Seit 16 Jahren weigern sich die verantwortlichen PolitikerInnen der besorgten Bevölkerung genauere Antworten zu ihrem Schutz zu geben.
Die Rede von Heiner Möllers, der die Ahausener Erklärung von 2019 mit initiiert hat, ist sehr aufschlussreich hinsichtlich der Hintergründe dieser Atommüll Verschiebung und des Versagens der Politik.
Die Ahauser Erklärung wurde mit 11.500 Unterschriften am 24. August 2019 an die Bundesumweltministerin Schulze übergeben worden.
https://ahauser-erklaerung.de/
"In Ahaus existiert seit 1990 ein Atommüll-Lager. Es ist genehmigt als Zwischenlager, in dem radioaktive Abfälle befristet gelagert werden dürfen: Schwach- und mittelaktive Abfälle bis 2020, hochradioaktiver Müll bis 2036. Nun aber zeigt sich, dass Versprechungen der Politik nicht eingehalten werden sollen: Der hochaktive Müll soll noch Jahrzehnte hier verbleiben, der schwachaktive Müll sogar völlig ohne zeitliche Begrenzung. Ahaus würde damit faktisch zu einem Endlager. Darüber hinaus sollen ab 2019 erneut große Mengen hochradioaktiven Mülls nach Ahaus gebracht werden: Hochangereichertes waffenfähiges Material aus Garching bei München und 152 Castor-Transporte mit Brennelementen aus Jülich!
Ausführliche Hintergrundinformationen dazu finden Sie in unserer Erläuterung https://ahauser-erklaerung.de/
„Die Ahauser Misere„. Wir sagen: Es reicht!
Wir wollen nicht, dass die Ahauser Bevölkerung auf unübersehbare Zeit weiteren Risiken ausgesetzt wird, die auf verantwortungsloses Verhalten von Wissenschaftlern und Politikern zurückgehen.
Wir fordern: Keine Verbringung der Brennelementbehälter mit unkalkulierbarem Inhalt aus Jülich nach Ahaus! Stattdessen Bau einer erdbebensicheren Lagerhalle in Jülich und Entwicklung von Konzepten zur endlagergerechten Verpackung dieser Brennelemente in Jülich! .... Keine weiteren Atommüll-Transporte mehr nach Ahaus, bei denen nicht gewährleistet ist, dass der eingelagerte Atommüll spätestens 2036 wieder abtransportiert werden kann!..
Schließung des Ahauser Brennelemente-Lagers spätestens im Jahr 2036!"
Seit 15 Jahren engagiert sich das Stop Westcastor Aktionsbündnis gegen die unsinnige Verschiebenung des Atommülls quer durch NRW von einem Lager in ein anderes Lager ohne jeglichen Sicherheitsgewinn. Seit ebensovielen Jahren stand und steht die zuständige Bundes- und Landesregierung in der Verantwortung ein wirklich zeitgemäßes den aktuellen Sicherheitsmaßnahmen entsprechendes Zwischenlager in Jülich zu erbauen und hat es in so vielen Jahren nicht geschafft ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Nun sollen diese Castortransporte tatsächlich rollen.
https://www.bund-nrw.de/presse/detail/news/castor-transporte-gericht-lehnt-eilantrag-des-bund-ab/ "CASTOR-Transporte: Gericht lehnt Eilantrag des BUND ab 02. März 2026 | Atomkraft, AVR Jülich, Atompolitik, Klima & Energie
BUND: „Wir sind fassungslos: Trotz offener Fragen und verbleibender Zweifel in Sicherheitsfragen sollen nun hochradioaktive Transporte quer durchs Land rollen. Wenn wesentliche Teile der Akten geheim bleiben und selbst im gerichtlichen Verfahren nicht vollständig überprüfbar sind, bleibt ein Rest an Unsicherheit bestehen. Transparenz sieht anders aus.“
https://www.westcastor.org/2026/03/02/ovg-castor-transporte-juelich-ahaus-duerfen-stattfinden/
https://castor-stoppen.de https://sofa-ms.de https://www.bi-ahaus.de
www.ausgestrahlt.de fordert Konzept für längere Zwischenlagerung
"Deutschlands Konzept für die Zwischenlagerung hochradioaktiven Mülls ist gescheitert. Betreiber und Politik dürfen das Problem nicht länger aussitzen. Es braucht jetzt dringend konkrete Planungen für eine möglichst sichere längerfristige Zwischenlagerung, denn für die ersten Zwischenlager laufen die Genehmigungen schon Mitte der 2030er Jahre aus.
.ausgestrahlt fordert:
Der Schutz der Bevölkerung muss in der Atommüllfrage oberste Priorität haben. Ein gesellschaftlich akzeptiertes Gesamtkonzept muss dafür sorgen, dass die hochradioaktiven Abfälle über einen Zeitraum von 100 Jahren möglichst sicher zwischengelagert werden.
Betroffene müssen auf Augenhöhe mitentscheiden.
In robusten Neubauten an allen Standorten muss es möglich sein, Behälter zu reparieren und ihren Inhalt zu überprüfen." Die Polizeigewerkschaft hatte ein Strahlenschutzprogramm für die Polizei gefordert, die diese Transport eng begleiten soll. Kein Argument scheint relevant zu sein.
https://www.dpolg.de/ueber-uns/positionen/castor-transporte/
Castor-Transporte - "Aktionsbündnis Sicherheit bei Castor-Transporten"
"Aktionsbündnis":
"Der Einsatz von ca. 30.000 Polizeikräften, die durch Castor-Transporte gebunden werden, verlangt Anstrengungen, die auch der Bevölkerung nicht einfach zu vermitteln sind - von der Stimmung unter den Kolleginnen und Kollegen ganz zu schweigen. "
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