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  • arbeitsunrecht FM #05/25 Kolumne: Paradigmenwechsel in USA ► SPD-Betriebsrat Berlin ► DCI ► DSW ► Berufsverbote 2.0 (Serie 1273: arbeitsunrecht FM)
    arbeitsunrecht FM ist ein Radio-Magazin rund um Arbeit, Ausbeutung und Organisierung im Betrieb.
    Das Fachmagazin für renitente Beschäftigte, aktive Betriebsräte und solche, die es werden wollen.
    Eine Stunde voll mit Nachrichten, Interview, Kommentaren und guter Musik.
    MODERATION: Elmar Wigand
    UNION BUSTING-NEWS (Beginn: 10:53)
    Kommentierte Presseschau: Betriebsratsbehinderung, Gewerkschaftsbekämpfung und Arbeitsunrecht in Deutschland. Mit Jessica Reisner
    ► Betriebsrat des SPD-Landesverbands Berlin tritt zurück
    ► Union Busting am DCI
    ► Uesa: Geschäftsführung gegen Betrievbsratsmitglied
    ► DSW: Agentur für Arbeit fördert Drehtüreffekt
    ► Berufsverbote 2.0: Hamburger Bürgerschaft diskutiert Regelanfrage bei Bewerbungen im öffentlichen Dienst
    DIE KOLUMNE ► Paradigmenwechsel in den USA: Die Supermacht lässt die Maske fallen (Beginn: 42:32) ► Diversität war gestern: Freund oder Feind. Mann oder Frau. Gulasch für alle.
    so süß wie Maschinenöl — ARBEIT, ÖKONOMIE & ALLTAG | Eine Kolumne von Elmar Wigand für arbeitsunrecht FM #05/25 und die Graswurzelrevolution Nr. 499, Mai 2025 |
    "Paradigmenwechsel" ist auch so ein Wort... Vielleicht kein Bullshit-Begriff, aber doch etwas überstrapaziert. Ein Paradigmenwechsel ist in etwa das, was einst Hannes Wader in seinem Vagabunden-Song "Heute hier morgen dort" besang: "Denn was neu ist wird alt und was gestern noch galt, gilt schon heut' oder morgen nicht mehr."1
    Der Paradigmenwechsel, der mich gegenwärtig stark beschäftigt, ist die Abkehr der USA vom Prinzip der Soft Power und die Hinwendung dieser kriselnden und innerlich zerissenen Imperialmacht zu unverblümter Hard Power. Diese Kursumkehr ist nicht bloß rhetorisch-symbolisch, sondern ganz handfest: Sie manifestiert sich etwa in der Schließung der Entwicklungshilfe-Organisation USAID und in Plänen, das gesamte US-Bildungsministerium nach Vorbild von Argentinien zu schleifen. Außerdem in neuen Sprachregelungen, die gegen die Prinzipien Diversity, Equity und Inclusion gerichtet sind (zu deutsch: Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion). Warum gibt die letzte verbleibernde Supermacht, die sich von China heraus gefordert sieht, diese brilliante und subtil wirkende Waffe aus der Hand?
    Was gibt es Besseres als die, die Glauben wollen, glauben zu lassen, dass Kriege und Eroberungen im Namen der Menschrechte geschehen?
    Ein eher traditionell anti-imperialistisch orientierter Genosse, den ich sehr schätze, meinte dazu lapidar und fast etwas triumphal (nach dem Motto: "Seht her ich habe es immer gewusst"): "Die USA lassen die Maske fallen und zeigen ihre hässliche Fratze. Endlich."
    Ja, das ist zweifelsohne richtig. Aber warum tun sie das? Wofür ist das notwendig?
    Der rechtsradikale österreichische Publizist Gerald Grosz bringt es auf den Punkt: "Weil wir bei Kriegsvorbereitungen nicht zwischen 72 Geschlechtern zuerst unterscheiden können, um zu wissen, ob wir ein Transenbattalion nach Russland schicken, um Russland zu erobern. Auch können wir bei Kriegsbeginn nicht darüber entscheiden, ob wir eine vegane Gulaschkanone aufstellen, damit Sie und ihre Neigungsgruppe herrlich ihr Tofugulasch bekommen..."
    PLAYLIST
    Living Camboya – Sin miedo
    Cletus got shot – Unamerican
    Bessie Smith – Backwater Blues
    Hot Lips Taylor – Uncle Sam Blues
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    1 hr
  • Gericht lehnt Freilassung Zaids ab- Rechtsanwältin Busl im Interview
    Anna Magdalena Busl aus Bonn vertritt den zur Zeit in Köln inhaftierten Zaid. Ihm wird von der ungarischen Justiz vorgeworfen, sich 2023 in Budapest an Angriffen auf Neonazis beteiligt zu haben. Am sogenannten "Tag der Ehre" marschieren regelmäßig tausende Neonazis durch die Stadt um SS- und Wehrmachtssoldaten zu gedenken.
    Während gegen alle deutschen Antifaschist:innen in Deutschland Ermittlungs- und Strafverfahren laufen und die aktuell inhaftierten Personen, nicht nach Ungarn ausgeliefert werden sollen, will die deutsche Justiz dies bei Zaid nicht so handhaben, obwohl er fest in Deutschland verwurzelt ist. Seine Anwältin spricht davon, dass hier mit zweierlei Maß gemessen werde. Trotzdem er sich freiwillig der Justiz stellte, lehnte nunmehr das Kammergericht Berlin es ab, den EU-Haftbefehl ausser Vollzug zu setzen.
    RDL sprach mit der Bonner Rechtsanwältin Anna Busl, sie vertritt Zaid A. in dem Verfahren.
    11 min
  • Verhindern wir die Auslieferung Zaids nach Ungarn- Kölner Soligruppe im Interview
    Vor wenigen Wochen stellten sich bundesweit mehrere Antifaschist:innen, dievon der ungarischen Justiz mit Haftbefehlen gesucht werden. Ihnen wird vorgeworfen, 2023 Neonazis in Budapest angegriffen zu haben. Alljährlich marschieren Neonazis aus ganz Europa durch die ungarische Hauptstadt, um am sogenannten "Tag der Ehre", Soldaten der Wehrmacht und der Waffen-SS zu gedenken. Diese hatten, gemeinsam mit ungarischen Kollaborateuren, 1945 versuchte, aus dem Kessel der Roten Armee, die Budapest umstellt hatte, auszubrechen.
    Dem nun in Kön in Auslieferungshaft sitzenden Zaid, der keinen deutschen Pass hat, wird vorgeworfen, Teil jener Gruppe von Antifaschist:innen gewesen zu sein, die Neonazis angegriffen haben sollen. Radio Dreyeckland sprach mit Lio, einer Person der Kölner Soligruppe, die gegen die Auslieferung Zaids kämpft.
    8 min
  • UNION BUSTING-NEWS #05/25 ► SPD Berlin ► DCI ► Uesa ► DSW ► Gesinnungsprüfung in Hamburg (Serie 1273: arbeitsunrecht FM)
    Kommentierte Presseschau: Betriebsratsbehinderung, Gewerkschaftsbekämpfung und Arbeitsunrecht in Deutschland.
    Von und mit Jessica Reisner
    ► Betriebsrat SPD Landesverband Berlin tritt zurück
    ► Union Busting am DCI
    ► Uesa: Geschäftsführung gegen Betrievbsratsmitglied
    ► DSW: Agentur für Arbeit fördert Drehtüreffekt
    ► Berufsverbote 2.0: Hamburger Bürgerschaft diskutiert Regelanfrage bei Bewerbungen im öffentlichen Dienst
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    14 min
  • Polizeiliche Kriminalstatistik: Wissentlich verbreiteter Unsinn (Serie 347: Mittagsmagazin)
    Seit Jahren steht die Polizeiliche Kriminalstatistik in der Kritik, weil sie durch die Aufbereitung ihrer Daten Vorurteile gegen Nichtdeutsche schürt. Doch in diesem Jahr hat sich das Bundeskriminalamt mit der Einführung einer "Tatverdächtigenbelastungszahl" für Nichtdeutsche selbst übertroffen. Noch ein Jahr zuvor war in der Statistik für 2023 klipp und klar zu lesen, warum eine solche Größe unsinnig ist und auch in der neuen PKS finden sich klare Argumente gegen solche Vergleiche. Doch ungerührt von den eigenen Argumenten wird diese Zahl dann doch erstellt.
    8 min
  • Wenn Polizei nicht Schutz, sondern Gefahr symbolisiert (Serie 347: Mittagsmagazin)
    Rassistisch betrachtete Menschen und Mitglieder marginalisierter Gruppen werden von Polizist*innen oft als potentielle Tatverdächtige gesehen und das hat Folgen für die Betroffenen. Darüber sprach Radio Dreyeckland mit der Leiterin von OPRA Berlin, Regine Sunder Raj. OPRA leistet pschologische Beratung für Opfer rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Gewalt.
    11 min
  • Aus Ozeanien und anderswo: die koloniale Geschichte der Ethnologischen Sammlung (Serie 706: Süd-Nord-Funk)
    Ein Großteil der Ethnologischen Sammlung in Freiburg besteht aus kolonialen Exponaten, unter anderem aus Ozeanien. Einige dieser Objekte haben die beiden Marineoffiziere Walther Brandt und Paul Werber mitgebracht, die auf dem Schiff S.M.S Cormoran der kaiserlichen Marine stationiert waren. Wie genau sind die Sammlungsstücke nach Freiburg gekommen? Durch »alltäglichen« Handel, »Schenkungen« durch Indigene oder aktive Ausbeutung durch kriegerische Handlungen? Mit diesen Fragen hat sich ein Forscher*innenteam der Ethnologischen Sammlung beschäftigt. Anuk Oltersdorf vom südnordfunk spricht mit Nicole Landmann-Burkhardt, Leiterin der Ethnologischen Sammlung am Museum Natur und Mensch, über die kolonialen Bezüge der Kulturgüter aus Ozeanien und die Arbeit der Ethnologischen Sammlung insgesamt.
    Foto: Die Nachbildung eines Versammlungshauses auf Mikronesien (Ozeanien), das der deutsche Sammler Paul Werber Anfang des 20. Jahrhunderts nach Freiburg schickte.
    Architekturmodell, 1900 - 1911, Ethnologische Sammlung des Museum Natur und Mensch, II/0654, Foto: Axel Killian, CC BY-NC-SA 4.0
    16 min
  • Ostkongo: »Die Unsicherheit ergibt einen Cocktail, der jederzeit explodieren kann.« (Serie 706: Süd-Nord-Funk)
    So wirklich ruhig scheint es in der Demokratischen Republik Kongo, im Zentrum des Afrikanischen Kontinents, nie zu sein. Aber seit Anfang diesen Jahres ist die Situation im Osten des Landes weiter eskaliert. Eine bewaffnete Rebellengruppe, die M23, hat mehrere Städte in Ostkongo eingenommen. Nach Regierungsangaben sind dabei 7.000 Menschen gestorben, knapp 780.000 Menschen sind auf der Flucht. Mehr zur Lage im Interview mit dem Ökonom und Leiter des Pole Institute Dr. Nene Morisho und dem Sozialunternehmer und Aktivisten Rouddy Kimpioka - mit Lars Springfeld und Antonia Vangelista vom südnordfunk.
    Foto: Während der Kämpfe zwischen Militär und M23 mussten viele Menschen im Osten Kongos ihre Dörfer und Häuser verlassen – knapp 780.000 Menschen sind auf der Flucht. Quelle: Pole Institute
    15 min
  • Besuch der Maka aus Kamerun: "Das, was man als Legenden hört, ist tatsächlich in Freiburg zu finden" (Serie 706: Süd-Nord-Funk)
    Vor über 100 Jahren unterwarfen die Deutschen die kamerunische Volksgruppe der Maka in einer kolonialen Aggression. Ihre Anführer wurden hingerichtet. Im März 2025 besuchten die heutigen Nachfahren erstmals ihre Ahnen – und sind dafür nach Freiburg gekommen. Der Grund: Die Gebeine von fünf ihrer Vorfahren liegen in Kartons verpackt in der Universität Freiburg. Seine Majestät Bertrand Efoudou der Dritte, Thronfolger der großen Cheferie der Maka und Chef der Delegation, der Germanist Dr. Richard Tsogang Fossi, wissenschaftlicher Begleiter der Delegation, und Heiko Wegmann von Freiburg postkolonial berichten vom Besuch der Maka in Freiburg. Jetzt gehe es darum, neue Formen von Beziehungen zu pflegen – beginnend mit der Repatriierung der Ahnen. Denn nur so können die Hingerichteten ihre verlorene Würde und Menschlichkeit zurückbekommen. Gleichzeitig stehen die Stadt Freiburg und die Universität in der Verantwortung, ihr kolonialrassistisches Erbe aufzuarbeiten. Ein Beitrag von Lars und Finn.
    Foto: Die Delegation der Maka zu Besuch an der Universität Freiburg, gemeinsam mit dem Direktor des Arnold-Bergstraesser-Instituts Andreas Mehler. | Quelle: Arnold-Bergstraesser-Institut
    16 min

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