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Sich mit Geld und Altersvorsorge zu beschäftigen ist für viele von uns leichter geworden, weil es endlich Beratungen und Informationen für eine weibliche Zielgruppe gibt. Aber kennt ihr den Equal Pay Day für Frauen mit Migrationsgeschichte oder trans Personen? Ich auch nicht - weil es diese Zahlen nicht gibt.
Während Frauen seit einigen Jahren als eigene Zielgruppe mitgedacht werden von Banken, Finanzproduktanbietern oder auch bei Finanzbildung – ist das für viele andere Personen noch längst nicht der Fall: Frauen mit Migrationsgeschichte, lesbische Frauen oder trans Personen erleben nochmal ganz andere Barrieren, Herausforderungen und Diskriminierungen im Umgang mit ihrem Geld.
Für diese Podcastfolge habe ich mir deshalb Alexandria Gessner eingeladen, sie ist Aktivistin und Speakerin für Diversity und LGBTQI+ Themen. Mit dem Netzwerk „Futura“ hat Alex eine erste Studie durchgeführt zu der Sichtweise von Frauen mit Migrationsgeschichte und trans Personen auf Geld und Finanzen. Sie erzählt uns von den Ergebnissen dieser Studie, wir besprechen, was Vielfalt, Diversity und Inclusion gerade im Finanzbereich bedeutet und was wir alle bedenken sollten, wenn wir Bildung, Zugang zu Finanzprodukten und faire Beratung für „alle" fordern – und welche Vorbilder es in diesem Bereich schon gibt. Und: Alex verrät ihre eigene Finanz-Learningjourney und wieso sie mindestens 4 mal den Bankberater gewechselt hat.
Disclaimer: Zur Zeit unseres Interviews arbeitete Alex Gessner noch bei dem Fintech Solaris und ist jetzt gerade zu ACI Diversion Consulting gewechselt.
Und: Dies ist ja ein ganz junger Podcast, deshalb würde ich mich wahnsinnig über Bewertungen und Kommentare auf Spotify, iTunes und Co. freuen, um mehr Reichweite und Sichtbarkeit zu bekommen. 1000 Dank euch und bis zur nächsten Folge.
Wenn ihr mögt, folgt mir doch auch auf Instagram, hier könnt ihr mir auch sehr gerne Feedback oder Anmerkungen schicken!
Danke fürs Zuhören, Anissa!
Einen Kredit aufzunehmen oder Schulden zu haben wird in unserer Gesellschaft auf der einen Seite negativ bewertet – andererseits durch Klarna oder Buy Not Pay later sehr leicht ermöglicht, ohne dass diese Produkte oft überhaupt als Kredite wahrgenommen werden. Und Menschen, die Schulden haben, empfinden diese Situation oft als sehr belastend, gleichzeitig ist es ein ziemliches Tabuthema. Und deshalb sind Schulden und Kredite für mich das Extrembeispiel, wieso Finanzbildung so wichtig ist und wieso Gefühle im Umgang mit Geld so eine große Rolle spielen.
In dieser Podcastfolge spreche ich mit Hanne Roggemann vom IFF, einem gemeinnützigen und unabhängigen Finanzforschungsinstitut in Hamburg, das sich primär mit Schulden und Krediten auseinandersetzt. Hanne ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des IFF und war inhaltlich mit verantwortlich für das Forschungsprojekt, über das wir am meisten sprechen. Aber viele der Fragen lassen sich auch auf andere Finanzprodukte übertragen: Beispielsweise: Wieso sind Finanzprodukte so kompliziert zu verstehen? Wieso wenden Finanzinstitute psychologische Tricks an? Wo bleibt der Verbraucherschutz und wo sollte auch die Politik eingreifen?
Diese Podcastfolge wurde, genauso wie das vorgestellte Forschungsprojekt, finanziell gefördert von der Joachim Herz Stiftung – vielen Dank dafür!
Hier findet ihr weitere Infos zur vorgestellten Studie.
Und: Dies ist ja ein ganz kleiner Podcast, deshalb würde ich mich wahnsinnig über Bewertungen und Kommentare auf Spotify, iTunes und Co. freuen, um mehr Reichweite und Sichtbarkeit zu bekommen. 1000 Dank euch und bis zur nächsten Folge.
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Danke fürs Zuhören, Anissa!
Frauen in Deutschland haben häufig gar kein geringeres Finanzwissen als Männer – aber sie haben ein geringeres finanzielles Selbstbewusstsein. Und wieso das noch fataler für den Umgang mit dem eigenen Geld ist, will ich in dieser Podcastfolge herausfinden.
Denn ehrlich gesagt, kenn ich sehr gut von mir selbst. Als ich vor knapp 4 Jahren angefangen habe, mich mit meinen Finanzen zu beschäftigen, habe ich es mir überhaupt nicht zugetraut, dass ich das kann – also mit Geld umgehen, die Börse verstehen und mich gut um meine Altersvorsorge oder sogar Vermögensaufbau kümmern. Und wenn ich mir selbst nichts zutraue, werde ich ja vermutlich auch nichts gutes oder sinnvolles umsetzen und entscheiden, oder?
Das ist natürlich ein gefährlicher Kreislauf – aber spannenderweise gibt es inzwischen wirklich viele wissenschaftliche Studien die diesen Kreislauf untersuchen und die auch Ergebnisse hervorbringen, aus denen man Tipps ableiten kann. Und an sehr vielen von diesen Studien und Ergebnissen hat Prof. Dr. Christine Laudenbach mitgearbeitet, sie ist Finanzprofessorin an der Goethe Universität in Frankfurt.
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Danke fürs Zuhören, Anissa!
Hier findet ihr die Fragen zur Messung vom eigenen Finanzwissen, über die Christine und ich sprechen!
Wann sind mehr Gefühle im Spiel als beim Daten oder in einer Beziehung? Eben. Und da ab dem ersten Date oder der ersten zu zahlenden Restaurant-Rechnung auch das Thema Geld Einfluss nimmt, gibt es hier ein richtig spannendes Thema. Ich möchte in dieser Podcastfolge über gesellschaftliche Prägungen, Rollenbilder und und Geschlechter-Stereotype sprechen – und die Auswirkungen von alldem auf unseren Umgang mit Geld.
Zu Gast sind die "Beziehungsinvestor:innen", so dass ich praktischerweise mit einem Mann und einer Frau* gleichzeitig alle meine Fragen klären kann. Marielle und Mike Schäfer sind verheiratet und arbeiten als Beziehungsinvestor:innen seit vielen Jahren zu dem Thema Geld und Liebe und haben darüber gerade auch ein richtig gutes Buch geschrieben. Darin beschäftigen sie sich mit emotionalen Konsequenzen aller Geld-Entscheidungen – was ich super spannend finde. Wir drei diskutieren, welche unterschiedlichen Werte wir mit Geld verbinden, wie kompliziert Geld-Geschenke sein können und ich erzähle auch von mir selbst, wie eine unterschiedliche Sozialisierung zum Thema Geld sich in meiner Beziehung widerspiegelt.
Da Mike Psychologe ist, macht er mit mir ein spontanes Experiment zu meiner Verknüpfung von Geld und Werten – und auch diese Ergebnisse vergleichen und diskutieren wir. Denn: Selbst die Definitionen, wie "finanziell fair" und "finanziell unabhängig" aussieht, kann sich schon sehr unterscheiden, wie wir feststellen.
Hier findet ihr das neue Buch von Marielle und Mike.
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Danke fürs Zuhören, Anissa!
* Es gibt mehr als diese zwei Geschlechter. Das ist ein Thema, auf das ich in kommenden Folgen genauer drauf eingehen werde.
In der Werbung von Banken oder Finanzdienstleistern werden inzwischen öfter Frauen gezeigt, es gibt Investment-Start Ups, die sich ausschließlich an eine weibliche Zielgruppe richten und auch inzwischen auch jede Menge Finanzbildungsangebot, die ihre Inhalte an weibliche Kommunikationsbedürfnisse richten.
Aber reicht das schon aus, damit Frauen auch anfangen, sich um ihre Finanzen zu kümmern? Dass sie sich angesprochen, ernstgenommen und dann gut aufgehoben fühlen, dass sie erleben, dass ihre Lebensrealität zu dem passt, in das sie investieren? Wohl kaum – sonst würden sich noch mehr Frauen richtig gerne mit ihren Finanzen beschäftigen. Dieses Thema „Female Finance“ ist also wesentlich komplexer, als viele dachten. Und wie komplex es ist wirklich ist, hat Christin Nagel erarbeitet, die Gästin dieser heutigen Folge ist.
Christin Nagel ist selbstständige Product Managerin im Finanzbereich und hat für Banken, Fintechs, Privatbanken und Beratungen gearbeitet. Bei den Infos, die Christin uns verraten wird, wird es euch vermutlich wie mir gehen und ihr denkt : "ach krass, ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, dass bei all dem weibliche Bedürfnisse gar nicht mitgedacht worden sind". Christin erklärt mir, welch riesiges Ökosystem eigentlich hinter allen Finanzprodukten steckt – und wie jeder kleine Aspekt am Ende Einfluss darauf hat, ob ein Finanzprodukt zu mir passt oder nicht.
Danke fürs Zuhören!
Anissa!
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Whoop, herzlich willkomen zur ersten Folge von Finance & Feelings!
„Die Erfindung des Geldes war dann der Sargnagel für die Rolle der Frau,“ diesen Satz finde ich absolut genial – und gleichzeitig eben auch traurig und zutreffend. Geschrieben hat diesen Satz Alexandra Zykunov in ihrem Buch „Wir sind doch alle längst gleichberechtigt“ und zerlegt auf den weiteren knapp 300 Seiten insgesamt 25 weitere patriarchale Bullshit-Sätze.
In vielen Kapiteln ihres Buches geht es ganz konkret um das Thema Geld und Mutterschaft. Und auch wenn ich keine Kinder habe, betrifft mich dieses Wissen – denn Alex erklärt auch, wieso Frauen ganz grundsätzlich als unsympathisch wahrgenommen werden, wenn sie Geld über Geld sprechen. Unfassbar, oder? Vor allem wenn man bedenkt, was das für Konsequenzen hat. In unserem Gespräch sprechen Alex und ich über sehr viele wissenschaftliche Studien, die genau diesen Zustand belegen. Alex erklärt mir die historischen Einflüsse auf unseren Umgang mit Geld, wir diskutieren, wieso Frauen so ein merkwürdiges Verhältnis zu Geld haben, in welchem Kreislauf wir dieses Verhältnis immer wieder reproduzieren – und berechnen den Gender Pay Gap komplett neu. Ich bin mir sicher, ihr lernt beim Zuhören genauso viel wie ich beim Aufnehmen des Gesprächs! Hier findet ihr Alexandra Zykunov auf Instagram.
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Danke fürs Zuhören, Anissa!
Mein wichtigstes Projekt 2023: Endlich ein eigenes unabhängiges und journalistisches Format – und hier ist es: Der Finance & Feelings Podcast!
Worum gehts?
Für viele von uns fühlt sich das Reden über Geld nicht gut an, der Umgang damit auch nicht und die langfristige Finanzplanung ist schlichtweg überfordernd. Denn Geld ist niemals nur Geld. Für jede von uns ist Geld mit Gefühlen, Geschichten und Gedanken verbunden. In meiner journalistischen Arbeit ist mir in den letzten Jahren klar geworden, wie wichtig die psychologische Komponente beim Thema Geld ist – und dass wir darüber viel mehr sprechen müssen.
Denn wir alle haben uns mit unseren "Finance & Feelings" bisher viel zu wenig auseinandergesetzt. Das ändere ich mit diesem Podcast, und spreche hier über unsere Gefühle zu Geld, unsere familiären Prägungen, über Abhängigkeiten, Ungerechtigkeiten und Zusammenhänge. Zu Gast sind die spannendsten Expert:innen, Autor:innen und Wissenschaftler:innen und alle zwei Wochen gibts eine neue Folge.
Ich wünsche euch richtig viel Spaß mit den Interviews!
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