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, gegen die deutsche Kolonialherrschaft auf. Doch der Aufstand wurde kurz darauf von den deutschen Schutztruppen blutig niedergeschlagen und artete in eine Art Vernichtungskrieg aus. Um die 80% der Herero und 20% der Nama kamen ums Leben. In der heutigen Folge erklärt der Historiker und Afrikawissenschaftler Andreas Eckert die Geschichte des #KolonialkriegNamibia, weshalb die Bundesregierung den Völkermord nach fünfjährigen Verhandlungen mit Namibia nun doch anerkennt und wie Deutschlands Kolonialerbe auch heute noch seine Schatten wirft.

    Musik: *Ketsa - Lost Worlds https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/

    36 min

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Der Podcast nimmt mit auf Geschichtsreise – hin zu historischen Ereignissen, die häufig leider schon ein wenig in Vergessenheit geraten sind. Im Fokus steht dabei nicht nur der Rückblick in die…