Für die 21. Folge von «FRIDA trifft» haben wir Luciano Fasciati in Chur besucht. Der Kurator hat in den letzten 35 Jahren die Graubündner Kunstszene geprägt wie kaum ein anderer. Nun schliesst er seine Galerie in Chur. Zeit für ein ausführliches Gespräch.
Als Galerist mit einem Programm, das eben gerade nicht einer klassischen Galerie entspricht.Als Galerist mit einem Programm, das eben gerade nicht einer klassischen Galerie entspricht.
Als Kurator mit verschiedenen Projekten im öffentlichen Raum wie Art Public Chur, der Gründung der Biennale Arte Bregaglia, der Erfindung der Sala Viaggiatori in Castasegna oder als Impulsgeber für den biennalen Kunstanlass Aux Losanges in Tschiertschen.
Zudem haben der umtriebige Organisator und seine Mitstreiter:innen in Chur wichtige kreative Freiräume erschlossen, wie das Areal der alten Tony Molkerei oder das Gast- und Kulturhaus Marsoel.
Fasciati erzählt, wie er dazu gekommen ist, 1991 «völlig naiv» und als Quereinsteiger eine Galerie in Chur zu gründen und diese – gegen alle Widerstände – über Jahre zu behaupten.
Und er führt aus, warum er nun, nach 35 Jahren aufhört und warum Galerien wie seine mittlerweile Auslaufmodelle sind. Er sagt aber auch klar, ihn habe der Inhalt der Kunst immer viel mehr interessiert als der kommerzielle Aspekt.
Der Galerist und Kurator war über all diese Jahre für zahlreiche Künstlerinnen und Künstler ein wichtiger Mentor. «Kunst machen oder Kunst zeigen sind eben zwei völlig verschiedene Dinge.»
Warum er seiner Heimat zeitlebens treu geblieben ist, was es braucht, um in der Peripherie Kunstprojekte nachhaltig aufzubauen und was seine Zukunftspläne als Kurator sind, erzählt er bei uns im Podcast.