Gedanken lauschen

Gedanken lauschen

By Sandra Eleonore JohstSociety & CultureEducationPhilosophy
Download on the App Store

Gedanken lauschen episodes

  • Philosophische Impulse: Mit wacher Vernunft und hoffenden Herzens zur Wahlurne

    Hi, ich bin Sandra und mit mir kannst du in die Welt der Philosophie reisen: https://www.sandra-eleonore-johst.de/landing-page

    Angst, Aufregung, Ärger - kurz vor der Wahl kochen politische Debatten hoch. Deswegen habe ich ein paar Impulse aus der Philosophie dabei, die es dir ermöglichen sollen, dich gut zu reflektieren und zu positionieren.

    Folgende kunterbunte Zitate habe ich aus der Philosophiegeschichte ausgewählt:

    • Das "Ich weiß, dass ich nicht weiß" von Platons Sokrates kann uns dabei helfen, unsere eigenen Grenzen einzusehen - vielleicht hilft das der gemeinsamen Suche nach Weisheit, sorgt für weniger Rechthaberei und fördert sachliche Argumentation.
    • Die Naturgesetze, die Thomas Hobbes in seinem Leviathan entdeckt: "Suche Frieden und halte ihn ein" und "Was ihr wollt, dass euch andere tun sollen, das tut ihnen" können uns daran erinnern, dass wir für ihre Umsetzung unsere eigenen Leidenschaften hinterfragen und das Gemeinwohl priorisieren sollten. Außerdem erinnert das Bild des Leviathan daran, dass staatliche Gewalt eine Superkraft ist, weswegen wir gründlich überlegen sollten, welchen Personen wir zutrauen können, sie zu repräsentieren - weil sie die Naturgesetze mit auf die Agenda nehmen!
    • Das Gedankenexperiment von Markus Gabriel "Die Nazi-Maschine" ist eine aktuelle Version der Gerechtigkeitskonzeption, zu der wir alle in der Lage sind und die John Rawls mit seinem "Schleier des Nicht-Wissens" demonstrierte. Wenn wir einen inneren moralischen Kompass haben, der uns einen gerechten Zustand denken lässt, wissen wir auch, was es dazu braucht: Die abstrakte Gleichheit von Menschen als Menschen.
    • Und zuletzt das Vorwort von Ernst Bloch zu seinem dreibändigen Werk "Das Prinzip Hoffnung", das behauptet, Hoffnung ließe sich lernen und dies sei nötig, weil es uns weit macht und aktiv werden lässt.
    • Also um politisch eine Gesellschaftsordnung zu ermöglichen, in der jeder eine gute Stellung haben kann, sollten wir zweierlei mit zur Wahlurne bringen: unsere wache Vernunft und ein hoffendes Herz nehmen!

      Du willst wissen, wer hinter diesem Podcast steckt? Dann schau gern auf meiner Website vorbei: https://www.sandra-eleonore-johst.de

      philosophie #philosophieren #wählen
      22 min
    • Hoffnung schöpfen für das neue Jahr - Spinoza über die Affekte Hoffnung und Furcht

      Hi, ich bin Sandra und mit mir kannst du in die Welt der Philosophie reisen: https://www.sandra-eleonore-johst.de/landing-page

      In dieser Folge kannst Du den Gedanken von Baruch de Spinoza (1632 - 1677) zur Hoffnung lauschen, die er sich in seiner Ethik macht.
      Warum gerade jetzt? Ein neues Jahr liegt vor uns. Dieser Moment lädt dazu ein, zurückzublicken auf das, was nun hinter uns liegt. Wofür bin ich dankbar? Was habe ich gelernt? Und gleichzeitig ist es eine wunderbare Zeit, Pläne zu schmieden und sich zu fragen, in welche Richtung es ab jetzt gehen soll. Was möchte ich ändern? Was will ich entdecken?
      Hoffnung kann unseren Blick von der Realität abwenden, aber sie ist auch ein starker Motor. Mit Spinoza lade ich Dich zum Jahresstart dazu ein, darüber nachzudenken, worauf Du hoffst und was das eigentlich bedeutet.

      Im Mittelpunkt steht dabei folgendes Zitat aus Spinozas Ethik:

      "12. Hoffnung ist unbeständige Lust, die aus der Idee eines zukünftigen oder vergangenen Dinges entspringt, über dessen Ausgang wir in gewisser Hinsicht im Zweifel sind.

      1. Furcht ist unbeständige Unlust, die aus der Idee eines zukünftigen oder vergangenen Dinges entspringt, über dessen Ausgang wir in gewisser Hinsicht in Zweifel sind (siehe hierüber Anm. 2 zu Lehrsatz 18 dieses Teils).
      2. Erläuterung. Aus diesen Definitionen folgt, daß es keine Hoffnung ohne Furcht und keine Furcht ohne Hoffnung gibt; denn wer in Hoffnung schwebt und über den Ausgang eines Dinges im Zweifel ist, von dem nimmt man an, daß er sich etwas vorstellt, was das Dasein des zukünftigen Dinges ausschließt, und also insofern Unlust empfindet (nach Lehrsatz 19 dieses Teils), und folglich, solange er in Hoffnung schwebt, fürchtet, daß die Sache nicht erfolgen möchte. Wer aber dagegen in Furcht ist, d. h. über den Ausgang eines Dinges, das er haßt, in Zweifel ist, stellt sich auch etwas vor, was das Dasein dieses Dinges ausschließt, und hat also (nach Lehrsatz 20 dieses Teils) Lust, und folglich insofern Hoffnung, daß die Sache nicht erfolgt."

        Zum nachlesen: Du findest den Textauszug in dem Kapitel "Definitionen der Affekte", zum Beispiel auch online bei Projekt-Gutenberg-de: https://www.projekt-gutenberg.org/spinoza/ethik/chap009.html

        Die Beispiele, die ich gebe, stammen aus meinem eigenen Leben und Denken - sie sollen Dich zum eigenen Denken inspirieren. Für mich ist Nachhaltigkeit, Plastikvermeidung und Umweltschutz dasjenige, wofür ich mich stark machen möchte in 2025. Was ist es bei dir?

        Alles Gute für deine Ziele und für dieses neue Jahr!

        Besuche gerne meine Webseite: https://www.sandra-eleonore-johst.de

        Oder vernetze Dich mit mir auf LinkendIn: https://www.linkedin.com/in/philosophieren-mit-dr-johst/

        philosophie #spinoza #hoffnung #furcht #umweltschutz
        27 min
      3. Brauchen wir eine neue Aufklärung? - Gespräch mit Professor Michael Hampe

        Hi, ich bin Sandra und mit mir kannst du in die Welt der Philosophie reisen: https://www.sandra-eleonore-johst.de/landing-page

        Heute habe ich einen Gast dabei: Michael Hampe ist Professor für Philosophie an der ETH Zürich. 2018 hat er ein kleines Buch mit dem Titel "Die Dritte Aufklärung" veröffentlicht. Da ich mich sehr für die Themen Aufklärung und Bildung interessiere, habe ich dieses Buch in einem Seminar für die FernUniversität in Hagen zur Diskussion gestellt und in diesem Jahr auch in anderen Zusammenhängen Vorträge darüber gehalten. Dabei sind viele Fragen aufgetaucht - und ein paar davon konnte ich zusammen mit Michael Hampe besprechen. Zum Beispiel haben wir uns darüber ausgetauscht, wie folgender Appell vielleicht umgesetzt werden könnte:

        "Alles hängt davon ab, wie wir uns an der Entwicklung der Welt beteiligen, inwieweit wir wagen, aufgeklärte Pragmatiker und nicht lediglich Diagnostiker und Beobachter zu sein, die sich einem pseudowissenschaftlichen Fatalismus ergeben.“ (Hampe 2018: S. 81)

        Viel Freude beim Mit- und Weiterdenken!

        Besuche gerne meine Webseite: https://www.sandra-eleonore-johst.de

        philosophie #bildung #aufklärung
        37 min
      4. Kierkegaard über das Selbstsein und die damit verbundene Verzweiflung

        Hi, ich bin Sandra und mit mir kannst du in die Welt der Philosophie reisen: https://www.sandra-eleonore-johst.de/landing-page

        In dieser Folge kannst Du den Gedanken von Søren Aabye Kierkegaard (1813 - 1855) über das Selbst lauschen, die er sich bei der Untersuchung über die Verzweiflung in seiner Schrift "Die Krankheit zum Tode" von 1849 gemacht hat.

        Vielleicht hast Du Dich ja auch schon mal gefragt, was es eigentlich bedeutet, authentisch zu sein? Über diese Frage bin ich gewissermaßen zu der tieferliegenden Frage nach dem Selbst gekommen: Was ist das eigentlich, unser Selbst? Wie lässt es sich beschreiben? Und kann man mal mehr man selbst sein und mal weniger?

        Die Textstückchen von Kierkegaard können daran erinnern, dass unser Selbst nie etwas anderes ist als eben unser Selbst - ein dynamisches Verhältnis aus letztlich Unvereinbarem, irgendwo zwischen Möglichkeit und Notwendigkeit. Als Mensch sind wir stets im Werden und nie ein Fertiges, Festes, Entschiedenes. Hier das Zitat von Kierkegaard mit dem ich meine Lektüre und die daran anknüpfenden Überlegungen in dieser Folge beende:

        "Das Selbstsein ist dem Menschen also nicht einfach gegeben, sondern Aufgabe, deren Verwirklichung seiner Freiheit aufgegeben ist."

        Ich bin gespannt, wie Du diese Gedanken weiterdenkst. Dabei wünsche ich Dir alles Gute und viel Freude für Dein weiteres Philosophieren.

        Besuche gerne meine Webseite: https://www.sandra-eleonore-johst.de

        Wenn Dir die Textausschnitte gefallen haben ( "Ac Verzweiflung ist: 'Die Krankheit zum Tode'", "C. Die Formen der Krankheit", "Aa) Verzweiflung, gesehen unter der Bestimmung Endlichkeit - Unendlichkeit", "Die Verzweiflung der Unendlichkeit besteht im Mangel an Endlichkeit") kannst Du Dir das Buch auch erstmal in der Bibliothek ausleihen, um selbst ein bisschen reinzulesen! Ich kenne und empfehle den aus dem Dänischen ins Deutsche übersetzten Text erschienen bei dtv.

        philosophie #nachdenken #gedanken #selbst #authentizität
        42 min
      5. Aristoteles über Freundschaft: "daß man sich gegenseitig wohlwolle und Gutes wünsche"

        Hi, ich bin Sandra und mit mir kannst du in die Welt der Philosophie reisen: https://www.sandra-eleonore-johst.de/landing-page

        In dieser Folge kannst Du den Gedanken von Aristoteles (384 - 322 v. Chr.) über Freundschaft lauschen, die er sich bei der Suche nach dem guten und glücklichen Leben in der Nikomachischen Ethik gemacht hat.

        Vielleicht hast Du Dich ja auch schon mal gefragt, was eine 'echte Freundschaft' von anderen freundschaftlichen Beziehungen oder netten Bekanntschaften unterscheidet. In der von mir zitierten Stelle aus der Nikomachischen Ethik geht Aristoteles genau dieser Frage nach. Das, was für ihn den Unterschied ausmacht, ist, "daß man sich gegenseitig wohlwolle und Gutes wünsche, ohne daß einem diese gegenseitige Gesinnung verborgen bleibt" (1156a). Damit dieses gegenseitige Wohlwollen zustande kommt, braucht es Zeit. Während der Entschluss zur Freundschaft schnell gefasst werden könne, brauche es doch wesentlich länger, bis daraus eine solche Herzensbindung entstehe.

        Ich bin gespannt, wie Du diese Gedanken weiterdenkst. Dabei wünsche ich Dir alles Gute dabei und viel Freude für Dein weiteres Philosophieren.

        Besuche gerne meine Webseite: https://www.sandra-eleonore-johst.de

        Wenn Dir der Textausschnitt gefallen hat, kannst Du ganz einfach in der Nikomachischen Ethik weiter stöbern - die gibt es nämlich online zugänglich durch das Projekt-Gutenberg-DE: https://www.projekt-gutenberg.org/aristote/nikomach/index.html

        philosophie #aristoteles #Freundschaft #glück #ethik
        20 min
      6. Wie wir uns für große Menschheitsziele motivieren können: Kants Idee einer Geschichte in weltbürgerlicher Absicht

        Hi, ich bin Sandra und mit mir kannst du in die Welt der Philosophie reisen: https://www.sandra-eleonore-johst.de/landing-page

        In dieser Folge kannst Du den Gedanken von Immanuel Kant (1724-1804) lauschen, die er sich 1784 zu einem möglichen Naturplan unserer menschlichen Gattung gemacht hat.
        Lässt sich aus den teils verworrenen, teils undurchsichtigen, in jedem Falle hochkomplexen Zusammenspiel menschlicher Handlungen vielleicht doch ein Sinn ablesen? Ein Zweck unserer menschlichen Gattung? Dazu hatte Kant eine Idee: Er skizziert sie in diesem Aufsatz, den ich vorlese, in neun Sätzen. Vielleicht lässt sich unsere Menschheitsgeschichte als ein Naturplan interpretieren, der uns letztlich doch irgendwann zu einem vernünftigen Zustand führen wird. Einem vereinigten Völkerbund, einem weltbürgerlichen Zustand, in dem wir uns moralisch begegnen können. Was sich Kant von dieser Idee versprach, ist wohl die Motivation dazu, bereits jetzt - so viel an einem jeden von uns ist - für die Möglichkeit dieses gemeinsamen Ziels einzustehen und alles dafür aufzubringen. Wir brauchen also nicht auf eine andere Welt hoffen, sondern wir dürfen und sollten vernünftigerweise alle Hoffnung auf unsere Welt und ihre Möglichkeiten setzen.
        Ich bin gespannt, was Du von dieser Idee hältst und woraus Du die Kraft und Motivation schöpfst, Dich trotz aller Herausforderungen, Krisen und Problemen für eine lebenswerte, menschliche Welt einzusetzen.
        Besuche gerne meine Webseite: https://www.sandra-eleonore-johst.de

        Zitiert habe ich die Seiten 33-50 des neunten Bands aus "Immanuel Kant Werke in zehn Bänden" (1964), herausgegeben von Wilhelm Weischedel.

        philosophie #aufklärung #kant #sinnsuche #geschichte
        48 min
      7. Warum das Philosophieren Orientierung bieten kann: Trost der Philosophie von Boethius

        Hi, ich bin Sandra und mit mir kannst du in die Welt der Philosophie reisen: https://www.sandra-eleonore-johst.de/landing-page

        In dieser Folge kannst Du den Gedanken von Boethius (etwa 480-524 n.Chr.) lauschen, die er sich zu Beginn des 6. Jahrhunderts und kurz vor seinem Lebensende in Bezug auf die Frage nach einem glücklichen Leben gemacht hat. Der Grund, warum ich mich für dieses Textstück entschieden habe, liegt darin, dass ich mich 2022 selbstständig gemacht habe. Unter anderem biete ich philosophische Beratung an. Das bedeutet, dass ich zusammen mit meinen Klienten und Klientinnen Orientierung erarbeite - über ganz allgemeine und grundsätzliche Fragen des Lebens. Fragen wie: Was will ich eigentlich? Um was geht es in meinem Leben? Und ich denke, das, was uns im Umgang mit solchen Fragen Stabilität bieten kann, ist eine starke Persönlichkeit. Eine starke Persönlichkeit ist kein Zufall, sondern ein Prozess. Das Philosophieren als Suchen von Gründen und Hinterfragen von scheinbarer Selbstverständlichkeit kann dabei helfen, diesen Prozess bewusst zu gestalten.

        In dem Dialog, den Boethius mit Philosophia, der fiktiven Personifikation der Weisheit, führt, sucht er eine Lösung für seine große Verzweiflung, mit der er auf seine Todesstrafe im Kerker wartend zu kämpfen hat. Gleich zu Beginn diagnostiziert Philosophia den Grund für seinen unglücklichen Zustand: Er habe vergessen, dass er nicht nur ein Mensch sei, sondern auch ein Selbst. Ich glaube, auch wir leiden bisweilen an einer Art Selbstvergessen, für das das Philosophieren den ein oder anderen Linderungsversuch bereithält.

        Hör gern mal rein und wenn Du mehr über meine Arbeit wissen möchtest, schau auch gerne auf meiner Webseite vorbei: https://www.sandra-eleonore-johst.de

        Zitiert habe ich die Seiten 57-66 der Reclam-Ausgabe (1971/2010): Boethius Trost der Philosophie (Übersetzt und herausgegeben von Karl Büchner mit einer Einführung von Friedrich Klingner).

        philosophie #persönlichkeit #lebensberatung #weisheit #glückssuche #sinnsuche
        31 min
      8. Arthur Schopenhauer über ein glückliches Dasein

        Hi, ich bin Sandra und mit mir kannst du in die Welt der Philosophie reisen: https://www.sandra-eleonore-johst.de/landing-page

        In dieser Folge kannst Du den Gedanken von Arthur Schopenhauer (1788-1860) lauschen, die er sich zur Mitte des 19. Jahrhunderts in Bezug auf die Frage nach einem glücklichen Leben gemacht hat. Ich empfinde Schopenhauers Einteilung, die er zu Beginn seiner Aphorismen zur Lebensweisheit vornimmt, immer noch als ein hilfreiches Mittel für das Gewinnen einer Orientierung bei unserer individuellen Glückssuche. Die Einleitung und das erste Kapitel, die ich vorlese, können uns daran erinnern, wie wichtig unsere Persönlichkeit für unser Lebensglück:

        "Denn was Einer für sich selbst ist, was ihn in die Einsamkeit begleitet und was Keiner ihm geben, oder nehmen kann, ist offenbar für ihn wesentlicher, als Alles, was er besitzen, oder auch was er in den Augen anderer sein mag."

        Ich wünsche Dir viel Freude und Inspiration beim Gedanken lauschen und anschließendem Weiterdenken!

        Zitiert habe ich aus Band VIII der Arthur Schopenhauer Zürcher Ausgabe, Werke in zehn Bänden (1977), S. 343-352.

        Besuche auch gerne meine Webseite: https://www.sandra-eleonore-johst.de

        philosophie #glück #philosophieren #geschichtederphilosophie #schopenhauer #weisheit #glückssuche #sinnsuche
        32 min
      9. Thomas Hobbes: Der Vertragsschluss im Leviathan

        Hi, ich bin Sandra und mit mir kannst du in die Welt der Philosophie reisen: https://www.sandra-eleonore-johst.de/landing-page

        In dieser Folge steht ein weiterer Klassiker der Philosophiegeschichte, insbesondere der politischen Philosophie, auf dem Programm: "Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Staates" (1651) von Thomas Hobbes.
        Genau vorgelesen wird das 17. Kapitel "Von den Ursachen, der Erzeugung und der Definition eines Staates". Hier schildert Hobbes die Gründung staatlicher Souveränität als Vertrag eines jeden mit einem jedem:

        "Ich autorisiere diesen Menschen oder diese Versammlung von Menschen und übertrage ihnen mein Recht, mich zu regieren, unter der Bedingung, daß du ihnen ebenso dein Recht überträgst und ihre Handlungen autorisierst." (Hobbes 1966: 134)

        Diese Stelle ist eines der wohl bekanntesten Beispiele für das, was wir in der Philosophie als Vertragstheorie oder Kontraktualismus bezeichnen. Ich wünsche dir viel Freude beim Lauschen von Hobbes Gedanken und insbesondere beim Weiterdenken.

        Zitierte Literatur:

        Thomas Hobbes (1966): Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Staates, [deutsche Übersetzung von Walter Eucher], Berlin: Suhrkamp, S. 131-135.

        Besuche auch gerne meine Webseite: https://www.sandra-eleonore-johst.de

        philosophie #philosophieren #philosophiegeschichte #hobbes #leviathan #vertrag #souveränität #politischephilosophie #staat #vertragstheorie #klassiker #buchtipp
        19 min
      10. Epikurs Fragmente: Philosophie als Glücks-Medizin

        Hi, ich bin Sandra und mit mir kannst du in die Welt der Philosophie reisen: https://www.sandra-eleonore-johst.de/landing-page

        Epikur hat sich im vierten bis dritten Jahrhundert vor Christus mit seiner Lehre insbesondere auf das Glück konzentriert: die Eudaimonia, das ganz persönliche, private Lebensglück. In dieser Folge lese ich ein paar seiner Fragmente vor, die zeigen, warum das Philosophieren gewissermaßen eine heilende Wirkung auf die persönliche Glückssuche hat.
        Laut ihm solle man deswegen weder in der Jugend zögern zu philosophieren noch im Alter zu philosophieren müde werden. Denn es sei nie zu früh oder zu spät, etwas für die Gesundheit der Seele zu tun.
        Warum das Philosophieren die Gesundheit der Seele fördert, also eine Art Glücks-Medizin für das eigene Leben sein kann? Ich denke, weil ein philosophisch besonnener Umgang mit den eigenen Bedürfnissen und Wahrnehmungen dabei helfen kann, unbegründete Ängste zu beseitigen und auch dazu beiträgt, das eigene Befinden von äußeren Dingen unabhängiger zu machen, die wir nicht in der Hand haben. Aber lauscht selbst den Fragmenten und macht euch ein eigenes Bild. Viel Freude dabei!

        Alle zitierten Fragmente befinden sich in dem bei Beck erschienenen Bändchen: Epikur Philosophie des Glücks (2006/2014), übersetzt, ausgewählt und mit einem Nachwort versehen von Bernhard Zimmermann.

        Schaut euch gerne meine Webseite an: https://www.sandra-eleonore-johst.de

        philosophie #epikur #glückssuche #glück #philosophieren #inspiration #seelenruhe
        15 min

      About Gedanken lauschen

      From the publisher's feed

      Gedanken lauschen ist der Podcast, der Philosophie hörbar macht. Hier findest Du einen angenehmen Startpunkt in die Geschichte der Philosophie und ihre zentralen Texte. Ich bin Sandra Eleonore Johst, promovierte Philosophin und psychologische Beraterin, und lese hier bei Zeiten aus den Texten der abendländischen Philosophiegeschichte vor, die für mich und mein Denken wichtig waren - und es immer noch sind. In diesem Podcast verstehe ich mich als philosophische Denkmalpflegerin: Ich puste den Staub von den teilweise sehr alten Büchern, um ihre wertvollen und spannenden Gedanken genau an den Ort zu bringen, an dem Du Dich gerade befindest. Viel Freude und Inspiration dabei!