Kennt ihr diesen Trick, in ein Posting auf den sozialen Medien einen Fehler einzubauen, damit sich Menschen über diesen aufregen und für Reichweite sorgen?
Mit meinem Posting über das #Greenwashing von Lamborghini ist mir das gelungen 😉 Schaut gern selbst, ob ihr das Detail findet.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mittlerweile wünsche ich mir, dass alle, die keinerlei Ambition verspüren, klima- und sozial gerecht zu agieren, das auch gar nicht erst vorschützen, sondern offen statuieren: Mir alles egal.
Stattdessen kreuzen sie bei Umfragen an, dass ihnen Umweltschutz SEHR wichtig ist, entwerfen High Gloss Werbebroschüren mit vielen Lügen und fliegen Business-Class zwischen Frankfurt und München.
Die Deutsche Umwelthilfe vergibt hier seit einigen Jahren den "Goldenen Geier" als Trophäe für die dreisteste Umweltlüge des Jahres - und konnte damit auch schon einige von diesen kippen.
Das zeigt das Beispiel Nestlé: 2019 wurde dem Lebensmittelkonzern für das aus Frankreich importierte und mehrfach in Einweg-Kunststoff verpackte Mineralwasser Vittel den Goldenen Geier verliehen. An der anschließend gestarteten Petition gegen den Plastik beteiligten sich mehr als 158.000 Verbraucher*innen. 2022 dann die Erfolgsmeldung: Nestlé nimmt Vittel in Deutschland und Österreich vom Markt. Hartnäckigkeit lohnt sich – und davon wollen wir mehr! Deswegen wird der Goldene Geier weiter auf Reisen gehen auf der Suche nach den dreistesten Umweltlügen.
Die drei Unternehmen im Finale - den Gewinner kürst du!
Während auf der Website von Bayer Schmetterlinge durch sattgrüne Landschaften flattern und von „wenigen Umweltauswirkungen“ die Rede ist, verkauft der Konzern weltweit massenweise chemische Pflanzengifte. Produkte, deren Wirkstoffe nachweislich Bestäuber wie Bienen schädigen, Böden belasten und Gewässer kontaminieren. Was nach Verantwortung klingt, ist in Wahrheit ein Geschäftsmodell, das massiv zum globalen Artensterben beiträgt – und sich dabei ein grünes Image verpasst.
Während sich die Kleiderstangen bei Primark unter immer neuen Billigkollektionen biegen, soll ein kleines grünes Label plötzlich Verantwortung signalisieren. „Primark Cares“ klingt nach Fürsorge, nach Umweltbewusstsein, nach einem echten Wandel in der Textilindustrie. Doch hinter dem wohlklingenden Namen steckt kein unabhängiges Siegel, sondern ein selbst erfundenes Nachhaltigkeitslogo – entworfen, definiert und kontrolliert vom Unternehmen selbst.
Lamborghini behauptet auf der eigenen Website, „der Schutz des Planeten und der Umwelt stellt ein Kernelement unseres Geschäftsgebarens dar". Das klingt nach großen Öko-Versprechen – doch wer genauer hinschaut, erkennt sofort: Dahinter steckt nichts anderes als Greenwashing. Supersportwagen mit horrendem Verbrauch sollen als Plug-in-Hybrid plötzlich klimafreundlich wirken.
Wem würdest du den Goldenen Geier verleihen?