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  • Nachrichten aus Nord-Ost Syrien vom 16. September 2026 (Serie 1005: CX - Corax - Politik - Makro)
    In Kobanê gab es erneut Spannungen nach einem Märtyrertod, also es kam zu Straßendemonstrationen, wo die Teilnehmenden inhaftiert wurden in Gefängnisse, wo es dann kürzlich brannte, was den Protest auch wieder entfachtet. Außerdem gab es auch in dieser Woche weitere Reaktionen auf die Gesetzesregelungen, die den Sprachunterricht in eigenen Muttersprachen (wie das Kurdische) auf drei Stunden die Woche begrenzen. Zudem bekräftigte anlässlich des 4. Jahrestages von Jin, Jiyan, Azadi Congrastar erneut die Ziele und Ideale des Frauenwiderstands. Und ein weiterer Anlass der Freude: In der aktuellen Phase wurden nun 49 kurdische Gefangene von der syrischen Regierung freigelassen. Women Defend Rojava berichten von Vorort aus Nordost-Syrien.
    4 min
  • Die Versammlungsfreiheit wird angegriffen Recht auf Protest Basel mobilisiert
    Am 27. September stimmt der stimmberechtigte Teil der Bevölkerung in Basel-Stadt über die sogenannte SVP “Anti-Chaoten-Initiative” ab. Die Initiative will Kundgebungen weiter unterdrücken und die Kosten von Polizeieinsätzen auf Demonstrant*innen überwälzen.
    Das Netzwerk Recht auf Protest Basel mobilisiert gegen diesen Angriff auf das Grundrecht der Versammlungsfreiheit und erklärt, was das auch für Folgen für Menschen ohne Stimmrecht in Basel hat und hätte.
    7 min
  • Sisters e.V. klagt gegen Sexarbeiter*in Spendenfinanzierte Täter- Opfer Umkehr
    Seit 2023 prozessiert der Verein Sisters e.V. gegen die Sexarbeiter*in, Bildungsreferent*in und Aktivist*in Ruby Rebelde. im Interview erklärt uns Ruby, wie der aktuelle Stand des Verfahrens ist, was am Beriff der "Prostitutionslobby" so problematisch ist und warum es wichtig ist diesen Reaktionären Kräften auf allen Ebenen entgegenzuhalten und sich solidarisch zu verbinen.
    hier der Link zur Dokumentationsseite des Prozesses:
    https://rubyrebelde.com/2026/08/11/wer-aus-schaden-nicht-klug-wird/
    18 min
  • Quergelesen 15.09. 2026 (Serie 382: Quergelesen)
    - »Die Befreiung der Frauen bringt die Befreiung der ganzen Gesellschaft«
    Der österreichische Schriftsteller Sama Maani imGespräch mit Jasmin Arémi über seinen aktuellen Roman »Zu Besuch bei Onkel Napoleon«, die Geschichte des Iran und warum er literarisch von »Teheran« und vom »Regime der Islamischen« spricht (31.08. 2026, https://kurzlinks.de/u4sj).
    »In den Neunzigerjahren, während der Präsidentschaft Mohammad Khatamis, dachte ich wie viele andere, dass Reformen innerhalb des Systems vielleicht möglich seien. Heute ist »Reformist« für viele Menschen im Iran beinahe ein Schimpfwort. Die Erfahrung war, dass diese Reformen das System nicht grundsätzlich verändern, sondern letztlich stabilisieren. Außerdem war ich davon überzeugt, dass das Regime nicht mehr bestehen könnte, wenn wirklich einmal Millionen Menschen gegen das System auf die Straße gehen. Darin habe ich mich geirrt. Und ich hätte nicht erwartet, wie israelsolidarisch viele Iranerinnen und Iraner heute sind. Das sieht man auch bei Demonstrationen der iranischen Diaspora, auf denen sehr viele israelische Fahnen zu sehen sind. Natürlich ist Krieg etwas Schreckliches. Niemand möchte, dass Bomben in seiner Nachbarschaft einschlagen oder die eigene Familie gefährdet wird. Trotzdem gibt es Menschen im Iran, die selbst unter diesen Umständen einen Angriff auf das Regime begrüßen. Ich glaube, es ist falsch, ihnen einfach vorzuwerfen, sie seien dafür, dass ihr eigenes Land bombardiert wird. Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Wie verzweifelt müssen Menschen sein, wenn sie sich trotz aller Gefahren eine militärische Intervention wünschen, weil sie keine Möglichkeit mehr sehen, ein Regime aus eigener Kraft zu beseitigen, das seit Jahrzehnten Krieg gegen sie führt?«
    Ausgehtipps: kurzlinks.de/jmvw kurzlinks.de/e95p kurzlinks.de/hlcc kurzlinks.de/f047 kurzlinks.de/4csl kurzlinks.de/delq kurzlinks.de/gexj
    2 min
  • " Wir sind hier, wir bleiben und wir schützen migrantische Strukturen in Ostdeutschland"
    Interview mit dem "postmigrantischen Netzwerk - neue deutsche Organisationen”
    Das postmigrantische Netzwerk “neue deutsche Organisationen” ist ein Zusammenschluss von über 200 Organisationen und Initiativen aus ganz Deutschland, die sich für Vielfalt und gegen Rassismus einsetzen. Ein Interview mit Fatma Celik zu ihrer Pressemitteilung vom 07.09.2026 "Wir sind hier, wir bleiben und wir schützen migrantische Strukturen in Ostdeutschland!
    Es geht im Interview um: - die Vorstellung des Netzwerks Netzwerk, - dann was diese rechte Entwicklung bedeutet - Wie kann das konkret aussehen : Migrantische Strukturen schützen - Was sollte von "der Zivilbevölkerung", von Linken und Feministischen Gruppen erwartet werden können? Was braucht es gerade ?
    s.g.
    14 min
  • „Marsch für das Leben“?! What the Fuck! – Aufruf 2026 zum queerfeministischen Protest! (Serie 1006: CX - Corax - Feminismus - Gender)
    Am 19. September ruft das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung zu einem großen Aktionstag in Berlin auf, mit Auftaktkundgebung, Demonstrationszug und Abschlusskundgebung. Ein Protest für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch und für sexuelle, körperliche und geschlechtliche Selbstbestimmung. Es geht darum, jenen politischen Kräfte entgegenzutreten, die diese Autonomie beschneiden wollen: Am selben Tag (also am 19. September) findet nämlich in Berlin und auch in Köln der sogenannte "Marsch für das Leben statt". Eine Versammlung also, die unter anderem Schwangerschaftsabbrüche vollständig kriminalisieren will. Zur entsprechenden Gegendemo rufen das Bündnis "What The Fuck" und das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung auf. Im Zeichen des Queerfeminismus und im Zeichen des Antifaschismus.
    Radio Corax sprach mit Ines Scheibe vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung über den Aktionstag als Gegenprotest zum sogenannten "Marsch für das Leben"
    12 min
  • Unterstützung von Kulturzentren in schweren Zeiten (Serie 1000: CX - Corax - Soziales - Strike)
    Am Samstag, dem 12. September, wurde in Cottbus der queere Treffpunkt "Regenbogenkombinat" mit Hakenkreuzen und der Botschaft „Wir hassen euch“ beschmiert. Dieser Angriff war bei weitem nicht der erste auf den Begegnungs- und Veranstaltungsort und auch landesweit kein Einzelfall.
    Linke subkulturelle Orte werden vielerorts bedroht. Vor allem in kleineren Städten oder Dörfern - wo die linke Szene nicht so groß ist, und rechte Angreifer:innen sich sicher fühlen. Neben dem Schock und der Arbeit, die die Erneuerungen von Fassaden nach Bränden, das Einsetzen neuer Fenster nach Steinwürfen und das Anbringen neuer Schlösser nach Einbrüchen mit sich bringen, bedeuten solche Angriffe für die Orte auch Kosten.
    Carla Riese von der Kampagne „Alles beginnt im Zentrum“ berichtet über die Hilfsangebote der Organisation und ruft zu Spenden auf, um subkulturelle Orte wie alternative Jugendclubs, queere Cafés und selbstverwaltete Kulturzentren zu unterstützen.
    10 min
  • Erneute Rechte Angriffe auf Regenbogenkombinat Cottbus (Serie 1006: CX - Corax - Feminismus - Gender)
    Am Samstag, den 12. September 2026, wurde in Halle mit dem CSD queere Vielfalt gefeiert. Dass das gerade unter Beschuss ist, ist vielen klar: Immer mehr werden queere, LGBTQI+ Räume in Ostdeutschland angegriffen - zuletzt erneut in Cottbus, nämlich das Regenbogenkombinat, und zwar genau an demselben Tag!
    Das Regenbogenkombinat in Cottbus bietet Raum für Netzwerktreffen, Workshops, Seminare oder Fortbildungen und ist ein aktiver Verein für die Stadtgesellschaft. In Cottbus wurde in den letzten Jahren vermehrt solche Orte von Neonazis angegriffen, beschmutzt und bedroht. Darüber und vor allem über das aktuelle Ereignis sprach Radio Corax mit Christian Müller, Geschäftsführer des Regenbogenkombinats in Cottbus.
    9 min
  • Unterrepräsentation von Frauen* im Sachsen-Anhaltinischen Landtag - Der Landesfrauen*rat zeigt sich geschockt (Serie 1005: CX - Corax - Politik - Makro)
    Nach der Landtagswahl am 06.09. machte der Landesfrauenrat auf strukturelle Probleme aufmerksam: Mit den neugewählten Mandaten sinkt der Frauenanteil der Landtagsabgeordneten erheblich. Nach dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis werden künftig lediglich 18 Frauen* unter 83 Abgeordneten im Parlament vertreten sein. Das bedeutet nur knapp 22 Prozent der Abgeordneten im Sachsen-Anhaltinischen Landtag repräsentieren die Hälfte der Menschen im Land. Frederike Ewald, Geschäftsführerin vom Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt betont, dass auch in der Wahlperiode zuvor mit nur knapp 28 Prozent Frauen* keine repräsentative Verteilung vorlag. Der niedrige Frauenanteil im Landtag sei nicht Ausdruck mangelnden politischen Interesses von Frauen*. Vielmehr bestünden weiterhin strukturelle Hürden bei der politischen Partizipation, so Frederike Ewald. Um welche Hürden es sich handelt und warum auch vor allem junge Frauen* von Sachsen-Anhalt seit Jahrzehnte flüchten, das erzählt die Geschäftsführerin des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt.
    12 min

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