Predigtthema: Lass dich senden!
Predigtreihe: Göttliche Orientierung
Prediger: Jorin Jansen
Predigttext: Jesaja 6, 1-8
Beschreibung:
Wie erkennt ein Christ eigentlich seine Berufung? Und wie entsteht echte göttliche Orientierung?
Mit dieser Predigt endet die Reihe „Göttliche Orientierung“. Nachdem es in den vergangenen Wochen um Vertrauen auf Gottes Führung und um den ernsthaften Umgang mit Sünde ging, richtet sich der Blick nun auf die Frage: Was geschieht, wenn Gott uns ruft?
Anhand der Berufung des Propheten Jesaja wird deutlich, dass göttliche Orientierung nicht zuerst mit der Frage beginnt: „Was soll ich tun?“, sondern mit der Erkenntnis: „Wer ist Gott?“
Jesaja sucht keinen Auftrag – Gott offenbart sich ihm. Erst im Angesicht der Heiligkeit Gottes erkennt Jesaja seine eigene Schuld, erlebt Vergebung und wird anschließend gesandt.
Diese Reihenfolge ist entscheidend:
Offenbarung → Erkenntnis der eigenen Schuld → Vergebung → Sendung.
Die Predigt zeigt, warum viele Christen in der Frage nach ihrer Berufung stehenbleiben: Sie warten auf besondere Zeichen, während der grundlegende Auftrag längst gegeben ist. Gottes Ruf richtet sich nicht nur an wenige Auserwählte, sondern an Menschen, die seine Gnade erfahren haben und bereit sind zu antworten.
Göttliche Sendung bedeutet dabei nicht unbedingt Anerkennung oder einfache Wege. Schon die Propheten des Alten Testaments mussten erleben, dass Treue zu Gott oft Widerstand, Verzicht und Missverständnisse mit sich bringt. Doch wer Gottes Barmherzigkeit selbst erfahren hat, kann nicht mehr schweigen.
Die zentrale Frage dieser Predigt lautet deshalb:
Wenn Gott fragt „Wen soll ich senden?“ — was antwortest du?
Nicht Begabung oder Persönlichkeit sind entscheidend, sondern die Erfahrung der Vergebung und die Bereitschaft, sich senden zu lassen. Gott ruft Menschen nicht, weil sie perfekt sind, sondern weil sie ihm begegnet sind.
Eine Predigt über Berufung, Gnade und den Mut, Gottes Ruf nicht nur zu hören, sondern darauf zu antworten:
„Hier bin ich, sende mich.“