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  • Rückgabe der Human Remains der Maka-Ahnen an Kamerun: »Ihr seid nicht vergessen« (Serie 706: Süd-Nord-Funk)
    Sechs Ahnen der Maka aus Kamerun, deren sterbliche Überreste während der deutschen Kolonialherrschaft nach Freiburg verbracht und jahrzehntelang in einer wissenschaftlichen Sammlung missbraucht und aufbewahrt wurden, sind nun mit einer Zeremonie geehrt worden. Für die Maka sind sie Widerstandskämpfer gegen den Kolonialismus. Der Prozess um die Heimkehr der Ahnen hat begonnen, es ist auch die Rückkehr zur Würde. Doch er wirft zugleich Fragen nach der Verantwortung von Universität, Museum und Gesellschaft im Umgang mit kolonialem Unrecht auf. Der südnordfunk berichtet vom Übergabeprozess.
    Ein Beitrag von Juri Itzmee.
    15 min
  • Saubere Luft ernten: Der Handel mit Emissionszertifikaten in Ostafrika (Serie 706: Süd-Nord-Funk)
    Der Handel mit Emissionszertifikaten soll helfen, den Klimawandel zu bremsen. Unternehmen können dabei Zertifikate kaufen, um ihre Emissionen auszugleichen. Doch funktioniert dieses System wirklich? Die Zertifikate sind das handelbare Produkt etwa von Aufforstungsprojekten, die oft im Globalen Süden angesiedelt sind, wo Land knapp ist. Der Beitrag zeigt, welche Probleme der CO₂-Handel mit sich bringt, welche Rolle die Klimapolitik der EU spielt und warum die Interessen von Politik, Unternehmen und betroffenen Gemeinden oft auseinandergehen. Wirksamer Klimaschutz hängt nicht nur von technischen Lösungen ab, sondern auch von fairen Regeln und Mitbestimmung.
    28 min
  • Freiburger SPD Fraktion übt scharfe Kritik an der unsozialen Politik der SPD-Bundesspitze
    Der Sozialabbau ist in vollem Gang. Los ging es mit drastischen Verschärfungen beim Bürgergeld, das jetzt Grundsicherung Arbeitssuchende heißt. Es beinhaltet Sanktionen, „die alles übertreffen, was das Recht der Fürsorge und Existenzsicherung jemals kannte, erklärte Roland Rosenow, Professor an der KH Freiburg, gegenüber Radio Dreyeckland. Größeren Widerstand gab es weder im Parlament noch auf der Straße. Und somit ging es weiter: Jetzt werden z.B. drastische Kürzungen bei Menschen mit Behinderungen und für Kinder und Jugendliche diskutiert. Individuelle Rechtsansprüche auf Schulbegleitung sollen gestrichen werden, was die Bildungschancen, gerade von Kindern mit Behinderung weiter verschlechtern könnte; das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen soll eingeschränkt werden, was u.a. dazu führen könnte, dass die Betroffenen statt in eigenen Wohnungen oder auch Wohngemeinschaften wieder verstärkt in Wohnheimen leben müssen.
    Die schlechte Finanzlage der Krankenkassen durch eine Beendigung der Zweiklassenmedizin und die Einbeziehung von Privatpatient*innen in die gesetzliche Krankenkasse zu verbessern, stand nicht auf der Tagesordnung. Hingegen werden durch die Gesundheitsreform Erkrankte weniger Geld kriegen.
    Weiterhin steht der acht Stunden pro Tag zur Disposition. Wer dadurch verständlicherweise nicht nur körperlich krank wird, sondern auch in eine psychische Krise gerät, kann leider nicht auf all zu viel Unterstützung hoffen. Bei Psychotherapeut*innen werden die Honorare gekürzt. Auch eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre wabert durch die politische Debatte. Man fragt sich, was die Sozialdemokraten in der Regierung eigentlich tun. Angesichts der hohen Mieten für Freiburg noch relevant: Beim Wohngeld soll massiv gespart werden. Die Liste ließe sich noch fortsetzen. Und wer trägt das auf Bundesebene alles mit? - Die SPD.
    Den Freiburger Stadträtinnen und auch dem Sozialbürgermeister Roland Meder, Mitglied der SPD scheint es nun aber zu reichen. In einem Brandbrief haben sie sich an die Bundesparteiführung gewandt und erklärt, dass sie die Politik der SPD im Bund gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern hier kaum noch glaubwürdig vertreten könnten. Über die Kritik, die u.a. auf die Wohngeldreform und die Bezahlkarte für Flüchtlinge abstellt, haben wir mit Julia Söhne, Fraktionsvorsitzende der SPD im Freiburger Gemeinderat, gesprochen.
    15 min
  • Saubere Luft ernten: Der Handel mit Emissionszertifikaten in Ostafrika (Serie 706: Süd-Nord-Funk)
    Der Handel mit Emissionszertifikaten soll helfen, den Klimawandel zu bremsen. Unternehmen können dabei Zertifikate kaufen, um ihre CO₂-Emissionen auszugleichen. Doch funktioniert dieses System wirklich? Die Zertifikate sind das handelbare Produkt etwa von Aufforstungsprojekten, die oft im Globalen Süden angesiedelt sind, wo Land knapp ist. Der Beitrag zeigt, welche Probleme der CO₂-Handel mit sich bringt, welche Rolle die Klimapolitik der EU spielt und warum die Interessen von Politik, Unternehmen und betroffenen Gemeinden oft auseinandergehen. Wirksamer Klimaschutz hängt nicht nur von technischen Lösungen ab, sondern auch von fairen Regeln und Mitbestimmung.
    Foto:
    Wohin führt der Emissionshandel? Im Mabira Forest in Uganda führt eine Straße nach Jinja. In ganz Osafrika führt der Emissionshandel zu Landkonflikten.
    Lizenz: CC Attribution, Non-Commercial, Share Alike; Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Mabira_Forest#/media/File:Road_to_Jinja.jpg
    28 min
  • Fokus Südwest 30.07.2026 (Serie 614: Fokus Südwest)
    # Holzrock 2026 in Schopfheim im Sengelenwäldchen
    # Gedenkveranstaltung in Solidarität mit den Betroffenen des Anschlags auf den CSD Berlin
    # Auswahl verstärkt Vorurteile ein Kommentar zur Öffentlichkeitsarbeit Freiburger Gerichte
    # Solawi in Baden und Japan
    ### keine Sendung im August ###
    30 min
  • Ein italienischer George-Floyd-Moment? Andauernde Proteste nach Abderrahim Fakirs Tod in Bologna
    Am 19. Juli starb Abderrahim Fakir in Bologna während eines Polizeieinsatzes. Videos zeigen klar, wie zwei Polizisten auf ihm knien und ihn niederdrücken, Sanitäter stehen tatenlos dabei, bis es zu spät ist. Der Tod von Abderrahim Fakir hat in Italien große Proteste ausgelöst, die wieder einmal hauptsächlich als Ausschreitungen diskutiert wurden. Bemerkenswert ist aber die Größe und Entschlossenheit der Proteste, und dass sie weiterhin andauern. Abderrahim Fakirs Tod wird lokal im Kontext der Situation in dem benachteiligten Quartier gesehen, in dem er sich ereignete. Für den 12. September ist eine weitere große Versammlung angekündigt, für die landesweit mobilisiert wird. Eine Zusammenfassung mit Stimmen aus Bologna - basierend auf Material und Informationen von Radio Onda d’Urto.
    15 min
  • Tiefe Erschöpfung- ein Interview mit einer Philosophin - "Politische Bewegungen brauchen nachhaltige Formen des Engagements"
    Viele Menschen erleben Krisen, Kriege oder soziale Ungerechtigkeit als einen Dauerzustand. Die Philosophin Dr. Marina Christodoulou beschreibt in ihrem Aufsatz „Zu einer Genealogie der ontologischen Erschöpfung“ einen Prozess, der von Irritation über Empörung bis hin zu einer tiefen Erschöpfung des Weltbezugs führen kann.
    Am Anfang stehen Irritation und Empörung, nicht Erschöpfung. Doch wenn diese Empörung immer wieder ins Leere läuft, kann daraus eine tiefere Form der Erschöpfung entstehen. Eine Erschöpfung unseres Bezugs zur Welt und ebenso zum eigenen Handeln. Christodoulou nennt das „ontologische Erschöpfung“. Warum ist das mehr ist als Burnout und weshalb ist gerade die Fähigkeit zur Empörung auch ein Ausgangspunkt für Hoffnung.
    RDL sprach mit der an der Constructor University in Bremen unterrichtenden Philosophin Marina Christodoulou über Irritation, Erschöpfung und Hoffnung.
    Der Aufsatz ist im Original ("Toward a genealogy of ontological exhaustion: becoming indignant-to-life (ontological indignation) before becoming exhausted-to-life (ontological exhaustion") ohne Bezahlschranke hier erhältlich:
    https://www.researchgate.net/publication/404399766_TOWARD_A_GENEALOGY_OF_ONTOLOGICAL_EXHAUSTION_becoming_indignant-to-life_ontological_indignation_before_becoming_exhausted-to-life_ontological_exhaustion
    Wir haben das Gespräch auf Englisch geführt.
    14 min
  • 6. Afghanistankonferenz: Die Situation der Frauen ist immer noch sehr schwierig, aber sie leisten Widerstand!
    In Freiburg ist vor zwei Wochen die 6. Afghanistan-Konferenz zu Ende gegangen. Zwei Tage diskutierten Forscher:innen und Aktivist:innen über die Lage in Afghanistan, aber auch darüber, was der Rest der Welt eigentlich davon versteht. Eine der nüchternsten Bilanzen kam vom Afghanistan-Analysten Thomas Ruttig: Die Taliban haben ihre Herrschaft militärisch und politisch gefestigt und das trotz einer am Boden liegenden Wirtschaft und einer organisierten Opposition, die praktisch nicht existiert. Ich habe darüber mit Professor Uwe Bittlingmayer gesprochen, der die Konferenz organisiert hat.
    13 min
  • Gerichte und ihre Pressevorschauen: Wenn die Auswahl Vorurteile verstärkt!
    Der Pressesprecher des Amtsgerichts Freiburg, Richter Martin Graf, entscheidet selbst, welche bevorstehenden Strafverfahren er in seinen Pressevorschauen ankündigt. Auffällig ist dabei: Angeklagte ohne deutschen Pass erscheinen deutlich häufiger als ihr Anteil an der Freiburger Bevölkerung vermuten lässt. Zufall, legitime Auswahl, oder doch eher ein Problem der Öffentlichkeitsarbeit?
    Ein Kommentar von RDL-Redakteur Thomas.
    4 min

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