Geldbewusst
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Geldbewusst episodes

  • Folge 257 - finanzielle Potenz und finanzielle Fruchtbarkeit
    Dieses Thema wird unter meinen Hörenden für Gesprächsstoff sorgen, da bin ich mir ganz sicher. Denn heute spreche ich über finanzielle Potenz und finanzielle Fruchtbarkeit. 

    Wenn ein Samenkorn auf einen fruchtbaren Boden fällt, dann ist das schon eine gute Grundlage dafür, dass hier bald etwas keimt. 

    Keimen bedeutet, dass der im fruchtbaren Samen befindliche Embryo seine Keimwurzel austreten lässt und sich dann der Keimling ausbildet. 

    In der Pflanzenwelt müssen verschiedene Voraussetzungen gegeben sein, damit ein Samen keimen kann. Die wichtigsten Voraussetzungen sind Wärme, Wasser, Licht oder seine Abwesenheit sowie Sauerstoff. 

    Auf das Thema Geld übertragen kann man sagen, dass auch hier ein Samen gelegt und auf fruchtbaren Boden fallen muss. Ein Samen kann eine Idee für eine Investition sein. Der fruchtbare Boden kann die Fähigkeit sein, sich Wissen zu einem Thema zu erarbeiten, Recherche zu betreiben, zu einer Entscheidung zu gelangen. 

    Und auch hier müssen dann bestimmte Voraussetzungen gegeben sein, damit der Samen keimen kann. Die nach meiner Auffassung wichtigsten sind dienliche Gewohnheiten, emotionale Stärke, Offenheit für Neues und Verantwortungsbewusstsein für die eigene finanzielle Lebenssituation. 

    Und nun kommt die alles entscheidende Frage: Bist du in der Lage, einen Samen zu bilden und ihn auf fruchtbaren Boden fallen zu lassen? Und ist dein Partner in der Lage, einen fruchtbaren Boden bereitzustellen, in dem der Samen keimen kann?  

    Die Geschlechterrollen können hier selbstverständlich eine Rolle oder keine Rolle spielen, das entscheidet ihr. Vielleicht hat auch jeder von Euch einen Samen und einen fruchtbaren Boden zu gleich. 

    Ich wünsche Dir und Euch eine erfolgreiche Woche 
    3 min
  • Folge 256 - Mithalten können
    Wer kennt das nicht, ein Gefühl, nicht mithalte zu können.  

    Mithalten können bedeutet, sich den gleichen Anforderungen gewachsen zu zeigen wie andere Personen. 

    Im finanziellen Sinne kann das mithalten beim Konsum bedeuten. Der Klassiker hier sind Statussymbole wie Autos oder Kleidung bestimmter Hersteller. 

    Ein “Da kann ich nicht mithalten” auszusprechen, kann aber auch befreiend sein. Denn wer gibt eigentlich vor, dass du mithalten können musst. Mal abgesehen davon, ob du überhaupt mithalten willst. 

    Der Gedanke, nicht mithalten zu können, hat für mich daher auch immer den Anschein von fehlendem Selbstbewusstsein. Du entscheidest selber, ob du den Erwartungen anderer Menschen entsprechen willst. Spannend wird es, wenn du selbst die Erwartung an dich stellst, mithalten können zu müssen, wenn du einer Sache nacheiferst und Anschluss halten willst. 

    Denn mithalten können bedeutet herankommen, heranreichen, gleichziehen und das kann ganz schön anziehend sein. So anziehend, dass dir dein Kontostand egal ist.  

    In Cliquen ist das oft zu beobachten. Einer setzt den Standard und alle anderen ziehen mit. Finanziell gesehen sind solche Verhaltensweisen oft zerstörerisch. Solange der Kontostand bei 0 Halt macht, ist eine Genesung gut möglich. Wenn allerdings der Kontostand ins Minus geht, kann eine Spirale beginnen, die immer weiter ins Minus führt. 

    Deshalb kann ich nur jedem empfehlen, deren Konto sich permanent nahe der 0 befindet, das Konto bei der Bank auf Guthabenbasis führen zu lassen. Das sorgt zwar dafür, dass Abbuchungen bei ungedecktem Konto zurückgebucht werden und eine Kartenzahlung nicht möglich ist, verhindert aber wirksam die Abwärtsspirale. 

    Daher fordere ich dich in dieser Woche auf, dein eigenes Verhalten einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Wo willst du mitziehen und warum ist dir das wichtig? Steht das im Einklang mit deinen Werten? Hilft es dir bei der Erreichung deiner langfristigen finanziellen Ziele, oder hindert es dich dabei? 

    Diese drei Fragen sind deine Eintrittskarte in ein autonomes geldbewusstes Leben – ohne den Wunsch mithalten zu können. 

    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche. 
    3 min
  • Folge 255 - Multitasking
    Warum fühlen wir uns verpflichtet, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun? Warum fühlen wir uns verpflichtet, keine Zeit nur mit einer Sache zu verschwenden? Es erweckt den Eindruck, als wenn wir unser Selbstwertgefühl davon abhängig machen, wie viele Dinge wir an einem Tag produzieren und wie viele Dinge wir von unserer Aufgabenliste erledigen. Es gibt viele Dinge, mit denen wir weder Geld noch Beachtung erhalten. Und vielleicht glauben wir deshalb, dass diese Dinge keinen Wert haben. Es gibt viele Dinge, die wir während der Arbeit nebenbei erledigen. Essen und Trinken zum Beispiel.  

    Was wäre, wenn die wichtigste Arbeit an jedem Tag die wäre, für 30 Minuten inne zu halten und wirklich präsent zu sein.  

    Kann es sein, dass das wichtigste Geschenk, was wir uns selbst machen können, sich nicht in Geld oder in einem Produkt ausdrücken lässt, sondern einfach aus unserer Gegenwart besteht.  

    Wir sind hier und können mit allen Sinnen erleben. 

    Beim Thema Essen und Trinken wird das ganz besonders deutlich. Bewusst essen bedeutet riechen, schmecken, fühlen.  

    Beim Beobachten von anderen Menschen kann man mitunter sehen, wie sie sich unterhalten und dabei auf einen Bildschirm schauen. Sie verpassen Gestik und Mimik und damit oftmals einen wichtigen Teil der Botschaft ihres Gegenübers. 

    Daher frage ich heute: Ist Aufmerksamkeit zu einer neuen Währung geworden? Einer Währung der Wertschätzung, für Essen und Trinken, für Mitmenschen, für unser Erleben von Leben und Gesellschaft? 

    Wann hast du dich das letzte Mal über Essen wirklich gefreut. Ich meine, es ist ein Privileg, genug zu essen zu haben. Damit du eine Scheibe Brot essen kannst, wurde etwas angepflanzt, ist gewachsen und gereift, wurde geerntet und anschließend transportiert, dann verkauft und mit anderen Zutaten zu einem Brot gebacken.  

    Wann hast du dich das letzte Mal über eine Begegnung oder ein Gespräch wirklich gefreut? Ich meine, es ist ein Privileg, sich mit Menschen austauschen zu können, Beachtung zu empfinden, zuzuhören und gehört zu werden, neues daraus zu lernen, von dem Gelernten zu profitieren.  

    Freue dich an jedem Tag, an jedem Bissen, an jedem Augenblick. Dein ganzes Leben. Dein unbezahlbares Leben. 

    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.  
    3 min
  • Folge 270 - Wie wäre es, wenn...
    Hast du schonmal überlegt, wie es wäre es, wenn du selbst bestimmen würdest 
    A) wie viel du verdienst? 
    B) wann und wie lange du Urlaub machst? 
    C) wo und zu welchen Zeiten du arbeitest? 
    D) ob du heute arbeitest oder spontan den Tag mit deiner Familie verbringst? 
    Klingt für dich normal? Oder doch eher realitätsfern? 
    Ich weiß, das klingt komisch, aber wie wäre es, wenn du beginnen würdest, es für möglich zu halten. 
    Wie soll das bitte gehen, fragst du dich jetzt vielleicht? 
    Ganz einfach: 
    Öffne dich dafür, dass mehr möglich ist, als du glaubst. Werde dir bewusst, was dich zurückhält und befreie dich davon. Lerne die Denkweisen erfolgreicher Menschen kennen und nutze ihre Methoden und Strategien.  Schaffe Dir zusätzliche passive Einkommensquellen. Wende das Prinzip der Geldtöpfe an und lege Budgets für verschiedene Ausgabearten an. Beginne damit, dich selbst zuerst zu bezahlen. 
    Starte noch heute damit, bewusster mit Geld umzugehen, und lege damit den Grundstein für eine erfolgreiche finanzielle Zukunft.  
    Das 90 Tage Programm “Geldbewusst leben” hilft Dir dabei, dich jeden Tag mit dem Thema Geld zu beschäftigen und dies zu einer dienlichen Angewohnheit werden zu lassen. Wie geht das, fragst du dich vielleicht? In dem Programm bekommst du jeden Tag eine Frage gestellt, mit der du in ein tieferes Bewusstsein zum Thema Geld gelangst.  
    Unter folgendem Link kannst du direkt starten: http://zum-kurs.de/?geldbewusst_leben 
    Glaube mir, dieser Kurs erfüllt drei Wünsche auf einmal: Er ist spannend, lässt sich spielend leicht bewältigen und bessert Deine Finanzen nachhaltig auf. Nutze jetzt die Gelegenheit, den Kurs sofort zu beginnen. 
    Die Qualität Deiner Fragen bestimmt die Qualität Deines Lebens. Davon bin ich überzeugt. Und deshalb lege ich Dir den 90-Tage-Kurs so ans Herz.  
    Es gibt keinen einfacheren Weg, dich finanziell zu trainieren, als sich jeden Tag mit einer Frage auseinanderzusetzen. Es wirkt wie ein Automatismus beim ins Handeln kommen. Denn ein Gedanke ist wie ein Samenkorn. Also pflanze noch heute den ersten Samen und starte in ein geldbewusstes Leben.  
    Hier der direkte Link zum Kurs: http://zum-kurs.de/?geldbewusst_leben
    3 min
  • Folge 254 - sparsam
    Mir ist aufgefallen, dass ich im Podcast schon öfters den Begriff sparsam verwendet habe, um etwas zu erklären, aber noch nie den Begriff sparsam erklärt habe. Vielleicht ist das ja auch gar nicht nötig. Sparsam ist ja ein weit verbreiteter Begriff und die Bedeutung fast jedem bekannt. Aber wir erinnern uns an die letzte Woche: “Das weißt du erst, wenn du hingelaufen bist.” In diesem Fall: Das weißt du erst, wenn du alle gefragt hast.” Und da das bei einem Podcast etwas schwierig ist, erläutere ich diesen Begriff in der heutigen Folge. 

    Sparsam bedeutet, auf möglichst geringe Ausgaben und einen möglichst geringen Verbrauch bedacht zu sein. Beispielhaft könnte man die sparsame Verwendung von Wasser nennen.
    Der Begriff sparsam wird auch gerne in Bezug auf den Spritverbrauch von Autos eingesetzt, z.B.: “Das Auto überzeugt durch seinen sparsamen Motor.” Aber vor allem beim Geld spielt es eine Rolle. “Sie achtete beim Einkauf stets darauf, sparsam zu sein.” 

    Mit dem Wort sparsam werden ebenfalls Begriffe wie schlicht oder schnörkellos assoziiert. Wenn jemand schlicht gekleidet ist oder seine Wohnung schnörkellos eingerichtet hat. Das muss nicht zwangsweise günstig gewesen sein, aber es angenommen. 

    Wichtig zu verstehen ist, dass wir alle mit unserem Geld wirtschaften oder haushalten müssen. Und Sparsamkeit ist für einige Menschen eine Tugend. Sparsam zu sein hat somit auch oft etwas mit persönlichen Ansichten und Wertvorstellungen zu tun. Von rationellen Menschen ist dann manchmal die Rede, also von Menschen, die gut überlegt vorgehen und dabei auf Wirtschaftlichkeit bedacht sind. 

    Besondere Sparsamkeit wird von der Gesellschaft bestimmten Bevölkerungsgruppen – bspw. den Bauern und den Schwaben – zugeschrieben. Zur Sparsamkeit gibt es übrigens eine positive Gegentugend - die Großzügigkeit - und eine negative Gegentugend - die Verschwendung. Und wenn Sparsamkeit verfällt, dann spricht man von Geiz. 

    Bist du ein sparsamer Mensch und - wenn ja - in welcher Beziehung? In Beziehung zu Geld oder zu etwas anderem. Warum ist es dir wichtig, sparsam zu sein? Woher glaubst du kommt der Wunsch, sparsam zu sein? 

    Vielleicht helfen Dir diese Fragen dabei, mehr Bewusstsein über Deine Sparsamkeit zu erlangen?

    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche. 
    3 min
  • Folge 253 - die extra Meile
    Heute erzähle ich dir eine Geschichte aus meiner Jugend, eine Geschichte, die mich etwas geleert hat und auch heute noch wichtig für mich ist. Die Geschichte hilft mir, die extra Meile zu gehen und somit die Erfolge einzusammeln, die andere liegen lassen, weil sie kurz vorm Ziel aufgeben.  

    Ich muss ungefähr 16 Jahre alt gewesen sein und stand am Zaun einer Tennissportanlage in Berlin, meiner Geburtsstadt in der ich aufgewachsen und zur Schule gegangen bin.  

    Dort spielten zwei junge Mädchen, schätzungsweise 14 Jahre alt, Tennis unter Anleitung eines Tennislehrers. Ein guter Schlag beförderte den Ball in die entgegengesetzte Ecke, wo die Spielerin nicht stand und vermutlich hätte sie den Ball nicht bekommen.  

    Die Spielerin unternahm auch gar keinen Versuch, den Ball noch zu erwischen, sie blieb einfach stehen. Ihr Tennislehrer fragte Sie direkt, warum sie nicht versucht habe, den Ball zu erwischen.  

    Das Mädchen antwortete: Warum soll ich dort hinlaufen? Den Ball krieg ich doch eh nicht.  

    Und der Tennislehrer sagte nur: Das weißt du erst, wenn du hingelaufen bist. 

    Immer wenn ich seitdem dazu neige, aufzugeben, zu resignieren oder etwas dergleichen, dann rufe ich mir diese Szene in Erinnerung und sage mir “das weißt du erst, wenn du hingelaufen bist”. 

    Wir alle haben im Alltag immer wieder kleine oder große Situationen, in denen wir versuchen, Anstrengungen zu vermeiden.  

    Wir sagen uns dann: Den Kollegen erreiche ich heute eh nicht mehr. Das Angebot ist bestimmt ausverkauft. Meine Tochter will eh viel lieber mit ihrer Freundin spielen, als mit mir Kartoffeln fürs Mittagessen zu schälen.  

    Aber sind wir mal ehrlich: Wir wissen es nicht, solange wir nicht angerufen haben, nicht hingefahren sind, nicht nachgefragt haben. 

    Also lass uns eine Vereinbarung für diese Woche treffen: Die extra Meile gehen. 

    Schreibe Dir den Satz “Das weißt du erst, wenn du hingelaufen bist.” auf einen kleinen Zettel und stecke ihn in die Hosen- oder Jackentasche. Immer wenn du in dieser Woche dazu tendierst, aufzugeben, dann hole den Zettel aus deiner Tasche und entscheide neu, die extra Meile zu gehen. 

    Ich weiß: 100 % geben viele, aber nur wenige geben 101 %. Und genau diesen einen Prozent mehr zu geben, macht den Unterschied. Im Ergebnis und oft auch monetär.  

    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche. 
    3 min
  • Folge 252 - Geschenkwirtschaft
    Du bietest ein Produkt oder eine Dienstleistung an, und der Kunde zahlt nur, was es ihm wert ist? Macht das Sinn? Kannst du davon leben? 

    Der Gedanke, der dahintersteht, ist eine Geschäftswelt, die auf Geschenken basiert? Du verschenkst dein Produkt oder Dienstleistung und der Kunde gibt Dir dafür ein Geschenk zurück, etwas, dass es ihm Wert ist. Das darf – aber muss nicht zwangsläufig – Geld sein.  

    Geht das überhaupt im gesamtwirtschaftlichen Kontext? Wichtig ist, es wird etwas geschenkt und dafür dennoch eine Gegenleistung erwartet. Diese Gegenleistung kann auch verzögert erbracht werden und an bestimmte Ereignisse geknüpft sein. Dabei liegt die Entscheidung über eine Gegenleistung beim Beschenkten. 

    Mit dem Schenken kann aber auch der Wunsch nach Achtung und Ehrerbietung verbunden sein. Gewährt der Beschenkte dem Schenkenden dann eine Gegenleistung, kann diese einen besonderen Status oder eine besondere Identität des Schenkenden zum Ausdruck bringen. 

    Wenn dein Produkt oder deine Dienstleistung wirklich relevant und von Nutzen ist, wird es auf jeden Fall Interessenten und Kunden geben. 
     
    Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und es als solche gewohnt, einen Preis genannt zu bekommen und dann unsere Entscheidung zu treffen. Wird es daher einige Menschen zurückschrecken, selbst einen Preis nennen zu müssen? 
    Ich persönlich finde es sehr lehrreich, einen Preis im Vorhinein nennen zu müssen. Im Nachhinein fällt es mir zwar leichter, aber leicht ist nicht immer gut. 
    Diese Methode zwingt einen dazu, sich vor einer Investition wirklich Gedanken darum zu machen, wie wichtig einem die Sache ist. Und das ist extrem hilfreich. So lassen sich pseudo wichtige Dinge leicht in frühem Stadium eliminieren. Das hat Vorteile für Anbieter und Nutzer.  
     
    Wie ist das bei deinem Geschäft: Würde es funktionieren, den Kunden den Preis frei wählen zu lassen? Würdest du damit voraussichtlich mehr oder weniger Einnahmen generieren und warum? 

    Kann ein Kunde den Wert eines Produktes wirklich richtig einschätzen? Oder gibt es kein richtig, sondern nur einen individuellen Preis?  

    Muss alles monetär messbar sein? Deine Meinung interessiert mich. Schreibe mir gerne eine Nachricht an [email protected] 

    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.  
    3 min
  • Folge 251 - Emma Zehnpfennig
    Heute will ich Dir eine Geschichte von einem kleinen Mädchen erzählen. Ihr Name: Emma Zehnpfennig. 

    Emma ist 7 Jahre alt und sammelt Zehnpfennig Münzen. Ihr Sparschwein ist schon länger voll und es ist bereits das vierte Sparschwein in Benutzung. Immer wenn Emma zum Einkaufen beim Bäcker oder Lebensmittelladen geschickt wird, darf sie vom Wechselgeld alle Zehnpfennig Münzen behalten. Das haben ihre Eltern so entschieden. Das Wechselgeld steckt Emma in ein extra Fach im Portmonee.  

    Emma hat schnell erkannt, was die Zehnpfennig Münzen bewirken können. Sie ging schon vorher gerne einkaufen und wollte dabei auch immer das Bezahlen übernehmen. Emma mag den Klang sehr, wenn die Münzen auf den Teller gelegt werden. Und sie mag Münzen viel lieber als Scheine. Emma kann die Zehnpfennig Münzen sogar an ihrer Form und am Gewicht erkennen. Das hat sie zuhause mit geschlossenen Augen geübt.  

    Vor wenigen Tagen hat sie die Buchführung für ihr Einkaufsportmonee begonnen. Dazu hat Emma von ihren Eltern ein Zählbrett für Münzen und ein kleines Büchlein geschenkt bekommen. 

    Nach jedem Einkauf setzt sich Emma an ihren Schreibtisch, holt das Wechselgeld aus dem extra Fach in ihrem Portmonee und zählt es. Wieviel Geld Emma beim Einkaufen der Verkäuferin gegeben und als Wechselgeld bekommen hat, kann Emma auf dem Kassenzettel erkennen. Somit weiß Emma, ob sie das Wechselgeld richtig zurückerhalten hat. Dann schreibt Sie die Geldausgabe in ihr Büchlein und berechnet den aktuellen Geldbetrag in ihrem Portmonee. 

    Zur Kontrolle leert Emma ihr Portmonee komplett aus, sortiert alle Münzen auf dem Münzbrett richtig ein und zählt alles zusammen. Dann schreibt sie den aktuellen Zählbetrag in ihr eigens angelegtes Büchlein. Wenn der Zählbetrag mit dem berechneten Geldbetrag übereinstimmt, weiß sie, dass alles richtig ist. 

    Manchmal helfen ihre Eltern beim Rechnen, aber Emma kann es schon so gut wie alleine. 

    Bei diesem Einkauf hat Emma drei Zehnpfennig Münzen als Wechselgeld zurückbekommen. Diese drei Münzen darf Emma nun in ihr Sparschwein stecken. Diesen Vorgang erfasst Emma natürlich auch in ihrem kleinen Kassenbüchlein.  

    Und wenn vor dem nächsten Einkauf ihre Eltern ihr Geld zum Einkaufen mitgeben, dann schreibt Emma auch das in ihr Büchlein, bevor sie das Geld ins Portmonee steckt.  

    Emmas Portmonee ist übrigens rosa mit einem Glitzerpferdchen drauf.  
    5 min
  • Folge 250 - Es ist alles nur geliehen
    Besitzen wir eigentlich etwas, wenn unser Leben endlich ist? Oder ist in Wirklichkeit alles nur geliehen? Wir können schließlich am Ende unseres Lebens nichts mitnehmen. 

    Ob Geld, Haus, Segelboot oder was auch immer: Irgendwann lassen wir alles zurück. Das gilt auch für unsere Erlebnisse, Erfahrungen, Freude, Verbitterung. 

    Jede einzelne Stunde, jeder geliebte Mensch, jeder geschätzte Gegenstand. Alles für uns vergänglich. 

    Macht es da eigentlich Sinn, sich etwas zu erarbeiten, dem Geld nachzueifern, ein Haus zu besitzen. Ist der Preis für diesen Eifer nicht am Ende zu hoch? Sollten wir doch einfach so in den Tag hineinleben, schauen was uns erwartet, die Dinge so nehmen wie sie kommen? 

    Verlieren wir nicht im Bestreben, besser zu sein oder sogar etwas Besseres zu sein die Chance auf einen Lebensfluss voller Überraschungen und Unwägbarkeiten, einem vollumfänglichen Erleben und Wiederfahren lassen? 

    Alle Dinge, die wir besitzen können und nach deren Besitz wir streben sind doch vergänglich. Haben diese Dinge eigentlich die Aufgabe, uns etwas zu geben oder ist es nicht viel mehr unsere Aufgabe, dem Leben etwas zu geben? 

    Ehrlich gesagt, ich kenne die richtige Antwort nicht. Ich weiß lediglich, es gibt hierzu unterschiedliche Ansichten, Auffassungen, Meinungen. Es gibt hierzu unterschiedliche Bedürfnisse, Erfahrungen, zurückblickend gar Einsichten, Reue oder Trauer. 

    Für mich persönlich spielt Geld eine wichtige Rolle im Leben, Besitz weniger. Ob ich das später einmal anders sehen werde, weiß ich nicht. Ich bin auf jeden Fall gespannt darauf, wie es sich entwickelt. Eines kann ich aus Erfahrung schon sagen: Geld lässt sich zurückholen, Menschen nicht. 

    Ich glaube, die Antwort auf die Frage, welche Bedeutung Besitz und Geld in deinem Leben hat oder welche Bedeutung du ihm gibst, musst du selbst herausfinden bzw. entscheiden. 

    Vielleicht hilft dir das folgende Stück Musik eines gewissen Heinz Schenk dabei:
    https://www.youtube.com/watch?v=1XHFBeJ6EGE 
    3 min
  • Folge 249 - Hamstern
    Heute geht es darum, Geld horten zu horten. Der Volksmund sagt dazu umgangssprchlich auch Hamstern.  

    Das Horten ist abgeleitet vom Wort Hort und bedeutet, Nahrungsmittel, Kleidung oder andere Sachen über den eigenen Bedarf hinaus vorrätig zu haben. Darin eingeschlossen ist bereits die Bevorratung aufgrund von Risiken hinsichtlich der Wiederbeschaffung bzw. der Verfügbarkeit. 

    Vorräte in Zeiten guter Versorgungssituation anzulegen und sich damit für Notsituationen zu wappnen, ist grundsätzlich risikominimierend und wird daher auch vom Staat empfohlen. Umgekehrt wird in Zeiten unzureichender Versorgung die Anlage von Vorräten negativ bewertet, da dringend benötigte Güter dem Markt entzogen werden. 

    In der heutigen Zeit hat die Benutzung des Wortes horten meist einen abwertenden Beiklang. 

    Eng mit dem Hamstern verbunden ist der Begriff Hamsterkauf 

    Wenn Verknappung oder Verteuerung bestimmter Waren des täglichen Bedarfs drohen und die Menschen dennoch weit über ihren eigenen Bedarf hinaus Lebensmittel und andere dringend benötigte Waren zur Bevorratung kaufen, dann decken sie sich mit Hamsterkäufen ein. 

    Hamsterkäufe finden meist statt, wenn Leute in Panik geraten. Das ist zum Beispiel in einigen Ländern auch vor großen Unwetterlagen zu beobachten. Wenn beispielsweise große Schneemengen vorausgesagt werden oder ein Wirbelstrom angekündigt wird, haben die Leute Angst vor Versorgungsengpässen. Fernsehbilder zeigen dann oftmals leere Supermarktregale. Aber auch Benzin und Diesel können knapp werden, wenn Menschen einen längeren Stromausfall oder unpassierbare Straßen befürchten. 

    Auch geldpolitische Entscheidungen, die den Leitzins einer Währung beeinflussen, können Veränderungen bewirken. Unternehmen halten mehr Waren im Lager vor und Verbraucher tätigen Hamsterkäufe. 

    In dem Zusammenhang kann die Berichterstattung über aktuelle Wirtschaftsdaten und die angenommene mittelfristige Wirtschaftsentwicklung ähnliche Veränderungen zur Folge haben.  

    Hast du schonmal gehamstert? Und war es in der Rückschau wirklich notwendig? 

    Hat sich dein Verhalten zur Bevorratung dadurch vorausschauender entwickelt? 

    Wie viele lang haltbare Lebensmittel (Dosenware, Reis, Nudeln) hast du im Haus und welchen Zeitraum könntest du damit in einer Notsituation zurechtkommen? 

    Um für besondere Situationen genug zu essen zu haben, wird von der Bundesregierung empfohlen, Nahrungsmittelvorräte für mindestens 14 Tage im Haus zu haben.  

    In einem Notvorratspaket, dass ich im Internet gefunden habe, sind beispielsweise folgende Produkte enthalten 

    Streichhölzer, löslicher Kaffee, Teebeutel, Taschentücher, Brühwürfel, Speisesalz, Zucker, Marmelade, Nudeln mit Tomatensoße, Linseneintopf, Streichwurst, Trinkwasser, Getränkepulver, Hartkekse, Schokolade und Roggenvollkornbrot. In solchen Paketen wird besonders auf die Haltbarkeit und die Nährwerte der Lebensmittel geachtet. Es gibt sogar Notvorratspakete mit einer Haltbarkeit von 25 Jahren. 

    Und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gibt es einen Vorratskalkulator im Internet. Dort musst du nur die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen sowie die Vorratstage angeben. Im Ergebnis bekommst du eine druckbare Liste notwendiger Lebensmittel. Dabei berücksichtigt das Programm eine durchschnittliche tägliche Energiezufuhr von 2200 Kilokalorien. Der Kalkulator bietet jedoch keine gesonderte Auflistung für vegetarische oder vegane Ernährung.   

    Den Link zum Vorratskalkulator findest du hier:
    6 min

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