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  • Gegen die Kriminalisierung von EU MigrantInnen: "Man sollte in der Sozialpolitik nicht AfD Politik übernehmen"
    Wenn es um die Politik der sozialen Kälte geht, scheint die SPD nicht am Rand stehen zu wollen. Sie will ganz offenbar aktiv mitgestalten. Allen voran Arbeitsminiserin Bärbel Bas. Bei den massiven Verschärfungen im Bürgergeld erklärte sie: „Wir verschärfen die Sanktionen bis an die Grenze dessen, was verfassungsrechtlich zulässig ist.“ Später fügte sie noch hinzu „Wer mitmacht, der hat überhaupt nichts zu befürchten“. Am Montag den 27. Oktober sprach Bärbel Bas nun bei einer Konferenz in Duisburg mit dem Titel: „Herausforderungen und Lösungen im Zusammenhang mit der Zuwanderung aus EU-Mitgliedstaaten“. Menschen, insbesondere aus Rumänien und Bulgarien kämen mit dem Vorsatz nach Deutschland, Sozialleistungen zu kassieren, so Bass. Kritik an der Fachtagung in Duisburg kommt vom Netzwerk Europa in Bewegung und Stolipinovo in Europa, ein Verein der sich für die Rechte und Interessen von Migrantengemeinschaften aus Osteuropa einsetzt. In einem offenen Brief fordern sie eine Beendigung der aktuellen Politik der Diskriminierung und Kriminalisierung von EU-Migrant:innen. Über diese Kritik haben wir mit Philipp Lottholz von Stolipinovo gesprochen.
    18 min
  • Gedenken zum Jahrestag der Deportation der Emmendinger Jüd*innen nach Gürs 1940
    Im Gespräch mit Carola Grasse vom Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.. Über Geschichte, die Arbeit des Vereins und die aktuelle Gedenk-Veranstaltung heute.
    In dieser Veranstaltung heute stellen Mitglieder des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen, die historische Geschichte der Deportation und persönliche Geschichten und Schicksale aus dem Gedenkbuch der Emmendinger Jüd*innen vor.
    Mittwoch, 29.10.25 um 19:30 Uhr - 20:30 Simon-Veit-Haus, Teschemacher-Saal Kirchstraße 11 79312 Emmendingen, Germany (der Veranstaltungsort ist leider nicht berollbar)
    s.g.
    14 min
  • Westsahara, "50 Jahre Besatzung 50 Jahre Widerstand"
    Im Frühjahr 2025 fand eine Solidaritätsreise  in die von der Freiheitsbewegung Polisario selbstverwalteten Geflüchtetencamps in Algerien statt.
    Zwei Internationalist*innen, die Teil der Delegation waren berichten von der Reise.
    Dieses Jahr jährt sich der Einmarsch und die Besatzung der Westsahara durch Marokko zum 50. mal. Seitdem existieren die Camps mitten in der Wüste von Algerien mit heute etwa 160 000 Bewohner*innen.
    Die dort lebenden Menschen haben unter widrigsten Bedingungen eine Gesellschaft im Exil aufgebaut und kämpfen nach wie vor gegen Unterdrückung und für eine Rückkehr in eine befreite Westsahara.
    Im Rahmen der Delegation konnte unmittelbar erfahren werden, wie die Situation und die Realität der betroffenen Menschen vor Ort ist.
    Die Internationalist*innen konnten das Leben in den Geflüchtetencamps in der Wüste, die gesellschaftliche und politische Organisierung und den Befreiungskampf der Polisario kennenlernen.
    Gemeinsam mit anderen politischen Zusammenhängen der Westsahara-Solidarität aus ganz Deutschland rufen sie ab Ende Oktober 2025 zu Aktionswochen auf, um vereint auf die Besatzung und den Widerstand aufmerksam zu machen.
    Mehr Infos zu den Aktionswochen „50 Jahre Besatzung – 50 Jahre Widerstand“  vom 31.10. - 14.11.2025 gibt es hier:
    Blog:
    westsahara.noblogs.org
    Instagram: @free_westernsahara_actions
    1 hr
  • Prozess gegen Sozialarbeiter*innen in Karlsruhe: Auch in der Sozialen Arbeit braucht es ein Zeugnisverweigerungsrecht (Serie 238: Morgenradio)
    Sozialarbeiter*innen in Deutschland haben kein Zeugnisverweigerungsrecht. Das heißt, im Zweifelsfall müssen sie vor Gericht über ihre Arbeit aussagen – auch wenn dies oft über Jahre aufgebaute Vertrauensverhältnisse mit den Menschen, mit denen sie arbeiten, beschädigen kann. Anlässlich eines am 16.10.2025 zu Ende gegangenen Verfahrens am Landgericht Karlsruhe sprach RDL mit Helen Breit, Professorin für Wissenschaft der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Hochschule Freiburg. Im Interview erfahrt ihr mehr über das Gerichtsverfahren gegen drei Sozialarbeiter*innen, die in Karlsruhe in der Fußballfan-Sozialarbeit tätig sind, und warum es auch für die Soziale Arbeit als Profession so wichtig wäre, ein Zeugnisverweigerungsrecht zu haben.
    Mehr Infos zu dem Thema findet ihr auch auf der Webseite des Bündnis für ein Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit.
    11 min
  • Antrittsvorlesung von Constantin Hruschka an der Evangelischen Hochschule Freiburg: "Der Plan von der Abschaffung des Asyls"
    Grenzkontrollen, Abschiebungen, Gewalt gegen Geflüchtete: Das Recht auf Asyl ist vielfachen Angriffen ausgesetzt und aktuell durchaus in Gefahr. Das ist auch Thema der Antrittsvorlesung am 30.10. von Constantin Hruschka, der im vergangenen Sommersemester die Professur für Sozialrecht an der Evangelischen Hochschule in Freiburg antrat. Constantin Hruschka ist seit über zwanzig Jahren im Bereich Asylrecht tätig, arbeitete unter anderem als Anwalt und beim UNHCR sowie an verschiedenen Forschungseinrichtungen. Im Interview sprachen wir über die Antrittsvorlesung mit dem Thema „Der Plan von der Abschaffung des Asyls“, aber auch über juristische Erfolge und die Notwendigkeit für die Soziale Arbeit sich hier zu positionieren.
    12 min
  • Weiterer Angriff auf Amadeu-Antonio-Stiftung - Volkshochschule sagt Workshop ab!
    Für vergangene Woche war im südbadischen Dreisamtal bei Freiburg ein Volkshochschulkurs zum Thema "Desinformation" geplant. Dieser wurde kurzfristig abgesagt. Die örtliche Bürgermeisterin verwies gegenüber der Lokalpresse dabei ausdrücklich darauf, dass es "Kontroversen" um um die an dem Workshop beteiligte Stiftung gebe. Die CDU-Frau meinte damit die Amadeu-Antonio-Stiftung.
    Radio Dreyeckland berichtet über die Absage und die Kritik daran.
    5 min
  • Griechenland wegen 16 Toten vor der Küste verurteilt! Pro Asyl fordert Menschenrechte noch vehementer zu verteidigen
    An den Außengrenzen Europas wird nach wie vor gestorben! Seenotrettung im Mittelmeer wird nach wie vor von staatlichen Akteur:innen verweigert und behindert.
    Griechenland wurde deshalb wegen des Todes von 16 Flüchtlinge bei einem Bootsunglück vor der griechischen Insel Agathonisi vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) verurteilt. Die Verurteilung durch den EGMR erfolgte wegen unterlassener Rettungshilfe.Ferner wurde wurde Griechenland verurteilt, weil es keine staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen jene gab, die die Hände in den Schoß gelegt hatten.
    Was war passiert?
    Am 16. März 2018 um 6:16 Uhr wurde die Anwesenheit eines Bootes in Seenot im Seegebiet südöstlich der Insel Agathonissi gemeldet. Aber anstatt sofort Hilfe zu schicken, wurden über 24 Stunden hinweg keine Rettungsversuche eingeleitet. Nicht das erste Mal wurde Griechenland wegen unterlassener Rettungsversuche verurteilt. 16 Menschen starben an diesem Märztag vor der Küste Griechenlands.
    RDL sprach mit Andreas Meyerhöfer, dem Presseprecher von PRO ASYL über das Urteil Gerichtshofs, wie es den Überlebenden geht und die Rolle von Organisationen wie Pro Asyl bei der Aufklärung solcher tödlichen Ereignisse.
    14 min

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