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  • Wir waren, sind und werden sein - eine Ausstellung zu Frauen im Gewerkschaftskampf in der Türkei
    Gewerkschaftskampf war schon immer wichtig und notwendig für die Rechte der Arbeitnehmer*innen. In der Türkei haben gerade auch Gewerkschafterinnen für die demokratischen und feministischen Belange ihre Stimme erhoben und in der KESK-Gewerkschaft den Arbeiter*innenkampf, ihre Umgebung und die ganze Gesellschaft verändert. Ida Hinterholzinger war im Gespräch und in der Ausstellung „Wir waren, sind und werden sein – Frauen kämpfen um Gleichberechtigung in der Gewerkschaft“ mit den Kurator*innen Meral Akkent und Handan Çağlayan.
    25 min
  • Buchrezension: Schweinebaumeln von Marta Dzida
    Das ganze Jahr über, aber speziell zu Buchmessezeiten, gibt es immer viele neue Bücher zu entdecken. Besonders bei den unabhängigen Verlagen gibt es dabei immer wieder Schätze zu heben, die es nicht in die Fueilletons und auf die Bestsellerlisten schaffen. Claus Hirsch hat uns heute wieder ein Buch mitgebracht, es heißt Schweinebaumeln, geschrieben auf polnisch von Marta Dzida, ins Deutsche übersetzt von Antje Ritter-Miller und erschienen im vergangenen Herbst im Maro Verlag. Es ist damit nicht die Neuerscheinung zur Leipziger Buchmesse, der Anlass passt trotzdem, und was die Lektüre mit ihm gemacht habt hört ihr jetzt.
    Schweinebaumeln, von Marta Dzido, deutsch von Antja Ritter-Miller, erschienen im Maro Verlag.
    Marta Dzido wurde 2019 mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet. Die Übersetzung von Schweinebaumeln wurde auch dadurch finanziell unterstützt.
    Wer es nun auch gerne lesen will, bestellt es am besten in der Buchhandlung an der Ecke, sie wird sich dann auch daran freuen können. Als Hardcover kostet es 24€, als Taschenbuch ist es bisher nicht erschienen.
    8 min
  • Weiße Linien auf blauem Grund - Anna Atkins und die Cyanotypien
    Am 16. März 2026 wäre der 227. Geburtstag von Anna Atkins. Anna Atkins ist am 16. März 1799 geboren und gilt als die erste Fotografin der Geschichte. Wir erinnern an Anna Atkins und ihre Bedeutung für die Fotografie und die Botanik.
    "Die Schwierigkeit, präzise Zeichnungen von derart feingliedrigen Gegenständen wie Algen und Wasserfäden herzustellen, hat mich bewegt, den eleganten Prozess der Cyanotypie zu nutzen". Das schreibt Anna Atkins in "Photographs of British Algae". Dieses Buch ist sozusagen eine illustrierte Erweiterung zu William Harveys Kompendium „A Manual of British Algae“ und wohl der erste Fotoband der Geschichte.
    Die Cyanotypie ist ein Verfahren, mit dem man Fotogramme herstellen kann, das bedeutet, dass man das Objekt auf den Bildträger drauf legen muss, damit ein Abbild davon entstehen kann.
    Zu ihrem 227. Geburtstag am 16. März 2026 hört ihr einen Beitrag über Anna Atkins und ihre Bedeutung für Wissenschaft und Fotografie. Bernadette Rauscher hat dafür auch mit Simone Scharbert gesprochen, die den lyrischen Roman „Für Anna. Eine Belichtung“ über Anna Atkins geschrieben hat. Er ist 2025 bei Azur erschienen.
    Cyanotypien kann man übrigens auch gut selbst machen. Die Lösungen sind nicht gesundheitsschädlich, und man kann sie im Bastelladen kaufen. Verschiedene Anleitungen findet ihr im Internet, fragt einfach mal die Suchmaschine eurer Wahl.
    9 min
  • Innenansichten – Queer & Zerrissen - Folge 1 (Serie 1552: Innenansichten - Queer und Zerrissen )
    Innenansichten – Queer & Zerrissen
    „Innenansichten – Queer & Zerrissen“ ist ein partizipatives Radio- und Podcastprojekt, dass sich mit inneren Spannungen,
    Ausschlüssen und Verletzungen in der queeren Community auseinandersetzt. Es schafft niederschwellige Diskurs- und
    Erfahrungsräume, in denen queere Menschen sich selbstkritisch, solidarisch und kreativ mit ihren eigenen Strukturen und
    Konflikten befassen können. Ziel ist es, unsichtbare Brüche sichtbar und kommunikativ bearbeitbar zu machen – als Beitrag zu einer reflektierten,
    handlungsfähigen und inklusiven Community.
    Gefördert von Fond Soziokultur
    56 min
  • #HandsOffShingal – Zehn Jahre nach dem Genozid: Der Kampf um Autonomie von Êzid*innen im Irak
    Zehn Jahre nach dem Genozid an Êzid*innen steht Şingal vor einer neuen Zerreißprobe: Die irakische Armee fordert die Entwaffnung und den Abzug der ezidischen Selbstverteidigungseinheiten aus den Städten. Viele Menschen vor Ort lehnen das ab, denn die Erinnerung an 2014 sitzt tief: Damals überließen staatliche Truppen die Bevölkerung schutzlos dem IS. Heute befeuert zudem die Nachricht über freigelassene IS-Anhänger aus Lagern in Rojava die Angst vor einer Rückkehr des Terrors. Für die ezidische Gemeinschaft ist Şingal dabei weit mehr als nur ein Wohnort. Die eigene Selbstverwaltung ist für sie die letzte Bastion und lebensnotwendige Überlebensstrategie, um nach 74 Massakern in der Geschichte des ezidischen Volkes ihre Existenz dauerhaft aus eigener Kraft zu sichern.
    Warum die Gemeinschaft ihren Schutz nicht mehr aus der Hand geben will und was der Mord an der Frauenrechtlerin Yanar Mohammed mit dieser Eskalation zu tun hat, berichtet Önder Mergen - Menschenrechtsaktivist für die Belange von Kurd*innen und Êzid*innen. Das Gespräch führte unser freier Redakteur Carsten Striepe.
    Önder Mergen beginnt mit der Frage wer die Êzid*innen sind und warum ihre autonome Organisation in der heutigen politischen Landschaft des Mittleren Ostens so entscheidend ist.
    11 min
  • „Ohne Spracherwerb können sich Geflüchtete nicht im Arbeitsmarkt oder in der Gesellschaft integrieren“ - Bayerischer Flüchtlingsrat kritisiert Streichung von Integrationskursen
    Integrationskurse sind für Geflüchtete ein wichtiges Angebot, um deutsche Sprachkenntnisse zu erwerben. Ohne die deutsche Sprache ist es schwierig, im Alltag klarzukommen und eine Arbeit zu finden. Doch genau diese Integrationskurse werden nun für einen Großteil der Geflüchteten gestrichen. Harsche Kritik daran kommt vom Bayerischen Flüchtlingsrat.
    12 min
  • Buchrezension zu Notizen für John von Joan Didion
    In ihrem posthum veröffentlichten Werk nähert sich die Schriftstellerin und Essayistin Joan Didion ihrer Familie an.
    Sie hat über Jahre hinweg einen Psychologen aufgesucht und die Sitzungen im Anschluss festgehalten.
    Darin arbeitet sie vordergründig die Beziehung zu ihrer Adoptivtochter Quintana auf, stolpert dabei aber auch immer wieder über ihre eigene Kindheit und Familiengeschichte.
    11 min

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