fosstopia Tech Podcast (fosstopia)

fosstopia Tech Podcast (fosstopia)

By fosstopiaTechnology
Download on the App Store

fosstopia Tech Podcast (fosstopia) episodes

  • Linux Podcast: Ubuntu wächst! Wie ist das möglich? Tech Linux Podcast

    In dieser Episode sprechen wir über die Thema, dass Ubunu trotz aller Kritik und Ablehnung aus der Community wächst. So kamen in knapp einem Jahr drei neue Ubuntu Flavours dazu. Wie kann es also sein, dass es immer viel Kritik hagelt, aber gleichzeitig Entwickler sich Ubuntu zuwenden und Flavours herausbringen, die sich den Canonical Richtlinine unterordnen?

    Alles dazu und was ggf dagegen hilft, gibt’s jetzt im Podcast.

    Der Podcast ist abrufbar auf allen gängigen Podcast Plattformen, u.a. auf:

    Viel Spaß

    • Spotify
    • iTunes Podcasts
    • Amazon Prime Music / Audible
    • YouTube
    • Blog Stream
    • Hinweis: Für manche Dienste wie z.B. Spotify und Amazon Prime Musik ist ggf eine separate Mitgliedschaft nötig.

      Impressum: https://fosstopia.de/impressum-kontakt/

      Der Beitrag Linux Podcast: Ubuntu wächst! Wie ist das möglich? Tech Linux Podcast erschien zuerst auf fosstopia.

      12 min
    • Ist Linux nur ein zeitfressendes Hobby wenn man damit nicht arbeiten kann? - Tech Linux Podcast

      In dieser Episode sprechen wir über die Thematik, ob Linux nicht nur ein zeitfressendes Hobby ist, wenn man damit nicht arbeiten kann. Was zunächst nur wie ein reißerischer Titel für den Podcast klingt, ist meiner Überzeugung nach eine völlig legitime Frage. Denn wozu nutzen wir denn unsere Computer? Um damit etwas zu erledigen. Der Rechner soll uns helfen etwas zu erledigen. Sei es eine Mail an die Tante zu schreiben, einen Brief ans Finanzamt oder die Webseite des Vereins aufzubauen. Die Anwendungsbereiche sind weitreichend und alles läuft auf denselben Zweck hinaus: Wir verwenden den Rechner genau dann, wenn er uns bei der Bewältigung einer Aufgabe helfen soll.

      Alles dazu und was ggf dagegen hilft, gibt’s jetzt im Podcast.

      Der Podcast ist abrufbar auf allen gängigen Podcast Plattformen, u.a. auf:

      Viel Spaß

      • Spotify
      • iTunes Podcasts
      • Amazon Prime Music / Audible
      • YouTube
      • Blog Stream
      • Hinweis: Für manche Dienste wie z.B. Spotify und Amazon Prime Musik ist ggf eine separate Mitgliedschaft nötig.

        Impressum: https://fosstopia.de/impressum-kontakt/

        Der Beitrag Ist Linux nur ein zeitfressendes Hobby wenn man damit nicht arbeiten kann? - Tech Linux Podcast erschien zuerst auf fosstopia.

        14 min
      • Im Jahr 2023 endlich auf Linux wechseln - meine 10 Tipps für Deine ersten Schritte

        Kann ich auf Linux wechseln? Soll ich 2023 endlich auf Linux umsteigen? Für mich stellte sich im Jahr 2003 diese Frage nicht in der Form, aber vielen geht es heute, da man sich ausführlich über Linux informieren kann, genau so. Nicht alle möchten Ihre Nutzerkonten inkl. Nutzerdaten in der Cloud von Microsoft oder Apple wissen aber bei aktuellen Versionen von Windows oder macOS muss man da stark aufpassen und vielleicht an der einen oder anderen Stelle eingreifen. Hier geht der Trend klar in die Cloud. Bei Linux kannst Du das z.B. mit Nextcloud auch machen, aber per Standard sind die Daten alle lokal. Old School halt. 🙂

        Mittlerweile nutze ich über 20 Jahre Linux und möchte anderen Menschen dabei behilflich sein, die ersten Schritte in Richtung Wechsel zu Linux zu machen. Aus dem Grund gibt´s genau dafür in dieser Linux Podcast Folge eine große Ladung an Tipps für Dich.

        Der Podcast ist abrufbar auf allen gängigen Podcast Plattformen, u.a. auf:

        Viel Spaß

        • Spotify
        • iTunes Podcasts
        • Amazon Prime Music / Audible
        • YouTube
        • MichlFranken Blog Stream
        • Hinweis: Für Spotify und Amazon Prime Musik ist ggf eine separate Mitgliedschaft nötig.

          Impressum: https://fosstopia.de/impressum-kontakt/

          Der Beitrag Im Jahr 2023 endlich auf Linux wechseln - meine 10 Tipps für Deine ersten Schritte erschien zuerst auf fosstopia.

          12 min
        • Microsoft oder Apple? Wer macht mehr für FOSS & Linux? (Linux Podcast)

          Open Source Software steht heutzutage in einer weitaus besseren Wahrnehmung dar als noch vor 10 Jahren. Seinerzeit noch als unprofessionelle Hobbysoftware von Geeks und Nerds für Geeks und Nerds verspottet, wird heute ein Großteil aller relevanter Infrastruktur mit Open Source Komponenten betrieben. Das GNU/Linux Betriebssystem sei hier beispielshaft als Flaggschiff des Siegeszugs quelloffener Software erwähnt. Doch Linux ist ein Teil der FOSS Familie aber FOSS ist nicht gleich Linux. Genau wie jeder Dackel ein Hund ist aber nicht Nichten jeder Hund ein Dackel. So stellt Linux sicher einen großes Kuchenstück dar, aber es gibt noch viel mehr FOSS Projekte, die nicht weniger wichtiger oder relevant sind.

          Doch falls Du Dich jetzt fragst, was FOSS überhaupt sein soll, hier ein kleiner Exkurs. FOSS ist eine Abkürzung aus dem englischen Sprachumfeld und steht ausgesprochen für Free and Open Source Software. Also freie und quelloffene Software. Das umfasst alle Software, deren Quellcode frei einsehbar ist und die durch speziell hierfür verfügbare Lizenzen auch weiterverarbeitet und wiederverwendet werden darf. Jeder kann auch mitmachen, sei es als Entwickler, Grafiker, Designer, Administrator oder sei es als Aushängeschild für die Projekte auf z.B. Veranstaltungen oder Messen. FOSS ist also ein Sammelbegriff für den Gesamtbestand freier und quelloffener Software.

          Wer steht hinter den FOSS Projekten?

          Das ist sehr unterschiedlich. Einerseits sind freiwillige Entwickler an Bord aber auch professionelle Entwickler, die in Vollzeit mitarbeiten. Manche Firmen stellen Mitarbeiter dafür ab oder frei. Andere Firmen stellen Mitarbeiter genau für diesen Zweck der Beschäftigung ein. Aber es ist auch nicht ein entweder oder also nicht entweder nur Privatentwickler oder Vollzeitentwickler. In vielen Projekten geht die Zusammenarbeit Hand in Hand weltweit. Die Entwicklung von Open Source Software kann aber muss nicht nach dem „Follow the Sun“ Prinzip erfolgen. FOSS Projekte werden teilweise von gemeinnützigen Organisationen betreut und verwaltet. Hier seien z.B. die Mozilla Foundation, die Firefox betreut oder die Signal Foundation, die den gleichnamigen, beliebten Signal Messenger entwickelt, genannt.

          Es gibt allerdings auch Firmen, die z.B. die Linux Plattform mit nicht quelloffener Software unterstützen. Auch das ist ein Beitrag zu Linux, denn mit der Verfügbarkeit von gewisser Exklusivsoftware steigen auch die Attraktivität, die Machbarkeit und Praxistauglichkeit der Linux Plattform im Allgemeinen. Ein Beispiel hierfür ist die Verfügbarkeit von Microsoft Edge Browser für Linux zu erwähnen. Für viele Privatnutzer ein Ding der Unvorstellbarkeit sich einen Microsoft Browser auf dem Linuxsystem zu installieren. Verständlich, immerhin war die Beziehung von Microsoft und der FOSS Gemeinschaft in der Vergangenheit nicht immer von Harmonie getragen. Der damalige CEO von Microsoft, Steve Ballmer bezeichnete Linux seinerzeit sogar als Krebsgeschwür. Doch wie wir wissen, nicht jede Kerze auf der Torte brennt gleich hell. So folgt der derzeitige Microsoft CEO Stya Nadella einer vernünftigeren und weitreichender Sichtweise. Denn heute heißt das Credo „Microsoft loves Linux“. Und dass das nicht nur leere Lippenbekenntnisse sind, ist sichtbar. So stellt der Edge Browser vor allem im Business- und Enterprise Umfeld oftmals ein Eintrittsticket in die Microsoft Welt dar. Hier ist Microsoft mit Office 365, seinen Kollaborationslösungen wie SharePoint oder Teams nach wie vor unangefochtener Branchenprimus. Dank Edge für Linux können auch Linux Nutzer an dieser Welt teilnehmen, da Edge hierfür entsprechende Werkzeuge bietet. Wir erkennen bereits, dass das Engagement von Microsoft für FOSS und Linux im Allgemeinen sichtbar, wenn auch gleich der praktische Nutzen nicht vollumfänglich ist.

          Doch was treibt eigentlich Apple im Hinblick auf FOSS? Immerhin ist Apple ebenfalls ein großer Softwarehersteller z.B. mit den iOS, iPadOS oder macOS Betriebssystemen. Auch Apple ist nicht gänzlich untätig, wenn auch gleich die Sichtbarkeit und die daraus resultierende Wahrnehmung sich anders gestaltet.

          Apple ist nicht gänzlich unbetreut mit FOSS, wenn auch gleich eben genannte Betriebssysteme proprietäre Software darstellen. An anderer Stelle wie z.B. bei der Programmiersprache Swift oder die Rendering Engine von Safari, WebKit sind durchaus größere und bekannte Produkte, die Open Source sind. Die Beteiligung von Apple scheint subtiler auszufallen als die von Microsoft.

          Welches Engagement hat Microsoft im FOSS Umfeld?

          Microsoft loves Linux. Dieses Credo verkündet bereits, dass Microsoft mit Linux ein großes FOSS-Kuchenstück im Blickfeld hat. Open Source Software wird von Microsoft heute als wichtiges Element und bedeutender Innovationstreiber für die IT angesehen. Die Microsoft Cloud-Plattform Microsoft Azure wird weitreichend im Hinblick auf die Workloads von Open Source gestützt. Alle Produktentwicklungen innerhalb von Azure unterstützen Linux und Windows gleichermaßen. Durch die Übernahme von GitHub möchte Microsoft sein Vertrauen in die Entwicklung von Open Source Softwareprojekten attestieren, indem die Plattform dafür übernommen wurde. Microsoft selbst betreibt eine Übersicht an Features Projects, wie es so schön heißt. Darunter u.a. Azure SDKs, Visual Studio Code, TrueScript, Windows Terminal, PowerShell oder .NET.

          Welches Engagement hat Apple im FOSS Umfeld?

          Wie schon kurz angerissen, Swift und WebKit sind Apples Vorzeigeprojekte, entstammen sie doch der eigenen Feder. Die bekannten Betriebssysteme von Apple sind dank dem sogenannten Darwin Unterbau ebenfalls zu Teilen als quelloffene Software aufgestellt. Heißt ein Teil des Fundaments von z.B. macOS, iOS und iPadOS ist ebenfalls als FOSS veröffentlicht. Doch eben nicht alle Komponenten sind frei. Was nicht im Rahmen des Darwin Unterbaus freigegeben ist, bleibt vollständig unter Apples Kontrolle. Apple unterhält aber nicht nur FOSS Projekte, sondern unterstützt auch durch Mitarbeit andere Projekte wie z.B. Kubernetes, die Datenbank Apache Cassandra, die Compiler-Architektur LLVM/Clang, Apache Spark, Netty und Apache Solr.

          Verhältnismäßigkeit investieren in FOSS und profitiere von FOSS

          Die Verhältnismäßigkeit zwischen Geben und Nehmen ist schwer zu ermitteln, ohne den kompletten Quellcode inkl. aller Zusatzkomponenten analysiert zu haben. Fakt ist die proprietären Betriebssysteme Windows und macOS sind nicht frei von Open Source Software. So nutzt macOS z.B. den XNU-Kernel aber auch Webkit, die Datenbank FoundationDB, sowie Apache, OpenLDAP, OpenSSH, OpenSSL oder CUPS. Für Windows hingegen wären u.a. die plattformübergreifende Entwicklungsumgebung. NET, den Edge Browser, der auf der quelloffenen Renderengine von Chromium aufbaut oder Powershell zu nennen.

          Ob die beiden Unternehmen nun mehr von anderen FOSS Projekten in ihre Betriebssysteme aufnehmen als sie inform von Patches und dergleichen zurückgeben, kann von außen nicht qualifiziert bewertet werden. Dies hängt vielleicht auf vom Einzelfall ab. Beispielshaft könnte es sein, dass das Entwicklerteam von Powershell oder Visual Studio mehr gibt als nimmt als z.B. das Windows Kernel Team. Eine gesicherte Information ist dies nicht, sondern nur eine Annahme. Beantworten könnten das nur Microsoft und Apple.

          Hand aufs Herz, derzeit macht es den Anschein, als sei Microsoft mehr bei der Stange als Apple, was das Zurückgeben zu FOSS im Allgemeinen angeht. Apple ist weiterhin bestrebt seine lukrative Produktpalette weiterhin als möglichst geschlossenes Ökosystem zu halten. So gibt es z.B. iTunes weiterhin nur für Windows, nicht für Linux. Unter macOS längst aufgelöst und die Funktionen auf verschiedene andere Apps wie Finder oder Musik aufgeteilt, dümpelt iTunes auf Windows-Basis weiterhin hinterher. Für Linux scheint Apple hier nichts übrig zu haben. So kann man sein iPhone oder iPad auch weiterhin nicht mit Linux sichern oder synchronisieren. Safari gibt es ebenfalls nicht für Linux. Apples ehem. iWork Office Suite ist exklusiv für macOS und iOS/iPadOS verfügbar. Final Cut Pro nur für macOS, Motion nur für macOS. Das sind nur einige Beispiele. Apple Musik Client für Linux? Fehlanzeige. Während Apple selektiv FOSS Projekte unterstützt, wird Linux von Apple links liegengelassen.

          Microsoft schlug hier vor einiger Zeit einen deutlich abweichenden und Linux freundlicheren Kurs ein. Natürlich gibt es nicht alle Microsoft Apps für Linux. Auch wurde mit dem Ende von Teams für Linux scheinbar eine Kehrtwende vollzogen, doch wie wir wissen, mag der Anschein bislang durchaus trügerisch sein. Denn statt Teams für Linux auszuschließen, wurde die Teams PWA (das steht für progressive Web App) vorgestellt. Über den Microsoft Edge Browser kann somit Teams als nahezu native App benutzt werden und das mit einem besseren Funktionsumfang als die bisherige Teams App. Fairerweise muss man aber auch erwähnen, dass die Teams PWA auch für Google Chrome unterstützt wird, also nicht Edge exklusiv. Aber Microsoft unterstützt nicht nur verschiedene FOSS Projekte, sondern tut auch merklich etwas für Linux. Denn Linux als Desktop Lösung erhält somit erstmalig die Möglichkeit vollumfänglich in den Microsoft Cloud Kosmos einzusteigen. Bei Unternehmen ist die Microsoft 365 Lösung oftmals der Standard. Dank Edge für Linux wird nicht nur Teams unterstützt, sondern auch das Cloud Office von Microsoft und somit auch die Kollaborationsmöglichkeit auf Basis der Microsoft Cloudumgebung. Office Dokumente können nun auch mit Linux Nutzern geteilt und von ihnen über das Onlineoffice in Echtzeit zusammen bearbeitet werden. Vielleicht für Privatanwender mit LibreOffice uninteressant aber für Firmen mit Linux Desktop durchaus ein Game-Changer.

          So kommen wir am Ende dieser Podcast Folge zu der Frage, ob Microsoft nicht vielleicht mehr Respekt für seine Unterstützung für FOSS und Linux verdient als Apple. Wir wollen nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, dennoch überragt das Engagement von Microsoft das von Apple für mich als Linux Nutzer deutlich. Der Beitrag von Apple zu verschiedenen FOSS Projekten ist löblich und gut. Doch Microsoft hat Linux weit mehr im Fokus als Apple und hier besteht für Apple z.B. mit dem fehlenden iTunes oder Apple Musik für Linux noch deutlich Luft nach oben. Aber gut, Android Hersteller freuen sich wenn Linux Nutzer ihre Geräte kaufen und Spotify ebenfalls über Abonnenten mit Linux Betriebssystem, denn da gibt’s dann halt auch den passenden Desktop Client für Linux. Es gibt für alles eine Alternative und wie wir eben sahen, oftmals ist damit nicht mal ein Abstrich einhergehend.

          Festzuhalten bleibt, weder Apple noch Microsoft sind Open Source Unternehmen. Auch haben beide Firmen nur noch teilweise sich überschneidende Geschäftsfelder mehr. Ja wir sind nicht mehr in den 80ern. Der Beitrag von Microsoft im FOSS Umfeld und Linux ist auch nicht aus Warmherzigkeit, sondern um die eigene Produktpalette zu stärken. Das ist für ein Unternehmen nichts Unübliches. Die Linux Plattform partizipiert mit der Verfügbarkeit von Microsoft Edge lediglich von Microsofts Wertschöpfungskette. Es ist somit für Linux Nutzer möglich Edge z.B. im Schul- oder Firmenumfeld zu installieren und zu nutzen. Für Privatanwender sieht es mit der Notwendigkeit hierfür gleich anders aus. Es gibt verschiedene Alternativen, die auf die Ansprüche datenschutzsensibler Nutzer besser zugeschnitten sind. Mozilla Firefox, LibreWolf oder UngoogledChromium dürften hier ehr die Wahl sein. 

          Tut Microsoft mehr für FOSS und Linux als Apple und verdient damit mehr Respekt oder seht ihr das generell als Gefahr? Lasst es mich gerne wissen, wie Ihr das seht.

          Das war die heutige Podcast Folge. Wenn Du über iTunes zuhörst, freue ich mich über eine 5 Sterne Bewertung. Vielen Dank für die freundliche Aufmerksamkeit und bis zur nächsten Ausgabe. Ciao.

          Der Podcast ist abrufbar auf allen gängigen Podcast Plattformen, u.a. auf:

          Viel Spaß

          • Spotify
          • iTunes Podcasts
          • Amazon Prime Musik
          • YouTube
          • MichlFranken Blog Stream
          • Hinweis: Für Spotify und Amazon Prime Musik ist ggf eine separate Mitgliedschaft nötig.

            Impressum: https://fosstopia.de/impressum-kontakt/

            Der Beitrag Microsoft oder Apple? Wer macht mehr für FOSS & Linux? (Linux Podcast) erschien zuerst auf fosstopia.

            13 min
          • Was sind Telemetriedaten? Sind Telemetriedaten gefährlich? (MFTP36 - Linux Podcast)

            Im heutigen IT-Zeitalter sind Informationen ein wichtiges Gut. Wissen ist Macht und schadet dem, der es nicht besitzt. Doch mit der Gratismentalität für Webservices ist das Geschäftsmodell der Wissensvermittlung und Informationsbeschaffung in Probleme gerannt.

            Es ist schwierig die Kosten für erstklassige Informationsbeschaffung zu decken, wenn kein Leser oder Zuschauer bereit ist dafür zu bezahlen. So ist das im Internetzeitalter. Wenn ich Nachrichten lesen möchte, gehe ich auf die Seite des jeweiligen Nachrichtendienstes und kann die Informationen, die ich bekommen will, kostenlos abrufen.

            Doch wie frei ist kostenlos eigentlich? Wie werden Blogger, Redakteure oder Journalisten bezahlt, wenn ich für die von ihnen aufbereiteten Nachrichten selbst nichts bezahle? Arbeiten Sie gratis aus Warmherzigkeit heraus? Die Antwort auf diese Fragen ist kurz und präzise: Nein. Die Erlöse kommen rein, auch wenn wir nicht direkt dafür bezahlen, obwohl viele Zeitungen und Verlage auch Premiumabos anbieten, wir zahlen indirekt.

            Das Zauberwort heißt Telemetriedaten. Telemetriedaten werden heute nahezu überall gesammelt. Smart TV sammeln sie. Betriebssysteme sammeln sie. Autos sammeln sie. Smart-Home Geräte sammeln sie. Smartphones sammeln sie. Apps sammeln sie, wie auch die meisten Webseiten. Hört sich nach einem richtig satten und goldenen Zeitalter an. Ist es auch. Denn Telemetriedaten sind das Öl des 21. Jahrhunderts.

            Um zu verstehen, wie sich damit Geld machen lässt, sollten wir ergründen, was Telemetriedaten eigentlich sind. Das erschreckende Ergebnis ist, dass wir gläserne Produkte sind. Es wird einfach alles, was geht, gesammelt, um es im Detail zu analysieren und schließlich auch zu monetarisieren. Also das gesamte Nutzerverhalten wird aufgezeichnet. Wer wie lange online ist und das auch in Verbindung mit dem Standort, von dem auf die jeweilige App zugegriffen wird. Verweildauer ist für Microblogging und Webseitenbetreiber durchaus interessant. Ein Streaming Anbieter kann genau erkennen, wann welcher Kunde was anschaut. Anhand von Profilen kann dieser auch Rückschlüsse auf familiäre Situationen ziehen. Selbes kann auch der Smart-TV Anbieter erkennen, wenn ausgewertet wird, wie lange die jeweilige Streaming Anbieter App benutzt wird oder wie lange allgemein der TV läuft. Egal was, so ziemlich jedes Produkt, ob materiell oder immateriell, möchte Daten sammeln und übermitteln. Softwareanbieter schätzen es sehr wenn sie mittels Telemetriedaten das Nutzerverhalten erkennen können.

            Die Datensammlung wird oftmals von den Kunden mit Annahme der Datenschutzbedingungen oder Nutzerbedingungen akzeptiert. Doch scheint das Vertrauen in die Anbieter und deren korrektem Umgang mit den gewonnenen Daten ausreichend groß zu sein. Ob die Daten dann vollständig anonymisiert gespeichert und ausgewertet werden, kann nicht nachgeprüft werden. Hier hilft nur Vertrauen. Ein schauriges Gefüh.

            Wir sollten uns nun mit der Frage beschäftigen, wozu diese Telemetriedaten erhoben werden und wozu sie dienen. Zunächst wäre das technische Verlangen der jeweiligen Hersteller nach Verbesserung des Produkts zu nennen. Je mehr Daten man über die Verwendung des Produkts vorliegen hat, desto besser kann man es verstehen und die daraus gezogenen Schlussfolgerung in die Produktverbesserung investieren. Doch Verbesserung ist manchmal auch nur der Grad an Ausbeutung der Daten. Die meisten sozialen Medien nutzen diese Daten um ihre Dienstleistungen auf noch bessere Verwertbarkeit der Daten zu optimieren. Eine Verwendung der Daten zur reinen Verbesserung des Onlineservices darf angezweifelt werden. Denn die Verbesserung dient oftmals der noch präziseren Erfassung des Nutzerbildes um noch gezielter Werbung schalten zu können und um somit Geld zu verdienen. Je besser ich meinen Nutzer kenne, desto präziser kann ich ihm Werbung schalten. Es dreht sich also alles um die Profitabilität. Und um diese zu steigern, müssen die Algorithmen noch präziser, noch intelligenter werden. Die gesammelten Daten müssen maximalen Ertrag liefern.

            Wie könnte man die Sammlung von Telemetriedaten abwenden oder unterbinden?

            Es gibt verschiedene Maßnahmen. Es beginnt mit der Verweigerung der Cookies. Fast jede Webseite nervt die Nutzer beim ersten Aufruf mit der Annahme der Cookie-Datenschutzerklärung. Viele Anwender werden vermutlich die damit kommende Erklärung nicht lesen und alles akzeptieren. Doch müssen diese sich anpassen lassen, dass nur technisch notwenige Cookies zugelassen werden müssen. Was als technisch notwendig deklariert wird, ist natürlich etwas anderes. Aber Analytik-Cookies sind dann deaktiviert. Ferner bieten Ad-Blocker eine weitere Möglichkeit dies auf DNS-Ebene zu blockieren. Die konsequente und beste Handlung wäre die Dienste nicht zu nutzen. Doch löst das nicht das Problem der Finanzierung.

            Wenn wir nicht selbst das Produkt sein möchten, dann müssen wir zum Kunden werden. Und das werden wir in der Regel nur dann, wenn wir für eine Leistung bezahlen. Es ist also nicht damit getan verschiedene Dienste oder Produkte nicht mehr zu nutzen. Vielmehr müssen wir das Paradigma alles muss kostenlos sein, überwinden. So gibt es neben Gratisdiensten oftmals auch Alternativen zum Bezahlen. Hier wäre es angebracht den Hirnschmalz zu investieren und dann auch entsprechend klug zu handeln.

            Abschließend kann man festhalten, dass Telemetriedaten das gesamte Nutzungsverhalten aufzeichnen können. Der Zweck der Telemetriedaten ist diese zu analysieren, um Erkenntnisse daraus zu ziehen. Die daraus gezogenen Erkenntnisse können technischer, aber auch monetärer Natur sein. Da die Werbung immer gezielter ist, deutet das oftmals auf eine monetäre Ausbeute hin.

            Als Ausweg können technische Hilfsmittel das Problem lindern. Ein Verzicht der Dienste und Produkte dient dazu dem jeweiligen Hersteller die Konsumentenbotschaft zu schicken. Oft gibt es bessere Alternativprodukte. Grundsätzlich sollte man nicht immer erwarten, dass alles gratis ist. Oder wenn es gratis ist, dann damit rechnen, dass man selbst auch Produkt und nicht Kunde ist.

            Klar ein freies Internet ist richtig und wichtig. Doch ein z.B. seriöser Journalismus kann nur dann sichergestellt werden, wenn dieser seine Kosten decken kann. Das kann er aber nicht, wenn er keine Erlöse im Sinne von Verkaufszahlen oder Werbeeinnahmen einfährt. Hersteller könnten Telemetriedaten auf ein technisch nötiges Minimum zur reinen Produktverbesserung beschränken. Dies dürfte Skepsis gegenüber der Datensammlung abbauen und die Akzeptanz allgemein erhöhen.

            Lasst es mich gerne wissen, wie Ihr das handhabt, wie Ihr zu Telemetriedaten steht.

            Das war die heutige Podcast Folge. Wenn Du über iTunes zuhörst, freue ich mich über eine 5 Sterne Bewertung. Vielen Dank für die freundliche Aufmerksamkeit und bis zur nächsten Ausgabe. Ciao.

            Der Podcast ist abrufbar auf allen gängigen Podcast Plattformen, u.a. auf:

            Viel Spaß

            • Spotify
            • iTunes Podcasts
            • Amazon Prime Musik
            • YouTube
            • MichlFranken Blog Stream

            Hinweis: Für Spotify und Amazon Prime Musik ist ggf eine separate Mitgliedschaft nötig.

            Impressum: https://fosstopia.de/impressum-kontakt/

            Der Beitrag Was sind Telemetriedaten? Sind Telemetriedaten gefährlich? (MFTP36 - Linux Podcast) erschien zuerst auf fosstopia.

            9 min
          • Ubuntu – Fluch oder Segen? (MFTP35 - Linux Podcast)

            Die Linux Distribution Ubuntu dürfte nach wie vor die bekannteste Linux Distribution sein. Sie ist auch weit über dem üblichen Linux – Anwenderkreis bekannt und dürfte sogar auch gewöhnlichen Windows-Anwendern etwas sagen.

            Diesen sensationellen Bekanntheitsgrad konntes sich Ubuntu aufbauen, weil man stets die Belange der Desktop Anwender in den Vordergrund rückte und konsequent darauf hinarbeitete, Linux einfach installierbar und auch einfach bedienbar zu machen. In seinen Anfangsjahren verzeichnete Ubuntu sagenhafte Erfolge auf diesem Weg. Mit einem einfachen Installer konnte jedermann Ubuntu installieren. Gnome 2 wurde seinerzeit mit einem eigenen Design bestückt. Was heute unspektakulär klingt, was in den 2000ern durchaus beachtenswert.

            Ubuntu wurde fortan auf dem Höhepunkt seines Erfolgs und Triumpfs oftmals als ernstzunehmende Alternative zu Windows und OS X, heute macOS, genannt. Canonical wollte Ubuntu zum konvergenten Betriebssystem machen. Notebook, Smartphone, Tablet, Fernseher, Kühlschrank – alle Geräte sollten laufen. Cloud Storage, Ubuntu Musik – alles wurde aufgebaut. Canonical baute im Prinzip die Apple Software Produktpalette nach und wollte auf diesem Wege Erfolg haben. Die Pläne gingen sogar soweit, als dass man mit Unity einen eigenen auf Gnome noch aufsetzenden Linux Desktop veröffentlichte. Der Displaymanager MIR sollte den in die Jahre gekommenen X11 endlich ablösen. Doch auf dem Höhepunkt wurde Canonical nicht nur arrogant, sondern auch gierig.

            Der Unity Desktop besaß eine Suchfunktion und die dort eingegebenen Suchbegriffe wurden, zwar angeblich anonymisiert, an Amazon weitergereicht, um Produktplatzierungen im Sinne von Affiliate-Links anzuzeigen. Das war der erste große Krach zwischen Canonical und der FOSS Gemeinschaft. Richard Stallmann bezeichnete seinerzeit Ubuntu als Spyware. Alle waren entsetzt. Der Druck kam auch bei Canoncial an, sodass man zum späteren Zeitpunkt die Option anbot die Internetsuche zu deaktivieren. Doch der Bruch war da. Das Verhältnis war belastet. Der Schritt von Canonical den Linux Desktop zu monetarisieren, wurde auch nicht mehr verziehen. Der Fortschritt von Ubuntu geriet ins Stocken.

            Im Jahr 2017 verkündete Mark Shuttleworth große Strukturelle Veränderungen bei Canoncial, die auch Ubuntu betrafen. Alle bisherigen Eigenentwicklungen wie z.B. Unity, Mir oder Ubuntu Touch wurden aufgegeben und eingestellt. Ubuntu wurde ein Desktop und Server Betriebssystem, dass nur als Basis der geldbringenden Canonical Produkte dient. Der Standard-Desktop wurde wieder Gnome in Ubuntu. Seither gibt es alle neun Monate eine Ubuntu Edition, wobei jede vierte eine LTS-Version ist, die von drei Interimsversionen gefolgt wird. Interimsversionen bekommen 9 Monate Pflege, LTS-Versionen 5 Jahre. Ubuntu ist als Desktop und Server kostenlos erhältlich.

            Man könnte jetzt vermuten, dass nachdem alles wieder auf Null zurückgesetzt wurde, alles wieder gut ist. Das ist wie Schrödingers Katze zugleich wahr und falsch. Die einstigen Canonical Entwicklungen werden weiter von freiwilligen Entwicklern gepflegt. Doch der einstige starke Zugwind ist raus. So dümpelt Unity noch immer in Version 7 vor sich hin, wenn auch gleich nach mehreren Jahren mal ein neues Point-Release erschien. Ubuntu Touch wird von UBPorts Entwicklern gepflegt, basiert aber noch immer auf Ubuntu 16.04 LTS. Zwar wird der Unterbau derzeit modernisiert, doch ist die dafür benötigte Zeit dennoch recht lange.

            Andererseits wer zuvor Ubuntu mit Gnome nutzte und Unity nie mochte, dürfte die Entwicklung in gewisser Weise begrüßt haben. Denn der Umweg über das mittlerweile eingestellte Derivat Ubuntu Gnome ist somit obsolet. Ubuntu ist wieder ins Bett von Gnome gestiegen und ist weiterhin eine beliebte Linux Distro.

            Ubuntu als Fluch

            Ubuntu ist nicht unabhängig in seinen Entscheidungen, sondern setzt um, was Canonical entscheidet. Das wird missmutig von vielen mit Fokus auf der Idee eines Gemeinschaftsprojekts, wie es Debian z.B. ist, betrachtet. Canonical drückt seine Ideen bei Ubuntu durch ungeachtet ob es die Gemeinschaft gutheißt oder nicht. Prominentes Beispiel hierfür aus heutiger Zeit ist das Snap Paketformat, welches in direkter Konkurrenz zu Flatpak und AppImage steht. Dafür kommt Snap auch überwiegend im Ubuntu Kosmos zum Einsatz. Die meisten anderen Distros bevorzugen Flatpak, nur wenige unterstützen direkt von Start an auch Snap. Zwar versucht Ubuntu dahingehend zu argumentieren, dass aus der Perspektive der IT Sicherheit Snap sicherer sind und einfach zu warten seien, dennoch ist der Standard derzeit Flatpak. Auch hier ist das Thema Sicherheit nicht unumstritten. Dennoch setzen fast alles aktuellen Distros neben dem nativen Paketformat auf Flatpak.

            Ubuntu als Segen

            Ubuntu könnte man auch als den Haudegen sehen, der manches ausprobiert, wo anderen entweder der Mut fehlt oder wo keine entsprechenden Ressourcen verfügbar sind. Ja Unity oder Ubuntu Touch waren in gewisser Weise Fehlschläge, doch daraus entstanden neue Projekte, die weiterleben. Ubuntu bringt immer wieder auch Konstellationen des Wettbewerbs, die an mancher Stelle anspornen und etwas noch besseres hervorbringen können. So sehe ich Snap persönlich war nicht vorteilhaft, dennoch begrüße ich das Engagement von Canonical an der Stelle, denn damit wird die Entwicklung bei Flatpak zwangsweise beflügelt. Die Wettbewerbssituation ist m.E. nach also gut. Gäbe es Snap nicht, hätten alle, die im Flatpak entwickeln möglicherweise weniger Antrieb Innovationen und Verbesserungen zu bringen. Ich sehe eine gesunde Konkurrenzsituation.

            Ubuntu Desktop wird seit Version Ubuntu 22.04 wieder besser. Es steckt augenscheinlich wieder mehr Mühe im Desktop als zu Ubuntu 20.04, wobei das Ubuntu Design Team mit Yaru auch hier keine schlechte Arbeit ablieferten. Der Ubuntu Server ist kostenlos erhältlich. Wer Support benötigt, muss zahlen. Das ist in Ordnung. Ubuntu LTS bietet 5 Jahre Pflege und wer noch mehr Zeit benötigt, kann mit ESM nochmal 5 Jahre ranhängen. Eine Ubuntu LTS Version wird also 10 Jahre Sicherheitsaktualisierungen bekommen. Das ist nicht nur planbar, sondern auch ein Alleinstellungsmerkmal.

            Und was wir nicht vergessen dürfen, die Ubuntu LTS Versionen sind sehr stabil. Einmal installiert, müssen lediglich Sicherheitsaktualisierungen eingespielt werden. Das eigentliche System bleibt damit unverändert und gilt somit als robust. Der Wartungsaufwand an einem Ubuntu LTS System ist ähnlich dem von Debian Stable und somit ausgesprochen gering. Wer also ein System haben mag, das einfach läuft, ist bei Ubuntu LTS gut aufgehoben.

            Fazit

            Wir können alle Vorteile auch als Nachteile und umgekehrt auslegen. Ubuntu ist aber auch die Basis vieler anderer Distros wie Linux Mint, Zorin OS, Pop!_OS, KDE Neon oder Elementary OS. Das kann man also auch auf die Habenseite von Ubuntu setzen.

            Freilich ist Ubuntu nicht unabhängig und wer Ubuntu einsetzt, sollte mit den Canonical Entscheidungen grob leben können oder muss halt selbst Hand anlegen um z.B. Snap zu entfernen. Das ist mit wenig Aufwand geschehen, wie ich schon zeigte.

            Für mich überwiegen die Vorteile von Ubuntu klar die Nachteile. Es gibt immer Licht und Schatten, egal welche Distro. Ubuntu dürfte noch immer die erfolgreichste Distro sein und mit dieser hohen Wahrnehmung ist man nun mal bei Freund und Feind bekannt. Wobei Freund und Feind hier nur sinnbildlich gemeint ist. Wer keine positive Einstellung zu Ubuntu hat, muss es ja auch nicht einsetzen, sondern kann eine der schier unendlichen anderen Distros einsetzen. Kein Problem und Fall erledigt. Wichtig ist dennoch, dass Ubuntu die Wahrnehmung von Linux im Allgemeinen nach wie vor trägt und verbreitet und das ist ein guter Punkt.

            Leider fokussieren sich zu viele Menschen meist auf die negativen Aspekte im Leben. So auch bei Ubuntu und vielen anderen Dingen. Ich bin kein Ubuntu Fanboy und dieser Beitrag wurde auch nicht von Canonical unterstützt. Der Beitrag gibt vollumfänglich meine Meinung wieder. 

            Wie seht Ihr das? Wenn Ihr dazu etwas zu sagen habt, dann könnt Ihr das gerne in der Kommentarfunktion entweder auf YouTube, Odysee oder meinem Blog kund tun. Ich bin gespannt wie ihr das seht, ob Ubuntu Fluch oder Segen ist.

            Das war die heutige MFTP Ausgabe. Wenn Du über iTunes den Podcast hörst, freue ich mich über eine 5 Sterne Bewertung. Vielen Dank für die freundliche Aufmerksamkeit und bis zur nächsten Ausgabe. Ciao.

            Der Podcast ist abrufbar auf allen gängigen Podcast Plattformen, u.a. auf:

            Viel Spaß

            • Spotify
            • iTunes Podcasts
            • Amazon Prime Musik
            • YouTube
            • MichlFranken Blog Stream

            Hinweis: Für Spotify und Amazon Prime Musik ist ggf eine separate Mitgliedschaft nötig.

            Impressum: https://fosstopia.de/impressum-kontakt/

            Der Beitrag Ubuntu – Fluch oder Segen? (MFTP35 - Linux Podcast) erschien zuerst auf fosstopia.

            10 min
          • Hat sich das Linux Mint Projekt an Mozilla und Google verkauft? MFTP34 (Linux Podcast)

            Ihr erinnert Euch vielleicht noch an die Meldungen Anfang 2022, als eine Übereinkunft zwischen Mozilla und Linux Mint verkündet wurde. Inhalt waren Änderungen, wie Firefox seither bei Linux Mint verteilt wird. Bislang bauten die Linux Mint Entwickler selbst ein Firefox Paket im Debian Paketformat, passten dieses jedoch im geringen Umfang an. Zu diesen Anpassungen zählte eine fixe Startseite, Suche über Linux Mint Partner Yahoo oder DuckDuckGo. Dies änderte sich. Die Startseite wurde Mozilla Standard, die Standardsuchmaschine Google, Patches und Codeanpassungen seitens Debian oder Linux Mint wird es nicht mehr geben und die gesamte Konfiguration von Firefox ist Mozilla Standard.

            Das könnte schon danach klingen, als hätte man sich von Mozilla und Google in gewisser Weise kaufen lassen.

            Doch das ist nur eine Seite der Münze. Die andere Seite liegt in einer externen Entscheidung begründet. Nämlich bei Canonical als man entschied Firefox in das hauseigene Snap Format zu transformieren. Hintergrund dieser Operation war ein Ansinnen von Mozilla die Verteilung neuer Firefox Versionen zu vereinfachen und somit zu beschleunigen. Denn dann müsste für alle unterstützen Ubuntu Versionen nur ein Snap Paket gebaut werden, statt drei für aktuell unterstütze LTS Versionen zuzüglich der ESM Versionen und der derzeitigen Interimsversion. Mit der Umstellung auf Snap, was bei Linux Mint aktiv abgelehnt wird zu Gunsten des Mitbewerbers Flatpak, mussten die Linux Mint Entwickler also selbst Firefox Pakete bereitstellen.

            Mit dieser Verantwortung räumte man sich auch das Recht der Anpassungen ein, wie auch Werbepartner entsprechend vordergründig zu positionieren. Dies war nach dem Übereinkommen alles Geschichte. Denn das Firefox Paket kommt im Debian Paketformat von der Mozilla-Quelle und nicht mehr von Ubuntu.

            Das Ziel ist, dass das Firefox Nutzererlebnis auf allen Plattformen gleich ist. Da Linux Mint keine kleine Linux Distro ist, war es das Anliegen von Mozilla, dass auch bei Linux Mint das gleiche Nutzererlebnis kommt wie bei anderen Linux Distros, Windows oder macOS.

            Ist die Partnerschaft nur technischer oder auch finanzieller Natur?

            Die Antwort ist einfach, denn sie lautet: beides. Durch die Partnerschaft ist es für die Linux Mint Entwickler einfacher mit Mozilla zu kommunizieren. Auf die technischen Gründe der Partnerschaft bin ich ja schon eben eingegangen. Doch da ist auch der finanzielle Aspekt, der scheinbar einige zur Auffassung brachte, Linux Mint hätte sich an Mozilla und somit indirekt an Google als größten Sponsor der Mozilla Foundation verkauft.

            Das kann ich so nicht sehen. Natürlich wird durch die Auslieferung von Google als Suchmaschine ein gewisser finanzieller Aspekt mitschwingen, doch zuvor erhielt Linux Mint Geld von Yahoo und somit indirekt von Bing bzw. Microsoft, wenn man es so weit spinnen will. Die Auffassung, dass im Linuxumfeld immer alles kostenlos sein muss, ist töricht und fehlplatziert. Wer professionelle Arbeit leistet, kann dies nicht in Vollzeit machen ohne monetären Ausgleich für seine Arbeitszeit. So kommt es auch, dass das Linux Mint Projekt einerseits Fixkosten decken muss und andererseits auch variable Kosten hat, die getragen werden müssen. Entwickler, die gute Arbeit leisten, haben Rechnungen zu bezahlen etc. Das kennen wir ja alles selbst. Ich gehe davon aus, dass die wenigsten von uns jeden Werktag einer sozialen Tätigkeit nachgehen, die ohne finanzielle Entlohnung einhergeht. Wer das tut, Respekt und Hut ab aber die meisten können das nicht machen. So sollte man Verständnis dafür haben, dass die Entwickler von Linux Mint sich nicht nur auf die technische Entwicklung konzentrieren, sondern auch allgemein um das organische Wachstum des Projekts im Allgemeinen im Blick haben und Zukunftschancen ergreifen.

            Linux Mint finanziert sich über Spenden der Nutzer und durch die Einnahmen durch die Suchmaschine. Ein Zwang Google als Suchmaschine in Firefox zu nutzen ist nicht gegeben. Jeder kann eine Alternative wie DuckDuckGo, Startpage, MetaGer oder Qwant einstellen. Die meisten werden dies jedoch aus Bequemlichkeit heraus nicht tun.

            So kann ich abschließend keinen Verkauf von Linux Mint an Mozilla oder Google erkennen. Ob es ethisch die beste Entscheidung war sich auf Google einzulassen, mag streitbar sein. Doch ist Google hier anders einzustufen als Yahoo bzw. Bing? Also diese argumentative Grundlage kann ich nicht erkennen. Weiter ist es Mozilla, die sich von Google mehrheitlich bezahlen lassen und entschieden haben, dass Google die Standardsuchmaschine in Firefox ist. Wäre dem nicht so, würde die Knete auch nicht in dem Maße fließen. Linux Mint reicht dies dann letztlich nur durch, indem es durch die Partnerschaft mit Mozilla den Firefox Browser nach deren Vorstellung ohne eigene Anpassungen ausliefern.

            Resümieren lässt sich, dass das Abkommen clever war für Linux Mint. So kann Firefox weiterhin als Debian Paket ausgeliefert werden und man muss nicht auf Flatpak ausweichen. Google und Yahoo dürften sich im Sinne des Datenschutzes nicht viel geben, daher ist der Wechsel von Yahoo zu Google keine Verschlechterung, sondern ehr Status Quo. Eine Anpassung von Firefox durch den Anwender ist weiterhin gegeben. So überwiegen die Vorteile die eventuellen Nachteile. Linux Mint ist weiterhin unabhängig und hat sich somit weder an Mozilla noch an Google verkauft.

            Wie seht Ihr das? Wenn Ihr dazu etwas zu sagen habt, dann könnt Ihr das gerne in der Kommentarfunktion entweder auf YouTube, Odysee oder meinem Blog kund tun.

            Das war die heutige MFTP Ausgabe. Wenn Du über iTunes den Podcast hörst, freue ich mich über eine 5 Sterne Bewertung. Vielen Dank für die freundliche Aufmerksamkeit und bis zur nächsten Ausgabe. Ciao.

            Der Podcast ist abrufbar auf allen gängigen Podcast Plattformen, u.a. auf:

            Viel Spaß

            • Spotify
            • iTunes Podcasts
            • Amazon Prime Musik
            • YouTube
            • MichlFranken Blog Stream

            Hinweis: Für Spotify und Amazon Prime Musik ist ggf eine separate Mitgliedschaft nötig.

            Impressum: https://fosstopia.de/impressum-kontakt/

            Der Beitrag Hat sich das Linux Mint Projekt an Mozilla und Google verkauft? MFTP34 (Linux Podcast) erschien zuerst auf fosstopia.

            7 min
          • Ist der Kauf wiederaufbereiteter / refurbished Hardware nachhaltig gedacht? MFTP33

            Alle sprechen über Nachhaltigkeit. Doch wie nachhaltig ist es, regelmäßig neue Hardware zu kaufen? Oder anders gefragt, ist der Kauf wiederaufbereiteter / refurbished Hardware nachhaltig gedacht? Das ist Thema dieser Podcast Folge.

            Die Gerätehersteller lieben es quartalsweise neue Bestzahlen den Aktionären zu präsentieren. Auch CEOs oder Geschäftsführer wie man altdeutsch sagt, lieben es im Rampenlicht zu glänzen und den Fleiß und die Produktivität der arbeitenden Angestellten als Zeugnis Ihrer Führung zu präsentieren. Doch ist es wirklich nachhaltig, wenn wir alle zwei oder drei Jahre das Smartphone oder den Computer durch ein Neugerät ersetzen? Und wohin dann mit dem Altgerät? Muss es denn wirklich immer ein Neugerät sein?

            In diesem Beitrag beschäftigen wir uns genau damit. Ob es wirklich immer ein Neugerät sein muss oder ob es nicht cleverere Alternativen dazu gibt, die nicht nur Deinen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt schonen.

            Es gibt sie die Alternativen. So viel kann ich gleich vorwegschicken. Aus Eigenerfahrung kann ich auch sagen, dass sich hier ein erheblicher Geldbetrag einsparen lässt. Klingt gut oder? Ist es auch. Die Rede ist hier von sogenannter wiederaufbereiteter Hardware, auch unter dem Terminus Refurbished bekannt zu kaufen. Hierbei handelt es sich um Geräte, egal ob Notebook, Tablet oder Smartphone, die nicht ganz neu sind, sondern schon mal von jemand in Betrieb genommen wurden. Meist geht dies einher in Verbindung mit der Ausübung des Kaufwiderrufs gemäß Fernabsatzgesetz. Also konkret: Du bestellst Dir ein neues Smartphone. Nachdem es geliefert wurde, packst Du es aus und stellst fest, dass es für Deiner Hand doch viel zu groß und wuchtig ist. Du entscheidest, diesen Klopper nicht zu behalten. Du widerrufst beim Händler den Kauf und schickst das Gerät zurück inkl. Rückerhalt Deines Geldes.

            Doch was macht der Händler nun mit dem Gerät? Da es bereits geöffnet oder aktiviert ist, kann er es nicht mehr als Neugerät verkaufen. Genau an dieser Stelle kommt der Markt mit der wiederaufbereiteten Hardware ins Spiel. Denn die meisten nutzen das Gerät innerhalb des Testzeitraums nach Fernabsatzgesetz meist nicht merklich im Alltag. Das Gerät wird also keine oder nur minimale Abnutzungserscheinungen aufweisen. Jetzt kann der Händler es also verschrotten, es im Lager vergammeln lassen oder verkauft es als Gebrauchtgerät mit einem gewissen Preisnachlass. Meist entscheiden sich die Händler für dritte Variante, wobei es mittlerweile auch schon Zwischenhändler gibt, die genau diese Ware aufkaufen um es dann selbst weiterzuverkaufen.

            Hier entstand also eine völlig neue Wertschöpfungskette mit gebrauchter Hardware. Das Ganze auf dem Rücken des Einkaufens via Internet in Verbindung mit dem Fernabsatzgesetz, dass ja 14 Tage Probezeitraum inkl. Rückgabe einräumt. Obwohl ein gewisser Prozentsatz an versendeter Ware zurückgeschickt wird, fahren die meisten Händler dennoch mit Gewinn. Auch ist es abhängig von der Branche und Marke wie hoch die Retourenquote ist.

            Im Weiteren wollen wir aber den Fokus weg von der betriebswirtschaftlichen Sichtweise und hin zur Lieferkette richten.

            Die meisten Hersteller produzieren in Asien und verschicken dann weltweit an ihre Logistik-Hubs vor Ort. Die Corona Pandemie zeigte schmerzlich, wie sehr uns die in den 90er Jahren geebneten Produktionswege durch Just-In-Time Lieferung nun auf die Füße fallen. Durch die Null-Covid-Strategie in China werden von heute auf morgen ganze Wirtschaftszentren stillgelegt. Mit Stilllegung kommt auch die Lieferkette zum Erliegen. Nicht sofort, denn ein Teil der produzierten Güter ist ja noch auf den Weg aber nach ein paar Wochen macht sich das in Güterknappheit bemerkbar. Die Lieferzeit von Neugeräten steigt also.

            Geräte, die schon hier sind und keinen Absatz fanden, sind also zu wertvollen Ersatzgütern mutiert. Schließlich sind sie schon da und kurzfristig lieferbar. Für sie fällt auch keine neue Reise um die Welt an. Lediglich die Binnentransporte. Auch müssen sie nicht mehr produziert werden.

            Doch nicht nur Retourware wäre hier zu erwähnen, sondern auch Leasingrückläufer. Gewöhnlich werden Geräte nach 3-5 Jahren zurückgegeben, obwohl sie meist noch klaglos laufen. So wird der Markt der Gebrauchtgeräten aus zwei Quellen primär gespeist: Retouren und Rückläufer.

            Je nach Gerät, Ursprungsquelle und Zustand lässt sich ein erheblicher Geldbatzen sparen. Wer z.B. statt einem neuen Macbook Pro ein refurbished Gerät kauft, kann einige Hundert Euro sparen. Selbes gilt auch bei iPhone oder iPad. Aber nicht nur bei Apple lässt sich sparen. Auch Geräte anderer Hersteller wie z.B. Samsung können auf diese Weise günstiger erstanden werden. Vom Smartphone bis zum Fernsehgerät ist alles möglich.

            So läuft es ab

            Die Einsendung

            Die einen widerrufen den Kauf und schicken das unliebsame Gerät an den Händler zurück. Die anderen gehen auf die Wiederverkaufsportale und stoßen den Ankaufprozess an. Diese Portale kaufen also auch Gebrauchtgeräte auf und bezahlen Dir dann einen Schätzwert, der aufgrund Deiner Angaben des Gerätezustands ermittelt wird. Danach sendest Du das Gerät zum Händler und erhältst kurz darauf Dein Geld. Egal welchen der eben genannten Wege eingeschlagen wurde, ist das Gerät zurückgeschickt, wird es aufbereitet. Heißt gereinigt und so in den Zustand gebracht, dass es wieder verkauf werden kann. Defekte Kartons werden ersetzt und Hygieneprodukte wie Kopfhörer werden vernichtet. Wer also etwas einsenden möchte, kann die Kopfhörer meist behalten und spart dem Händler erneut Müll. Sicher will niemand bereits gebrauchte Kopfhörer haben. Ich denke da sind wir uns einig. Ist das Gerät aufbereitet, kann es wieder in den Kreislauf gehen und wird zum Verkauf angeboten.

            Der Erwerb

            Es gibt zweierlei Möglichkeiten solche Geräte zu erwerben. Einerseits gibt es Händler, die spezielle Rubriken für Retouren haben. Beispielsweise bieten Notebooksbilliger, Cyberport oder Amazon mit Warhouse Deals entsprechende Schnäppchen an. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Portale wie asgoodasnew oder rebuy, die Gebrauchtwaren aufkaufen und aufbereitet weiterverkaufen. Darüber hinaus können auch auf Kleinanzeigenportalen wie z.B. Ebay Kleinanzeigen Gebrauchtgeräte erstanden werden. All diese Beispiele sind ohne jedwede Unterstützung genannt. Keiner der Händler war im Vorfeld über die Nennung informiert und so ist dies auch keine bezahlte Schleichwerbung oder dergleichen. Es gibt noch unzählige weitere Händler und Portale. Um nicht zu sehr ins Details abzusinken, wurden beispielshaft namhafte Anbieter genannt. 

            Wer also solch ein Angebot kauft, kauft meist zurückgegebene Ware. Diese ist meist neuwertig, sofern der Händler dies nicht anders beschreibt. Somit kann also ein echtes Schnäppchen geschossen werden, sofern es Dich nicht stört, dass Du das Gerät nicht initial in Betrieb genommen hast. Es soll ja Menschen geben, die darauf abfahren die Folien abzuziehen. Dafür darf man dann den Preis des Neugeräts zahlen. Wer diesen Fetisch nicht hat, kann sparen und spart sich nebenbei auch den Plastikmüll der Folien.

            Clevere Alternative oder doch nur für Geizkrägen?

            Geizkrägen dürften zweifelsohne auf Ihre Kosten kommen. Das leugne ich nicht, wenn auch gleich ich mich nicht zu dieser Personengruppe zähle. Dennoch kann ich aus Eigenerfahrung attestieren, dass man hier gute Hardware bekommen kann zu einem deutlich reduzierten Preis. Ich habe auf diese Weise schon Computer, Tablets und Smartphones erworben und war zu 95% der Fälle sehr zufrieden. Wenn Bedarf einer Neuanschaffung ansteht, so prüfe ich die Angebote für Neu- als auch Gebrauchtgeräte. Fällt mir ein Angebot über genau das geplante anzuschaffende Gerät in den Schoß, dann ergreife ich die Gelegenheit. Was ich aber nicht mache ist, um jeden Preis zur Not auch runtergeramschte Geräte anschaffen. Das ist nicht mein Ding. Ich setze auf eine möglichst lange Nutzungsdauer. Daher würde ich Gebrauchtgeräte auch nur in einem neuwertigen oder einwandfreien Zustand kaufen. Generell empfehle ich auch immer die Zustandsbeschreibungen der Produkte sehr genau zu studieren. Dies gestaltet jeder Anbieter nach eigenen Gutdünken. Meiner Erfahrung nach sollte man stets auf neuwertig oder wie neu gehen. Alles andere ist dann oftmals mit mehr Frust als Lust verbunden.

            Wie macht Ihr das? Kauf Ihr neu oder gebraucht? Wie sind Eure Erfahrungen? Eure Meinung dazu könnt Ihr gerne in die Kommentare schreiben. Das geht z.B. auf meinem Blog oder auf meinem YT Kanal.

            Das war die heutige MFTP Ausgabe. Wenn Du über iTunes den Podcast hörst, freue ich mich über eine 5 Sterne Bewertung. Vielen Dank für die freundliche Aufmerksamkeit und bis zur nächsten Ausgabe. Ciao.

            Der Podcast ist abrufbar auf allen gängigen Podcast Plattformen, u.a. auf:

            Viel Spaß

            • Spotify
            • iTunes Podcasts
            • Amazon Prime Musik
            • YouTube
            • MichlFranken Blog Stream

            Hinweis: Für Spotify und Amazon Prime Musik ist ggf eine separate Mitgliedschaft nötig.

            Impressum: https://fosstopia.de/impressum-kontakt/

            Der Beitrag Ist der Kauf wiederaufbereiteter / refurbished Hardware nachhaltig gedacht? MFTP33 erschien zuerst auf fosstopia.

            10 min
          • Ist Linux per se nachhaltig oder kommt es darauf an, was wir daraus machen? MFTP32

            Linux ist nachhaltig. Das dürften die meisten irgendwie so sehen. Doch stimmt das eigentlich? Was genau macht Linux denn so vermeintlich nachhaltig? Genau darüber sprechen wir in dieser Podcast Folge.

            Zunächst ist GNU/Linux, vereinfacht ausgedrückt, ein Betriebssystem wie Windows und macOS auch. Doch anders als die proprietären Betriebssysteme ist Linux einerseits frei und andererseits entstammt es keinem Hersteller. Natürlich gibt es Hersteller, die eine eigene Linux Distribution veröffentlichen. Vielleicht wird Dir hier Ubuntu einfallen oder auch Suse oder Red Hat. Das sind alles Firmen, die eine Linux Distribution veröffentlichen, aber nicht Linux. Das eine Linux gibt es nicht.

            So kommt Linux nicht von einer Firma, die damit Geld machen möchte. Wobei zugegebenermaßen Microsoft und Apple ihre hauseigenen Betriebssysteme Windows und macOS auch längst nicht mehr als gewinnbringendes Produkt sehen, sondern dieses in eine Wertschöpfungskette einbanden. Doch ungeachtet dessen, ist Linux frei. Die meisten Linux Distributionen werden von freiwilligen Entwicklern herausgegeben und betreut. Viele machen das in Ihrer knappen Freizeit.

            Somit verfolgt Linux zuerst keine monetären Absichten, wenn auch gleich die Entwickler oftmals um Spenden bitten, damit die Ausgaben vielleicht gedeckt werden können. Und bevor der eine oder andere von Euch jetzt sagt, dass es auch kostenpflichtige Distros wie z.B. die Pro Version von ZorinOS gibt, dann ja die gibt es aber sie sind an einer Hand zählbar. Es gibt hier immer auch eine kostenfreie Alternative dieser Distros. Also man hat die Wahl, ob man es kauft oder kostenlos nutzt. Niemand wird zu etwas gezwungen. Linux ist somit frei. Apropos frei. Bei Windows und macOS ist das Betriebssystem nicht frei. Man muss eine Nutzungslizenz erwerben. Bei Windows wird dies meist über einen vorinstallierten Computer gelöst. Bei macOS ist es mit den Macintosh Computern genauso. Unterschied ist aber, dass es macOS nur auf Apple Hardware gibt, während Windows auf den Rechnern aller PC-Hersteller wie z.B. HP, Acer oder Lenovo läuft.

            Doch eine weitere Gemeinsamkeit haben Windows und macOS noch. Jede Version des Betriebssystems wird nur eine bestimmte Zeit unterstützt. Bei Mac Computern sind das in etwa 10 Jahre. Bei PCs ist dies gekoppelt daran, wie lange Microsoft die jeweilige Windows Verison pflegt. Konkretes Beispiel ist die TPM 2 Hardwareanforderung von Windows 11. Hast Du jetzt einen PC mit Windows 10 und dieser PC hat kein TPM2 Chip, dann kannst Du nicht auf Windows 11 wechseln und mit dem Supportende von Windows 10 im Jahre 2025 endet dann die vernünftige Nutzungszeit des PCs. Du wirst also bis zu einem gewissen Punkt zuverlässig versorgt und darüber hinaus stehst Du alleine da.

            Bleiben wir bei Windows 11 bzw. Windows 10. Hast Du einen PC ohne TPM 2 Modul, dann musst Du Dir nach dem Supportende 2025 eine Lösung einfallen lassen, denn dann gibt es keine Sicherheitsaktualisierungen mehr für Dein Windows System. Möchtest Du bei Windows bleiben, steht dann ein neuer PC an. Stichwort Altgeräte, Elektroschrott usw.

            Was kann Linux hier besser machen?

            Da Linux keine monetären Absichten verfolgt, folgt man hier einem anderen Paradigma. Es kümmert niemanden ob eine 32-bit Architektur durch eine spezielle Linux Distribution weiter unterstützt wird. Es stört auch niemanden, wenn Rechner ohne TPM 2 Schnittstelle nach 2025 noch mit zahlreichen Linux Distributionen unterstützt wird. Jeder 64-bit Rechner kann nach dem Windows 10 Supportende noch mit einer der zahlreichen, populären Linux Distributionen weiterbetrieben werden. Linux kennt für gewöhnlich kaum Supportzeiten. Linux kennt keine Aktionäre. Linux kennt keine Quartalszahlen und Gewinnprognosen. Wenn ein Bedarf sich abzeichnet, kann Linux diesen einfach lösen.

            Gibt es noch eine unterstützte 32-bit Windows Version? Mhhh nein. Gibt es noch eine unterstütze 32-bit macOS bzw. OS X Version? Mhhh nein. Warum? Weil daran auch Hardware hängt. Also Umsatz der Hardwaresparte bei Apple oder bei den Hardwarepartnern von Microsoft. Alle verfolgen gewinnbringende Firmenpolitik. Jeder möchte Umsatz und Gewinn machen. Aus dem Grund gibt es höchstwahrscheinlich feste Zeiträume für die Produktpflege. Gut, 10 Jahre bei Apple sind für einen Computer eine lange Zeit. Aber nach 10 Jahren sind ältere Macs nicht zwangsläufig schlecht wenn sie noch laufen. Doch bevor wir den Faden verlieren. Gibt es noch 32-bit Linux Distros? Oh ja, die gibt es. Es gibt noch einige Linux Distributionen, die 32-bit Versionen anbieten. Den längsten Support bekommt Ihr noch mit Ubuntu 18.04 LTS. Hier läuft die LTS Zeit noch bis 2023 und danach kann man noch weitere 5 Jahre ESM Support kaufen und somit bis 2028 Aktualisierungen bekommen für den Rechner. Ob ältere 32-bit Kisten noch so lange laufen? Und möglicherweise gibt es nach 2028 sogar noch die eine oder andere Distro, die noch irgendwie weitermacht. Aber mit Ubuntu 18.04 LTS erhält man den längsten und planbaren Support für 32-bit Architektur.

            Hast Du jetzt einen relativ aktuellen 64-bit Rechner, der kein TPM 2 Modul hat, kannst Du nach aktuellem Stand noch rund 10 Jahre mit Support rechnen. Wie das geht, fragst Du Dich? Ubuntu 22.04 LTS erhält fünf Jahre LTS und dann weitere fünf Jahre ESM Support also Pflege bis 2032. Wenn das nicht weit vorausschauend ist, weiß ich es auch nicht. Und ich kann mir vorstellen, dass es auch darüber hinaus noch Linux Distros gibt, die diese 64-bit Architektur unterstützen werden.

            Also fragen wir uns jetzt, welches der drei Betriebssysteme ist nun das, was das Prädikat nachhaltig am ehesten für sich beanspruchen kann? Die Antwort ist ganz klar. Linux. Linux befeuert heute z.B.   in Entwicklungsländern so viele Rechner, die nach dem Windows XP und Windows 7 Support Ende noch sicher betrieben werden können. All die Kisten müssen nicht als Alteisen zum Schrottplatz. Die Rechner können noch einem guten Zweck dienen und belasten die Umwelt nicht unnötig vorzeitig. Und auch ältere Macs ohne macOS Support können heute dank Linux noch als z.B. Heimserver zuverlässige Dienste erweisen. Egal ob PC oder Mac. Wenn die Hersteller den Support beenden, ist Linux zur Stelle und kann Dir weiterhin einen sicheren Computer anbieten. Das ganze geht natürlich sehr zu Lasten von Firmen wie z.B.  Microsoft, Apple, Acer, Lenovo und HP doch im Umkehrschluss profitiert Mutter Natur davon. Jetzt kannst Du für Dich abwägen, was besser ist.

            Also können wir mit älteren bzw. gebrauchten Rechnern noch viel Sinnvolles anstellen. Wir können, sofern wir sie ersetzen, gebraucht weiterverkaufen, sodass sie jemand anders noch treue Dienste leisten. Auch hier sind Möglichkeiten gegeben. All das ist besser als Neukauf und die alten auf den Schrottplatz zu bringen.

            Also abschließend können wir festhalten: Linux ist von den drei großen Betriebssystemen die Nummer 1, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Auch quasi uralt Rechner können dank Linux noch sicher gehalten werden und einen sinnvollen Zweck erfüllen. Hier kann Linux mit Abstand am hellsten glänzen. Natürlich können wir nicht so tun, als müsste nur die ganze Welt auf Linux umsteigen und schon wären alle Probleme gelöst. Das nicht. Aber wenn wir unsere Denkweise im Umgang mit Ressourcen prüfen und daraus abgeleitet unser persönliches Handeln entsprechend anpassen, dann ist der Sache durchaus gedient. Und wir müssen etwas ändern, denn ein weiter so wie bisher wird nicht klappen. Wir können unseren Planeten und seine Ressourcen nicht weiter selbstsüchtig ausbeuten und ruinieren. Wir müssen jetzt etwas ändern und eine längere Nutzungsdauer von Computern ist in der heutigen Zeit ein großer Schritt in die richtige Richtung.

            Lasst es mich gerne wissen, wie Ihr das seht. Wenn Du auf YouTube den Podcast hörst, schreibe einfach einen Kommentar. Das geht auch auf meinem Blog. Bevor ich gehe, bedanke ich mich ganz herzlich bei meinen Zuhörern für die freundliche Aufmerksamkeit und insbesondere bei denen, die mein Projekt unterstützen.

            Das war die heutige MFTP Ausgabe. Wenn Du über iTunes den Podcast hörst, freue ich mich über eine 5 Sterne Bewertung. Vielen Dank für die freundliche Aufmerksamkeit und bis zur nächsten Ausgabe. Ciao.

            Der Podcast ist abrufbar auf allen gängigen Podcast Plattformen, u.a. auf:

            Viel Spaß

            • Spotify
            • iTunes Podcasts
            • Amazon Prime Musik
            • YouTube
            • MichlFranken Blog Stream

            Hinweis: Für Spotify und Amazon Prime Musik ist ggf eine separate Mitgliedschaft nötig.

            Impressum: https://fosstopia.de/impressum-kontakt/

            Der Beitrag Ist Linux per se nachhaltig oder kommt es darauf an, was wir daraus machen? MFTP32 erschien zuerst auf fosstopia.

            10 min
          • Microsoft kauft Canonical - was wäre wenn? MFTP31

            In den frühen Tagen von Ubuntu war Canonical ein privat finanziertes Unternehmen, dass am Geldbeutel von Mark Shuttleworth hing und dadurch viele gute Idee finanziert bekam, wovon die ganze Linux Gemeinschaft profitierte. Vor allem im Zeitraum zwischen 2010 und 2017 pumpte der Gründer von Ubuntu und Canonical Unsummen in diese Unternehmung, um den Linux Desktop fit für den Massenmarkt zu machen. Doch im Jahr 2016 schienen die Zweifel die guten Ideen und Absichten zu überwiegen, weswegen man sich bei Canonical umentschied und Anfang 2017 den Stecker für verschiedene innovative Ubuntu Vorstöße zog. Die Opfer waren Unity, Ubuntu Touch, MIR, Ubuntu One aber auch der Fork Ubuntu Gnome.

            Ubuntu wurde fortan anders klassifiziert und umgedeutet. Vom konvergenten und universellen Betriebssystem für alle Belange wurde es zu einer kostenlosen Plattform klassifiziert, die Drumherum kommerzielle Services anbietet. Das klingt zunächst schwammig, doch mehr oder minder wurde der Kernfokus geändert. Statt ein gutes Linux Desktop Erlebnis wurde nun die Profitabilität der Services als primärer Belang der Firma priorisiert.

            Dies wurde stets mit dem Hinweis darauf vollzogen, dass man nicht sehr umfangreiche Projekte in den Büchern haben könne, ohne dabei einen kommerziellen Aspekt zu haben. Was diplomatisch recht flach rübergebracht wurde, hatte weitreichende Folgen. Die Bereiche von Canonical wurden auf den Prüfstand gestellt. Bringt das Geld oder nicht. So wurde aussortiert. Alles Bereiche, die entweder bereits Geld in die Kasse spülten oder die man als Zukunftstechnologien aussichtsreich auf Gewinne einschätzte, wurden ausgebaut mit mehr Aufmerksamkeit und Personal. Alle Bereiche und Projekte, die nicht kommerziell waren und auch keine Aussicht auf baldige Profitabilität dingfest gemacht wurden, wurden kurzfristig eingestellt. Dadurch wurde der massive Kursschwenk sehr deutlich. Auch Anwender bekamen dies spätestens mit Ubuntu 17.10 zu spüren, als auf einmal Gnome wieder der Standard-Desktop bei Ubuntu und Unity abgesägt wurde. Zwar ist Unity 7 bis heute in den Paketquellen drin, eine Weiterentwicklung findet jedoch seit einigen Jahren nicht mehr statt.

            Ubuntu Desktop ist eine kostenlose Plattform für alle nachgelagerten Canonical Services. So wundert es nicht, dass Canonical begrenzte Ressourcen weiterhin für den Ubuntu Desktop anbietet. Dies dürfte aber weniger den Fokus auf Privatanwender mit dem Linux Desktop haben, sondern vielmehr Entwicklern eine kostenlose Desktop Plattform anzubieten, um sie perspektivisch in das eigene Ökosystem zu ziehen und dort zu binden. Genau so wird Ubuntu Desktop auch adressiert. Der Linux Desktop Anwender wird nicht ausgeschlossen, aber es wird auch nicht mehr an ihn direkt ausgerichtet. Es ist stets überwiegend von Entwicklern die Rede.

            So transformierte sich Ubuntu vom Poor Dog zurück zum Questionsmark mit der Absicht zur Cash Cow zu werden. In der Produktentwicklung ist die Reihenfolge eigentlich anders, aber Canonical wollte sich fit für die Zukunft machen mit Fokus auf Enterprise Linux ohne dabei nur auf Server reduziert zu werden. Kubernetes, Virtualisierung, Hochverfügbarkeit und IoT sind nur einige der neuen Steckenpferde. Heute scheint Ubuntu nicht nur kostendeckend zu arbeiten, sondern auch schwarze Zahlen zu schreiben. Das dürfte den Geldbeutel von Mark Shuttleworth genauso freuen wie ihn selbst, sein Lebenswerk im grünen Bereich zu sehen. Und egal wie man es sieht, er kann auch stolz darauf sein.

            Doch das Gesamtbild scheint nicht so harmonisch wie eben skizziert. Denn Gerüchte über einen Börsengang von Ubuntu Maintainer Canonical existieren schon länger. Immerhin scheint Shuttleworth sein investiertes Geld irgendwann, zumindest anteilig, wiedersehen zu wollen. Ein Börsengang dürfte kräftig Geld in die Kasse spülen. Doch bis heute, also März 2022, gab es noch keinen Parkettgang von Canonical. Scheinbar liebäugelt man noch mit einer zweiten Option, einem großen Partner. Hier freundete sich Canonical in den letzten Jahren mit dem ehemaligen großen Rivalen Microsoft an.

            Erste Früchte waren auch schon zu ernten. Das Windows Subsystem für Linux (WSL) ist ein Feature von Windows, das es ermöglicht, Linux Befehlszeilentools und Apps direkt auf Windows auszuführen. Also Linux Apps auf Windows Basis. Ubuntu war vorne dran bei den unterstützen Distributionen. Noch nicht überzeugt? Kein Problem. Werfen wir einen Blick auf die Kooperation von Microsoft und Canonical. Auf Basis von Microsoft Azure gibt es Ubuntu LTS Server, Ubuntu Pro for Azure, Ubuntu PRO FIPS for Azure, Ubuntu basierte Kubernetes Dienst. Der Linux Kernel von Ubuntu für Azure ist speziell optimiert worden. Ubuntu Pro auf Basis von Azure erhält längere Support Zeiträume und erweitere Security Features.

            Natürlich werden andere Distributionen bei Azure nicht benachteiligt, wie auch andere Cloud Plattformen bei Ubuntu nicht benachteiligt werden, doch schaut man sich das genauer an und zählt eins und eins zusammen, dann wird da schon ein roter Faden erkennbar.

            Die Vorteile eines Kaufs von Canonical durch Microsoft

            Die Schlagkraft von Canonical dürfte als Microsoft Division sprunghaft ansteigen. Innerhalb des Microsoft Universums würde der Linux Distributor im Business Sektor stärker implementiert werden und sukzessive andere Enterprise Distributionen verdrängen. Ubuntu profitiert von der Expertise von Microsoft und könnte als Desktop Alternative zu Windows auch mit Microsoft Office auf Snap Basis versorgt werden. Dies wird auch bei Microsoft Edge und Microsoft Teams bereits so gehandhabt. Teams gibt es noch als Flatpak und Edge als Debian und RPM Paket. Als Snap gibt es beide. Zufall? Doch das Office Paket ist bislang Fehlanzeige auf Basis von Linux. Sollte Canonical einverleibt werden, könnte hier ein Linux Office für Ubuntu auf Snap Basis herausspringen. Dies um die hauseigene Konvergenz zu stärken. Ubuntu ist noch immer eine Distribution mit der besten Reputation und genau davon könnte Microsoft mit der Übernahme von Canonical partizipieren. Weiter könnten viel Upstream Aktivitäten mit verschiedenen FOSS Projekten der restlichen Linux Gemeinschaft zugutekommen. Das allgemeine Ansehen von Linux und Ubuntu dürfte mit dem Kauf in neue Sphären gehoben werden.

            Die Nachteile eines Kaufs von Canonical durch Microsoft

            Doch es könnte auch anders kommen. Durch den Kauf könnte Snap komplett zum proprietären Software-Distributions-Kanal werden, der exklusive Apps innehat. Hier könnte Microsoft Office für Linux ein Anreiz für viele sein sich darauf einzulassen. Ubuntu könnte als kostenlose Linux Desktop Distro entweder auf totale Sparflamme herabgestuft oder gänzlich aufgegeben werden. Ähnlich hatten sich vor Jahren auch Red Hat und Suse transformiert. Den kostenlosen Linux Desktop an Gemeinschaftsprojekte überführt und nur noch etwas unterstützt. Nur bei Canonical und Ubuntu ist dies derzeit noch nicht so, könnte aber von Microsoft so getriggert werden. Mit Veränderungen bei Ubuntu Desktop würden auch nachgelagerte Probleme bei den Forks aufkommen. Hierzu zählen nicht nur die direkten Derivate wie z.B. Kubuntu oder Lubuntu, sondern auch Linux Mint, elementary OS oder Zorin OS. All diese Distros fußen auf Ubuntu LTS und nur Linux Mint hat mit LMDE eine Alternative in der Tasche, auf die man sogar sehr kurzfristig umsatteln könnte. Alle anderen müssten von Null anfangen und könnten auf massive Probleme zulaufen. Ungeachtet allem genannten wäre der Kauf eine Kampfansage an IBM mit Redhat bzw. SUSE und ob genannte Distributionen langfristig bestehen können, wird sich zeigen müssen. Microsoft würde sich auf alle Fälle ein Linux Sternchen auf einen Schlag einverleiben. Wer Canonical beherrscht, herrscht somit auch ein nicht zu verachtendes Stück über das gesamte Linuxumfeld.

            Die Übernahme von Canonical durch Microsoft dürfte sowohl bejubelt als auch bedauert werden. Es kann in die eine oder die andere Richtung gehen. Lustigerweise wollte ich als Aprilscherz 2021 einen Beitrag bringen, der genau das meldete. Doch die Furcht als „Fake News“ abgestraft zu werden verhinderte dies. Mit diesem Beitrag greife ich das Thema seriöser und substanzieller auf. Es ist weder eine Warnung noch ein Frohlocken.

            Persönlich könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass Microsoft eines Tages die Übernahme von Canonical angeht. Es macht von vielen Blickwinkeln aus betrachtet Sinn. Beide Unternehmen arbeiten auf verschiedenen Ebenen eng und vertrauensvoll zusammen. Mark Shuttleworth signalisierte bereits, dass Canonical kommerzialisiert werden soll und er möchte vermutlich sein investiertes Geld wieder sehen, auf die eine oder andere Weise. Alles Indizien, die darauf hindeuten. Eigentlich deutet mehr darauf hin als dass es nicht darauf hindeuten würde.

            Doch sollte man die Post-Shuttleworth Phase von Canonical irgendwann auf dem Schirm haben. Bislang war er ein finanzpotenter Schutzschild. Wenn etwas finanziell in die Hose geht, könnte er es auffangen und kompensieren. Sollte er eines Tages nicht mehr zur Verfügung stehen, was hieße das für Canonical und Ubuntu? Die fetten Jahre enden zwangläufig immer irgendwann und dann muss es weitergehen.

            Lasst es mich gerne wissen, wie Ihr das seht. Wenn Du auf YouTube den Podcast hörst, schreibe einfach einen Kommentar. Das geht auch auf meinem Blog. Bevor ich gehe, bedanke ich mich ganz herzlich bei meinen Zuhörern für die freundliche Aufmerksamkeit und insbesondere bei denen, die mein Projekt unterstützen.

            Das war die heutige MFTP Ausgabe. Vielen Dank für die freundliche Aufmerksamkeit und bis zur nächsten Ausgabe. Ciao.

            Der Podcast ist abrufbar auf allen gängigen Podcast Plattformen, u.a. auf:

            Viel Spaß

            • Spotify
            • iTunes Podcasts
            • Amazon Prime Musik
            • YouTube
            • MichlFranken Blog Stream

            Hinweis: Für Spotify und Amazon Prime Musik ist ggf eine separate Mitgliedschaft nötig.

            Impressum: https://fosstopia.de/impressum-kontakt/

            Der Beitrag Microsoft kauft Canonical - was wäre wenn? MFTP31 erschien zuerst auf fosstopia.

            12 min

          About fosstopia Tech Podcast (fosstopia)

          From the publisher's feed

          Technik Podcasts rundum Open Source, Linux und Cloud Computing. Der Inhalt dieses Podcasts dient ausschließlich der allgemeinen Information und Unterhaltung. Die geäußerten Meinungen gehören den…

          More shows like fosstopia Tech Podcast (fosstopia)

          2.5 Admins by The Late Night Linux Family

          2.5 Admins

          98 Listeners

          Lanz + Precht by ZDF, Markus Lanz & Richard David Precht

          Lanz + Precht

          325 Listeners

          Linux After Dark by The Late Night Linux Family

          Linux After Dark

          29 Listeners

          c't 4004 – der c't-3003-Podcast by Christian Lutz-Weicken und Jan-Keno Janssen

          c't 4004 – der c't-3003-Podcast

          0 Listeners