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Wer schon mal entrümpelt hat, weiß, dass Entsorgung Sorgen bereiten kann. Denn sie kann teurer und kompliziert sein. Unsachgemäße Entsorgung kann dich teuer zu stehen kommen. Das ist aber nichts im Vergleich zum Versuch Gott zu entsorgen. Genau das wird in unserem heutigen Predigttext versucht.
In den letzten Jahren und der Coronazeit ging es immer wieder um Formate. Genau genommen um den Wechsel in digitale Formate. Obwohl dieser Wechsel teilweise gravierende Veränderungen mit sich brachte, hat sich inhaltlich oft wenig verändert. Die Themen, die uns beschäftigen, sind eben nicht nur "Formate", sondern gehen oft viel tiefer. Formatwechsel ist eben nicht Identitätswechsel - Gott sei Dank nicht!
Wer schon mal auf einer Kunstausstellung war, weiß, dass die Wahrnehmungen sehr verschieden sein können. Der eine sieht und versteht das Kunstwerk so und der andere anders. Der Künstler selbst hat es manchmal wieder ganz anders verstanden. Eigen- und Fremdwahrnehmung können ziemlich weit auseinander liegen. Das gilt besonders auch für das Verhältnis von Gott und Mensch.
Unsere Welt ist ein Wechselspiel. Es wechseln Gut & Böse, Freud & Leid, Krieg & Frieden, Leben & Tod. So war es immer und wird es immer sein. Jedenfalls denken das viele. Aus biblischer Sicht war es nicht immer so. Ihrer Meinung nach stand am Anfang eine andere Welt. Obwohl diese Welt durch die Sünde verloren ist, soll sie durch Gottes Plan wieder entstehen.
Meinungsfreiheit ist ein Grundpfeiler jeder Demokratie. Sie ist ein Menschenrecht und untrennbar mit der Informationsfreiheit verbunden. Denn ohne Informationsfreiheit wäre eine wirkliche Meinungsbildung nicht möglich. Aus biblischer Sicht ist Meinungsfreiheit genauso auch Gottes Recht und beruht ebenfalls auf Informationsfreiheit. In der Bibel sind alle Informationen über Gott frei zugänglich. Leider geschieht die Meinungsbildung sehr oft ohne diese Informationen. Dass Ergebnis ist, dass Gott Meinungen unterstellt werden, die er so in Wahrheit nicht vertritt.
Manchmal braucht es den "kurzen Dienstweg". Der offizielle ist oft einfach zu lang, um zeitnah praktikabel zu handeln. So lange dadurch nicht das gesamte System und dessen Prinzipien aufgehoben werden, geht das. Wäre das der Fall, ginge der "kurze Dienstweg" nicht. Den praktikableren Weg zu gehen, setzt somit voraus, die Grundprinzipien zu kennen und verstanden zu haben. Ansonsten wird es sehr wahrscheinlich schief gehen.
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