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  • Schulstreik gegen den Wehrpflicht
    gegen die Wehrpflicht statt. Im Bundestag wird das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz diskutiert und abgestimmt. Ab nächstes Jahr werden dann wohl alle männlichen Jugendlichen, die 18 werden angeschrieben und müssen auf einen Fragebogen zur Bereitschaft zum Wehrdienst antworten. Ab 2027 sollen junge Männer dann verpflichtend gemustert werden. In Freiburg findet ab 10 Uhr eine Demo statt. Wir haben mit den Schülerinnen Maria und Julia von der Internationalen Jugend Freiburg gesprochen.
    11 min
  • Rückblick auf den 29. November in Gießen
    Carlu von der Aktion "Widersetzen" war im Studio zu Gast um über die Protestaktionen in Gießen zu sprechen. Die dortige Versammlung der AfD-Jugend konnte von den Aktivist*innen um mehr als zwei Stunden verzögert werden. Welche Rolle spielte die Planung von Stadt und Polizei im Vorfeld? Und wie spiegelte sich der Tag (an dem viele befürchteten, Gießen werde "brennen") in der unmittelbar folgenden Berichterstattung? Was sind die ersten Schlussfolgerungen nach dem Wochenende? Carlu berichtet von der Aktion, dem Verhältnis zur lokalen Bevölkerung um Gießen und dem großen Aufkommen an Protestierenden, nicht nur aus Freiburg.
    27 min
  • »Geoutet zu werden kommt einem Todesurteil gleich« - Frauenrechtsaktivistin Yasar Alameen über die sich schließenden Räume für humanitäre Arbeit in Libyen (Serie 706: Süd-Nord-Funk)
    Es bleibt herausfordernd und riskant, sich in Libyen für die Rechte von Migrant*innen einzusetzen. Kürzungen internationaler Entwicklungsgelder, beschleunigt durch die Wiederwahl Donald Trumps, schränken die bereits geschrumpften Räume für humanitäres und zivilgesellschaftliches Engagement weiter ein. Zudem fließen Budgets zunehmend in die Migrationsabwehr, statt in die Nothilfe für Geflüchtete, die unter schlimmsten Bedingungen in Lagern festgehalten werden. Indes geht die international anerkannte Regierung in Westlibyen gegen internationale NGOs vor: Am 27. März 2025 wurden zehn NGOs verboten – unter anderem mit dem Vorwurf, Homosexualität zu fördern. Yasar Alameen ist Frauenrechtsaktivistin und humanitäre Helferin. Sie kommt aus Ostlibyen und engagiert sich seit vielen Jahren im humanitären Bereich – zunächst ehrenamtlich, später als Aktivistin und Feministin.
    10 min
  • "Sie werden zum Kanonenfutter für die Drogenkartelle" - Jugendarbeit an der Grenze zu den USA (Serie 706: Süd-Nord-Funk)
    Die mexikanische Grenzmetropole Ciudad Juárez wird in einem Atemzug mit Kartellgewalt und Drogenhandel genannt. Fragt man Bewohner*innen vor Ort, wo sie es richtig gefährlich finden, verweisen diese wiederum auf das Juáreztal südlich der Stadt. Eine abgeschiedene ländliche Region direkt an der Mauer zu den USA. Genau dort haben Aktivist*innen ein Jugendzentrum gegründet, das "Okuvaj". Georgina Gamboa und Alejandro Gonzalez, "Mono" genannt, organisieren dort Workshops und bieten einen Raum zum Treffen unter Gleichaltrigen.
    17 min
  • Polizeigewalt in Bochum gegen eine 12 Jährige .Neue Fakten durch den Anwalt der Familie
    Triggerwarnung: Polizeigewalt, Ableismus, Gewalt gegen Kinder
    (Text)
    Nachtrag zu meinem Kommentar vom 19.11.2025, zum Polizeieinsatz in Bochum gegen eine gehörlose 12Jährige:
    Rückblick: In Bochum hatten in der Nacht vom Sonntag 16. 11 auf Montag, 17.11. 2025 Polizeibeamte auf ein 12 Jährigen Kind, ein Mädchen geschossen und es lebensgefährlich verletzt. Ihr wurde in den Bauch geschossen. Die Zahl der Schüsse oder Treffer ist unbekannt. Das Mädchen wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht und dort intensivmedizinisch behandelt. Sie ist 12 Jahre alt und gehörlos. Die Polizisten setzten gleichzeitig sowohl Taser als auch eine Schusswaffe ein. Das Kind war zu dem Zeitpunkt in der Wohnung ihrer Mutter. Die Mutter ist ebenfalls gehörlos. Der auch anwesende Bruder ebenfalls.
    Das Mädchen war von seinen Betreuerinnen als vermisst gemeldet worden. Sie wohnt ansonsten wohl in einer Wohngruppe. Angeblich, so wurde es von polizeilicher Seite dargestellt, war das Mädchen mit zwei Messern in Händen auf die Polizei zugegangen. Daraufhin taserte ein Polizist das Kind, der zweite schoss ihm direkt in den Bauch.
    in solchen Situationen hat die Polizei immer erstmal die Macht des Berichterstattungs-monopols und die Deutungshoheit. Auch bei diesem Polizeieinsatz in Bochum, wo von Notwehr der Polizei gesprochen wurde und davon, dass die polizeibeamten angegriffen wurden.
    Diese Darstellungen ging dann auch durch die Medienberichte.
    Es gibt jetzt aber sehr neue Perspektiven und Fakten, denn der Anwalt der Familie, des Mädchens, der Mutter und des Bruders ist inzwischen an die Öffentlichkeit getreten. Sein Name ist Simon Barrera Gonzalez
    Er hat inzwischen mit der Familie selbst mit Gebärdendolmetschern gesprochen. Sie sind schliesslich die einzige Zeugengruppe.
    Danach stellt sich der Sachverhalt anders dar als bis jetzt verbreitet wurde. Ich versuche das mal zusammenzufassen.
    Zitat (nd 1.12.2025)
    »Sie sind reingelaufen wie bei einem Einsatz gegen Schwerverbrecher«, sagt González (nd 1.12). Die Sicherungen seien von außen abgestellt worden, dann habe die Polizei versucht, die Tür aufzubrechen. Als die Mutter aus der Dunkelheit der Wohnung heraus öffnete, hätten alle Polizist*innen ihre Waffen gezogen. Es stellte sich auch nachträglich heraus, dass die Mutter von dem Polizeitrupp auf dem Boden »fixiert« wurde, bevor die Schüsse auf das Mädchen erfolgten – die Polizei hatte dies andersherum dargestellt. Mittlerweile hat sich auch herausgestellt, dass die Bodycams der Beamt*innen während des Einsatzes nicht eingeschaltet waren; angeblich, weil es sich um einen »Routine-Einsatz« war.
    Auch wurde nachträglich bekannt , dass die Mutter selbst über Videoanruf in der Wohngruppe der Tochter angerufen hat, um die Mitarbeiterinnen darüber zu informieren, dass ihre Tochter bei ihr sei.
    Der Anwalt berichtet, dem WDR, Eine Notwehr-Situation habe es demnach nicht gegeben. Nach Auskunft des Bruders ließen auch die Sorte der Messer und die Haltung des Mädchen nicht auf eine aggressive, sondern eher auf eine panische Reaktion des Mädchens schließen.
    Vernehmungen durch die Ermittlungsbehörden seien bisher nicht erfolgt. Das habe ihm, dem Anwalt, die Mordkommission Essen so am Freitag, den 21.11. mitgeteilt. WDR 25.11,
    Was die behördlichen Angaben zum Gesundheitszustand des Mädchens, angeht, der immer wieder als stabil bezeichnet wurde, hätten absolut nicht »den wirklichen, dramatischen Tatsachen« entsprochen . Die Polizei habe den Zustand gar nicht beurteilen können, da weder Klinik noch Verantwortliche medizinische Details weitergegeben hätten. Außerdem seien die Gesundheitsdaten des Kindes hochsensibel. »Das schafft aufseiten der Familie meiner Mandantin jedenfalls kein Vertrauen in eine objektive Ermittlung der Geschehnisse und lässt an der Neutralität der ermittelnden Behörden leider grundlegend zweifeln«, sagt er. (nd 1.12.)
    Die Öffentlichkeitsarbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft und Innenministerium bezeichnet González als »schwere Persönlichkeitsrechtsverletzung« der Zwölfjährigen.
    Zitat aus der Presseerklärung des anwaltlicher Vertreters Simón Barrera González, des lebensgefährlich verletzten 12-jährigen, Mädchens
    "Im Namen meiner Mandantin weise ich ausdrücklich darauf hin, dass jegliche medialen Äußerungen durch die ermittelnden Strafverfolgungsbehörden mit Bezug auf den Gesundheitszustand meiner Mandantin leider nicht dem jeweils aktuellen Gesundheitszustand entsprachen.
    Im Interesse des Schutzes der Privatsphäre meiner Mandantin - eines 12-jährigen Kindes - verbieten sich entsprechende Äußerungen in den Medien an sich grundsätzlich.
    Den Gesundheitszustand konkret als "kritisch, aber stabil" zu bezeichnen, während meine Mandantin um ihr Leben kämpft und ohne, dass zuvor eine Weitergabe von medizinischen Details an die Behörden erfolgte, schafft auf Seiten der Familie meiner Mandantin jedenfalls kein Vertrauen in eine objektive Ermittlung der Geschehnisse und lässt an der Neutralität der ermittelnden Behörden leider grundlegend zweifeln.
    Dasselbe gilt für die behördliche Behauptung gegenüber den Medien, dem Schusswaffen- und Tasereinsatz durch die beschuldigten Polizeibeamten sei ein "Messerangriff" durch die 12-jährige Mandantin vorausgegangen. Bis dato haben keinerlei Zeugenvernehmungen der Familienangehörigen bzw. meiner Mandantin durch die Strafverfolgungsbehörden stattgefunden. Die bereits erfolgten anwaltlichen Vernehmungen der familiären Zeugen stellen die Situation grundlegend anders dar und lassen massiv an den bisherigen Darstellungen einer angeblichen Notwehrsituation zweifeln.
    Im Interesse der Privatsphäre aller Beteiligten wird nachdrücklich darum gebeten, von weiteren öffentlichen Spekulationen abzusehen. "
    Zur Finanzierung der Verfahrenskosten und zur Unterstützung der Betroffenen wurde ein Spendenlink eingerichtet! https://gofund.me/50394246f
    Wir hier wünschen der 12Jährigen und ihrer Familie alle Unterstützung und Solidarität, die sie möchten und brauchen, und Kraft.
    s.g.
    7 min
  • Interview zu dem Stück MS Abgrund - Es wird schon nicht so schlimm?
    Das feministisch-anarchistische Kampftheater Kollektiv f.a.k.t. verwebt in diesem Stück satirische Kreuzfahrt-Idylle mit intimen Familiengeschichten, realpolitischen Zitaten und der Geschichte einer historischen Widerstandskämpferin. Dabei schleicht sich immer wieder die Frage ein: "Kann es je wieder geschehen? Das Gleiche wie damals? Kaum. Doch Brutstätten des Faschismus haben weder zeitliche noch geografische Grenzen." – Lisa Fittko
    Ein Interview mit Elenitza von f.a.k.t.
    zu ihrer Gruppe, dem Stück, ihrer Absicht, Motivation und was die Entwicklung so eines Theaterstücks mit ihnen als Gruppe gemacht hat.
    s.g. und max
    0 min
  • Schmetterlinge im System - Die Proteste der GenZ Bewegungen im Globalen Süden 2025
    Überall ist vom Aufwind der Rechten die Rede. Wir fragen: Wird das Jahr 2025 vielleicht als dasjenige in die Geschichte eingehen, das mit dem Aufruhr und den Protesten der Generation Z eine zivilgesellschaftliche Front gegen den weiteren Ausbau anti-demokratischer Kräfte ins Rollen brachte? Zumindest im Globalen Süden? Jedenfalls: Proteste der GenZ haben 2025 Regierungen zu Fall gebracht. Wir schauen zurück auf die GenZ-Bewegungen 2025 im Globalen Süden und fragen: Gibt es einen größeren Zusammenhang? Ein aktueller Überblick.
    1 hr

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