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Herbert Bauer war sein Leben lang Soldat. Der Generalmajor in Ruhe war bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2020 Militärkommandant von Tirol. Seine Sicht auf Desertion, auf Soldaten, die die Truppe unerlaubt verlassen, ist daher vor allem eine Militärische.
Mit ihm reden wir nicht nur darüber, was es für die Kameraden bedeutet, wenn jemand die Truppe unerlaubt verlässt, sondern auch darüber, wie Desertion aktuell in Österreich bewertet wird, bzw. welche Möglichkeiten Soldaten haben, die glauben, Befehle verstoßen gegen das Gesetz oder sind mit ihrem Gewissen unvereinbar. Auch der Angriffskrieg Russlands und die gesellschaftliche Aufarbeitung der Geschichte von Wehrmachtsdeserteuren in Österreich bekommt Platz in diesem Gespräch.
Kunsttherapie?
Ist das was zum essen ?
Gedanken dazu, von Maria Rainer und mir, Maria Rainer ist Kunsttherapeutin in Ausbildung
Sigrid
Innsbrucker Stadtpolizei-Kommandant als Opfer von Nationalsozialisten
1934 war die politische Lage in Österreich sehr angespannt. Es kommt am 25. Juli 1934 zu einem Putschversuch der Nationalsozialisten. In Wien wird Bundeskanzler Engelbert Dollfuss angeschossen und stirbt schließlich an den Verletzungen. Auch in Tirol gibt es ein Opfer: Der Innsbrucker Stadtpolizeikommandant Franz Hickl wird von Nationalsozialisten ermordet. Doch wer hat den Mord in Auftrag gegeben? Und wer hat die Tat schließlich ausgeführt?
Dieser Frage geht diese KulturTon-Sendung in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck nach. Sie ist eine Zusammenfassung eines Vortrages des Fachzirkels „Exekutivgeschichte und Traditionspflege“ der Landespolizeidirektion Tirol. Der Leiter der Tiroler Landesarchivs, Christoph Haidacher gibt zunächst einen Überblick in die politische Situation vor dem Juli-Putsch. Polizei-Historiker Peter Hellensteiner hat sich intensiv mit den historischen Ermittlungsakten der Kriminalpolizei beschäftigt und Justizforscher Harald Stockhammer skizziert am Schluss das Militärgerichtsverfahren im Mordfall Hickl.
Diese Sendung wurde von Marion Umgeher gestaltet.
Sound: Bensound/Shadow
Poetische Lesungen des AEP
Der Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft – AEP wandelt nicht nur mit seiner Bibliothek auf literarischen Pfaden. Denn der Verein weiß: Literatur kann überall sein kann. Oder besser gesagt: überall gelesen, gehört und genossen werden.
Denn Literatur hat ja bekanntlich viele Vorzüge. Sie entführt uns in andere Welten, tröstet uns, gibt Mut und Zuversicht oder lässt uns durchatmen. Sie stellt ein Gefühlspektrum zur Verfügung, das wir im Alltag oft schon vergessen haben. Und lässt uns neue Wörter und Sachverhalte lernen, Laute erzeugen und im Klang der Melodie von vorgelesenen Texten einschlafen.
Mit dem Projekt Literatur andernorts macht der AEP auf die Vielseitigkeit der literarischen Wirkungsmacht aufmerksam. Die poetischen Lesungen vom Hauptbahnhof und dem Volkskunstmuseum könnt ihr jetzt auf FREIRAD und somit allerorts hören. Details zu den Lesungen findet ihr über die Verlinkungen oben.
Lasst euch von den Schriftstellerinnen Franziska Füchsl, Asiyeh Panahi, Nijdeka Iroh und Nancy Hünger inspirieren und erfahrt Literatur wie noch nie zuvor.
Mi, 08.07. um 17 Uhr
Franziska Füchsl ist Hilfstschak dem Lesen, Schriftstellerin und (Über-)Setzerin. Sie lebt in Wien und Kiel. In letzterem hat sie Sprache und Gestalt, in ersterem Philologie studiert. Von 2018 bis 2020 war sie im FORUM Text vom Drama Forum von uniT. Im Verein Versatorium betreut sie den Druckraum Jahoda, bestückt mit einer Korrex Stuttgart und Bleizähnen, im Zusammenhang mit dem Übersetzen. In typografischer und buchkonzeptioneller Hinsicht spekuliert sie über Provisorien fürs Lesen in Kaumauflagen.
Asiyeh Panahi, 1998 in Mashhad, Iran, geboren, stammt aus Afghanistan und wuchs in einem Flüchtlingslager auf. 2014 floh ihre Familie nach Österreich, wo sie ihre Bildung fortsetzte und einen Diplomabschluss in Berufs- und Sozialpädagogik am BFI Graz erlangte. Derzeit studiert sie Rechtswissenschaften an der Universität Graz. Als Poetry-Slammlerin und Kolumnistin schreibt sie auf Persisch und Deutsch, übersetzt ihre eigenen Werke und veröffentlicht ihre Texte in renommierten Publikationen. Sie ist in der österreichischen Literaturszene aktiv, tritt bei Literaturfestivals auf und arbeitet als Jurorin beim ORF-Redewettbewerb SAG’S MULTI.
Do, 09.07. um 17 Uhr
Nancy Hünger lebte nach ihrem Studium der Freien Kunst in Weimar als freie Schriftstellerin in Erfurt, Gotha und Tübingen, wo sie seit 2022 das Studio Literatur und Theater leitet. Für ihre eindringlichen Lyrik- und Prosatexte erhielt sie mehrere Auszeichnungen.
Njideka Iroh ist Autorin, Spoken-Word-Künstlerin/Performerin, Kuratorin. Ausgehend von eigenen diasporischen Erfahrungen erprobt sie in ihren Performances Möglichkeiten des Sprechens als lustvollen Ausdruck von Freiheit, Empowerment und Widerstand. Ihre Gedichte wurden in verschiedenen Formen veröffentlicht (im VR 360-Film Lagos at Large, als Modenschau, in Musikprojekten, Soundscapes und mehr) und ins Arabische, Slowenische sowie in die Gebärdensprache übersetzt.
More wonderful Turkish music with some lovely surprises and three lovely guests!
Jeden zweiten Dienstag im Monat sprechen wir mit politischen Entscheidungsträger*innen von Stadt, Land und Bund sowie mit politischen Aktivist*innen und Interessensvertreter*innen oder Expert*innen. Dabei haben sie die Chance, gesellschaftspolitische wichtige Themen ausführlich und nicht wie üblich in drei Sätzen – darzulegen.
Im politischen Gespräch im Juli 2025 sprechen wir mit Georg Willi – Vizebürgermeister der Stadt Innsbruck.
Georg Willi, der aktuell in der Dreierkoalition als Vizebürgermeister der Stadt Innsbruck auch für den Bereich Kultur zuständig ist gibt Einblicke in das erste gemeinsame Regierungsjahr der Grünen mit JA Jetzt Innsbruck und der SPÖ Innsbruck. In dieser Folge sprechen wir über aktuelle Stadtpolitische Themen und natürlich über die Kulturszene in Innsbruck mit Herausforderungen, Chancen und Potenzialen. Von Förderungen, Indexierung der Drei-Jahresverträge bis zu Fair Pay und dem großen Raumthema. Außerdem widmen wir uns dem Thema wohnen und Innsbruck als teuerste Stadt zum Wohnen in ganz Österreich.
Aus terminlichen Gründen haben wir die Sendung vorab aufgezeichnet.
Das UniKonretMagazin am 07.07.2025
Heute erwartet euch das UKM mit folgenden, spannenden Themen. Max Mayr führt euch durch die Sendung.
1. Queerness in der Antike
Der Pride Month ist rum aber queeres Leben und Kämpfe für Gleichberechtigung gehen weiter – heute blicken wir in die Geschichte. Besonders oft wird die Antike als Paradebeispiel für Homosexuelle Toleranz herangezogen. Die Altertumswissenschaftliche Forschung ist da anderer Meinung. Alex Stein gibt einen Einblick in die Forschung in seinem Beitrag „Queerer Mythos der Antike“
2. Theater unter den Sternen
Max Mayr spricht mit Stephanie Senn über das „Theater unter Sternen„, das dieses Jahr wieder im Zeughaus stattfindet. Mitten im Festival bringen sie Einblicke und Geschichten aus dem Theaterfest.
3. Zeit für Wissenschaft – Biodiversität
Es steht nicht gut um die Biodiversität. Sowohl global als auch regional betrachtet schwindet die biologische Vielfalt aufgrund verschiedener, in erster Linie menschlich verursachter Faktoren wie Landnutzung oder Erderwärmung. Johannes Rüdisser vom Institut für Ökologie der Uni Innsbruck bleibt dennoch Optimist und zeigt neben einer Sensibilisierung für die existentielle Bedeutung einer gesunden Biodiversität als Wissenschaftskommunikator auch politische Handlungsoptionen zur Eindämmung der aktuellen Entwicklungen auf. Der Ökologe Johannes Rüdisser war zu Gast bei Melanie Bartos vom Büro für Öffentlichkeitsarbeit der Uni Innsbruck – im Podcast „Zeit für Wissenschaft“. Wir hören nun einen Auszug des ausführlichen Gesprächs. Das ganze, mehr als einstündige Gespräch zum Nachhören gibt es unter uibk.ac.at/podcast/zeit
‚Cry, The Beloved Country‘ by Alan Paton
The novel we are introducing this month is a classic of 20th Century literature, and one of the best known South African novels. Cry, the Beloved Country, the first novel by Alan Paton, (1948) was written before the passage of a new law institutionalising the Apartheid political system in South Africa, which came into force later that year. The novel was internationally successful, and before Alan Paton died in 1988, it had sold over 15 million copies.
What’s the novel about?
The publisher’s description on the back of the 1988 edition of the novel says:
In the city of Johannesburg, a father seeks his delinquent son. His search takes him through a labyrinth of murder, prostitution, racial hatred and, ultimately, reconciliation.
In ‘Cry, The Beloved Country’ Alan Paton addresses the problem of race relations in South Africa with the scrupulousness of the historian, the sensitivity of a poet. Forty years after its creation, it remains the classic narrative of racial tension – intensely pertinent, unforgettably poignant.
Book recommendations from Reading Circle members
• Lucy by the Sea by Elizabeth Strout (2022): The first Covid novel. Lucy reluctantly goes into lockdown with her ex-husband William in a house on the coast of Maine.
• Orbital by Samantha Harvey (2023): This novel follows six fictional astronauts over 24 hours on an orbiting space station and incorporates elements of science fiction, literary fiction, and philosophical drama. Booker Prize winner in 2024.
• Dream Count by Chimamanda Ngozi Adichie (2025): A bumper compilation of middle-aged life experience, built around the friendship of three Nigerian women whose lives haven’t panned out as imagined. (According to The Guardian)
• Macbeth (An Undoing) by Zinnie Harris (2023 – revised edition): A play with a powerful reimagining of Shakespeare’s brutal tragedy, telling Lady Macbeth’s story as it has never been heard. (Publisher’s description).
• Les Parisiennes by Anne Sebba (2016): How the women of Paris lived, loved and died in the 1940s. It focuses especially on the Nazi occupation of Paris from 1940 to 1944.
Music Played
• Nkosi Sikelel Afrika (God Save Africa) sung by Miriam Makeba, Paul Simon, Black Mambazo, Hugh Masekela and others.
• Paul Simon, accompanied by Linda Ronstadt, singing Under African Skies from his Graceland LP of 1986.
Bournville by Jonathan Coe
This month we are introducing a state-of the-nation novel, Bournville, by Jonathan Coe, published in 2022.
What’s the book about?
The description on the back of the novel says:
In Bournville, a placid suburb of Birmingham, sits a famous chocolate factory. For 11-year-old Mary and her family in 1945, it’s the centre of the world. Mary will go on to live through the Coronation and the World Cup Final, Royal weddings and Royal funerals, Brexit and Covid-19. She will have children and grandchildren and great grandchildren. As 75 years of social change ensue, from James Bond to Princess Diana, and from wartime nostalgia to the World Wide Web, one pressing question emerges: will these changing times bring Mary’s family – and their country – closer together, or leave them more adrift and divided than ever before?
Reading Circle members‘ book recommendations
Music played
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