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Jacob Butler, 23, online bekannt als "Dort", wurde in Ottawa verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, das DDoS-for-Hire-Botnet KimWolf mit über einer Million kompromittierten Geräten betrieben zu haben. Angriffe bis 30 Terabit/s dokumentiert, darunter auf das US Department of Defense Information Network. Brian Krebs hatte ihn im Februar öffentlich identifiziert, woraufhin Butler ihn mit DDoS, Doxing und Swatting anging. Ich nutze das als Aufhänger für eine Diskussion mit Max über IoT-Botnet-Verantwortung und wo die Grenze zwischen Provider-Pflicht und Konsumentenverantwortung liegt.
Dann der Portraitbox-Breach – von dem ich selbst betroffen war. Angreifer erlangten am 16./17. Mai Zugriff auf den Paderborner Fotodienstleister, luden Daten herunter und löschten sie. Betroffen: Fotos, Namen, E-Mail-Adressen, Bestellhistorien – darunter massenhaft Kita- und Schulfotos von Kindern. Zahlungsdaten nicht betroffen. Die Benachrichtigungspflicht liegt strukturell bei den Fotografen. Die ZAC NRW ermittelt.
GitHub hat einen Breach gemeldet: Ein Mitarbeiter installierte eine kompromittierte Version der NX-Konsole VS Code Extension – Teil der TeamPCP-Kampagne, über die wir in den letzten Wochen mehrfach berichtet haben. Betroffen: rund 3.800 interne GitHub-Repositories. Keine Kunden-Repos kompromittiert, aber wer Zugriff auf interne Engineering-Repos hat, hat deutlich mehr als nur Code. Das führt Max und mich zu einer längeren Debatte über Anbieterkonzentration: Es ist nicht gesund, Produktivität, Entwicklung und Security beim gleichen Anbieter zu konsolidieren – und das sage ich mit vollem Bewusstsein meiner eigenen Befangenheit.
Zum Abschluss: CISA hat eine externe Nominierungsmöglichkeit für den KEV-Katalog eingeführt. Meine These: Das "Known Exploited"-Flag wird für Patch-Priorisierung zunehmend irrelevant – wenn die Zeit von Vulnerability zu Exploit bei unter 30 Minuten liegt, muss man ohnehin von sofortiger Ausnutzung ausgehen.
KimWolf-Botnet-Festnahme (KrebsOnSecurity)
https://krebsonsecurity.com/2026/05/alleged-kimwolf-botmaster-dort-arrested-charged-in-u-s-and-canada/
KimWolf-Botnet-Festnahme (DOJ)
https://www.justice.gov/usao-ak/pr/canadian-man-arrested-international-authorities-charged-administrating-kimwolf-ddos
Portraitbox-Breach (heise online)
https://www.heise.de/news/Sicherheitsvorfall-bei-Fotoanbieter-Wird-Portraitbox-erpresst-11304453.html
GitHub Breach / NX-Konsole Supply Chain (TeamPCP)
https://github.blog/security/supply-chain-security/security-incident-nx-console-extension/
CISA KEV Nomination Process
https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog
By Robert Wortmann, Max ImbielJacob Butler, 23, online bekannt als "Dort", wurde in Ottawa verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, das DDoS-for-Hire-Botnet KimWolf mit über einer Million kompromittierten Geräten betrieben zu haben. Angriffe bis 30 Terabit/s dokumentiert, darunter auf das US Department of Defense Information Network. Brian Krebs hatte ihn im Februar öffentlich identifiziert, woraufhin Butler ihn mit DDoS, Doxing und Swatting anging. Ich nutze das als Aufhänger für eine Diskussion mit Max über IoT-Botnet-Verantwortung und wo die Grenze zwischen Provider-Pflicht und Konsumentenverantwortung liegt.
Dann der Portraitbox-Breach – von dem ich selbst betroffen war. Angreifer erlangten am 16./17. Mai Zugriff auf den Paderborner Fotodienstleister, luden Daten herunter und löschten sie. Betroffen: Fotos, Namen, E-Mail-Adressen, Bestellhistorien – darunter massenhaft Kita- und Schulfotos von Kindern. Zahlungsdaten nicht betroffen. Die Benachrichtigungspflicht liegt strukturell bei den Fotografen. Die ZAC NRW ermittelt.
GitHub hat einen Breach gemeldet: Ein Mitarbeiter installierte eine kompromittierte Version der NX-Konsole VS Code Extension – Teil der TeamPCP-Kampagne, über die wir in den letzten Wochen mehrfach berichtet haben. Betroffen: rund 3.800 interne GitHub-Repositories. Keine Kunden-Repos kompromittiert, aber wer Zugriff auf interne Engineering-Repos hat, hat deutlich mehr als nur Code. Das führt Max und mich zu einer längeren Debatte über Anbieterkonzentration: Es ist nicht gesund, Produktivität, Entwicklung und Security beim gleichen Anbieter zu konsolidieren – und das sage ich mit vollem Bewusstsein meiner eigenen Befangenheit.
Zum Abschluss: CISA hat eine externe Nominierungsmöglichkeit für den KEV-Katalog eingeführt. Meine These: Das "Known Exploited"-Flag wird für Patch-Priorisierung zunehmend irrelevant – wenn die Zeit von Vulnerability zu Exploit bei unter 30 Minuten liegt, muss man ohnehin von sofortiger Ausnutzung ausgehen.
KimWolf-Botnet-Festnahme (KrebsOnSecurity)
https://krebsonsecurity.com/2026/05/alleged-kimwolf-botmaster-dort-arrested-charged-in-u-s-and-canada/
KimWolf-Botnet-Festnahme (DOJ)
https://www.justice.gov/usao-ak/pr/canadian-man-arrested-international-authorities-charged-administrating-kimwolf-ddos
Portraitbox-Breach (heise online)
https://www.heise.de/news/Sicherheitsvorfall-bei-Fotoanbieter-Wird-Portraitbox-erpresst-11304453.html
GitHub Breach / NX-Konsole Supply Chain (TeamPCP)
https://github.blog/security/supply-chain-security/security-incident-nx-console-extension/
CISA KEV Nomination Process
https://www.cisa.gov/known-exploited-vulnerabilities-catalog

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