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  • Antifanews für den 30. April 2026 (Serie 999: CX - Corax - AntifaAntira)
    Die mobile Opferberatung hat ihre Jahresbilanz veröffentlicht. In Sachsen-Anhalt steigt die Anzahl rechter, rassistischer, antisemitischer und queerfeindlicher Angriffe erneut. Außerdem gibt es verschiedene Prozesse und ein rechtsradikales Treffen zu Europa in Deutschland über das erste Maiwochenende und die Grenzkontrollen an der deutsch-luxemburgischen Grenzen wurden als rechtswidrig eingestuft vom zuständigen Gericht in Koblenz. Alle Details und noch mehr Meldungen in unserer dieswöchigen Ausgabe der Antifanachrichten, in denen wir auch an Opfer rechter Gewalt erinnern und euch ein paar Veranstaltungshinweise für die kommende Woche geben.
    27 min
  • Matcha zwischen Hypegetränk und Genusskultur (Serie 1513: CX - Corax - Lokales - Mikro)
    Viele haben es probiert, die meisten zumindest schon mal davon gehört. An Assoziationen mangelt es nicht. Das Internet ist auf jeden Fall voller Matcha. Aber seltener als Tee, eher als Kuchen, Cocktail, Smoothie oder Iced Matcha Latte. Doch was hinter den gemahlenen Grüntee steckt ist weniger bekannt. Deswegen ist Radio Corax ins Gespräch gegangen zur Kultur rund um Matcha und verschiedenen Aspekten des aktuellen Hypes mit Frau Dr. Kristin Müller Wenzel. Sie ist Besitzerin eines neuen Teehauses in Halle, dem iūgen, das sich auf japanische Teekultur spezialisiert hat.
    12 min
  • Nachrichten aus Nord-Ost Syrien vom 29. April 2026 (Serie 1000: CX - Corax - Soziales - Strike)
    Die Solidaritätskampagne von Kongra Star "Wir sind alle YPG!" geht weiter: In der Jineoloji-Akademie überreichten Frauen aus Ägypten, dem Libanon, Sudan und Jemen ein Solidaritätsschreiben. Am vergangenen Sonntag nahmen viele Menschen an Gedenkveranstaltungen zu dem Jahrestag des Massakers in Hesekê teil. Der Europäische Gerichtshof fechtet den Austritt der Türkei aus der Istanbul-Konvention, das wird auch in Nordost-Syrien mit Besorgnis beobachtet. Women Defend Rojava berichten von vor Ort.
    8 min
  • Map Activism – Karten entmachten (Serie 1001: CX - Corax - Geschichte/Gesellschaft - Dialektik)
    ‚Map Activism‘ (zu deutsch: aktivistisches Kartografieren) setzt sich kritisch mit Karten und den Machtverhältnissen auseinander, die sie schaffen und erhalten. Denn sowohl historisch als auch gegenwärtig beeinflussen Koordinaten, wo wir wie handeln. Seien es die von Menschen gezogenen nationalen Grenzen, die moderne Stadtplanung oder unsere persönlichen Orientierungssysteme.
    Lea Bauer forscht in am Leibnitz-Institut für Länderkunde in Leipzig zum Thema "Visuelle Geographien" und Sabine Zahn kommt aus dem Körpertheater und ist Choreographin. Sie verfolgen einen geographisch-künstlerischer Ansatz des Map Activisms. Im folgenden Beitrag geht es unter anderem darum, was die beiden Fachbereiche der Choreographie und Geographie, die auf den ersten Blick ziemlich weit voneinander entfernt zu sein scheinen, miteinander verbindet und worin das Potential von Desorientierung liegt.
    8 min
  • More than 3 cheers for Anarchism: Ungehorsame Infrapolitik als Waffe gegen den Autoritarismus unserer Zeit. In memoriam James Scott (Ein Vortrag von Balduin Bux auf der myzelium 2026) (Serie 1558: myzelium 2026)
    Was haben uns „Die Waffen der Schwachen“, „Herrschaft und die Kunst des Widerstandes“, „Sehen wie ein Staat“ und „Die Kunst nicht regiert zu werden“ und andere Arbeiten von James C. Scott (1936-2024) heute zu sagen? Der Vortrag setzt sich mit grundlegenden und aufregenden Konzepten des sozialwissenschaftlichen Wilderers auseinander und versucht diese auf aktuelle autoritäre Entwicklungen und ihre (anti-autoritären) Gegenbewegungen anzuwenden.
    In einer offenen Diskussion werden wir danach folgenden Fragen nachgehen: Wie sieht der Staat (uns und andere) heute? Welche „Waffen der Schwachen“ stehen uns zur Verfügung?
    „One day you will be called upon to break a big law in the name of justice and rationality. Everything will depend on it.“ – James Scott
    35 min
  • Vom Beginn zum ersten Hype: „Anarchismus“ als Buch und Diskurs 1884–1894 (Ein Vortrag von Anna Regener auf der myzelium 2026) (Serie 1558: myzelium 2026)
    Die Fallstudie zeichnet die Frühgeschichte der Verwendung und Anwendung des Begriffs „Anarchismus“ nach. Zwischen 1884 und 1894 lässt sich beobachten, wie der Titelbegriff „Anarchismus“ auf Büchern um die Welt geht und dabei Bedeutungen, Feindbilder und Hoffnungen vermittelt. Innerhalb dieser kurzen Zeitspanne entsteht ein politisch aufgeladener Buchstrom: Der Anarchismus wird zur Chiffre für Bedrohung, Revolte und die Lösung der „sozialen Frage“. Während die einen Anarchismus als Ethik der Freiheit begreifen, sehen ihre Gegner im Anarchismus Chaos,
    Gottesverlust und drohenden gesellschaftlichen Zerfall, der nach der Einrichtung von Strafkolonien verlangt. Der Vortrag zeichnet diese Entwicklung nach und zeigt, wie stark das frühe Sprechen über Anarchismus von Vertreibung und Überwachung geprägt ist. Dabei werden Bücher zu einem Ort, an dem sich Kontrolle und Emanzipation gleichzeitig materialisieren. Es entsteht das Bild eines transnationalen und konflikthaften Diskurses, dessen Muster und vielfältige Positionen sich durchaus auf die heutige Zeit übertragen lassen.
    Anna Regener hat in Bamberg Historische Geographie studiert und beschäftigt sich mit Erinnerungskultur, Nationenbildung und dem Heimatbegriff.
    57 min
  • Dialektischer Naturalismus: unterwegs zu einer libertären Ethik, Ökologie und Politik (Ein Vortrag von Marcel Suter auf der myzelium 2026) (Serie 1558: myzelium 2026)
    Als Anarchist*innen sind wir intuitiv davon überzeugt, dass Freiheit, gegenseitige Hilfe und Kooperation das ethisch Richtige sind. Ein dialektischer Naturalismus gibt uns Argumente in die Hand, um diese Haltung rational und ontologisch zu begründen. Indem er Natur und Gesellschaft als historische Entwicklung begreift, überwindet er das dualistische, extraktivistische Naturverhältnis und erklärt, wie die in der Natur zu beobachtende Tendenz zu immer mehr Diversität, Komplexität, Kreativität und Freiheit die Möglichkeit einer rationalen, libertären, föderalistischen Gesellschaft aufscheinen lässt. Der Vortrag führt in den dialektischen Naturalismus von Murray Bookchin ein und setzt sich mit verwandten Konzeptionen (Haraway, Latour u. a.) auseinander.
    42 min
  • Das Herrschaftsfraktal: ein spieltheoretisch-physikalisches Modell vernetzter koersiver Organisationen (Ein Vortrag von Moritz Flink auf der myzelium 2026) (Serie 1558: myzelium 2026)
    Das Herrschaftsfraktal ist ein Versuch einer physikalisch- evolutionären Herleitung des aktuellen Herrschaftssystems. Es soll dazu dienen, soziale wie wirtschaftliche Prozesse in einen naturwissenschaftlichen Kontext einzubetten in dem es durch biologisch/psychologisch motivierte Modelle des Bewusstseins und physikalisch begründete Aspekte der Selbstorganisation und Komplexität eine materialistische präzise Beschreibung ermöglicht.
    Moritz Flink ist: Was der Boy ist:
    Arbeiterklasse, ostdeutsch, Diplom-Physiker, Doktor-Ingenieur, Programmierer, Autor (Moritz Q. Flink), Vlogger (morf mit Meinung), Herrschaftskritiker, Vater und verlässlicher hilfreicher Mensch.
    58 min
  • FIO ruft zur FLINTA* Demonstration zur Walpurgisnacht auf
    Unter dem Motto "Feministisch, Antikapitalistisch, Antifaschistisch die Straße zurückholen" ruft die Gruppe FLINTA in die Offensive in Halle zur "Take Back the Night" Demonstration zur Walpurgisnacht am 30. April auf. Die Demonstration richtet sich an Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen und soll um 19 Uhr am Rannischen Platz in Halle starten. Radio Corax sprach mit einer Person aus der Gruppe über den Aufruf und die Forderungen der Demonstration.
    4 min
  • "Damit wir auch dem Grundgesetz gerecht werden, das Frauen und Männer gleichberechtigt sind." (Serie 1006: CX - Corax - Feminismus - Gender)
    2020 wurde in Halle ein Antrag vom Stadtrat verabschiedet, der für die Zukunft die Bevorzugung von weiblichen Straßennamen bei neuen Straßen festlegt. Ziel war es, die Unterrepräsentanz von Frauen im Stadtbild zu verringern. Die letzten neuen Straßen wurden 2023 nach zwei Schirftsteller*innen benannt. Damit arbeitet Halle langsam daran, die Geschlechterverteilung bei Straßennamen zu verbessern. Doch dahinter steckt ein ganz grundsätzliches Problem der Repräsentanz, sowohl bei Straßennamen, aber auch bei anderen öffentlichen Erinnerungs- und Gedenkorten. Radio Corax sprach mit Dr. Rita Bake über diese Problematik. Sie ist Wirtschafts- und Sozialhistorikerin und Gründerin des Gartens der Frauen in Hamburg.
    17 min

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